„Pimmel, Muschi und Aua — das interessiert doch alle“
Moderatorin und Jungautorin Charlotte Roche über ihren Spaß an Pornos, über Puffs für Frauen — und warum Männer nicht aussehen sollen wie schwule Friseure
Playboy: Wir haben Ihnen ein Gedicht mitgebracht, von Robert Gernhardt: „Das Vorspiel nahm den Hengst so mit, dass er geschwächt zu Boden glitt.“ Finden Sie, dass Sex und Humor zusammenpassen?
Roche: Sehr schwierig. Derjenige, der das kann, hat großes Glück. Eigentlich bietet das Thema Sex großes Potenzial für Humor. Aber für viele ist das eine ganz ernsthafte Angelegenheit. Und man kann nur lustig sein im Bett, wenn man sich gut kennt.
Playboy: Beim One-Night-Stand nicht?
Roche: Das kann ich mir schwer vorstellen, weil da viele Hemmungen und dieses ganze Der-hat-mich-noch-nie-nackt-gesehen mitspielen. Da ist der Druck sehr groß.
Playboy: Hatten Sie oft One-Night-Stands?
Roche: Früher viele, jetzt keine mehr. Ich bin ja verheiratet. Das finde ich sehr gut, weil ein One-Night-Stand so irre anstrengend ist. Im Vergleich zum Sex mit jemandem, den man kennt.
Playboy: Wem fällt der Humorbeim Sex schwerer, Frauen oder Männern?
Roche: Frauen sind da humorloser. Die sind so streng mit sich und ihrem Körper. Oft denkt doch die Frau: „Das ist zu klein und das ist zu groß und das ist zu dick und das ist zu dünn.“ Männer gucken ihre Frau an und sagen: „Die hat sie nicht mehr alle, die ist doch top!“ Männer sind cooler mit ihrem Körper.
Playboy: Haben Sie das persönlich so erlebt?
Roche: Es gibt so eine Geschichte von einer früheren Freundin. Die sah super aus, verzweifelte aber regelmäßig an ihrem Körper. Ihr damaliger Freund war eher klein, sehr hellhäutig und rundlich. Und der steht nackt vorm Spiegel und sagt: „Ich sehe doch richtig geil aus, oder?“ So sind Männer!
Playboy: Aber ändert sich das nicht gerade? Männer müssen sich heutzutage sogar ...
Roche: ... rasieren.
Playboy: Genau, und sie müssen sich maniküren, es gibt 170.000 Ratgeber für Waschbrettbäuche. Glauben Sie uns, wir haben es auch nicht leicht.
Roche: Ich gebe zu, dass das für Männer jetzt auch schlimmer wird. Vor allem in Medienberufen muss man heute aussehen wie ein schwuler New Yorker Friseur: chic angezogen, keine Brusthaare und weiß der Geier.
Playboy: Stehen Sie da drauf, wenn man aussieht wie ein schwuler New Yorker Friseur?
Roche: Ich nicht. Männer, die sich die Beine rasieren, finde ich ganz absurd.
Playboy: In Ihrem Buch geht es, wie der Titel „Feuchtgebiete“ schon andeutet, ziemlich zur Sache. Haben Sie es Ihrer Familie vorher zum Lesen gegeben?
Roche: Nein, ich habe meinen Eltern eine lange Kreuzfahrt geschenkt. Wenn sie zurückkommen, ist Gras über die Sache gewachsen.
Playboy: Wirklich?
Roche: Das sage ich jetzt nur so. Stimmt aber nicht.
Playboy: Schade. Die Geschichte ist gut.
Roche: Nein, ich habe meinen Vater und meine Mutter ganz ernsthaft gebeten, das Buch nicht zu lesen.
Playboy: Warum?
Roche: Nicht, weil ich mich dafür schäme. Sondern weil ich finde, dass es zwischen den Generationen in einer Familie eine sexuelle Grenze gibt: zu beiden Seiten. Genauso wie ein Kind gar nicht wissen will, was die Eltern so machen, würde ich die total überfordern, wenn die das lesen und denken würden: „Oh Gott, was von dieser Helen (die Romanheldin, Anm. d. Red.) hat denn unsere Tochter?“ Ich möchte mit meinem Vater überhaupt nicht reden über all das, Sex, Masturbation und Hämorrhoiden.
Playboy: Darf es Ihre Tochter mal lesen?
Roche: Ja, mit 21. Aber ich habe mich schon gefragt: Muss die überhaupt lesen lernen?
Playboy: Vielleicht wird's ja verfilmt.
Roche: Genau. Jedenfalls würde ich das am liebsten so weit wie möglich von ihr fernhalten. Die muss nicht stolz auf ihre Mutter sein, das wird alles schon schlimm genug für die.
Playboy: In dem Roman geht es sehr lustvoll zu — und sehr schmutzig. Ist unsere Welt zu sauber?
