Matthias Sammer

»Ich bin lieber ein unsympathischer Sieger als ein sympathischer Verlierer«

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer über Aha-Erlebnisse mit Lothar Matthäus, wahre deutsche Tugenden und den Unterschied zwischen einem guten Team - und einem erfolgreichen

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Matthias Sammer

Finale Aussprache

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Für den Titel brauchst du Überzeugung und mentale Stärke
Düsseldorf am Morgen nach dem entscheidenden Meisterschaftsspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Matthias Sammer, 44, einstiger Weltstar und heute Vordenker des deutschen Fußballs, posiert für den Fotografen - und zeigt schon beim Smalltalk über das gestrige Match mehr verbale Angriffslust und Meinungsstärke als andere Fußballer in einer ganzen Karriere. Der Mann hat was zu sagen. Gut so, los geht’s ...

Playboy: Herr Sammer, sind Sie heute ein glücklicher Mensch?
Sammer: Ja.

Playboy: Die Frage wundert Sie nicht?
Sammer: Mich wundert heutzutage gar nichts mehr.

Playboy: Wir fragen, weil uns aufgefallen ist, dass Sie vor genau 15 Jahren wegen einer Knieverletzung Ihre Karriere beenden mussten. Auf dem Zenit Ihrer Spielerlaufbahn. Sie sagten später, Sie täten alles, um wieder spielen zu können.
Sammer: Fußball war immer meine Leidenschaft. Mein Vater war Fußballer. Und ich habe mich schon nach dem Ball gestreckt, bevor ich überhaupt laufen konnte. Ich liebe dieses Spiel. Als ich so abrupt aus meinem sportlichen Leben gerissen wurde, war ich sicherlich kein glücklicher Mensch. Da hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich wieder ins Gleichgewicht gekommen bin.

Playboy: Das traf Sie unvorbereitet?
Sammer: Natürlich wusste ich, dass bei einer Knie-Operation etwas passieren kann. Aber mit einer so schweren bakteriellen Infektion, die auf die Operation folgte, habe ich nicht gerechnet. Erst durch den Einsatz von wirklich unglaublich starken Medikamenten bekamen die Ärzte das dann wieder in den Griff. Aber die Schäden am Knie waren so schwer, dass ich normale Bewegungsabläufe nicht mehr machen konnte.

Playboy: Können Sie heute wieder joggen?
Sammer: Nein, auf stoßende Bewegungen reagiert das Knie auch heute noch, aber ich kann mich im Alltag normal bewegen, Rad fahren, den Crosstrainer nutzen und Fitnessübungen machen. Ich habe akzeptiert, was passiert ist, und meinen Weg aus der Situation gefunden.

Playboy: Haben Sie sich darüber mal mit Uli Hoeneß ausgetauscht, der ein ähnliches Schicksal erleiden musste?
Sammer: Stimmt, Uli musste mit 27 Jahren seine Karriere - leider viel zu früh - beenden, ich war gerade 30. Aber es hat für mich nicht zur Krisenbewältigung gehört, mich mit anderen auszutauschen.

Playboy: Tun Sie das grundsätzlich nicht?
Sammer: Kommt drauf an. Wenn mich etwas belastet und ich merke, dass ich selbst nicht weiterkomme, dann rede ich schon darüber. Meist mit meiner Frau.

Playboy: Gibt es auch einen besten Freund, mit dem Sie dann ein Bier trinken gehen?
Sammer: Ich habe wenige sehr gute Freunde. Aber es gibt gerade ein paar ältere Personen - die würden vielleicht gar nicht meinen, dass ich sie als Freunde bezeichne -, mit denen kann ich gut und offen reden, ohne das Gefühl zu haben, mir jedes Wort genau überlegen zu müssen.

Playboy: Sind Sie ein misstrauischer Mensch?
Sammer: Zu einem gewissen Grad, ja. Ich glaube, dass das einerseits typbedingt ist. Es hängt aber auch mit dem Aufwachsen in der DDR zusammen. Man musste vorsichtig sein, wie und worüber man mit wem spricht. Das hat mich geprägt, keine Frage. Ich erinnere mich, wie ich zu Beginn meiner Zeit in der gesamtdeutschen Nationalelf einen langen Spaziergang mit Berti Vogts gemacht und ihm erklärt habe, aus was für einem System wir Spieler aus der Ex-DDR kommen und warum in manchen Dingen Misstrauen da war. Unser Verhältnis war von dem Tag an ein völlig anderes. Ich glaube, für ihn war es ein wichtiger Impuls.

Playboy: Fühlten Sie sich immer als Ossi im Team?
Sammer: Klar hat man sich anfangs gegenseitig ein wenig beäugt. Da die Wessis, hier die Ossis. Aber nach dem zweiten, dritten Länderspiel war’s einfach Fußball und keine Politik mehr. Aber ich hatte auch ein paar Aha-Erlebnisse.

