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Omega Speedmaster

Geburtstag einer tickenden Ikone

Die Moonwatch wird 60

Sie ist eine der bekanntesten Sportuhren der Welt. Und eine der beliebtesten. Nicht zu vergessen: Sie war die erste Armbanduhr auf dem Mond. Die Omega Speedmaster. Dieses Jahr wird die tickende Legende 60 Jahre alt.

Nur wenige Armbanduhren verdienen die Bezeichnung „Ikone“. Man kann sie an seinen zehn Fingern abzählen (Rolex „Submariner“, Patek Philippe „Calatrava“, Jaeger-LeCoultre „Reverso“, Audemars Piguet „Royal Oak“, Breitling „Navitimer“, IWC „Große Fliegeruhr“, Panerai „Luminor“, Cartier „Santos“, TAG Heuer „Monaco“). Ganz klar in diese illustre Riege gehört die Omega „Speedmaster“.

Sie war die erste Uhr, die jemals auf dem Mond getragen wurde. Als Apollo 11 am 20. Juli 1969 auf dem Mond aufsetzte – war sie als ein wichtiges, mechanisch angetriebenes und damit stromunabhängiges Instrument mit an Bord. Als „Moonwatch“ ging sie daraufhin in die Geschichte der Uhrenindustrie ein.

Später hat sie im Weltraum sogar geholfen, Leben zu retten. Denn als es bei der Apollo 13-Mission darum ging, eine 14-sekündige Kurskorrektur für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu stoppen, griffen die Astronauten zur Chronographen-Funktion der Omega Speedmaster.

Entwickelt wurde sie bereits 1957 als neuartiges Instrument für Rennfahrer. Die robuste Konstruktion widerstand Vibrationen, und die Tachymeterskala auf der Lünette war in Vor-Computerzeiten ein probates Mittel, um Geschwindigkeiten zu ermitteln. Mit dem Chronographen wiederum konnte man die Rundenzeiten stoppen.

Der Erfolg war überwältigend: Doch dass aus diesem Modell einmal eine ganze Linie werden sollte, die nicht nur Jahrzehnte überdauert, sondern immer mehr Fans hinzuzugewinnen scheint, das war Ende der Fünfziger Jahre nicht absehbar. Das Erfolgsgeheimnis liegt vielleicht auch darin begründet, dass sich die Uhr über die Jahrzehnte hinweg in ihren charakteristischen Grundzügen so gut wie nicht geändert hat. Änderungen im Detail (der Kronenschutz etwa) oder Modelle mit Zusatzfunktionen ergänzten das Angebot, neue Automatikversionen und revolutionäre, ko-axiale Hemmungen kamen hinzu, doch im Kern blieb die Speedmaster immer dieselbe.

1964 begann die US-Weltraumbehörde NASA, einen Chronographen zu suchen, der für die bemannte Raumfahrt geeignet sein sollte. Sie orderte bei vier Herstellern und testete am Ende drei Modelle (ein Hersteller hatte eine schon auf den ersten Blick völlig ungeeignete Uhr eingesandt). Sie wurden all jenen umfangreichen Tests unterzogen, die sämtliche Geräte zu bestehen hatten, die mit ins All gehen sollten. Dazu gehörten extreme Temperaturen im Plus- und Minusbereich, Vibrationen, harte Stöße und natürlich die Funktion im Vakuum. Zehn Tests waren zu meistern, und jedes Versagen auch nur in einer einzigen Kategorie führte zur Disqualifikation. Nur ein einziges Uhrenmodell konnte alle zehn Tests bestehen: die Omega Speedmaster. Die beiden Konkurrenzmodelle fielen bereits bei der allerersten (Temperatur-)Prüfung durch.

Ab 1965 trug nun jeder Astronaut des Apollo-Programms eine Speedmaster am Handgelenk. Später wechselte die Uhr ins Space-Shuttle-Programm. Und auch heute, 60 Jahre später, gehört die Speedmaster noch immer zur Standardausrüstung der Internationalen Raumstation ISS. Die moderne Moonwatch entspreche „im Wesentlichen immer noch jenem Modell, das Omega einst vor Beginn des Raumfahrtzeitalters vorgestellt hatte“, betont die Schweizer Marke.

