Willy Bogner

Gipfelstürmer

Er hat seine Modefirma zur Weltmarke gemacht, nebenher das Actionkino revolutioniert – und mehr Tiefschläge weggesteckt als Rocky Kinnhaken. Willy Bogner über unterbezahlte Politiker, gefährliche Stunts und warum er nicht sterben wird wie Gunter Sachs

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»Im Alter kann man mehr riskieren«

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Ich zahle gern Steuern. Dafür lebe ich in einem Land, das super funktioniert
Bogner-Hauptquartier, München-Trudering. Alle auffallend sonnig gelaunt hier. Vom Security-Mann am Eingangstor bis zur Assistentin, die uns in den zweiten Stock führt – und auch der Chef, der dort in seinem weitläufigen Büro empfängt: Cowboystiefel, Jeans, offener Hemdkragen, offenes Lachen. Im Regal blitzen Trophäen und Pokale aus 70 Jahren Willy-Bogner-Leben, 80 Jahren Bogner-Firmengeschichte, 50 Jahren Bogner-Filmgeschichte. 2012: ein Jubeljahr. An der Wand hinter dem Jubilar prangt ein gewaltiges Foto aus einem seiner Filme, ein steil aufragender Alpengipfel, der Ago di Sciora in der Schweiz, auf dessen Spitze ein Mann steht. Wir lassen uns vor dem Gesamtkunstwerk nieder.

Playboy: Herr Bogner, mit welcher Szene müsste ein Film über Ihr Leben anfangen?
Bogner: Vielleicht mit einem Bild wie dem hier hinter mir. Aber so eine Aufnahme zeigt ja immer nur die äußere Dimension eines Menschen. Und nicht, was in ihm vorgeht, seine Geschichte.

Playboy: Die Aufnahme zeigt: einen Mann, der angekommen ist, an der Spitze.
Bogner: Das interpretieren Sie da hinein. Ein anderer sieht vielleicht nur einen Wahnsinnigen, der da oben nichts zu suchen hat.

Playboy: Was auch gut zu Ihnen passen würde: Sie sind immerhin so wahnsinnig, sich noch mit fast 70 Jahren auf Skiern eine Bobbahn hinabzustürzen – mit einer 15 Kilo schweren Kamera in der Hand!
Bogner: Das war gar nicht so gefährlich. Man übt das ja vorher, und die Bahn ist komplett frei. Das sind gut überlegte Dinge, keine Harakiri-Geschichten. Ansonsten halte ich es mit dem Motto von Steve Jobs: stay foolish – bleib offen für scheinbar unvernünftige Dinge. Wenn man diese Offenheit behält, ist das Alter kein Problem. Im Gegenteil, es hat sogar Vorteile.

Playboy: Welche?
Bogner: Man kann ein bisschen mehr riskieren, weil man schon ein paar Erfolge hatte – und genug Niederlagen. Wird ein Film ein Flop, ist das nicht mehr so entscheidend. Das Verlieren kann man besonders gut im Sport lernen. Das ist überhaupt das Wichtigste, was man im Sport lernt: trotz einer Niederlage wieder anzutreten, zu versuchen, besser zu werden.

Playboy: Heißt das, Sie werden im Alter risikofreudiger statt konservativer?
Bogner: Nein, ich würde sagen: bewusster – aber nicht langweiliger. Mich hat das Neue immer beflügelt, es hält mich im Kopf jung. Zum Beispiel habe ich vor zehn Jahren mit dem Paragliding angefangen. Klingt gefährlich, aber wenn du weißt, was du tust, ist das ein wunderbarer Sport. Ich mache jedes Jahr einen Neujahrsflug von der Spitze von St. Moritz ins Tal. Unter Aufsicht meines Fluglehrers, natürlich.

Playboy: Sie suchen noch immer den Kick, die Grenzerfahrung?
Bogner: Natürlich ist das ein Kick. Aber kein ungesunder. Es hält einen lebendig. Ich habe genügend Erfahrungen gemacht, um das Leben wertzuschätzen.