Playboy: Zum Beispiel?
Sammer: Bei meinem ersten Länderspiel habe ich mir mit Lothar Matthäus das Zimmer geteilt. Und bei seiner Vita bis heute können Sie sich vorstellen, dass es sehr lebhaft zuging. Da trafen völlig unterschiedliche Lebensweisen aufeinander. Aber ich habe wunderbare Erinnerungen daran.

Playboy: War das ein Kulturschock für Sie, als Sie zum ersten Mal auf Matthäus trafen?
Sammer: (lacht) In gewisser Weise, ja.

Playboy: Haben Sie gedacht, dass alle Wessis so sind wie er?
Sammer: (lacht wieder) Ich will nicht, dass da was falsch rüberkommt: Ich schätze Lothar sehr, weil ich der Meinung bin, dass er ein geradliniger Mensch ist, der seine Meinung stets klar vertritt. Damit ist er mir viel lieber als manch anderer. Damals habe ich mich aber schon sehr gewundert ...

Playboy: Worüber zum Beispiel?
Sammer: Lothar war ein echter Vieltelefonierer. Handys gab es ja noch nicht, deshalb hat er dann immer vom Hotelzimmer aus angerufen. Die Rechnungen waren legendär. Eigentlich war ja Andy Brehme sein Zimmerkumpel, und wenn die Zimmerrechnung kam, gab es jedes Mal Theater. Ich war nur bei drei, vier Länderspielen mit Lothar auf dem Zimmer, weil Andy Brehme verletzt war. Aber ich habe Lothar gleich gesagt: Ich zahle nicht einen Pfennig.

Playboy: Haben Sie nach wie vor ein gutes Verhältnis zu ihm?
Sammer: Wir sind nicht eng befreundet, aber wir respektieren uns.

Playboy: Warum tut sich Lothar so schwer, in Deutschland einen Trainerjob zu finden?
Sammer: Ich glaube, es gibt in den Vereinen eine Unsicherheit, wie der Trainer und Mensch Lothar Matthäus einzuschätzen ist und dass sich Entscheidungsträger mit einer solchen Personalie in erster Linie nicht angreifbar machen wollen.

Playboy: Wie ist Ihr Verhältnis zu Berti Vogts heute?
Sammer: Wunderbar. Berti war in der unglücklichen Zeit, über die wir anfangs gesprochen haben, gemeinsam mit Ex-DFB-Präsident Egidius Braun und Gerd Niebaum von Borussia Dortmund einer der wenigen, die mir und meiner Frau zur Seite standen. Das vergisst man nicht. So etwas ist über Berti gar nicht bekannt. Er gilt immer nur als verbissen. Aber er war stets ein Mann, dem es um die Sache ging, und in schwierigen Phasen war er ein verlässlicher Partner.

Playboy: Verbissen: Das ist auch das öffentliche Bild des Herrn Sammer.
Sammer: Damit kann ich gut leben. Denn ich orientiere mich nicht daran, wie ich öffentlich wahrgenommen werde, sondern an meinen Zielen: Meine Aufgabe als DFB-Sportdirektor ist, dass der deutsche Fußball weltspitze ist. Und das Zweite, woran ich mich orientiere, ist, dass ich lieber gewinne als verliere. Der Spanier Xavi, ein dreifacher Champions-League-Sieger, Europameister, Weltmeister, hat einen tollen Satz gesagt: „Gewinnen zu wollen ist für mich eine Droge - und in diesem Sinne eine Tugend.“ Eine solche Aussage fasziniert mich.

Playboy: Sehen Sie das als Ihre wichtigste Aufgabe, jungen Leuten diese Siegermentalität, die Sie vorgelebt haben, mitzugeben?
Sammer: Es gibt fünf Leistungsfaktoren im Fußball. Das sind: Konstitution, Kondition, Technik, Taktik - und Persönlichkeit. Und die Siegermentalität ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Persönlichkeit. Es reicht nicht, nur die anderen vier Faktoren gut auszubilden, denn wir wollen ja nicht sportlich gut ausgebildete Verlierer entwickeln - sondern sportlich gut ausgebildete Sieger. Ich denke zum Beispiel, dass der Schlüssel zum Erfolg der Spanier in den vergangenen Jahren auch im mentalen Bereich liegt.

