Schwarz auf grau
Wer hätte je gedacht, dass uns Schwarz-Weiß noch einmal so begeistern würde? Die Bildschirme sind das Faszinierendste an den neuen Batterie-Büchern
Aber ehrlich gesagt, ganz weiß sind die Seiten bei beiden Geräten leider nicht. Wir haben es sozusagen schwarz auf grau. E-Ink verbraucht nur beim Umblättern Strom. Und die Buchstaben sind gestochen scharf aus jedem Blickwinkel und selbst in der prallen Sonne. Fans müssen sich aber noch gedulden: Beide Geräte gibt es bisher nur in den USA. Der Deutschland-Preis wird vermutlich bei jeweils rund 350 Euro liegen.
>>>Sony Reader
Der Sony Reader ist der beste Beweis dafür, dass klassische, altmodische Bücher niemals aussterben werden. Nicht dass er schlecht wäre. Er sieht cool aus und hochwertig, er steckt in einem feinen, braunen Lederetui. Doch sein Metallgehäuse ist immer kalt so etwas mag nicht jeder mit ins Bett nehmen. Die Romantik des Lesens bleibt auf der Strecke.
Der Reader ist ein Werkzeug, ein Arbeitstier, aber charmant ist er nicht. Verlagslektoren nutzen ihn bereits. Verständlich, denn dem Bucharbeiter erspart der Reader mächtig Tragegewicht.
Obwohl Amazon und Sony dieselbe Technik verwenden, sind die Seiten auf dem Reader dunkler. Und zum Umblättern braucht er etwas mehr Zeit.
Fehlbedienungen wie beim Kindle sind seltener, weil die Tasten besser platziert und viel kleiner sind. Dafür hat das Gerät insgesamt zu viele Knöpfe. Intuitiv läuft hier nichts.
Den Reader gibt’s ab dem Frühjahr. Sein Speicher reicht für 160 Titel, die per Kabel vom Computer übertragen werden müssen. Genial: Der Akku schafft 6800 Seitenumschläge. Dafür reicht kein Jahresurlaub.
Auf zwei Speicherkartenplätzen ist Raum für 13.000 Buchtitel. Oder jede Menge Fotos und Musik. Mehr als man je erwartet hätte von einem „Buch“.
>>>Amazon Kindle
Auf Fotos sieht er etwas seltsam aus, aber live zaubert er ein Lächeln ins Gesicht. Er weckt Erinnerungen: Hey, so sieht auch mein Taschenbuch aus, wenn ich es mit einer Hand halte, knete und biege. Alles etwas schief.
Amazon-Inhaber Jeff Bezos grüßt mit einem persönlichen Brief auf dem Display. Er kennt seinen Kunden, weil der Kindle an die Kreditkarte gebunden ist. Das muss man mögen.
Der Kindle enthält eine Telefonkarte, wie ein Handy. Inhalte fliegen so per Funk aufs Gerät. Morgens die Zeitung, ganze Bücher in weniger als einer Minute. 185.000 Titel sind verfügbar. Das erste Kapitel gibt’s immer gratis. Zum Reinschnuppern.
Über die Tastatur kann man online nach Titeln oder Autoren suchen. Die Funkverbindungen kosten nichts extra, aber Strom. Nach zwei Tagen ist der Kindle leer, bei abgeschaltetem Funk reicht der Akku ewig.
Schade: Die Tasten links und rechts am Gehäuse sind zu groß. Wer den Kindle im Liegen über dem Kopf hält, blättert ständig hin und her. Dafür kann man mit dem Flachmann Fotos ansehen und sogar mailen.
Übrigens: Amazon hat ermittelt, dass Kindle-Nutzer exakt so viele Papierbücher kaufen wie früher. Und dazu noch die 1,6-fache Menge an „Kindle-Kram“. Wer das Gerät ausprobiert, weiß warum: Es ist kinderleicht zu bedienen und macht Riesenspaß.
>>>Sony Reader
Der Reader ist ein Werkzeug, ein Arbeitstier, aber charmant ist er nicht. Verlagslektoren nutzen ihn bereits. Verständlich, denn dem Bucharbeiter erspart der Reader mächtig Tragegewicht.
Obwohl Amazon und Sony dieselbe Technik verwenden, sind die Seiten auf dem Reader dunkler. Und zum Umblättern braucht er etwas mehr Zeit.
Fehlbedienungen wie beim Kindle sind seltener, weil die Tasten besser platziert und viel kleiner sind. Dafür hat das Gerät insgesamt zu viele Knöpfe. Intuitiv läuft hier nichts.
Den Reader gibt’s ab dem Frühjahr. Sein Speicher reicht für 160 Titel, die per Kabel vom Computer übertragen werden müssen. Genial: Der Akku schafft 6800 Seitenumschläge. Dafür reicht kein Jahresurlaub.
Auf zwei Speicherkartenplätzen ist Raum für 13.000 Buchtitel. Oder jede Menge Fotos und Musik. Mehr als man je erwartet hätte von einem „Buch“.
>>>Amazon Kindle
Amazon-Inhaber Jeff Bezos grüßt mit einem persönlichen Brief auf dem Display. Er kennt seinen Kunden, weil der Kindle an die Kreditkarte gebunden ist. Das muss man mögen.
Der Kindle enthält eine Telefonkarte, wie ein Handy. Inhalte fliegen so per Funk aufs Gerät. Morgens die Zeitung, ganze Bücher in weniger als einer Minute. 185.000 Titel sind verfügbar. Das erste Kapitel gibt’s immer gratis. Zum Reinschnuppern.
Über die Tastatur kann man online nach Titeln oder Autoren suchen. Die Funkverbindungen kosten nichts extra, aber Strom. Nach zwei Tagen ist der Kindle leer, bei abgeschaltetem Funk reicht der Akku ewig.
Schade: Die Tasten links und rechts am Gehäuse sind zu groß. Wer den Kindle im Liegen über dem Kopf hält, blättert ständig hin und her. Dafür kann man mit dem Flachmann Fotos ansehen und sogar mailen.
Übrigens: Amazon hat ermittelt, dass Kindle-Nutzer exakt so viele Papierbücher kaufen wie früher. Und dazu noch die 1,6-fache Menge an „Kindle-Kram“. Wer das Gerät ausprobiert, weiß warum: Es ist kinderleicht zu bedienen und macht Riesenspaß.
Redaktion: Michael Görmann ]
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