Playboy Classics . Lancia Delta HF Integrale
Lancia bringt den Delta wieder auf die Straße — aber mit seinem Vorgänger hat er nur noch den Namen gemein. Schade eigentlich
Was hat sich der kleine Italiener über die Jahre nicht alles anhören müssen: „Fliegender Ziegelstein”, schalt man ihn. „Schuhkarton auf Rädern.” Oder „Schildkröte nach einer Anabolika-Kur”.
Doch rückblickend muss man feststellen, dass ihn seine Fans gerade deshalb liebten. Weil er anders war als die anderen. Harmlos aussah und es dann allen zeigte. Ein Auto wie ein Underdog. Ein Rocky auf Rädern, ein Siegertyp.
Dabei fängt seine Geschichte im Jahr 1979 alles andere als erfolgreich an. Lancia gibt dem Autodesigner Giorgetto Giugiaro aus der Schule des Giulia-GT-Schöpfers Bertone den Auftrag, er möge ein Fahrzeug für die Abrundung der Produktpalette von Lancia entwerfen. Eine Abrundung nach unten, versteht sich.
Giugiaro verleiht seinem Kind die Form des Golf 1 (den hatte er im Jahr 1974 selbst entworfen) und das Gesicht eines 3er-BMW. Er bedient sich damit zweier sehr erfolgreicher Fremd-Gene.
Und so wird der Delta zunächst ohne eine eigene Identität in die 80er-Jahre hineingeboren. Es ist die Zeit, als Tennislehrer mit einem weißen Golf Cabrio noch neureiche Mädels beglücken, als aus dem Radio Modern Talking mit „You’ re My Heart You’re My Soul” plärren und die ersten Anzugträger Handys besitzen, die so groß sind wie Autobatterien.
Italienischer Kraftprotz
Der Delta entspricht dieser Zeit, kann aber trotzdem nicht punkten. Irgendwie findet der Wagen nicht statt. Er bleibt ein Zuschauer seiner eigenen Generation – jedenfalls am Anfang.
Unter der Haube arbeitet solider Durchschnitt. Der Motor leistet in der kleinen Variante mit 1300 Kubik 75 PS, die größere mit 1498 Kubik bringt es auf 85 PS. Und so schleppt sich, trotz der guten Gene, der Verkauf so dahin. Lancias Golf-Abenteuer verläuft ähnlich erfolgreich wie das von George W. Bush gut zwanzig Jahre später.
Aber der Delta hat das Zeug zu mehr. 1987 ist es so weit, der kleine Italiener findet zu eigener Größe: Auf der 52. IAA in Frankfurt staunen die Besucher nicht schlecht, als das Tuch über dem aufgepumpten Delta HF Integrale gelüftet wird.
Die Kotflügel sind verbreitert und die Schwellerschürzen und Stoßfänger auf Sportlichkeit getrimmt. Die Kraftübertragung auf die Straße erfolgt nun über einen ständigen Allradantrieb. Damit krallt sich der 1215 Kilo schwere Wagen trotz eines Vortriebs mit 185 PS sicher in den Asphalt. Erreicht wird diese Leistung durch einen Ladeluftkühler und einen 2-Liter-Turbomotor. Mit ständigen Weiterentwicklungen und Tuningarbeiten (bis zu 380 PS) an derRallye-Version holt sich Lancia mit dem Delta Integrale ab 1987 sechsmal den Rallye-Weltmeistertitel in Folge.
Der kleine Italiener steht nun für Sportlichkeit. Ein Underdog, der sich von unten nach oben gearbeitet hat. In ihm steckt die „Vom Tellerwäscher zum Millionär”-Idee. Ein Rocky eben.
Die Krönung dieser automobilen Schöpfung ist der EVO3 ab dem Jahr 1991. Mit einem Basispreis von 60.000 Mark hat er sich weit von der Abrundung des Segments entfernt. Zugegeben, es gibt viele, die mit dem Italiener bis heute nichts anfangen können. Aber das ganz Besondere hat sich um den Geschmack der Masse noch nie geschert.
