Mehr Hightech

Heimkino für zu Hause

Scharfe Bilder, satter Sound und easy Handling – das versprechen alle. Playboy verrät Ihnen, bei welchen Heimkino-Geräten Sie nicht in die Röhre gucken

 

Es kommt eben auf den richtigen Durchblick an. Der Fernsehkauf gleicht einem Hindernislauf. Zwischen Schnäppchen und High-End-Geräten lauern Fachbegriffe wie aus einer fremden Welt: LCD? LED? Plasma? Playboy klärt auf und navigiert Sie durch den TV-Dschungel...

Grundig Vision 9 mit 37 Zoll, 42 Zoll und 47 Zoll Grundig Vision 9 mit 37 Zoll, 42 Zoll und 47 Zoll
>>Klassiker
Grundig greift an. Der neue Vision 9 bringt einiges mit: Full HD, 200 Hertz und einen Video-Modus, der Filme von Blu-rays oder HD-DVB-Set-Top-Boxen mit 24 Bildern pro Sekunde zeigt. Unter dem Bildschirm verstecken sich 16 Lautsprecher, die Bässe für simulierten Rundum-Sound liefern zwei Boxen auf der Rückseite.Grundig Vision 9 mit 37“, 42“ und 47“, Preis: ab 1599 Eurov.
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Philips 40 PFL Philips 40 PFL
>>Ausser- irdischer
Philips-Fernseher sehen immer etwas anders aus als andere. Rahmen und Bildschirm verschmelzen beim Aurea. Im Glasrand leuchten LEDs – die konsequente Fortführung der Ambilight-Technik, bei der früher die Wand beleuchtet wurde. Außerdem bietet der Aurea 100 Hertz, Internet- und DNLA-Verbindung sowie einen integrierten DVB- und HDTV-Tuner. Philips Aurea mit 40“, Preis: ca. 1249 Euro.
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Sony Bravia WE5 Sony Bravia WE5
>>Sparfuchs
Sony steckt grünes Gewissen in den neuen Bravia und senkt den Stromverbrauch um rund 50 Prozent. Möglich machen es ein Lichtsensor, der die Helligkeit des Bildschirms anpasst, und – so einfach ist es manchmal – ein Netzschalter. Mit seinem eingebauten Triple Tuner ist der Bravia bereit für alle DVB-Standards und HD+. Sony Bravia WE5 mit 40“ und 46“, Preis: ab 1029 Euro.
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Acer H7530D Acer H7530D
>>Der Top-Tipp . Farb-Freund
Mit dem H7530D bringt Acer einen DLP-Beamer mit Full-HD-Auflösung für weniger als 1000 Euro auf den Markt. Da überraschen die hohen Werte von 2000 ANSI-Lumen und ein Kontrastverhältnis von 40.000 : 1. Eine sogenannte Dynamic- Black-Technologie sorgt für dynamische Feinabstimmung von Farbnuancen und Schwarzstufen. Und selbst wenn die Kinder mal die Wand bemalen, steht dem Filmabend nichts im Weg: Mit Hilfe der Wandfarbenkorrektur passt der Beamer das Bild auf farbigen Untergründen und Tapeten entsprechend an. Acer H7530D, Preis:999 Euro
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[?] Liefert ein LCD-Fernseher das schärfste Bild?
Ja und nein. Fakt ist, dass es in der Vergangenheit einfach mehr LCD-Fernseher in Größen um die 40 Zoll mit Full-HD-Label gab. Die lieferten ein höher auflösendes Bild als Plasma-TVs, denn diese waren oft nur „HD ready“ (siehe Checkliste zu HD auf Seite 87). Heute hat dies keine Bedeutung mehr, da große Plasmabildschirme der neuen Generation ebenfalls die volle Auflösung von 1920 x 1080 abbilden können.

[?] Erzeugt der Plasma das tiefste Schwarz?
Die Kontraste sind bei Plasmabildschirmen in der Regel besser als bei LCDs. Demnach liefern sie auch die besseren Schwarztöne. Das liegt daran, dass ein Plasmabildschirm aus Tausenden von Kammern (drei Kammern ergeben ein Pixel) besteht, die einzeln angesteuert werden können. Es ist also möglich, Teilbereiche vollständig abzudunkeln und so echtes Schwarz zu erzeugen. Vorteile gegenüber LCDs: günstiger, breiterer Betrachtungswinkel, größere Helligkeit. Nachteile: werden nur noch von wenigen Herstellern gebaut; schwer; hoher Stromverbrauch bei älteren Modellen.

