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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Cooper Hefner

...über Vater Hugh, Pyjamas und guten Stil

„Playboy steht für Freiheit – auch die nächsten 50 Jahre“

Hier spricht der Thronfolger: Cooper Hefner, jüngster Sohn von Playboy-Gründer Hugh Hefner, über die Philosophie der Marke, Pyjamas, Brünette, guten Stil und die sexuell befreite Zukunft

Playboy: Das 60. Playboy-Jubiläum brachte ein paar heftige Party-Wochen. Sind Sie und Ihr Vater wohlauf? 
Cooper Hefner: Oh ja, vielen Dank. 

Playboy: Und jetzt erst mal in Urlaub? 
Cooper Hefner: Nein. Als Nächstes bin ich in China. Wir erkunden dort gerade Möglichkeiten für Partnerschaften. 

Playboy: Sie sind, neben Ihrem Vater, mittlerweile der Playboy-Botschafter . . . 
Cooper Hefner: Ja, mein Vater und ich treiben voran, dass ich der neue Repräsentant der Marke werde. Ich vertrete ihn bei vielen Gelegenheiten. Auf Grund meines Alters habe ich zwar noch einiges über das Geschäft zu lernen, aber ich bin jetzt bei allen wichtigen Entscheidungen dabei. Mein Vater vertraut mir und glaubt an meine Fähigkeiten. 

Playboy: Sie sind jetzt 22. Was würden Sie als die wichtigsten Dinge bezeichnen, die Sie von Ihrem Vater gelernt haben? 
Cooper Hefner: Ich würde sagen: mir selbst treu zu bleiben. Und zwar in dem Sinne, dass mein Vater nie Druck auf mich ausgeübt hat, jemand zu sein, der ich nicht bin. Das war sehr wichtig für mich, denn viele Leute fragen mich: Wann ziehst du den Smoking an und spielst? Sie erwarten, dass ich in die Fußstapfen meines Vaters trete und dasselbe mache wie er. Und da ist es schön, dass er mich daran erinnert, dass das in der Realität nicht funktioniert – es sei denn, ich mache es auf meine Weise. Ich ziehe mir nicht den Smoking an, ich bringe meine eigene Sicht der Dinge ein. 

Playboy: Was sind Ihre Stärken? 
Cooper Hefner: Eine wichtige Stärke ist meine Kreativität. Ich habe immer gern Filme gemacht, gezeichnet, habe Kurzgeschichten geschrieben, ich beschäftige mich mit kreativem Schreiben. Und ich bin der demografisch wichtigen Zielgruppe sehr nahe und denke, dass sich die Vorstellung, was ein Playboy ist, über die Jahre verändert hat. 

"Alle Leute fanden ihn immer so cool, und ich als sein Sohn dachte nur, warum trägt er diese Pyjamas?"

Cooper Hefner

Playboy: Was ist ein Playboy heute? 
Cooper Hefner: Nun, in mancher Hinsicht gewiss noch der gleiche wie einst, der die schönen Dinge im Leben genießt, sich mit intellektuellen und attraktiven Menschen umgibt. Aber ich denke, wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der es zum Beispiel cool ist, viele Freundinnen gleichzeitig zu haben. Ich denke, viel auszugehen und viele Leute zu treffen, ist cooler. Für Leute zwischen 18 und 30 ist der Coole heute der Nerd: einer, der gern er selbst ist und nicht irgendeine fremde Rolle spielt. 

Playboy: Er kann heute sein, was immer er will, Computertüftler, Forscher, egal – Hauptsache, er ist er selbst? 
Cooper Hefner: Ja, ganz genau. 

Playboy: Das sagte Ihr Vater einmal so ähnlich. Worin ist er Ihnen ein Vorbild? 
Cooper Hefner: Wir haben viele Gemeinsamkeiten und hatten schon als Kinder die gleichen Interessen. Wir haben beide Comics gezeichnet – dass er das auch tat, habe ich erst als Erwachsener erfahren. Wir haben einen ähnlichen Geschmack, wir lieben Filme, wir sind sehr ähnlich gepolt in unserer Kreativität und auch, was unsere sozialen und sexuellen Werte angeht. Nur bei Frauen haben wir definitiv einen unterschiedlichen Geschmack. Er liebt Blondinen, mir sind Brünette lieber. 

Playboy: Welche sozialen Werte sind Ihnen am wichtigsten? 
Cooper Hefner: Wie man weiß, hat sich der Playboy von Anfang an für die Bürgerrechte eingesetzt und für die Rechte der Homosexuellen gekämpft. Mein Vater war ein Aktivist. Mir liegen diese Dinge auch am Herzen. Wenn ich darüber nachdenke, was ich machen möchte und was der Playboy in den nächsten 50 Jahren repräsentieren soll, dann denke ich an Dinge wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Mittleren Osten, die Pressefreiheit und die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Wenn die Leute mich fragen, wofür Playboy im Grunde steht, dann ist das Freiheit. Das Recht, sein Leben so zu leben, wie man es will, solange man niemandem damit schadet. 