Roche: Auf jeden Fall. Es fängt mit den Haaren an: Wenn da so ein Busch ist, wirkt das undurchdringbar wie ein Urwald, vielleicht auch Angst einflößend. Eine komplett rasierte Muschi ist weniger geheimnisvoll. Man kann mehr sehen. Der Nachteil ist, dass es eben so aseptisch sauber ist. Ich empfinde Sex als eine sehr dreckige Angelegenheit: Es riecht nach Schweiß, da werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht.
Playboy: War das Ihre Motivation für das Buch, dass die Welt das mitkriegt?
Roche: Es macht mich rasend, wenn ich im Drogeriemarkt sehe, wie die Abteilung Intimwaschlotionen immer größer wird. Es wird mit Kamille, Lavendel oder chemischen Mitteln gegen den eigentlichen Muschigeruch angekämpft. Ich glaube, dass da eher die Mütter schuld sind. Männer sind sehr cool mit weiblichen Gerüchen. Sie finden es geil, wenn eine Frau dort riecht, wo sie das soll.
Playboy: Ihre Romanfigur Helen bricht etliche Tabus, beschäftigt sich mit Dingen, die absolut nicht fürs Tischgespräch taugen ...
Roche: Ja, sie ist eine Sexforscherin. Die will sammeln für ihr Lebensbuch, und da gehört total viel Sex dazu. Sie hat irre wenig Probleme mit Ekel.
Playboy: Wen wollen Sie damit mehr provozieren? Männer oder Frauen?
Roche: Ich will nicht provozieren. Das sind Themen, mit denen ich mich gern beschäftige. Und wenn man ganz ehrlich ist: Das sind doch die besten Abende überhaupt, wenn es um so etwas geht. Wenn man besoffen über Sexunfälle redet oder über Sex gemischt mit Medizin. Das ist es doch, was die Menschen wirklich interessiert: Pimmel, Muschi und Aua.
Playboy: Aber Ihnen ist klar, dass Sie mit dem Buch bei vielen Leuten für Empörung oder Ekel sorgen werden?
Roche: Na klar, ich bin ja nicht doof. Was gewisse Leute in der Presse schreiben werden oder dass eine Frau auf dem Land beim Lesen einen Herzinfarkt kriegt — das weiß ich auch. Es gibt tausend Gründe, so ein Buch nicht zu schreiben, um keine Schande über die Familie zu bringen. Aber ich fände es traurig, wenn es dann das Buch nicht gäbe.
Playboy: Sie gelten als sexy Feministin. Sie machen sich stark für Frauen, die sich nehmen, was sie wollen ...
Roche: ... ich bin sehr für Frauen, die den Anfang machen. Das freut euch Männer natürlich, oder? Jedenfalls, diese Amerikanisierung des Datens, diese Verhaltensregeln, das finde ich schlimm. Unglaublich, dass heute noch junge Frauen, wenn sie sich verliebt haben und die Nummer von dem Typen haben, nicht anrufen. Weil der Typ ja anrufen muss.
Playboy: Das finden auch wir verwerflich.
Roche: Ich weiß von vielen Männern, die sich selbstbewusste Frauen wünschen. Frauen, die verführen, anstatt sich umwerben zu lassen.
Playboy: Wann haben Sie zuletzt einen Mann aufgerissen?
Roche: Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, natürlich keinen anderen.
Playboy: Und vorher?
Roche: Das klingt jetzt angeberisch, aber es ist die Wahrheit: Alle Freunde, die ich je hatte, habe ich selbst aufgerissen. Ich sage sofort, was Sache ist. „Ich habe mich in dich verliebt, und wir gehen jetzt ins Bett“ und so. Als ich jünger war, damals in der Disco, habe ich einfach jemandem auf die Schulter getippt, wenn ich ihn länger beobachtet hatte, und ihm die Zunge in den Hals gesteckt. Hat aber bis jetzt immer gut geklappt.
Playboy: Keine Angst vor einem Korb?
Roche: Doch. Aber wenn ich einen Mann will, gibt es kein Spielen bei mir. Das hasse ich wie die Pest. Ich will nicht denken: Wir könnten schon seit drei Tagen Sex haben — totale Zeitverschwendung.
Playboy: Sie haben mal gesagt: „Die Feministinnen sind bei diesen archaischen Themen wie Kinderkriegen, Sex und Leidenschaft total auf dem Holzweg.“ Inwiefern?
Roche: Ich motze immer über Feministinnen, obwohl ich selbst eine bin. Ich rege mich zehnmal am Tag darüber auf, dass Frauen in Deutschland immer noch schlechter bezahlt werden für den gleichen Job. Aber mein Problem mit Feministinnen im Moment ist, dass das alles in einer Person verkörpert wird — in Alice Schwarzer. Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung für die „Bild“-Zeitung. Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen. Ich finde es für den Feminismus schlecht, dass Alice Schwarzer das so an sich reißt.