Playboy: Gab es Momente in Ihrem Leben oder in Ihrer Arbeit, in denen Sie Todesangst hatten?
Bogner: Wir hatten einmal eine Lawinensituation, als ich vorausfuhr und zwei Menschen hinter mir ums Leben kamen. Aber kein Mensch konnte wissen, dass das passiert. Plötzlich knallt es, und du bist mitten in einer lebensgefährlichen Situation. Und einer hat Glück. Der andere nicht. Bei den Dreharbeiten zu Bogners Film „Skifaszination“ wurden 1964 seine damalige Freundin, die Skifahrerin Barbara Henneberger, und der US-Skistar Bud Werner von einer Lawine getötet. Unter der Führung Bogners waren sie in einem lawinengefährdeten Gebiet unterwegs gewesen. Ein Schweizer Gericht verurteilte Bogner daraufhin wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung. Es war der erste von mehreren Schicksalsschlägen, die Bogner hinnehmen musste. Darüber wollen wir mit ihm sprechen. Doch zunächst einmal soll der Profi zu Wort kommen, der Erfolgsmann Bogner.

Playboy: Sie waren Spitzenskifahrer, machen Sportfilme, sind Unternehmer. Wenn jemand, der Sie nicht kennt, fragt, was Sie beruflich tun, was antworten Sie dem?
Bogner: Ich bin Sport-Kommunikator. In verschiedenen Medien. Ich sehe auch Mode als ein Medium an. Die Wirkung von Kleidung auf andere wird sehr unterschätzt. Dabei weiß man: Die ersten drei Sekunden sind entscheidend, noch bevor jemand den Mund aufmacht, hat man sich von seinem Gegenüber ein Bild gemacht. Frauen sind da unheimlich schnell. Viel schneller als wir Männer.

Playboy: Fühlen sich sportlicher und unternehmerischer Erfolg unterschiedlich an?
Bogner: Beim Sport ist Erfolg klar messbar. Unternehmerischer Erfolg ist eine langfristigere Geschichte. Man kann ihn nicht nur am Umsatz messen. Es kann auch ein Erfolg sein, wenn man es schafft, als Unternehmen in einer bestimmten Größenordnung die Nummer eins zu bleiben oder überhaupt als Modeunternehmen zwei Generationen zu überleben. Wir hatten in diesem und im vergangenen Jahr die zwei besten Geschäftsjahre unserer Geschichte. Wunderbar! Wenn du jetzt leichtsinnig wirst, kann es aber schnell wieder schwierig werden.

Playboy: Ist Deutschland ein guter Ort für Unternehmer?
Bogner: Ich bin inzwischen unglaublich glücklich, dass ich in Deutschland geboren wurde und in Europa leben darf. Als ich zehn Jahre alt war, hat mich jemand gefragt, was ich später werden will. Meine Antwort war: Ami. Ich bin nach dem Krieg aufgewachsen, und Amerika war für uns das Land der Freiheit, der Möglichkeiten. Alle Musik kam da her, alle Filme. Wir wollten nur Amis werden.

Playboy: Das haben Sie dann ja auch versucht in den 70er-Jahren.
Bogner: Ja, wir haben dort eine Firma aufgebaut und diese Gesellschaft erlebt, die sagt: Alles ist möglich, du musst nur dem Einzelnen alle Freiheiten lassen und möglichst wenig kontrollieren. Und die Armen sind uns ziemlich egal, die sind ja selbst dran schuld – denn jeder kann es schaffen. Im Vergleich dazu bin ich ziemlich stolz auf unsere soziale Marktwirtschaft. Die Balance, die es bei uns gibt, ist weltweit fast einzigartig. Ich zahle mittlerweile auch gern Steuern. Denn dafür lebe ich in einem Land, das super funktioniert. Das Einzige, was bei uns ein wenig nervt, ist der Neidfaktor. Warum nicht anerkennen, dass jemand Erfolg hat? Neid ist destruktiv. Aber wir kultivieren das ziemlich.

Playboy: Woher kommt das?
Bogner: Das kommt, glaube ich, aus dieser kritischen Einstellung heraus, die wir vielen Dingen gegenüber erst mal grundlegend haben. Wenn man die Zeitung aufschlägt, könnte man meinen, die Welt steht vor dem Untergang. Freunde aus der Medien­branche sagen: Schlechte Nachrichten verkaufen sich eben besser als gute. Diese Meinung teile ich nicht. Deshalb wollte ich schon lange – und vielleicht mache ich das auch noch – ein Gegenmedium schaffen, und sagen: Wir liefern „Good News“! Ich sehe jedenfalls einen Markt dafür. Die Menschen brauchen Erfolgserlebnisse. Unser Mittelstand, die Leute, die wirklich unser BIP erwirtschaften, sind enorm fleißig und zahlen ihre Steuern so brav wie sonst niemand in Europa. Aber sie werden viel zu wenig motiviert. Da könnte sich zum Beispiel die FDP ein Profil geben.