Auch das macht einen Klassiker aus: Es ist ein Entwurf, der nie geändert werden muss.

Doch auch auf dem Erdboden sorgte die Uhr für Aufsehen. 1968 etwa war die Speedmaster für Ralph Plaisted das geeignete Werkzeug, um im Zusammespiel mit einem Sextanten erstmals die genaue Position des geographischen Nordpols zu bestimmen. Der US-Abenteurer, der übrigens auch als Erster das "Ski-Doo"-Snowmobil einsetzte und berühmt machte, erreichte den Pol am 19. April 1968. 

Junge Käufergenerationen wurden in den 1970er-Jahren durch die japanische Science-Fiction-Serie „The Return of Ultraman“ auf die Uhr aufmerksam, und 1996 durfte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, der damals selbst auf dem Weg zur Ikone war, „seine“ persönliche Racing-Version der Speedmaster kreieren.

Zahlreiche Stars und Sternchen haben sich über die Jahre als Speedmaster-Fans "geoutet". Der vielleicht Größte wurde durch die Mondlandung mit dem Omaga-Fieber infiziert. Als Neil Armstrong 1969 als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte, stand ein kleiner Mensch namens George mit seinem Vater im Garten und schaute hinauf in den Abendhimmel. Der Vater trug eine Speedmaster, so wie alle Astronauten, das wusste der kleine George. Diese Space-Cowboys waren seine Helden, und alles, was sie benutzten, war automatisch toll. 

Aus dem achtjährigen Jungen wurde später Hollywood-Star George Clooney, der heute auch offizieller Omega-Markenbotschafter ist. „Einige Dinge sind einfach Klassiker, und was diesen Status hat, das will man immer wieder haben“, sagt er. „Man würde sich ärgern, wenn sie sich ändern. Sicher, wir wollen auch neue Technologien – unsere Smartphones zum Beispiel –, aber es würde uns das Herz brechen, wenn sich an den Klassikern etwas ändern würde, wofür wir sie lieb gewonnen haben.“

Wer tiefer in die Geschichte diese faszinierenden Uhr eintauchen möchte, dem sei eine umfangreiche Zusammenstellung zur Historie empfohlen: Zum 60. Geburtstag der Speedmaster-Linie hat Omega nämlich die 60 Highlight-Modelle zusammengestellt. Man kann sie mit zahlreichen Hintergrundinfos auf der Website des Uhrenherstellers interaktiv erleben.

Die große Speedmaster-Galerie für Fans


Limitiertes Dreier-Set zum Geburtstag

Übrigens: Im Jahr 1957 hatte Omega parallel zur ersten Speedmaster auch zwei weitere Neuheiten im Programm: die Seamaster 300 und die Railmaster.

Zum 60. Geburtstag werden die drei Klassiker nun in fast unveränderter Originalausführung neu aufgelegt. Als „Trilogy 60th Anniversary“ gibt es sie in einer Holzbox – herrlich altmodisch präsentiert, bis hin zum Cord-Innenfutter. Auf dem Deckel der roten Schmuckschatulle ist ein großes Seepferdchen zu sehen.

Die drei Uhren tragen verschiedene, historische Omega-Logos. Dies soll an die Zeit erinnern, als die Marke noch mehrere Zulieferer hatte und es im Look deshalb minimale Unterschiede gab. Zum Set gehört auch eine Leder-Reisemappe mit Platz für alle drei Uhren sowie Textil- und Lederbändern und Werkzeug für den Do-it-Yourself-Bandwechsel. Die Trilogy-Edition ist auf 557 Stück limitiert und kostet 19.700 Euro, doch die Modelle gibt es auch einzeln, jeweils 3.557-mal.

Die Einzelpreise

Railmaster: 6.200 Euro

Seamaster 300: 6.900 Euro

Speedmaster Moonwatch Professional: 6.600 Euro

Autor: Michael Görmann
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