Playboy: Inwiefern?
Sammer: Die haben jahrzehntelang tollen Fußball gespielt, taktisch perfekt, technisch hervorragend. Aber erfolgreich waren sie nicht. Irgendwann haben sie gesagt: Es muss doch noch eine andere Komponente im Fußball geben, die uns zum Erfolg fehlt. Und dann sind sie auf die mentalen Tugenden gekommen und haben entdeckt, wie wichtig zum Beispiel ein Spieler wie Carles Puyol ist. Der kann gar nicht richtig Fußball spielen, aber er ist der absolute Leader. Und heute ist er der wichtigste Spieler bei Barcelona und für Spanien. Nach der WM 2010 wollte Puyol aus der Nationalelf zurücktreten. Und was macht del Bosque? Er überredet Puyol weiterzumachen. Und warum? Weil er weiß: Den brauche ich, nicht um Fußball nur zu spielen, sondern um Titel zu gewinnen.

Playboy: Das heißt also mal wieder: Vorbild Spanien?
Sammer: Ja und nein. Wir sind Deutsche. Und wir müssen unsere eigene Identität wahren. Unter deutschen Tugenden verstehen viele ja kratzen, beißen, anschreien und zuletzt noch in den Hals beißen. Das ist eine Respektlosigkeit vor der Tradition des deutschen Fußballs. Ich definiere die deutschen Tugenden anders: Emotionalität, Teamgeist, Siegeswille. Ohne sie ging es früher nicht, weil wir nicht so gut Fußball spielen konnten. Heute spielen wir besser Fußball. Brauchen wir deshalb keine Tugenden mehr? Unsinn! Nur mit der richtigen Mentalität allein gewinnst du nichts, aber in schwierigen Phasen eines Spiels hilft sie, mit negativen Situationen umzugehen und in diesen Winner-Zustand zu kommen. Und das ist es, was eine erfolgreiche Mannschaft von einer guten unterscheidet. Die komplexen Anforderungen des Spiels mit einer eigenen Tugend in die Waagschale zu werfen, das macht den Unterschied aus.

Playboy: Werden wir den Titel holen bei dieser EM?
Sammer: Ich hoffe es. Die Mannschaft braucht eine gute Vorbereitung, um bestens eingestellt in das Turnier zu gehen. Die fußballerischen Qualitäten, um erfolgreich zu sein, bringt sie jedenfalls mit.

Playboy: Sie trauen es ihnen also zu?
Sammer: Ja. Aber um den Titel zu holen, ist es wichtig, die Überzeugung und die mentale Stärke zu haben, um auch in kritischen Phasen zu seiner sportlichen Linie zurückzufinden.

Playboy: Hat diese Nationalelf mit Jogi Löw Glück gehabt, oder hatte Jogi Löw Glück mit dieser Nationalelf?
Sammer: Beides. Die Nationalmannschaft ist gespickt mit Spielern, die, ähnlich wie die Spanier, im Jugendbereich schon sehr erfolgreich waren. Sie bringen tolle Voraussetzungen mit. Und Jogi Löw hat dieser Mannschaft eine eigene wunderbare Handschrift gegeben. Ich bin voll des Lobes.

Playboy: Wie schlägt man die Spanier?
Sammer: Man kann sie eigentlich nur schlagen, wenn sie vielleicht physisch an ihre Grenzen stoßen und Schwäche zeigen. Psychisch werden sie nicht nachlassen. Das sind Siegertypen. Grundsätzlich ist die richtige Strategie gegen Spanien, dass wir unser eigenes Spiel spielen und unsere eigene Identität zeigen. Und wir müssen die Überzeugung haben, dass wir sie schlagen können.

Playboy: Sie sind 1996 mit der DFB-Elf Europameister geworden. Wie würden Sie das Team von damals charakterisieren?
Sammer: Sehr klar strukturiert. Der Slogan hieß damals immer: „Der Star ist die Mannschaft.“ Aber das war eine völlige Fehlinterpretation der Kultur dieses Teams. Wir hatten tolle Führungsspieler, wunderbare Teamplayer und sensationelle Individualisten. Wir hatten genau die Struktur, die eine erfolgreiche Mannschaft braucht.

Playboy: Wie unterscheidet sich die 96er-Elf von der heutigen?
Sammer: Die heutige spielt besser Fußball. Eigentlich sind solche Vergleiche ja unzulässig. Vielleicht ist die Mannschaft wirklich fußballerisch besser ausgebildet, aber ob sie einen Titel holen kann, muss sie noch beweisen.

Playboy: Oliver Bierhoff hat uns im Playboy-Interview erzählt, dass der DFB für seine Führungskräfte Sympathiewerte ermittelt. Kennen Sie Ihre?
Sammer: Nein. Die spielen für mich auch keine Rolle. Wenn Sie Erfolg haben wollen, müssen Sie bestimmte Dinge tun, die andere vielleicht nicht nachvollziehen können. Für mich gilt: Ich bin beruflich lieber ein unsympathischer Sieger als ein sympathischer Verlierer. Auch in meinem Job als Sportdirektor lasse ich mich nicht davon leiten, es immer allen recht zu machen. Die Frage ist: Wollen wir Erfolg oder nicht? Und Erfolg ist anstrengend. Wem fliegt denn der Erfolg schon zu?