Playboy: Wäre noch eine Karriere in der Politik für Sie denkbar?
Bogner: Nein, ich habe ja einen Versuch in der Sportpolitik hinter mir: als Vorsitzender der Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2018 in München. Das ist ein ganz anderes Business. Da sehe ich mich nicht. Aber wissen Sie was: Ich würde mir wünschen, dass Politiker besser bezahlt werden.

Playboy: Das unterscheidet Sie wohl vom Großteil der Deutschen.
Bogner: Es gibt diese wahnsinnige Kluft zwischen dem, was Wirtschaftsleute verdienen, und dem, was Politiker bekommen. Warum nicht auch für Politiker eine Erfolgskomponente einführen? Wir als Volk wären deren Arbeitgeber und würden sagen: Okay, wenn unsere Wirtschaft blüht, kriegt ihr halt mal etwas mehr. Die guten Leute bekommst du nur, indem du ihnen ein ordentliches Honorar versprichst. Aber ich möchte damit nicht sagen, dass wir nicht auch jetzt schon gute Politiker hatten und haben.

Playboy: Wen möchten Sie loben?
Bogner: Nehmen Sie Gerhard Schröder. Man muss ihm ein großes Kompliment machen: Die Agenda 2010 war ein Kraftakt, der unserem jetzigen Wohlstand den Weg geebnet hat. Auch Angela Merkel hat ein großes Lob verdient.

Playboy: Wofür genau?
Bogner: Zum Beispiel für ihr Vorgehen während der Finanzkrise 2009. Damals wäre unsere Autoindustrie weg gewesen ohne Kurzarbeit, Abwrackprämie und so weiter. Eigentlich ein absolut dirigistischer Eingriff, der der Vorstellung vom freien Markt widerspricht. Aber da ist sie über ihren Schatten gesprungen. Und nur so geht es. So spricht der Unternehmer, der Lenker. Kommen wir jetzt zum Mann Willy Bogner. Dem Kerl, der es zwar immer an die Spitze schaffte, der aber auch unfassbar tiefe Täler durchschritten hat. Dem das Schicksal grausam mitspielte. Da war nicht nur das Lawinenunglück 1964. Dieser Bogner musste im Lauf seines Lebens auch den Tod zweier von ihm und Ehefrau Sônia adoptierter Kinder verkraften. Auch das macht den Mann mit dem jugendlich-wachen Blick und dem blitzgesunden Teint aus, der uns hier, lässig zurückgelehnt, gegenübersitzt.

Playboy: Sie haben viele schwere Schicksalsschläge erlitten. Gibt es etwas, das Sie persönlich immer wieder aufgerichtet hat?
Bogner: Ich glaube, es hat mir geholfen, dass ich im Sport früh gelernt habe zu verlieren. Und ich weiß: Jeder erleidet Schicksalsschläge. Die Frage ist nur wann. Insofern war es vielleicht sogar gut, dass die Lawinengeschichte relativ früh passierte, als ich gerade mal 22 Jahre alt war. Dadurch habe ich mich früher als viele andere mit philosophischen Fragen befasst und mit Themen wie Religion und Tod.

Playboy: Konnten Sie daraus eine Art Lehre für Ihr Leben mitnehmen?
Bogner: (denkt lange nach) Ja, niemand ist unverwundbar. Wir sind Teil der Natur, und wir haben eine bestimmte Lebensspanne, die wir uns nicht selbst verdanken, sondern, sagen wir, etwas anderem. Man muss intelligent genug sein zu verstehen, dass man das Leben nicht selbst in der Hand hat. Oder nur zu einem kleinen Teil. Also, das ist meine intellektuelle Verarbeitung – das heißt aber nicht, dass das alles . . . nicht immer noch sehr wehtut. Willy Bogner hat Tränen in den Augen. Er legt den Kopf leicht in den Nacken, damit sie ihm nicht über die Wangen laufen. Stille. Für ein paar Sekunden blickt er ins Leere. Dann gelingt es ihm wieder, sein Gegenüber zu fokussieren.