Playboy: Schwarzers große PorNo-Kampagne, können Sie damit was anfangen?
Roche: Die Behauptung, da würden Frauen erniedrigt, und das Argument, wenn Männer Pornos gucken, würden sie sich so zu Frauen auf der Straße verhalten: Ich sehe das alles komplett anders.
Playboy: Wie sehen Sie das?
Roche: Erst mal habe ich einen sehr großen Respekt vor diesem Phänomen. Ich glaube nicht, dass Männer süchtig nach Pornos sind, weil die Industrie da ist und das anbietet. Diese Riesenindustrie ist da, weil es so einen unglaublichen Bedarf an Pornografie gibt. Wenn ich mir vorstelle, was für Summen da weltweit umgesetzt werden — ich lache mich kaputt, wenn man das abstellen will!
Playboy: Die Rüstungsindustrie macht auch Riesenumsätze ...
Roche: ... nein, das meine ich anders. Es ist natürlich schlimm, dass es in diesem Bereich Schauspielerinnen gibt, die zu wenig Geld verdienen, und dass Männer wie Frauen, die in den Filmen mitspielen, HIV kriegen können. Dagegen soll man gern Kampagnen organisieren. Aber Pornografie abstellen zu wollen, das finde ich totalen Schwachsinn.
Playboy: Schauen Sie Pornos?
Roche: Ja.
Playboy: Bei welchen Gelegenheiten?
Roche: Zu Hause. Eine Gelegenheit braucht man dafür nicht.
Playboy: Eher allein oder zusammen?
Roche: Beides. Aus Neugier. Zur Entspannung, Aufgeilung, Inspiration.
Playboy: Können Frauen einen Porno genauso geil finden wie Männer?
Roche: Ja, absolut. Nur muss man diesen ganzen Quatsch „Frauen machen Pornofilme für Frauen“ wegschmeißen. Habe ich ein paar Mal probiert, totale Scheiße!
Playboy: Warum?
Roche: Zu seicht. Vollkommen lulli-bulli. Da geht's nur darum, dass eine Frau in Eselsmilch badet und aussieht wie Kleopatra, und es werden Rosenblätter gestreut.
Playboy: Haben Männer und Frauen überhaupt unterschiedlich Lust auf Sex?
Roche: Ich kenne Frauen, die total rumficken. Die sagen: „Ich gehe heute Abend raus, reiß mir einen auf, und wir machen es dann“, so wie es früher nur Männer machten.
Playboy: Ist es eine Folge der Frauenbewegung, dass heute viele Frauen tough sind und manche Männer Softies?
Roche: Ich finde „Softie“ überhaupt keine Beleidigung. Wenn ich die Welt beobachte, etwa in Köln in einem Café sitze, sehe ich junge Eltern. Und das Baby, das die ganze Zeit schreit, liegt stundenlang bei dem Vater auf dem Arm. Die Frauen sitzen da, reden „bla, bla, bla“, und ihre Männer haben dieses Baby und machen die ganze Zeit die gute Mutti. Das ist ein Bild, das es früher nicht gab. Das ist auch für die Männer gut. Ich selbst bin ja mit einem Feministen verheiratet.
Playboy: Wie läuft das denn bei Ihnen zu Hause ab?
Roche: Der kann besser bügeln, putzen und waschen. Der sagt: „Komm Charlotte, du kannst das nicht. Geh weg!“ Und der verliert nichts von seiner sexuellen Männlichkeit, nur weil er supergut zwölf verschiedene Kuchen backen kann.
Playboy: Kochen, bügeln, waschen — was muss ein Mann alles können, damit Sie ihn gut finden?
Roche: Ich habe kein Beuteschema. Es ist viel einfacher, sich zu verlieben, wenn man keine Vorstellungen hat wie: „Ein Mann muss groß sein.“ Oder: „Ich bin nur mit Skorpionen zusammen.“ Wenn ich mich verliebe, dann ist das vielleicht ein Zwerg mit einem langen roten Bart — dann ist halt die Liebe dahin gefallen. Es geht nicht um Eigenschaften. DieFrage ist: Woher wusste ich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, dass das der Typ ist für mich?
Playboy: Und? Woher wussten Sie's?
Roche: Es muss der Geruch sein. Die Gene. Biologie. Ich bin ein großer Fan der Biologie.
Playboy: Nur Biologie unterscheidet uns?
Roche: Ja.
Playboy: Sollten Frauen auch Sex kaufen?
Roche: Ich bin immer sehr interessiert an fiesen Boulevard-berichten über Japan, wo es für hyperreiche Multimillionärinnen so Gigolos gibt. Dann denke ich: Ja, das ist doch mal eine tolle Idee für Deutschland! Und dann nicht nur für Multimillionärinnen.
Playboy: Einen Puff für Frauen?