[?] Ist LED wirklich der perfekte Kompromiss aus LCD und Plasma?
LED-Fernseher haben einen LCD-Bildschirm. Nur die Hintergrundbeleuchtung übernehmen Leuchtdioden. Beim klassischen LCD-Schirm sind dies Leuchtstoffröhren. Vorteil: bessere Kontrastwerte, brillantere Farben, geringer Stromverbrauch. Allerdings müssen bei LED-TVs zwei Techniken unterschieden werden: Beim Edge-LED sind nur am Rand des Bildschirms Leuchtdioden verbaut. Über eine Folie gelangt das Licht in die Bildmitte. So ist eine besonders flache Bauweise möglich. Nachteil: Starke Helligkeitsunterschiede bereiten Probleme. Da hat der Edge-LED gegenüber dem LCD keine Vorteile. Dunkle Stellen erscheinen oft zu hell und helle zu dunkel. Dieses Problem tritt beim „LED-Backlight“ nicht auf. Hier übernimmt ein Mosaik aus Tausenden von Leuchtdioden die gesamte Hintergrundbeleuchtung. Einzelne Bereiche können so für echte Schwarztöne komplett abgedunkelt werden. Nur diese LED-Form reicht in der Abbildungsleistung an den Plasma heran.

[?] Wann kommen endlich große OLED-Fernseher?
Kaum zu glauben, aber genau genommen ist die LED-Technologie bei Fernsehern schon wieder von gestern. State of the Art sind zurzeit sogenannte OLED-Bildschirme – High-End-Screens, über die jeder spricht, die aber bisher nur in kleinen Größen zu haben sind. In Handys leuchten sie schon, Sony hat sogar einen Miniatur-OLED-TV auf dem Markt (siehe folgende Seite unten rechts). OLED steht für „organische Leuchtdioden“ – sie gelten als die Zukunft der Bildschirmtechnologie. Diese organischen LEDs leuchten von sich aus und benötigen daher keine Hintergrundbeleuchtung. Weitere Vorteile: weniger Stromverbrauch, bessere Kontrastwerte, breiterer Betrachtungswinkel und noch leichtere Bauweise. Nachteile: Den OLED-Bildschirmen wird eine geringe Lebensdauer nachgesagt, und die Herstellungskosten sind noch exorbitant. Trotzdem kündigten Unternehmen wie Panasonic für 2011 die ersten 37-Zoll-Geräte an. Die Preise werden sicher fünfstellig sein.

[?] Welches ist der ideale Betrachtungsabstand?
Perfektes Fernsehvergnügen braucht Abstand. Nicht zwangsläufig vom TV-Programm, sondern vom Bildschirm. Als Faustregel bei einem Full-HD-Fernseher gilt: Der Betrachtungsabstand sollte mindestens das 1,5-Fache der Bildhöhe betragen. Dann sind keine Pixel mehr zu erkennen. Vorausgesetzt, die Quelle liefert ein echtes HDTV-Signal mit 1920 x 1080 Bildpunkten. Beispiel: 40 Zoll: 90 cm – 1,2 m, 50 Zoll: 1,3 – 1,7 m, 60 Zoll: 1,5 – 2,0 m.

[?] Wie scharf ist HD ready?
Dieses Logo sagt nichts über die Bildqualität aus. Es garantiert nur Kompatibilität mit dem HDTV-Standard. TV-Geräte mit dieser Bezeichnung müssen unter anderem eine physische Auflösung von wenigstens 1280 x 720 (1080i) Zeilen erreichen.

[?] Wie scharf ist Full HD?
Geräte mit dieser Bezeichnung (TV, Player, Set-Top-Boxen, Spielkonsolen usw.) sind in der Lage, Bildsignale in höchster HD-Auflösung, 1920 x 1080, auszugeben oder aufzuzeichnen. Auf ihnen findet man häufig das Logo HD ready 1080p.