Playboy: Franz Beckenbauer?
Sammer: Ja, aber hören Sie mal Uli Hoeneß dazu. Der sagt: Der Franz erzählt mit einer gewissen Leichtigkeit, was er alles getan hat. Aber er war ein unglaublich harter Arbeiter.

Playboy: Was haben Sie für Zukunftspläne?
Sammer: Ich bin Sportdirektor, habe einen Vertrag beim DFB bis 2016. Und ich werde kein Trainer mehr sein.

Playboy: Wie sehr hat Sie der Spitzname „Motzki“ verletzt?
Sammer: Null. Wirklich. Mir ist wichtig, was meine Familie, meine Freunde und meine Bekannten für mich empfinden. Und die wissen, dass der Motzki eine von den Medien erfundene Person ist.

Playboy: Geben Sie zu Hause auch mal den Direktor?
Sammer: Nein, da bin ich eher ruhig, zurückhaltend. Meine Frau und ich sind jetzt 22 Jahre liiert, und sie achtet sehr darauf, dass es den Kindern gutgeht, dass die Familie funktioniert. Das ist gut, dann kann ich mich auch sehr gut zurücknehmen.

Playboy: Verlangen Sie auch von Ihren Kindern, dass sie Siegertypen sind?
Sammer: Ich verlange von meinen Kindern gar nichts. Ich verlange von uns als Eltern, dass wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass sie freudvoll durchs Leben laufen. Und wenn sie Hilfe brauchen, sind wir da. Aber da unterscheidet sich auch das Anspruchsdenken: Das eine ist der berufliche Weg, und das andere ist der private Weg.

Playboy: Gibt es einen Wunsch, den Sie sich noch erfüllen wollen?
Sammer: Ich hoffe, dass die Familie gesund bleibt, ansonsten will ich einfach angenehm älter werden. Gut essen, Rotwein genießen ...

Playboy: Wie groß ist Ihr Weinkeller?
Sammer: Sehr groß, aber nur weil ich das Haus von jemandem gekauft habe, der den Wein noch mehr liebt als ich. Mittlerweile ist der Keller auch ganz gut gefüllt. Für meine Verhältnisse. Passionierte Weintrinker wären damit sicherlich noch nicht zufrieden.

Playboy: Sie galten immer als Musterprofi, sind seit fast 20 Jahren verheiratet, hören lieber Schlager als Heavy Metal. Gab es eine Phase, in der Sie ausgebrochen sind aus der Rolle des perfekten Matthias Sammer?
Sammer: Ich bin nicht perfekt, sondern versuche, mich so darzustellen, wie ich bin. Ich spiele kein Spiel. Deshalb war ich immer mit mir selbst im Reinen, da gab es nichts auszubrechen.

Playboy: Wurden Sie von Ihren Mannschaftskollegen wegen Ihres Musikgeschmacks aufgezogen?
Sammer: Zwangsläufig. Aber ich habe mich, was das betrifft, auch absichtlich ein bisschen antizyklisch verhalten. Einfach um zu sagen: Moment, wieso sollen wir denn immer irgendwo anders schauen, wenn es auch bei uns schöne Sachen gibt? Da bin ich auch ein bisschen Traditionalist.

Playboy: Sie stehen also zu „Griechischer Wein“ und „Ein bisschen Frieden“ ...
Sammer: Diese Lieder sind ein Traum! Oder „Fürstenfeld“. Ein Traum! Natürlich kenne ich auch Lady Gaga, Adele und all die anderen - das bleibt nicht aus, wenn man Kinder hat. Auch die haben tolle Stücke.

Playboy: Würden Sie es heute als Trainer zulassen, dass die Spieler auf dem Weg zum Spiel als DJs Musik auflegen?
Sammer: Ich wäre heute sicher toleranter in einigen Entscheidungen. Aber in Maßen. Auch ein Pep Guardiola, der als Trainer von Barcelona in den letzten Jahren fast alles gewonnen hat, hat vor Kurzem zu seiner Mannschaft gesagt: „Wir sollten nicht zu viel lachen, sondern laufen.“

Playboy: Haben Sie zu wenig gelacht?
Sammer: Nein, sicher nicht, aber ich bin auch genug gelaufen. Ich war immer ich. Und ich lache nicht, um irgendeine Rolle zu spielen oder um anderen das Gefühl zu ge ben, Mensch, das ist aber ein netter Kerl.

Selbst im Taxi zum Airport führten Florian Boitin (l.), Matthias Sammer und Alexan der Neumann-Delbarre das Interview fort. Erst am Terminal war Schluss
 

Florian Boitin, Alexander Neumann-Delbarre