Roche: Ja, ich fände das cool. In Köln gibt's so viele Puffs, da müsste es doch einen kleinen geben für Frauen. Gibt's aber nicht. Wenn man sich mit Leuten unterhält, die in Puffs waren, oder mit Nutten, dann weiß man ja: Es geht nicht nur ums Bumsen ...
Playboy: Sondern auch mal ums Lecken?
Roche: Ja (lacht), genau! Als Frau irgendwo hingehen, teuren Champagner trinken und mir ein bisschen die Eier kraulen lassen, das kann ich mir gut vorstellen! Ich schlage meinem Mann immer vor, den ersten Fair-Trade-Puff aufzumachen, wo ganz klar ist, dass die Frauen richtig gut verdienen und dass dieses ganze schlechte Gewissen weg wäre.
Playboy: Wir haben jetzt viel über das Schmutzige gesprochen, aber ...
Roche: ... haben Sie in meinem Buch etwa auch etwas Sauberes gefunden?
Playboy: Ja, die Liebe, das Romantische ...
Roche: Das erste Mal, dass jemand darüber reden will mit mir ...
Playboy: Wir sind ja auch vom Playboy.
Roche: Wusste ich gar nicht, dass man da so romantisch ist!
Playboy: Sind Sie's?
Roche: Total! Ich bin eine große Moralistin und eine große Romantikerin. Absolut. In meinem Buch etwa. Dieses Aneinander von Liebesgeständnis und Heftigkeit — das ist für mich Romantik pur!
Playboy: Kommt in unserer Welt Romantik zu kurz?
Roche: Eigentlich schon. Aber ich lebe auf meiner Insel, wo Männer die Babys schunkeln und Kuchen backen ... (lacht) ... und Frauen Geld verdienen. Da sind alle romantisch! Die machen sich Heiratsanträge und fummeln sich am Kopf rum beim Essen.
Playboy: Sie sind jetzt bald 30. Sind Sex, Liebe und Verliebtsein für Sie anders als früher?
Roche: Eine hammerschwere Frage. Aber was ich zum Glück nicht habe, ist, dass ich der Vergangenheit hinterherheule. Ganz viele Leute denken, ihre erste Liebe sei das Beste im Leben gewesen. Ich finde immer das, was ich jetzt habe, am besten. Und rückblickend alles andere blöd. Das ist ja der beste Zustand, den man haben kann. Der Mann, den ich jetzt habe, stellt alle in den Schatten. Aber so war das bei dem, den ich davor hatte, auch.
Playboy: War Heiraten für Sie wichtig?
Roche: Ja, weil ich so romantisch bin. Es gibt ja Leute, die sagen: Wie kann man als Feministin verheiratet sein? Das kommt eben darauf an, was für einen Mann man heiratet.
Playboy: Sie haben dem „Spiegel“ mal erzählt, Sie hätten sich aus Rebellion gegen den Körperkult die Brüste verkleinern lassen.
Roche: (lacht)
Playboy: War das so? Jetzt könnten Sie der Welt die Wahrheit kundtun!
Roche: Als Viva an die Börse ging und alle Mitarbeiter Aktien bekamen, haben die vom „Spiegel“ mich gefragt, ob ich meine Aktien verkauft hätte. Da habe ich gesagt: „Ja. Vom Gewinn habe ich mir die Brüste verkleinern lassen.“ Und seitdem denkt das jeder.
Playboy: Stimmt also nicht.
Roche: Nein. Ich war schon immer so gebaut.
Playboy: Ist Ihnen Schönheit wichtig?
Roche: Klar. Aber bei mir vielleicht nicht so genormt wie bei anderen. Genauso wie ich ganz offensichtlich einen anderen Ekelbegriff habe oder eine andere Vorstellung von Sex und Körperflüssigkeiten. Trotzdem ist mir Schönheit wichtig. Weil ich ganz oft, wenn ich abends weggehe, hinterher sage: „Boah, waren die da alle hässlich!“ Was ja heißt, dass ich immer darauf achte, ob jemand für mich schön ist.
Playboy: Finden Sie sich selbst schön auf alten Aufnahmen, mit all den Piercings?
Roche: Überhaupt nicht. Gepierct hasse ich mich. Dolle geschminkt hasse ich mich, die ganzen Kleider, die ich früher anhatte. Aber man muss damit zurechtkommen. Und ich möchte nicht zu Leuten sagen: Macht das nicht mit den Piercings. Ich will auch nicht so ein Erwachsener sein.
Playboy: Sind die Löcher in der Backe inzwischen zugewachsen?
Roche: Ja, das schon. Ich kann da kein Wasser rausspritzen.
Roche: Sehr schwierig. Derjenige, der das kann, hat großes Glück. Eigentlich bietet das Thema Sex großes Potenzial für Humor. Aber für viele ist das eine ganz ernsthafte Angelegenheit. Und man kann nur lustig sein im Bett, wenn man sich gut kennt.
Playboy: Beim One-Night-Stand nicht?
