Die Hasen des Jahrzehnts

Das Beste der 70er

Vier Jahrzehnte in vier Folgen: die Highlights aus 40 Jahren Playboy Deutschland die jubiläumsserie – Teil 1. Wer uns verführte: Ursula Andress, Sibylle Rauch, Linda Lovelace und andere Sex-Queens

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Scham? Haar!

Vom Wildwuchs der frühen Jahre zur glatten Ansicht heute: Wie der Playboy Sittengeschichte schrieb – und vom Jungmann zum Weltmann reifte

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Die Playboys der 70er- und 80er-Jahre aufzuschlagen, ist wie in alten Aufnahmen der ersten Freundinnen zu wühlen. Unheimlich vertraut, belustigend, ein bisschen schockierend: diese Klamotten, diese Frisuren, und ja – diese vielen Haare überall dort, wo wir sie heute nicht mehr erwarten würden!
Den kleinen Schrecken wollten wir Ihnen nicht ersparen, lieber Leser, denn er hat zugleich einen starken Reiz: Man wird zum lustvollen Historiker in eigener Sache, zurückgeführt an die Ursprünge seiner Vorlieben. Dass dabei ein leiser Schauder aufkommt, ist verständlich. Wer hat die eigene Entwicklung vom blindlings erobernden Jungmann zum entspannten Weltmann schon im Takt von Monaten oder Jahren beobachtet und bewusst vor Augen? Oder eben auch: die vielen kleinen Episoden, in denen sich zeitgleich der Rückzug der Schambehaarung aus der Welt unserer Frauen vollzog?
Richtig: Es waren vor allem Forscher, Soziologen, die den historischen Prozess im Blick behielten und feststellten: Er setzte schleichend in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre ein. Um die 90 Prozent der jungen Frauen waren nach einer Studie der Universität Leipzig bis zum Ende der Nullerjahre an den entscheidenden Stellen rasiert. Der Grund: die fortschreitende Öffentlichkeit des Intimen. Körperregionen, deren frei zugänglicher Anblick in einer aufgeklärten Gesellschaft irgendwann genauso normal sein durfte wie der Anblick von Gesichtern, haben auch Anspruch darauf, genauso gepflegt, rasiert, frisiert zu sein. An diesem gesellschaftlichen Fortschritt hat der Playboy natürlich beträchtlichen Anteil.
Es ist somit ein größeres Körperbewusstsein, das uns mittlerweile eine geschönte, haarlos-glatte Betrachtung genießen lässt – und damit alles andere als eine Verrohung der Sitten oder grassierende Schamlosigkeit, wie vor allem altlinke Soziologen sie uns gern ankreiden würden. Sie geben „dem Markt“ die Schuld, auf den mehr und mehr bare Haut getragen werde: Wieso solle sie sich ihrer öffentlichen Nacktheit denn schämen, sie mache doch eine Menge Geld damit, zitierte der Kulturwissenschaftler Hans Peter Duerr vor einigen Jahren ein Nacktmodell aus dem Fernsehen. Aus seiner Sicht werden wir schamloser im marxistischen Sinn, demzufolge der Kapitalismus die sittlichen Werte auflöst. Dabei ließ sich längst zeigen: Sittenschludrig waren frühere Kulturen in weit höherem Maß. Der Soziologe Norbert Elias wies zum Beispiel anhand von historischen Manierenbüchern nach, wie Nacktheit und Sexualität zur Zeit der Renaissance tabuisiert und aus der Öffentlichkeit ins Private verbannt wurden, während sie noch im Mittelalter relativ ungezwungen ausgelebt werden konnten.
Etwas Ähnliches im Kleinen zeigt der zivilisatorische Fortschritt, der sich aus dem Vergleich unserer ersten zu unseren heutigen Ausgaben herauslesen lässt: Wir sind nicht mehr so mittelalterlich-unbekümmert wie einst, sondern kulturell gereift. Keineswegs unverschämter, sittenverrohter – im Gegenteil. Auch der Blick unserer Fotografen zielt heute längst nicht mehr so unverhohlen gen Süden wie in den 70ern. Das Kameraauge gestattet uns heute viel mehr ästhetisches Spiel zwischen Distanz und Direktheit. Das heißt aber auch: Im Grunde zeigen uns die Ladys 2012, wenngleich alles, so doch ein bisschen weniger als jene Frauen um 1975, die noch ihre völlig ungeschönte, wildwüchsige Natur offenbarten. Scham? Von wegen. Haar!
Für den wahren Genießer, den Playboy mit 40, ist es nach dem Betrachten der frühen Bilder trotzdem ausgemachte Sache: gut möglich, dass wir hier beim Zurückblättern mitten in den Schritt der nächsten Entwicklung schauen – dass also die Schamhaare eines Tages wieder sprießen werden. Dann allerdings bewusst. Absichtsvoll ungestutzt. So wie auch der Mann heute wieder Bart trägt, ohne dass dieser mit dem Gebüsch der frühen 70er vergleichbar wäre. Haar ist nicht gleich Haar. Was zählt, ist, wofür es steht: die Haltung dahinter.
 

Schwestern von gestern: Die schärfsten Frauen der 70er

Linda Lovelace, August 1973

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  • Linda Lovelace, August 1973
Durch den Kult-Porno „Deep Throat“ wurde sie 1972 weltberühmt.  Ein Jahr später zeigte sich die verruchteste Frau der 70er auch im Playboy – und wie

Mehr scharfe Hasen des Jahrzents  - exklusiv im Cyberclub unter www.playboy.de/cyberclub >>

    Linda Lovelace, August 1973
    Durch den Kult-Porno „Deep Throat“ wurde sie 1972 weltberühmt. Ein Jahr später zeigte sich die verruchteste Frau der 70er auch im Playboy – und wie

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Claire Rambeau, August 1972

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  • Claire Rambeau, August 1972
Als Playmate des Monats in der ersten deutschen Playboy-Ausgabe war sie das paradiesisch schöne Vorbild für viele, die noch folgen solten

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Don Azumas Lieblingsbeine, Juli 1975

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  • Don Azumas Lieblingsbeine, Juli 1975
Neun Playboy-Fotografen zeigten uns 1975, was man mit Frauenbeinen alles machen kann – zum Beispiel Ohren, wie Fotograf Don Azuma bewies 

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Pete Turners Sex-Fantasie, Oktober 1972

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  • Pete Turners Sex-Fantasie, Oktober 1972
Berühmte Fotokünstler zeigten uns 1972 ihre Sex-Fantasien – diese stammt von Pete Turner, einem der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts

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    Pete Turners Sex-Fantasie, Oktober 1972
    Berühmte Fotokünstler zeigten uns 1972 ihre Sex-Fantasien – diese stammt von Pete Turner, einem der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts

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Philipp Wolf, Alexander Neumann