Playboy Classics . VW Scirocco I
Nach einer Brise benannt, entwickelte sich der Scirocco in den 70er-Jahren zu einem Sturm auf Deutschlands Straßen. Jetzt reanimiert Volkswagen das Sportcoupé
Opa war ein cooler Hund. Das ist keine Schwärmerei eines Jungen, der nun erwachsen ist. Denn Opa fuhr Scirocco. Betrachtet man die Produktpalette, die VW in den 70er-Jahren an den Mann brachte, war das Coupé ein Auto für die Freigeister in der Reihenhaussiedlung.
Schon der Name versprach die weite Welt: Scirocco. Ein heißer Wüstenwind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer bläst – ein Auto für Männer, die die Alpen bereits mit dem Käfer bezwungen hatten.
Der Scirocco war so anders als der niedliche Käfer. Seine Keilform war zweckmäßig. Männlich. Den Gesetzen der Aerodynamik untergeordnet und im Windkanal verfeinert.
Ich war drei Jahre alt und schwer beeindruckt. Es hat mich frühkindlich geprägt: mein erstes automobiles Erlebnis.
Luftikus
Bald aber setzte Opa seinen senfgelben Scirocco an einen Baum. Wir beide blieben ohne Schaden, das Auto jedoch war schrottreif. Der erste herbe Verlust meines Lebens. Seither habe ich Bindungsängste.
Manchmal denke ich noch an den Scirocco. Und daran, was die Volkswagen-Werber einst selbst über ihn sagten: „Er lässt sich so zart führen wie hart herannehmen.” Später hatte ich viele Freundinnen, über die ich bis heute das Gleiche denke. Was mir das Auto nicht weniger sympathisch macht.
Bei der Sicherheit zeigten sich die Konstrukteure schon im Jahr 1974 kreativ – und davon profitierten auch Opa und ich. Getreu dem Motto „Was man nicht aufhalten kann, soll wenigstens weich aufschlagen” entwickelte man ein Lenkrad, das sich bei „Aufschlag des Fahrers” verformt. Darüber hinaus sollte die geknickte Lenksäule verhindern, dass das Gestänge bei einem Zusammenprall in den Innenraum und damit in den Fahrer gedrückt wird.
Die Motorvarianten in den Anfangsjahren waren für ein Coupé weniger aufregend. Das Maximum war mit 85 PS aus 1,5 Liter Hubraum erreicht. Erst 1976 kam ein Aggregat mit anständig Schub unter die Haube.
Mit dem Scirocco GTI zeigte Volkswagen einen wahren Sportler. Aus 1,6 Litern kitzelte man dank Einspritzanlage 110 PS. Mit „pfeilschnellen 8,8 Sekunden aus dem Stand auf hundert” warben die Wolfsburger – mit Erfolg. Dennoch wurde der Ur-Scirocco im Jahr 1981 Opfer des Zeitgeists und durch die Serie II ersetzt.
Heute sind von weltweit 504.153 produzierten Scirocco I in Deutschland gerade noch 1611 angemeldet (Stand: März 08). Ohne Opa wäre es womöglich einer mehr.
Lange gab es in der Wolfsburger Produktpalette kein Coupé. Bis man in der eigenen Firmengeschichte nach einer Lösung suchte – und sie fand: Präsentiert wurde die erste Studie 2006 noch als „Iroc”. In den Verkauf kommt aber nun ein neuer Scirocco. Mit einer Länge von 4,26 Metern ist der Neue auf dem Niveau des Golfs. Die Serienausstattung ist umfangreich: 17-Zoll-Leichtmetallräder, Sportsitze, Klimaanlage, ESP und Sportfahrwerk.
Aus dem Schrägheck des Ur-Scirocco ist ein Steilheck geworden. Der Kofferraum fasst 292 Liter, rund 50 Liter weniger als beim Golf 5. Geschaltet wird über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Laut Volkswagen verbraucht der 200-PS-Turbomotor 7,7 Liter auf 100 Kilometer. Verkaufsstart ist der 30. August 2008.
Schon der Name versprach die weite Welt: Scirocco. Ein heißer Wüstenwind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer bläst – ein Auto für Männer, die die Alpen bereits mit dem Käfer bezwungen hatten.
Der Scirocco war so anders als der niedliche Käfer. Seine Keilform war zweckmäßig. Männlich. Den Gesetzen der Aerodynamik untergeordnet und im Windkanal verfeinert.
Ich war drei Jahre alt und schwer beeindruckt. Es hat mich frühkindlich geprägt: mein erstes automobiles Erlebnis.
Luftikus
Bald aber setzte Opa seinen senfgelben Scirocco an einen Baum. Wir beide blieben ohne Schaden, das Auto jedoch war schrottreif. Der erste herbe Verlust meines Lebens. Seither habe ich Bindungsängste.
