Direkt zum Inhalt tumblr-logo-white
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Sebastian Vettel: „Wenn ich Angst hätte, könnte ich aufhören“

Der Formel-1-Star über Autos, Motoren und Lautstärke

„Wenn ich Angst hätte, könnte ich aufhören“

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel über sein Leben am Limit, den Irrweg der Rennserie und Momente, in denen er einfach nur eine Bratwurst essen möchte. Wir zeigen Ihnen hier einen Ausschnitt aus seinem Playboy-Interview für unser November-Magazin.

Playboy: Herr Vettel, Sie sind dieses Jahr 30 Jahre alt geworden. Ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz. Auf einer Skala von eins bis zehn, wie zufrieden sind Sie mit dem, was Sie in Ihrer Karriere bislang erreicht haben?

Sebastian Vettel: Zwischen acht und neun, weil man ja immer Hunger nach mehr hat. Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht beschweren. Ich bin gesund, hatte wunderschöne Momente bis jetzt, aber man hofft natürlich, dass der schönste Moment noch kommt.

Was fehlt zu den zehn Punkten?

Ich möchte auf jeden Fall noch den Titel mit Ferrari holen.

Sie sitzen seit mittlerweile zehn Jahren in einem Formel-1-Cockpit. Täuscht der Eindruck, dass Sie sich vom Lausbub der Anfangsjahre zum kompromisslosen Haudegen entwickelt haben?

Nein, man wird natürlich erfahrener mit der Zeit, aber sein Wesen verändert man nicht. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Ich bin, wer ich bin, und liebe, was ich mache. Dass man erfahrener und weiser wird, ist normal. Das kommt mit dem Alter. Aber die Leidenschaft ist nach wie vor da.

Bis zu welchem Alter kann ein Rennfahrer ganz oben mitfahren?

Das ist keine Altersfrage. Man muss selbst entscheiden, inwieweit man noch fähig ist, ganz vorn mitzufahren.

Nach einer Dekade an der Spitze einer der extremsten Sportarten der Welt: Schenken Sie uns bitte ein Stück Lebensweisheit.

Ich glaube, man kann nur das Beste aus sich herausholen, wenn man Spaß hat an dem, was man macht.

Gibt es heute noch Momente, in denen Sie Angst spüren?

Ängste gehören dazu. Angst im Auto habe ich aber nicht. Ich fühle mich sehr sicher, wenn ich im Auto sitze, das Lenkrad selbst in der Hand habe und entscheiden kann, was ich mache. Dass man Respekt hat, ist ganz normal. Man spürt ja auch die hohen Geschwindigkeiten im Auto. Ich male mir aber nicht aus, was ich vielleicht riskiere oder was passieren könnte, wenn es einen Unfall gibt. Und der kann immer passieren, weil man sich ja ständig am Limit bewegt. Angst davor habe ich aber nicht. Sonst könnte ich aufhören.

Sie sind mittlerweile Vater. Hat das Ihre Einstellung zum Thema Risikobereitschaft verändert?

Meine Einstellung zum Rennfahren hat sich nicht geändert.

Welche Entwicklung des Sports in den vergangenen zehn Jahren freut Sie besonders?

Die beste Entscheidung war, dass die Autos für dieses Jahr wieder schneller geworden sind. Als Fahrer will man immer das Gefühl haben, dass man die schnellsten Autos fährt, die es jemals gab. Und das sind sie dieses Jahr.

Welche bedauern Sie?

Vom Acht- auf den Sechszylinder zu gehen. Die Autos sind nicht mehr so laut, und die Motoren brüllen nicht mehr so sehr wie in der Vergangenheit. Ich glaube, das fehlt nicht nur den Zuschauern, sondern auch uns. Das Downsizing ist der Weg, den die Welt eingeschlagen hat, aber wir sollten uns auf das Sportliche und die Show konzentrieren und wären besser beraten, entgegen dem Trend zu gehen.

Sie sind Ehrenmitglied bei Eintracht Frankfurt, meiden bei Stadionbesuchen aber den VIP-Bereich. Wie reagieren die Fans, wenn Sie plötzlich neben ihnen in der Kurve sitzen?

Jeder in der Kurve konzentriert sich auf das Spiel. Und ich bin da ein Fan wie jeder andere auch. Klar kriege ich mal zu hören: „Schön, dass du da bist “ – und man macht auch mal ein Foto. Aber ich sage dann den Leuten auch, dass ich mich lieber aufs Spiel konzentrieren und meine Bratwurst essen und mein Bier trinken möchte.

Wenn wir Ihnen nachträglich ein Auto zum Geburtstag schenken könnten und ein Ferrari gerade weit und breit nicht verfügbar ist, über welches Modell würden Sie sich besonders freuen?

Über den neuen Fiat 500.

Die November-Ausgabe des PLAYBOY ist seit 12. Oktober 2017 am Kiosk erhältlich. Dort können Sie auch das Interview mit Sebastian Vettel komplett nachlesen.

Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.