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"Durch meine Krankheit bekam ich ganz feine Antennen“

Ein Gespräch mit Meisterregisseur Martin Scorsese ("Silence") über Glaube, Mafia und Kino – die großen Themen seines Lebens

Star-Regisseur Martin Scorsese sieht in einer Asthma-Erkrankung während seiner Kindheit den Grund für seine herausragende Beobachtungsgabe als Filmemacher. „Ich durfte nicht an sportlichen Betätigungen teilnehmen. Nicht einmal draußen auf der Straße mit anderen Kindern herumrennen. Mein Arzt verbot mir sogar heftiges Lachen“, sagt der 74-Jährige, der im New Yorker Stadtteil Little Italy aufwuchs, in einem Interview mit Playboy.

„Also zog ich mich häufig in mein Schneckenhaus zurück und war sehr oft allein“, erinnert sich Scorsese. So habe er „ganz feine Antennen für das“ bekommen, „was um mich herum geschah. Für das Leben, das die Erwachsenen führten. Für die Schwierigkeiten und Sorgen, die sie hatten.“

Auch seine Vorliebe für die Filmthemen Religion und Mafia-Verbrechen stammt nach Scorseses Worten aus dieser Zeit. „Damals wurde Little Italy noch von der Mafia dominiert. Und die zog die Strippen nicht nur im Hintergrund. Ich habe nicht selten brutale Gewaltausbrüche auf offener Straße erlebt.“

Als Regisseur nehme er sich „die Freiheit, diese Morde so präzise wie möglich darzustellen“, sagte Scorsese, der nach eigener  Darstellung wegen seines Asthmas auch früh zur Religion fand: „Meine Eltern waren nicht sehr religiös. Sie standen wohl noch unter dem Eindruck ihrer Eltern, die mit der Kirche in Sizilien sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Mir hingegen hat der Glaube immer viel Kraft gegeben, um mit meiner Krankheit fertigzuwerden. Und ich hatte das Glück, in Little Italy einen Priester kennenzulernen, der mich als Mentor unter seine Fittiche genommen hat. Pfarrer Francis war tief gläubig und gleichzeitig auch ein Freigeist. Er hat mir gezeigt, dass es auch noch eine andere Welt gibt, anders als die kleine, hermetisch abgeschirmte und sehr angsteinflößende Welt, in der ich aufwuchs.“

Martin Scorseses neuer Film „Silence“ läuft seit dem 2. März im Kino.

Das komplette Interview finden Sie in der April-Ausgabe des Playboy. Ab 9. März im Handel – oder hier versandkostenfrei bestellen.

Exklusive Szene aus "Sleepless – Eine tödliche Nacht":

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