Playboy: Denken Sie, dass der Playboy noch streitlustiger werden sollte? 
Cooper Hefner: Ich denke nicht, dass wir provozieren sollten, nur um des Provozierens willen. Aber wenn man einen Ikonenstatus hat und die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, dann hat man natürlich auch die Verantwortung, für das einzustehen, was man für richtig hält. 

Playboy: Fragt Ihr Vater Sie manchmal um Rat? 
Cooper Hefner: Um ehrlich zu sein, verbringe ich die meiste Zeit damit zu lernen. Ich liebe es, ihn im Geschäft zu beobachten, er legt ein unglaubliches Geschick an den Tag. Aber ich sage ihm auch ständig, was ich über die Dinge denke. Das beruht auf Gegenseitigkeit. 

Playboy: Neulich hat Ihr Vater „Andy“, Ihre alte Spielzeugpuppe aus Kindertagen, auf Twitter gezeigt... 
Cooper Hefner: Ich weiß. Ich habe keine Ahnung, warum er das gemacht hat. 

Playboy: Haben Sie auch ganz normale peinliche Vater-Sohn-Momente? 
Cooper Hefner: Ja natürlich. Es spielt keine Rolle, wer deine Eltern sind, sie können dir trotzdem peinlich sein. Das liegt in der Natur der Sache. Ich liebe meinen Vater. Aber es gibt schon noch Dinge, wo du als Sohn denkst, oh Dad, geht das schon wieder los! Als ich klein war und die Leute mich immer über die Schlafanzüge meines Vaters fragten, das war mir zum Beispiel wirklich peinlich. Alle Leute fanden ihn immer so cool, und ich als sein Sohn dachte nur, warum trägt er diese Pyjamas? Als ich älter wurde, habe ich erkannt: Wenn du so auftreten kannst, wie du aus dem Bett aufgestanden bist, dann Hut ab! Dann lebst du deinen Traum. 

Playboy: Wegen der Freiheit? 
Cooper Hefner: Richtig. Wenn du im Schlafzimmer keine Freiheit hast, dann hast du überhaupt keine Freiheit – in dem Sinne, dass die Menschen das Recht haben sollten, in ihren eigenen vier Wänden tun zu können, was sie wollen. Besonders wenn es um Sex geht, was der natürlichste Akt in der menschlichen Geschichte ist. Kürzlich wurde in Hawaii die Homo-Ehe legalisiert – der mittlerweile 15. US-Staat. Daran kann man sehen, wie sich die Zeiten verändert haben. Da ist diese Generation, die ihre Meinung sagt, und das dank Facebook und Twitter weltweit. Man kann Bewegungen mittragen, egal, wo in der Welt man ist. Ich denke, es gibt eine Menge Menschen, die so denken wie ich, die anderen helfen wollen, ihr Leben so zu leben, wie sie wollen. 

Playboy: Spielt das gedruckte Magazin dabei weiter eine wichtige Rolle? 
Cooper Hefner: Absolut. Die Leute kaufen zwar keine Zeitungen mehr, um an Informationen zu kommen. Das hat aber nichts mit der Tatsache zu tun, dass es immer noch sehr viele Menschen in meinem Alter gibt, die ein Magazin in der Hand halten wollen. Ich denke, der Playboy wird auf jeden Fall mehr digitale Präsenz in Zukunft haben. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir das Heft immer auch drucken werden. Wir müssen nur am Puls der Zeit bleiben und Themen besprechen, bevor sie relevant werden. So wie damals, als mein Vater die Firma gründete und über soziale und sexuelle Themen sprach: Da waren wir die Ersten, die diese Diskussionen anboten.

Playboy: Und die Vorreiterrolle in Kunst und Literatur, die Playboy heute wieder betont – warum ist dieser in digitaler Zeit altmodisch wirkende Ansatz wichtig für das junge Publikum? 
Cooper Hefner: Das kann ich Ihnen sagen. Geschichte hat die Tendenz, sich zu wiederholen – auf verschiedene Art. Wir sehen das jetzt: Egal, wo Sie auf der Welt sind, die Leute in meinem Alter lieben den Stil der 50er- und 60er-Jahre. Fernsehshows und Filme von damals werden neu aufgelegt. Playboy war in Kunst- und Kulturfragen damals ganz vorn dabei, und da draußen ist eine neue Generation, die diese Zeit cool findet und der wir zurückbringen können, was gewesen ist, nur moderner. 

Playboy: Auch für heranwachsende Männer ist der Playboy also ein Stilberater? 
Cooper Hefner: Absolut. Ich denke, das war die Marke immer. Wir werden immer ein Berater sein, der zeigt, wie man als Erwachsener sein Leben gestalten kann.

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