Roche: Das kann ich mir schwer vorstellen, weil da viele Hemmungen und dieses ganze Der-hat-mich-noch-nie-nackt-gesehen mitspielen. Da ist der Druck sehr groß.
Playboy: Hatten Sie oft One-Night-Stands?
Roche: Früher viele, jetzt keine mehr. Ich bin ja verheiratet. Das finde ich sehr gut, weil ein One-Night-Stand so irre anstrengend ist. Im Vergleich zum Sex mit jemandem, den man kennt.
Playboy: Wem fällt der Humorbeim Sex schwerer, Frauen oder Männern?
Roche: Frauen sind da humorloser. Die sind so streng mit sich und ihrem Körper. Oft denkt doch die Frau: „Das ist zu klein und das ist zu groß und das ist zu dick und das ist zu dünn.“ Männer gucken ihre Frau an und sagen: „Die hat sie nicht mehr alle, die ist doch top!“ Männer sind cooler mit ihrem Körper.
Playboy: Haben Sie das persönlich so erlebt?
Roche: Es gibt so eine Geschichte von einer früheren Freundin. Die sah super aus, verzweifelte aber regelmäßig an ihrem Körper. Ihr damaliger Freund war eher klein, sehr hellhäutig und rundlich. Und der steht nackt vorm Spiegel und sagt: „Ich sehe doch richtig geil aus, oder?“ So sind Männer!
Playboy: Aber ändert sich das nicht gerade? Männer müssen sich heutzutage sogar ...
Roche: ... rasieren.
Playboy: Genau, und sie müssen sich maniküren, es gibt 170.000 Ratgeber für Waschbrettbäuche. Glauben Sie uns, wir haben es auch nicht leicht.
Roche: Ich gebe zu, dass das für Männer jetzt auch schlimmer wird. Vor allem in Medienberufen muss man heute aussehen wie ein schwuler New Yorker Friseur: chic angezogen, keine Brusthaare und weiß der Geier.
Playboy: Stehen Sie da drauf, wenn man aussieht wie ein schwuler New Yorker Friseur?
Roche: Ich nicht. Männer, die sich die Beine rasieren, finde ich ganz absurd.
Playboy: In Ihrem Buch geht es, wie der Titel „Feuchtgebiete“ schon andeutet, ziemlich zur Sache. Haben Sie es Ihrer Familie vorher zum Lesen gegeben?
Roche: Nein, ich habe meinen Eltern eine lange Kreuzfahrt geschenkt. Wenn sie zurückkommen, ist Gras über die Sache gewachsen.
Playboy: Wirklich?
Roche: Das sage ich jetzt nur so. Stimmt aber nicht.
Playboy: Schade. Die Geschichte ist gut.
Roche: Nein, ich habe meinen Vater und meine Mutter ganz ernsthaft gebeten, das Buch nicht zu lesen.
Playboy: Warum?
Roche: Nicht, weil ich mich dafür schäme. Sondern weil ich finde, dass es zwischen den Generationen in einer Familie eine sexuelle Grenze gibt: zu beiden Seiten. Genauso wie ein Kind gar nicht wissen will, was die Eltern so machen, würde ich die total überfordern, wenn die das lesen und denken würden: „Oh Gott, was von dieser Helen (die Romanheldin, Anm. d. Red.) hat denn unsere Tochter?“ Ich möchte mit meinem Vater überhaupt nicht reden über all das, Sex, Masturbation und Hämorrhoiden.
Playboy: Darf es Ihre Tochter mal lesen?
Roche: Ja, mit 21. Aber ich habe mich schon gefragt: Muss die überhaupt lesen lernen?
Playboy: Vielleicht wird's ja verfilmt.
Roche: Genau. Jedenfalls würde ich das am liebsten so weit wie möglich von ihr fernhalten. Die muss nicht stolz auf ihre Mutter sein, das wird alles schon schlimm genug für die.
Playboy: In dem Roman geht es sehr lustvoll zu — und sehr schmutzig. Ist unsere Welt zu sauber?
Roche: Auf jeden Fall. Es fängt mit den Haaren an: Wenn da so ein Busch ist, wirkt das undurchdringbar wie ein Urwald, vielleicht auch Angst einflößend. Eine komplett rasierte Muschi ist weniger geheimnisvoll. Man kann mehr sehen. Der Nachteil ist, dass es eben so aseptisch sauber ist. Ich empfinde Sex als eine sehr dreckige Angelegenheit: Es riecht nach Schweiß, da werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht.
Playboy: War das Ihre Motivation für das Buch, dass die Welt das mitkriegt?
Roche: Es macht mich rasend, wenn ich im Drogeriemarkt sehe, wie die Abteilung Intimwaschlotionen immer größer wird. Es wird mit Kamille, Lavendel oder chemischen Mitteln gegen den eigentlichen Muschigeruch angekämpft. Ich glaube, dass da eher die Mütter schuld sind. Männer sind sehr cool mit weiblichen Gerüchen. Sie finden es geil, wenn eine Frau dort riecht, wo sie das soll.