Manchmal denke ich noch an den Scirocco. Und daran, was die Volkswagen-Werber einst selbst über ihn sagten: „Er lässt sich so zart führen wie hart herannehmen.” Später hatte ich viele Freundinnen, über die ich bis heute das Gleiche denke. Was mir das Auto nicht weniger sympathisch macht.
Bei der Sicherheit zeigten sich die Konstrukteure schon im Jahr 1974 kreativ – und davon profitierten auch Opa und ich. Getreu dem Motto „Was man nicht aufhalten kann, soll wenigstens weich aufschlagen” entwickelte man ein Lenkrad, das sich bei „Aufschlag des Fahrers” verformt. Darüber hinaus sollte die geknickte Lenksäule verhindern, dass das Gestänge bei einem Zusammenprall in den Innenraum und damit in den Fahrer gedrückt wird.
Die Motorvarianten in den Anfangsjahren waren für ein Coupé weniger aufregend. Das Maximum war mit 85 PS aus 1,5 Liter Hubraum erreicht. Erst 1976 kam ein Aggregat mit anständig Schub unter die Haube.
Mit dem Scirocco GTI zeigte Volkswagen einen wahren Sportler. Aus 1,6 Litern kitzelte man dank Einspritzanlage 110 PS. Mit „pfeilschnellen 8,8 Sekunden aus dem Stand auf hundert” warben die Wolfsburger – mit Erfolg. Dennoch wurde der Ur-Scirocco im Jahr 1981 Opfer des Zeitgeists und durch die Serie II ersetzt.
Heute sind von weltweit 504.153 produzierten Scirocco I in Deutschland gerade noch 1611 angemeldet (Stand: März 08). Ohne Opa wäre es womöglich einer mehr.
Redaktion: Tim Gutke ]
Länge: 4260 mm
Breite: 1810 mm
Höhe: 1400 mm
Hubraum: 1984 ccm
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 280 Nm
Zylinder: 4
Preis: ab 21.750 Euro
[ Frischer Wind Breite: 1810 mm
Höhe: 1400 mm
Hubraum: 1984 ccm
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 280 Nm
Zylinder: 4
Preis: ab 21.750 Euro
Lange gab es in der Wolfsburger Produktpalette kein Coupé. Bis man in der eigenen Firmengeschichte nach einer Lösung suchte – und sie fand: Präsentiert wurde die erste Studie 2006 noch als „Iroc”. In den Verkauf kommt aber nun ein neuer Scirocco. Mit einer Länge von 4,26 Metern ist der Neue auf dem Niveau des Golfs. Die Serienausstattung ist umfangreich: 17-Zoll-Leichtmetallräder, Sportsitze, Klimaanlage, ESP und Sportfahrwerk.
Aus dem Schrägheck des Ur-Scirocco ist ein Steilheck geworden. Der Kofferraum fasst 292 Liter, rund 50 Liter weniger als beim Golf 5. Geschaltet wird über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Laut Volkswagen verbraucht der 200-PS-Turbomotor 7,7 Liter auf 100 Kilometer. Verkaufsstart ist der 30. August 2008.
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VW Scirocco I
Länge: 3885 mm
Breite: 1624 mm
Höhe: 1309 mm
Gewicht: 800 kg
Sprint 0-100 km/h: 11 s
V-Max: 170km/h
Zylinder: 4
Hubraum: 1471 ccm
Leistung: 85 PS
Drehmoment: 123 Nm
Leistungsgewicht: 9,4 kg/PS
Preis (1974): 12.285 DM
Wert heute (Zustand 2): 9.500 Euro
Breite: 1624 mm
Höhe: 1309 mm
Gewicht: 800 kg
Sprint 0-100 km/h: 11 s
V-Max: 170km/h
Zylinder: 4
Hubraum: 1471 ccm
Leistung: 85 PS
Drehmoment: 123 Nm
Leistungsgewicht: 9,4 kg/PS
Preis (1974): 12.285 DM
Wert heute (Zustand 2): 9.500 Euro
Kulturpool Musik
Kulturpool Musik 12.06 »
Jeden Monat die beste Akustik: Alles über die aktuellsten CDs und DVDs im Kulturpool Musik.
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200 PS & 7,7 Liter Sprit / 100 km
Submitted by howa.mueller@freenet.de (not verified) on Fri, 05/30/2008 - 16:14.
Hallo Freunde,
wenn ich so einen Unsinn lese, dann frage ich mich wie ich eigentlich mit einem solchen Auto fahren soll. Da kann ich auch gleich Tretroller fahren.
Über den angegebenen Spritverbrauch kann ich nur lachen.
Grüsse
Joe






200 PS & 7,7 Liter Sprit / 100 km