Playboy: Haben Sie das Gefühl, in Ihrem Leben viel weggedrückt zu haben – auch um als Person Ihr Unternehmen repräsentieren zu können?
Bogner: Nein, nein. Gar nicht.

Playboy: Hatten Sie genug wilde Jahre?
Bogner: Ich glaube schon. Hat gereicht.

Playboy: Wie war das noch mal: Sie haben auch LSD-Erfahrung?
Bogner: Ach, diese uralte Geschichte. Ein Freund von mir war Arzt, und der hat Ende der 60er einen Versuch gemacht, bei dem er mehreren Leuten eine Dosis LSD gab, um zu sehen, wie sie reagieren. Er hat mir versichert, dass nichts schiefgehen kann, und dann habe ich eben mitgemacht.

Playboy: Wie war’s?
Bogner: Beängstigend. Wegen des Kontrollverlusts. Du bist ausgeliefert, dein Gehirn funktioniert nicht mehr als Bremse. Danach habe ich gesagt: nie wieder Drogen. Das war in gewisser Weise eine heilsame Erfahrung. Ich kam später auch nie wieder in Versuchung, mich vollzudröhnen. Ich habe auch nur einmal einen Joint geraucht, weil mir davon schlecht wurde.

Playboy: Wie lange halten Sie beim Après- Ski durch?
Bogner: Nicht allzu lange. Ich bin kein Abstinenzler, aber auch keiner, der gern einen Rausch hat. Ist aber auch schon mal vorgekommen . . .

Playboy: Wie oft waren Sie 2011 Ski fahren?
Bogner: Viel zu selten, da habe ich 2012 einiges aufzuholen, und ich habe auch schon ein Filmprojekt geplant, das uns wieder in die Berge bringen wird. Es ist das 50. Jahr, in dem ich Filme mache. Ja, die Zahlen stimmen dieses Jahr bei Willy Bogner – noch etwas schöner als sonst. Und er ist, bei allem Understatement und aller Ernsthaftigkeit im Gespräch, keiner, der das nicht gern selbst betont. Eine gesunde Portion Stolz schwingt in vielen Sätzen mit.

Playboy: Sind Sie eigentlich ein eitler Mensch?
Bogner: Es geht. Die Dosis ist doch entscheidend. Ein bisschen eitel sollte jeder sein, aber auch nicht zu sehr. Meines Erachtens darf man es jemandem im Alltag nicht ansehen, dass er lange darüber nachgedacht hat, wie er sich anzieht. Ich sage, immer: einen Tick weniger, einen Tick legerer, als man normal erwarten würde. Und die Kleidung sollte die Persönlichkeit nicht übertönen. Man sollte immer noch mehr im Gesicht sehen als in den Klamotten.

Playboy: Wie lange brauchen Sie morgens vor dem Kleiderschrank?
Bogner: Sechseinhalb Sekunden. Jeans, Cowboystiefel, Cowboygürtel, Hemd, Jacke, Schluss. Alles ganz basic. Und das ist meistens auch ausreichend. Klar, wenn ein Meeting mit Bankern ansteht, hänge ich vielleicht eine Krawatte um. Wobei ich das inzwischen auch nicht mehr muss, ich brauche die Herren ja nicht mehr so oft wie früher (lacht).

Playboy: Sie besitzen 30 Paar Cowboystiefel. Wie hat die Liebesaffäre zwischen Ihnen und den Ledertretern begonnen?
Bogner: Mit dem Reiten auf der Ranch, als wir in den USA gelebt haben. Cowboystiefel sehen toll aus, es steckt viel Handwerkskunst in ihnen, und sie geben einem Mann einen besseren Schritt. Damit trittst du einfach anders auf als mit so einer Schmidtchen-Schleicher-Gummisohle.

Playboy: Sind Schuhe das Kleidungsstück, in das ein Mann richtig investieren sollte?
Bogner: Unbedingt. Wenn Sie Frauen fragen, wo Sie bei einem Mann zuerst hinschauen, sind es oft die Schuhe.

Playboy: Was ist guter Stil für Sie?
Bogner: Ein Mensch und seine Kleidung müssen zusammenpassen. Man sollte nicht aussehen, als wollte man jemand anderes sein, als man ist.