[?] Ist 3 D die Zukunft des TV?
Ob „Oben“, „Avatar“ oder „My Bloody Valentine“ – im Kino ist die dritte Dimension bereits Realität. Studios wie Pixar oder Dreamworks Animation haben sogar angekündigt, alle ihre Produktionen in 3-D-Technik herzustellen. „Filme in 3 D machen an den Kinokassen rund dreimal so viel Umsatz wie Versionen in 2 D“, erklärt Experte Florian Maier, Inhaber von Stereoscopic Technologies. „Klar, dass da alle aufhorchen und neue Absatzmöglichkeiten wittern. Nicht nur im Kino, sondern auch im Home-Entertainment.“ Im Rennen um die vordersten Sofaränge liegen LG, Sony und Panasonic ganz weit vorn. Alle drei Unternehmen stellten kürzlich Prototypen ihrer 3-D-Fernseher vor. Und deren Qualität überraschte. „Das räumliche Seherlebnis, das dem Zuschauer suggeriert, nicht bloß Beobachter, sondern Teil der Handlung zu sein, funktioniert nicht nur auf der großen Leinwand, sondern auch auf der Couch“, versichert Florian Maier. Um das Tragen der sperrigen 3-D-Brillen kommt man allerdings auch hier nicht herum. Den ersten Full-HD-3-D-Fernseher will LG angeblich schon im März 2010 auf den deutschen Markt bringen. Für unter 1500 Euro! Sony und Panasonic werden wohl folgen. Freilich liefern diese Geräte nicht das komplette Programm in 3 D. Die Funktion kann der Zuschauer bei Bedarf zuschalten. Allerdings fehlen bisher entsprechende Inhalte. Die ersten 3-D-Blu-ray-Discs erobern zwar gerade den US-Markt, und der Pay-TV-Sender Sky hat angekündigt, 2010 in England einen 3-D-Kanal zu eröffnen, in Deutschland schaut man jedoch noch allerorts zweidimensional.

[?] Sind Beamer die besseren Fernseher?
Think big! Neue HD-Projektoren machen dem Kino echte Konkurrenz. Mit einem Beamer kommen die großen Kinogefühle direkt ins Wohnzimmer. Bildbreiten von zwei bis sieben Metern sind möglich – wenn denn so viel Platz in der Wohnung ist. Die beste Bildqualität erzeugen Projektoren auf speziellen Leinwänden, eine weiße Wand tut es aber meistens auch. Zumindest, wenn es dunkel genug ist. Bei Tageslicht verlieren die Bildwerfer einen Großteil ihrer Strahlkraft. Hier helfen hohe Werte bei ANSI-Lumen (Helligkeit) und Kontrast. Unter idealen Bedingungen liefern aber vor allem HD-Beamer erstaunlich scharfe Resultate in XXL-Format. Und das von DVD, Blu-ray, direkt aus dem TV-Receiver oder aus der Spielkonsole. Nicht zu unterschätzen sind allerdings die Folgekosten. Denn die Lampen in den Beamern halten nicht ewig. Nach etwa 2000 Betriebsstunden müssen sie in der Regel ausgewechselt werden und kosten selten unter 150 Euro.

Tobias Pützer/Michael Görmann ]

 
 Mitreden 

• Was bedeutet ...

[1] ... HDTV?
Abkürzung für „High Definition Television“ mit in der Regel 1920 x 1080 (mindestens 1920 x 720) Bildpunkten. HDTV ist der neueste digitale TV-Standard und überträgt nicht nur die derzeit bestmögliche Bildqualität, sondern auch den Ton im 5.1-Dolby-Surround-Format.

[2] ... DVB-C, DVB-T, DVB-S?
DVB ist die Abkürzung für „Digital Video Broadcast“ und bezeichnet die digitale Verbreitung von Fernsehprogrammen. Man unterscheidet folgende Übertragungsstandards: über Kabel (DVB-C), über Antenne (DVB-T), über Satellit (DVB-S). Der Zusatz HD steht bei DVB-S für HD-Tauglichkeit.
 CHECKLISTE 

• Worauf muss ich beim TV-Kauf achten?

[1] Gutes Bild: Die Demos im Elektronikmarkt sehen immer fantastisch aus. Beurteilen Sie das Bild deshalb beim TV-Empfang, oder bringen Sie eine eigene DVD mit.

[2] Rasante Bilder: Gerade bei schnellen Action-Szenen oder Sportübertragungen kommt es bei Flachbildschirmen mit weniger als 100 Hertz zu Bewegungsunschärfen.

[3] Komfort zählt: Der tollste Fernseher nervt, wenn das Menü oder die Fernbedienung unnötig kompliziert ist. Unbedingt beides vor dem Kauf testen.

[4] Korrekter Abstand: Beurteilen Sie das Bild aus der Entfernung, die dem Betrachtungsabstand in Ihrem Wohnzimmer entspricht.

[5] Der richtige Winkel: Prüfen Sie, wie stark Helligkeit, Kontrast und Schärfe bei seitlicher Betrachtung leiden.
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 Uli Hoeneß . (c) Illustration: Daniel Matzenbacher für Playboy
 

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