Playboy: Ihre Romanfigur Helen bricht etliche Tabus, beschäftigt sich mit Dingen, die absolut nicht fürs Tischgespräch taugen ...
Roche: Ja, sie ist eine Sexforscherin. Die will sammeln für ihr Lebensbuch, und da gehört total viel Sex dazu. Sie hat irre wenig Probleme mit Ekel.
Playboy: Wen wollen Sie damit mehr provozieren? Männer oder Frauen?
Roche: Ich will nicht provozieren. Das sind Themen, mit denen ich mich gern beschäftige. Und wenn man ganz ehrlich ist: Das sind doch die besten Abende überhaupt, wenn es um so etwas geht. Wenn man besoffen über Sexunfälle redet oder über Sex gemischt mit Medizin. Das ist es doch, was die Menschen wirklich interessiert: Pimmel, Muschi und Aua.
Playboy: Aber Ihnen ist klar, dass Sie mit dem Buch bei vielen Leuten für Empörung oder Ekel sorgen werden?
Roche: Na klar, ich bin ja nicht doof. Was gewisse Leute in der Presse schreiben werden oder dass eine Frau auf dem Land beim Lesen einen Herzinfarkt kriegt — das weiß ich auch. Es gibt tausend Gründe, so ein Buch nicht zu schreiben, um keine Schande über die Familie zu bringen. Aber ich fände es traurig, wenn es dann das Buch nicht gäbe.
Playboy: Sie gelten als sexy Feministin. Sie machen sich stark für Frauen, die sich nehmen, was sie wollen ...
Roche: ... ich bin sehr für Frauen, die den Anfang machen. Das freut euch Männer natürlich, oder? Jedenfalls, diese Amerikanisierung des Datens, diese Verhaltensregeln, das finde ich schlimm. Unglaublich, dass heute noch junge Frauen, wenn sie sich verliebt haben und die Nummer von dem Typen haben, nicht anrufen. Weil der Typ ja anrufen muss.
Playboy: Das finden auch wir verwerflich.
Roche: Ich weiß von vielen Männern, die sich selbstbewusste Frauen wünschen. Frauen, die verführen, anstatt sich umwerben zu lassen.
Playboy: Wann haben Sie zuletzt einen Mann aufgerissen?
Roche: Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, natürlich keinen anderen.
Playboy: Und vorher?
Roche: Das klingt jetzt angeberisch, aber es ist die Wahrheit: Alle Freunde, die ich je hatte, habe ich selbst aufgerissen. Ich sage sofort, was Sache ist. „Ich habe mich in dich verliebt, und wir gehen jetzt ins Bett“ und so. Als ich jünger war, damals in der Disco, habe ich einfach jemandem auf die Schulter getippt, wenn ich ihn länger beobachtet hatte, und ihm die Zunge in den Hals gesteckt. Hat aber bis jetzt immer gut geklappt.
Playboy: Keine Angst vor einem Korb?
Roche: Doch. Aber wenn ich einen Mann will, gibt es kein Spielen bei mir. Das hasse ich wie die Pest. Ich will nicht denken: Wir könnten schon seit drei Tagen Sex haben — totale Zeitverschwendung.
Playboy: Sie haben mal gesagt: „Die Feministinnen sind bei diesen archaischen Themen wie Kinderkriegen, Sex und Leidenschaft total auf dem Holzweg.“ Inwiefern?
Roche: Ich motze immer über Feministinnen, obwohl ich selbst eine bin. Ich rege mich zehnmal am Tag darüber auf, dass Frauen in Deutschland immer noch schlechter bezahlt werden für den gleichen Job. Aber mein Problem mit Feministinnen im Moment ist, dass das alles in einer Person verkörpert wird — in Alice Schwarzer. Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung für die „Bild“-Zeitung. Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen. Ich finde es für den Feminismus schlecht, dass Alice Schwarzer das so an sich reißt.
Playboy: Schwarzers große PorNo-Kampagne, können Sie damit was anfangen?
Roche: Die Behauptung, da würden Frauen erniedrigt, und das Argument, wenn Männer Pornos gucken, würden sie sich so zu Frauen auf der Straße verhalten: Ich sehe das alles komplett anders.
Playboy: Wie sehen Sie das?
Roche: Erst mal habe ich einen sehr großen Respekt vor diesem Phänomen. Ich glaube nicht, dass Männer süchtig nach Pornos sind, weil die Industrie da ist und das anbietet. Diese Riesenindustrie ist da, weil es so einen unglaublichen Bedarf an Pornografie gibt. Wenn ich mir vorstelle, was für Summen da weltweit umgesetzt werden — ich lache mich kaputt, wenn man das abstellen will!
Playboy: Die Rüstungsindustrie macht auch Riesenumsätze ...