Anfang dieses Jahres, auf dem 78. Genfer Automobilsalon, sollte eine Legende wiederbelebt werden: der Lancia Delta. Doch viele Gemeinsamkeiten lassen sich auf den ersten Blick nicht feststellen. Der Neue ist zeitgemäß, keine Frage. Er ist schön, auch keine Frage. Aber fällt er auch aus der Reihe? Nein, eigentlich nicht. Er entspricht dem typisch italienischen fließenden Design von Alfa, Fiat und Co. Anders als sein Vorgänger wird der neue Delta dem Premiumsegment zugeordnet.
Er hat eine Länge von 4,50 Metern, einen Radstand von 2,70 Metern und ist 1,80 Meter breit. Zum Start wird es unterschiedlich starke Motor-varianten zur Auswahl geben. Von einem 1,4-Benziner mit 120 PS bis zu einem 2-Liter-Motor mit 200 PS. Auch einen 1,6-Liter-Turbo-Diesel mit 120 PS haben die Italiener im Angebot. Der Preis in der Grundversion: unter 20.000 Euro.
Doch rückblickend muss man feststellen, dass ihn seine Fans gerade deshalb liebten. Weil er anders war als die anderen. Harmlos aussah und es dann allen zeigte. Ein Auto wie ein Underdog. Ein Rocky auf Rädern, ein Siegertyp.
Dabei fängt seine Geschichte im Jahr 1979 alles andere als erfolgreich an. Lancia gibt dem Autodesigner Giorgetto Giugiaro aus der Schule des Giulia-GT-Schöpfers Bertone den Auftrag, er möge ein Fahrzeug für die Abrundung der Produktpalette von Lancia entwerfen. Eine Abrundung nach unten, versteht sich.
Giugiaro verleiht seinem Kind die Form des Golf 1 (den hatte er im Jahr 1974 selbst entworfen) und das Gesicht eines 3er-BMW. Er bedient sich damit zweier sehr erfolgreicher Fremd-Gene.
Und so wird der Delta zunächst ohne eine eigene Identität in die 80er-Jahre hineingeboren. Es ist die Zeit, als Tennislehrer mit einem weißen Golf Cabrio noch neureiche Mädels beglücken, als aus dem Radio Modern Talking mit „You’ re My Heart You’re My Soul” plärren und die ersten Anzugträger Handys besitzen, die so groß sind wie Autobatterien.
Italienischer Kraftprotz
Der Delta entspricht dieser Zeit, kann aber trotzdem nicht punkten. Irgendwie findet der Wagen nicht statt. Er bleibt ein Zuschauer seiner eigenen Generation – jedenfalls am Anfang.
Unter der Haube arbeitet solider Durchschnitt. Der Motor leistet in der kleinen Variante mit 1300 Kubik 75 PS, die größere mit 1498 Kubik bringt es auf 85 PS. Und so schleppt sich, trotz der guten Gene, der Verkauf so dahin. Lancias Golf-Abenteuer verläuft ähnlich erfolgreich wie das von George W. Bush gut zwanzig Jahre später.
Aber der Delta hat das Zeug zu mehr. 1987 ist es so weit, der kleine Italiener findet zu eigener Größe: Auf der 52. IAA in Frankfurt staunen die Besucher nicht schlecht, als das Tuch über dem aufgepumpten Delta HF Integrale gelüftet wird.
Die Kotflügel sind verbreitert und die Schwellerschürzen und Stoßfänger auf Sportlichkeit getrimmt. Die Kraftübertragung auf die Straße erfolgt nun über einen ständigen Allradantrieb. Damit krallt sich der 1215 Kilo schwere Wagen trotz eines Vortriebs mit 185 PS sicher in den Asphalt. Erreicht wird diese Leistung durch einen Ladeluftkühler und einen 2-Liter-Turbomotor. Mit ständigen Weiterentwicklungen und Tuningarbeiten (bis zu 380 PS) an derRallye-Version holt sich Lancia mit dem Delta Integrale ab 1987 sechsmal den Rallye-Weltmeistertitel in Folge.
