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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Ein Offroad-Klassiker fabrikneu ab Werk

Nagelneuer Oldtimer: „Range Rover Classic“

Schöne Idee zum Salon Rétromobile Paris 2017

Was für eine herrliche Idee: Zum "Salon Rétromobile Paris" präsentiert Land Rover eine Serie alter Autos. Das wäre soweit nicht ungewöhnlich, schließlich ist es ja eine Oldtimer-Messe. Doch das Besondere: Die Range Rover sind nagelneu. Originalgetreue Restaurationen, so wie der Luxus-Geländewagen im Sommer 1970 erstmals vorgestellt wurde. Also Oldtimer frisch ab Werk.

Der "Salon Rétromobile Paris" (8. - 12. Februar 2017) ist nach der "Techno Classica" in Essen die größten Oldtimer-Messe Europas. In den Ausstellungshallen des „Porte de Versailles“ werden rund 110.000 Besucher erwartet. 550 Aussteller sind mit mehr als 500 Autos vertreten. Das Auktionshaus Artcurial Motorcars erzielte vergangenes Jahr während der Messe einen Umsatz von 56 Millionen Euro mit altem Blech.

Viele Hersteller versuchen mit dem Bezug auf die eigene Tradition den Markenwert zu stärken. Sie haben erkannt, dass dies auch die neuen Modelle begehrenswerter erscheinen lässt. Doch so weit wie das Markenduo Jaguar / Land Rover geht kaum ein Hersteller. „Range Rover Reborn“ nennen sie ihr Projekt. Dahinter vebirgt sich ein ganzes Programm der Abteilung „Land Rover Classic“, das nun Stück für Stück ausgebaut werden soll.

Ihre rollende Ikone nennen sie selbst den „Wegbereiter heutiger Luxus-SUVs“, doch der Titel ist eigentlich viel zu bescheiden gewählt. Tatsächlich war der Range Rover stets viel mehr als nur ein weichgespülter Pseudo-Offroder. Das Kürzel SUV (Sports Utility Vehicle) greift daher viel zu kurz. Schon bei seiner Geburt 1970 war er ein waschechter Geländewagen, nur eben gespickt mit extrem viel Luxus. Das war damals im Offroad-Bereich völlig neu. Erst später entwickelten sich daraus auch luxuriöse Pseudo-Offroader, deren Technik nicht viel mehr meistert als die Kiesauffahrt einer Vorort-Villa.

Der "neue alte" Range Rover – das erste Fahrzeug ist Safran-Gelb – heißt „Range Rover Classic“ und wird im Original-Werkszustand angeboten. Mit den herrlichen (wenngleich total unpraktischen) zwei Türen, mit Stoffsitzen, analogen Instrumenten, Rollentacho und computerchip-freier Elektrik. Land Rover Classic wird am Stammsitz im englischen Solihull zunächst eine "limitierte Serie" von zehn Exemplaren nach den exakten Spezifikationen des ersten Baujahrs neu aufbauen. Dabei dienen auch Originalfahrzeuge als Basis. Vor allem das alte Chassis mit der Original-Fahrgestellnunmmer ist wichtig. Andernfalls wäre ein solches Auto als Neuwagen nirgendwo zulassungsfähig. Kein Airbag, kein Fußgängerschutz und Schadstoffwerte wie ein VW-Diesel – da fällt jeder Prüfer in Ohnmacht.

Der Urvater aller Range Rovers verlässt am Ende also in Form eines fabrikneuen Oldtimers das Werk. Im Frühjahr werden sie zu Preisen ab 157.000 Euro in den Handel kommen. Zum Vergleich: Als der Wagen 1971 erstmals in Deutschland angeboten wurde, kostete er exakt 22.000 Mark.

Dass Land Rover das Ganze als "Limited Edition" bezeichnet, bleibt allerdings unverständlich. Weder sind die zehn Fahrzeuge durchnummeriert, noch irgendwie als Teil der Ersten Edition erkennbar. Sie tragen lediglich eine Plakette, doch eine solche werden auch alle künftigen Fahrzeuge bekommen. Denn bei dieser ersten Serie bleibt es nicht. "Wir werden weitere Fahrzeuge restaurieren", heißt es auf Playboy-Anfrage aus der Land Rover-Pressestelle.

Die Reanimation ist für die Fans der Marke dennoch interessant. Nicht nur als besondere Sammlerstücke, sondern auch, weil sie Aufmerksamkeit auf die übrigen Oldtimer dieser Modellreihe lenken. Daher dürften auch die Preise im gesamten Markt für historische Range Rover weiter anziehen. Momentan gibt es mäßig erhaltene Modelle der Serie 1 zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Besonders gefragt, vor allem bei englischen Sammlern, seien die allerersten Wagen, deren Fahrgestellnummer mit einem A beginnt, erklärt Frank Wilke von Classic Analytics. "Das waren ausgerechnet die Autos mit der schlechtesten Ausstattung – Veloursitze, sechs Meter langer Schaltknüppel, Hartplastik-Armaturenbrett", sagt Wilke schmunzelnd. "Aber dafür zahlen Sammler 60.000 Euro und mehr." Den Marktwert für einen gut erhaltenen Range Rover (Zustand 2, unabhängig von der Fahrgestellnummer) beziffert Wilke auf etwa 38.000 Euro.

Nicht alle "Range Rover Classic" der so genannten Limited Edition werden eine A-Nummer am Chassis tragen. Mögliche Kaufinteressenten sollten also besonders gut hinschauen, welches Exemplar sie nehmen. Die Wertentwicklung dürfte sehr unterschiedlich ausfallen.

Für Paris haben Jaguar / Land Rover haben noch weitere Highlights in petto: Auf dem Stand von Jaguar Land Rover Classic steht auch der erste von neun authentischen Nachbauten des Jaguar XKSS. Außerdem ist ein komplett restauriertes E-type Serie I Fixed Head Coupé aus dem Baujahr 1962 zu sehen, das noch vor nicht allzu langer Zeit als Scheunenfund in einem erbarmungswürdigen Zustand war.

Übrigens: Der Range Rover Classic und der Jaguar XKSS werden auch in Deutschland präsentiert: auf der "Techno Classica" vom 5. bis 9. April 2017 in Essen.


Das war die Rétromobile 2016

Autor: Michael Görmann
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