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Playstation Experience

Sony präsentiert die Zukunft des Gamings

PlaystationVR bringt die Virtuelle Realität ins Wohnzimmer

Virtuelle Realität ist der heiße Scheiß in der Videospiel-Szene. Lange galt die Technologie als unausgereift, doch so langsam werden die klobigen Brillen weniger klobig und damit auch massentauglich. Mit der PlaystationVR möchte Sony um den Platz im Wohnzimmer mitkämpfen. Die neue Hardware präsentierte der Unterhaltungsriese nun in München auf der Playstation Experience

Für Videospiel-Fans wie mich stehen goldene Zeiten bevor. Mit der fortschreitenden Marktreife der virtuellen Realität, dürfen wir Fans des digitalen Zeitvertreibs uns auf vollkommen neue Erlebnisse freuen. Auf den gerade startenden VR-Zug will auch Sony aufspringen. Mit der PlaystationVR sollen sich virutelle Welten auftun, in die wir Spieler eintauchen und so ein nie dagewesenes Erlebnis herbeirufen. Um diese neue Hardware zu testen, lud Sony zahlreiche Medienverterter, darunter mich, zur Playstation Experience nach München ein. Hier wurden Neuheiten präsentiert und Lust auf das rund 400 Euro teure VR-Set gemacht werden.

Neben Titeln wie PES EURO 2016, LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht und Uncharted 4 lag das Hauptaugenmerk auf den anspielbaren VR-Titeln. Zwar wirkt es auf den ersten Blick reichlich skurill, sieht man die vielen herumfuchtelnden und wedelnden Menschen, die mit einem auffällig leuchtenden Headset vor einem Bildschirm sitzen. Doch sobald einmal selbst platzgenommen und die PlaystationVR aufgesetzt hat, wird umso klarer, dass hier tatsächlich großer Spielspaß geboten wird. 

Im Spiel Until Dawn: Rush of Blood nehme ich beispielsweise in einer Art Achterbahn platz. Ausgestattet mit Waffe und Taschenlampe steht einem eine Fahrt durch ein Horrorhaus bevor. Und so sitze ich plötzlich in einem Wagon und schieße wild um mich. Die Bewegung der Controller, die man dazu in der Hand hält, werden ebenso wie die VR-Brille selbst, von der Konsole registriert. Jede Bewegung wird 1:1 auf das Spielgeschehen übertragen.

Trotz mittelmäßiger Grafikauflösung fühlt sich das alles vollkommen real an. Ich zucke zusammen, als plötzlich der böse Maskenmann vor mir auftaucht und von irgendwoher Molotow-Cocktails auf mich zufliegen. Die Immersion gelingt so perfekt, dass mein Puls rasant ansteigt und die Außenstehenden meinen könnte, ich würde gerade alternative Bewegungstherapie betreiben.

Die Steuerung fällt mir dabei äußerst leicht, denn hier handelt es sich genaugenommen um ein veraltetes Genre, den nahezu in Vergessenheit gerateten "Railshooter". Heißt zu Deutsch: Um das Laufen kümmert sich komplett die Software. Einzig und allein für das Schießen, Kopf neigen und Interagieren bin ich verantwortlich. Dank neuer VR-Technologie wird diese Art des "Ballerspiels" wohl eine unvehoffte Renaissance erleben.

Ähnliches Prinzip und weiteres Highlight ist The London Heist. Wieder sitze ich wortwörtlich nur auf dem Beifahrersitz. Das Lenkrad hat jemand anderes in der Hand, der Spielcahrakter neben mir nämlich, Er bittet mich um Hilfe, nachdem ein gegnerischer Mottorradfahrer erst auf uns schießt, dann aber Dank cleverem Fahrmanöver meines Komplizen auf der Windschutzscheibe sein Ende findet. Als noch mehr Motorräder und sogar Busse voller Gegner auftauchen, wirft mir mein virtueller Freund eine ebenso virtuelle Waffe entgegen. Ich mache eine reale Handbewegung und fange das Teil. Der Spaß kann beginnen.

Glücklicherweise habe ich neugierig das Fahrzeug durchsucht und die Munition vorsorglich auf dem Amaturenbrett drapiert. So geht mir das Nachladen ebenso leicht von der Hand, wie das Schießen auf die unechten Bösewichte. Viele Patronen und wenige Minuten später ist das aufregende Vergnügen vorbei und ich bin wieder in der echten Realität angekommen. Statt heißer Verfolgungsjagd, habe ich wieder die stickige Messehalle um mich. Vertraut aber langweilig.

An diesem Tag nehme ich noch in einem Raumschiff (EVE: Valkyrie) und einer Mischung aus Roboter und Supersportler (RIGS) platz. Ich denke zurück, an meine Anfangszeit als "Gamer". Mit einem grauen Kasten in den Händen lenke ich Super Mario von links nach rechts über Schluchten und springe auf Gegner. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, doch diese Welt der Pixel und Polygone hat doch immer wieder eine Neuerung parat, die mich in ihren Bann zieht.

Die Virtuelle Realität ist im Hier und Jetzt angekommen. Ob sich die Investition in VR-Hardware jetzt schon lohnt, ist schwer zu beurteilen. Neben Sonys Headset sind vor allem Oculus Rift und die HTC Vive zu nennen. Beide sind weitaus teurer, versprechen Dank PC-Kompatibilität jedoch bessere Grafik und zigfach mehr Möglichkeiten. Doch auch hier auf der Playstation Experience treffe ich niemanden, der nicht freudestrahlend das Headset abnimmt. Begeisterte Gesichter überall. Ein neuer bunter und unechter Spaß steht uns bevor, das ist sicher. Die Frage ist nur, wie viel wir dafür ausgeben wollen. 

PlaystationVR erscheint im Oktober 2016 und soll rund 400 Euro kosten. 

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Autor: David Goller, Playboy
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