Der kleine Italiener steht nun für Sportlichkeit. Ein Underdog, der sich von unten nach oben gearbeitet hat. In ihm steckt die „Vom Tellerwäscher zum Millionär”-Idee. Ein Rocky eben.
Die Krönung dieser automobilen Schöpfung ist der EVO3 ab dem Jahr 1991. Mit einem Basispreis von 60.000 Mark hat er sich weit von der Abrundung des Segments entfernt. Zugegeben, es gibt viele, die mit dem Italiener bis heute nichts anfangen können. Aber das ganz Besondere hat sich um den Geschmack der Masse noch nie geschert.
Redaktion: Tim Gutke ]
Länge: 4509 mm
Breite: 1797 mm
Höhe: 1499 mm
Hubraum: 2000 ccm
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 400 Nm
Zylinder: 4
Preis: unter 20.000 Euro
[ Namensnehmer Breite: 1797 mm
Höhe: 1499 mm
Hubraum: 2000 ccm
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 400 Nm
Zylinder: 4
Preis: unter 20.000 Euro
Anfang dieses Jahres, auf dem 78. Genfer Automobilsalon, sollte eine Legende wiederbelebt werden: der Lancia Delta. Doch viele Gemeinsamkeiten lassen sich auf den ersten Blick nicht feststellen. Der Neue ist zeitgemäß, keine Frage. Er ist schön, auch keine Frage. Aber fällt er auch aus der Reihe? Nein, eigentlich nicht. Er entspricht dem typisch italienischen fließenden Design von Alfa, Fiat und Co. Anders als sein Vorgänger wird der neue Delta dem Premiumsegment zugeordnet.
Er hat eine Länge von 4,50 Metern, einen Radstand von 2,70 Metern und ist 1,80 Meter breit. Zum Start wird es unterschiedlich starke Motor-varianten zur Auswahl geben. Von einem 1,4-Benziner mit 120 PS bis zu einem 2-Liter-Motor mit 200 PS. Auch einen 1,6-Liter-Turbo-Diesel mit 120 PS haben die Italiener im Angebot. Der Preis in der Grundversion: unter 20.000 Euro.
Meine Favoriten
Speichern Sie diese Seite in Ihren Favoriten.
Geben Sie hier eine Bemerkung ein:
... zu meinen Favoriten
Geben Sie hier eine Bemerkung ein:
... zu meinen Favoriten
Lancia Delta HF Integrale EVO3
Länge: 3900 mm
Breite: 1770 mm
Höhe: 1365 mm
Gewicht: 1300 kg
Sprint 0-100 km/h: 5,7 s
V-Max: 220km/h
Zylinder: 4
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 210 PS
Drehmoment: 325 Nm
Leistungsgewicht: 6,19 kg/PS
Preis (1992): 60.000 DM
Wert heute (Zustand 2): ca. 25.000 Euro
Breite: 1770 mm
Höhe: 1365 mm
Gewicht: 1300 kg
Sprint 0-100 km/h: 5,7 s
V-Max: 220km/h
Zylinder: 4
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 210 PS
Drehmoment: 325 Nm
Leistungsgewicht: 6,19 kg/PS
Preis (1992): 60.000 DM
Wert heute (Zustand 2): ca. 25.000 Euro
Kulturpool Musik
Kulturpool Musik 12.06 »
Jeden Monat die beste Akustik: Alles über die aktuellsten CDs und DVDs im Kulturpool Musik.
Jeden Monat die beste Akustik: Alles über die aktuellsten CDs und DVDs im Kulturpool Musik.