Roche: ... nein, das meine ich anders. Es ist natürlich schlimm, dass es in diesem Bereich Schauspielerinnen gibt, die zu wenig Geld verdienen, und dass Männer wie Frauen, die in den Filmen mitspielen, HIV kriegen können. Dagegen soll man gern Kampagnen organisieren. Aber Pornografie abstellen zu wollen, das finde ich totalen Schwachsinn.
Playboy: Schauen Sie Pornos?
Roche: Ja.
Playboy: Bei welchen Gelegenheiten?
Roche: Zu Hause. Eine Gelegenheit braucht man dafür nicht.
Playboy: Eher allein oder zusammen?
Roche: Beides. Aus Neugier. Zur Entspannung, Aufgeilung, Inspiration.
Playboy: Können Frauen einen Porno genauso geil finden wie Männer?
Roche: Ja, absolut. Nur muss man diesen ganzen Quatsch „Frauen machen Pornofilme für Frauen“ wegschmeißen. Habe ich ein paar Mal probiert, totale Scheiße!
Playboy: Warum?
Roche: Zu seicht. Vollkommen lulli-bulli. Da geht's nur darum, dass eine Frau in Eselsmilch badet und aussieht wie Kleopatra, und es werden Rosenblätter gestreut.
Playboy: Haben Männer und Frauen überhaupt unterschiedlich Lust auf Sex?
Roche: Ich kenne Frauen, die total rumficken. Die sagen: „Ich gehe heute Abend raus, reiß mir einen auf, und wir machen es dann“, so wie es früher nur Männer machten.
Playboy: Ist es eine Folge der Frauenbewegung, dass heute viele Frauen tough sind und manche Männer Softies?
Roche: Ich finde „Softie“ überhaupt keine Beleidigung. Wenn ich die Welt beobachte, etwa in Köln in einem Café sitze, sehe ich junge Eltern. Und das Baby, das die ganze Zeit schreit, liegt stundenlang bei dem Vater auf dem Arm. Die Frauen sitzen da, reden „bla, bla, bla“, und ihre Männer haben dieses Baby und machen die ganze Zeit die gute Mutti. Das ist ein Bild, das es früher nicht gab. Das ist auch für die Männer gut. Ich selbst bin ja mit einem Feministen verheiratet.
Playboy: Wie läuft das denn bei Ihnen zu Hause ab?
Roche: Der kann besser bügeln, putzen und waschen. Der sagt: „Komm Charlotte, du kannst das nicht. Geh weg!“ Und der verliert nichts von seiner sexuellen Männlichkeit, nur weil er supergut zwölf verschiedene Kuchen backen kann.
Playboy: Kochen, bügeln, waschen — was muss ein Mann alles können, damit Sie ihn gut finden?
Roche: Ich habe kein Beuteschema. Es ist viel einfacher, sich zu verlieben, wenn man keine Vorstellungen hat wie: „Ein Mann muss groß sein.“ Oder: „Ich bin nur mit Skorpionen zusammen.“ Wenn ich mich verliebe, dann ist das vielleicht ein Zwerg mit einem langen roten Bart — dann ist halt die Liebe dahin gefallen. Es geht nicht um Eigenschaften. DieFrage ist: Woher wusste ich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, dass das der Typ ist für mich?
Playboy: Und? Woher wussten Sie's?
Roche: Es muss der Geruch sein. Die Gene. Biologie. Ich bin ein großer Fan der Biologie.
Playboy: Nur Biologie unterscheidet uns?
Roche: Ja.
Playboy: Sollten Frauen auch Sex kaufen?
Roche: Ich bin immer sehr interessiert an fiesen Boulevard-berichten über Japan, wo es für hyperreiche Multimillionärinnen so Gigolos gibt. Dann denke ich: Ja, das ist doch mal eine tolle Idee für Deutschland! Und dann nicht nur für Multimillionärinnen.
Playboy: Einen Puff für Frauen?
Roche: Ja, ich fände das cool. In Köln gibt's so viele Puffs, da müsste es doch einen kleinen geben für Frauen. Gibt's aber nicht. Wenn man sich mit Leuten unterhält, die in Puffs waren, oder mit Nutten, dann weiß man ja: Es geht nicht nur ums Bumsen ...
Playboy: Sondern auch mal ums Lecken?
Roche: Ja (lacht), genau! Als Frau irgendwo hingehen, teuren Champagner trinken und mir ein bisschen die Eier kraulen lassen, das kann ich mir gut vorstellen! Ich schlage meinem Mann immer vor, den ersten Fair-Trade-Puff aufzumachen, wo ganz klar ist, dass die Frauen richtig gut verdienen und dass dieses ganze schlechte Gewissen weg wäre.
Playboy: Wir haben jetzt viel über das Schmutzige gesprochen, aber ...
Roche: ... haben Sie in meinem Buch etwa auch etwas Sauberes gefunden?
Playboy: Ja, die Liebe, das Romantische ...
Roche: Das erste Mal, dass jemand darüber reden will mit mir ...
Playboy: Wir sind ja auch vom Playboy.
Roche: Wusste ich gar nicht, dass man da so romantisch ist!
Playboy: Sind Sie's?
Roche: Total! Ich bin eine große Moralistin und eine große Romantikerin. Absolut. In meinem Buch etwa. Dieses Aneinander von Liebesgeständnis und Heftigkeit — das ist für mich Romantik pur!
Playboy: Kommt in unserer Welt Romantik zu kurz?
Roche: Eigentlich schon. Aber ich lebe auf meiner Insel, wo Männer die Babys schunkeln und Kuchen backen ... (lacht) ... und Frauen Geld verdienen. Da sind alle romantisch! Die machen sich Heiratsanträge und fummeln sich am Kopf rum beim Essen.
Playboy: Sie sind jetzt bald 30. Sind Sex, Liebe und Verliebtsein für Sie anders als früher?
Roche: Eine hammerschwere Frage. Aber was ich zum Glück nicht habe, ist, dass ich der Vergangenheit hinterherheule. Ganz viele Leute denken, ihre erste Liebe sei das Beste im Leben gewesen. Ich finde immer das, was ich jetzt habe, am besten. Und rückblickend alles andere blöd. Das ist ja der beste Zustand, den man haben kann. Der Mann, den ich jetzt habe, stellt alle in den Schatten. Aber so war das bei dem, den ich davor hatte, auch.
Playboy: War Heiraten für Sie wichtig?
Roche: Ja, weil ich so romantisch bin. Es gibt ja Leute, die sagen: Wie kann man als Feministin verheiratet sein? Das kommt eben darauf an, was für einen Mann man heiratet.
Playboy: Sie haben dem „Spiegel“ mal erzählt, Sie hätten sich aus Rebellion gegen den Körperkult die Brüste verkleinern lassen.
Roche: (lacht)
Playboy: War das so? Jetzt könnten Sie der Welt die Wahrheit kundtun!
Roche: Als Viva an die Börse ging und alle Mitarbeiter Aktien bekamen, haben die vom „Spiegel“ mich gefragt, ob ich meine Aktien verkauft hätte. Da habe ich gesagt: „Ja. Vom Gewinn habe ich mir die Brüste verkleinern lassen.“ Und seitdem denkt das jeder.
Playboy: Stimmt also nicht.
Roche: Nein. Ich war schon immer so gebaut.
Playboy: Ist Ihnen Schönheit wichtig?
Roche: Klar. Aber bei mir vielleicht nicht so genormt wie bei anderen. Genauso wie ich ganz offensichtlich einen anderen Ekelbegriff habe oder eine andere Vorstellung von Sex und Körperflüssigkeiten. Trotzdem ist mir Schönheit wichtig. Weil ich ganz oft, wenn ich abends weggehe, hinterher sage: „Boah, waren die da alle hässlich!“ Was ja heißt, dass ich immer darauf achte, ob jemand für mich schön ist.
Playboy: Finden Sie sich selbst schön auf alten Aufnahmen, mit all den Piercings?
Roche: Überhaupt nicht. Gepierct hasse ich mich. Dolle geschminkt hasse ich mich, die ganzen Kleider, die ich früher anhatte. Aber man muss damit zurechtkommen. Und ich möchte nicht zu Leuten sagen: Macht das nicht mit den Piercings. Ich will auch nicht so ein Erwachsener sein.
Playboy: Sind die Löcher in der Backe inzwischen zugewachsen?
Roche: Ja, das schon. Ich kann da kein Wasser rausspritzen.
Interview: Klaus Mergel / Christian Thiele ]
buch-tipp
Charlotte Roches Buch „Feuchtgebiete“ ist im Verlag DuMont (Preis 14,90 Euro) erschienen.
„Klingt angeberisch, aber alle meine Freunde habe ich aufgerissen“
Charlotte Roche
„Ich kenne Frauen, die rumficken, wie es früher nur Männer machten“
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[ Charme-Queen
>> Wer sich mit Charlotte Roche auf ein Gespräch einlässt, muss mit ihrer großen Klappe rechnen — und ihrem betörenden Charme. Letzterem erlagen schon Mick Jagger, David Bowie und Robbie Williams in Roches Sendungen „Charlotte Roche trifft ...“ (ProSieben) und „Fast Forward“ (Viva). Die „Queen of German Pop Television“ (Harald Schmidt) wurde 1978 in London geboren und erhielt für ihre Moderationen den Bayerischen Fernsehpreis (2002) und den Adolf-Grimme-Preis (2004). Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Köln. Gerade hat sie ihren ersten Roman geschrieben.
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Hola Senora Roche, Dass Sie
Über die Textstelle der
Geruch?
Charlotte Roche ist Mainstream
Ich kann nicht begreifen,
Danke!
kopfschüttel
charlotte is geil!!! coole
Antwort
das buch kommt reichlich