Playboy: Sie sind jetzt seit über 40 Jahren im Modegeschäft tätig. Wie lange tun Sie sich das noch an? Sie denken jetzt schon seit Jahren über Ihre Nachfolge nach.
Bogner: Ja, aber das ist ein äußerst sensibles Thema, gerade im Modebereich, wo Geschmack, Gefühl, Emotionen eine so große Rolle spielen. Natürlich könnten wir jetzt viel Geld verdienen, indem wir die Firma verkaufen und einem Investor überlassen. Aber die Frage ist: Würde es dir etwas ausmachen, wenn deine Nachfolger das Unternehmen an die Wand fahren? Es gibt ja genug Beispiele von Familienunternehmen, mit denen das geschehen ist. Und die Antwort ist: ja. Ich lebe vielleicht noch zehn, fünfzehn Jahre, da möchte ich nicht beim Untergang des Unternehmens zusehen, das meine Eltern aufgebaut haben und das meinen Namen trägt. Deshalb werden wir die Nachfolgefrage verantwortungsvoll und mit Beteiligung von meiner Frau, mir und guten Beratern lösen – man wird sehen in welcher Position.

Playboy: Sind Sie angekommen, wo Sie immer hinwollten?
Bogner: Angekommen? Das klingt nach eingegraben. Dann ist das Leben zu Ende.

Playboy: Haben Sie Angst vor dem Tod?
Bogner: Es wäre unehrlich zu sagen, man hätte keine Angst. Ich wäre dankbar, wenn es ohne schlimmes Leiden geschehen würde. Aber man kann sich den eigenen Tod nicht aussuchen, und es gehört dazu, dass man abbaut. Ich sehe es nicht wie Gunter Sachs: entweder Hero oder gar nicht (Sachs nahm sich 2011 das Leben und nannte in seinem Abschiedsbrief seine Alzheimer-Erkrankung als wesentlichen Grund dafür; Anm. d. Red.). Sondern ich glaube, zu der Phase gehört auch, mit der Reduktion umzugehen. Man hat ja das andere genug gehabt. Ich glaube, da kommt noch eine große Aufgabe auf einen zu. Schauen wir mal, wie wir das lösen.

Playboy: Mit welcher Szene müsste ein Film über Willy Bogner enden?
Bogner: Das ist dann nicht mehr mein Job. Jeder Mensch wird sich sein eigenes Bild machen. Je nachdem, wie er mich erlebt hat. Das ist völlig legitim. Und ich hoffe, es gibt auch ein paar gute Noten.

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Mr. Multitalent

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Willy Bogner, 1942 in München geboren, wurde mehrfacher Deutscher Jugendmeister im alpinen Skifahren und war 1960 und 1964 Mitglied des deutschen Olympia-Teams. Zu Beginn der 60er-Jahre begann er, Filme zu drehen. Allerdings konzentrierte er sich ab 1970 vor allem auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer des elterlichen Sportmode-Unternehmens, das er seitdem zu einem internationalen Konzern mit mittlerweile mehr als 700 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 200 Millionen Euro ausgebaut hat. Bogner ist seit 1972 mit der gebürtigen Brasilianerin Sônia verheiratet. Im Jahr 2012 stehen ihm gleich drei Jubiläen ins Haus: Das Unternehmen wird 80, Bogner selbst 70 Jahre alt – und seinen ersten Film drehte er vor 50 Jahren.
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Der Spion, der Bogner liebte

Ski-Action für 007

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  • Spektakuläre Action-Aufnahmen für vier Bond-Filme

    Spektakuläre Action-Aufnahmen für vier Bond-Filme

Es waren die spektakulären Action-Aufnahmen für vier Bond-Filme, die Bogner als Kameramann weltberühmt machten. Sein Debüt für die Ski-Stunts von 007 gab er 1968 beim Dreh von „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“. Es folgten: „Der Spion, der mich liebte“ (1976), „In tödlicher Mission“ (1981) und „Im Angesicht des Todes“ (1985)
 

Feuer, Eis und Kinohits

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  • „Feuer, Eis & Dynamit“ – der Nachfolger seines weltweiten Kinohits „Feuer und Eis“ von 1986

    „Feuer, Eis & Dynamit“ – der Nachfolger seines weltweiten Kinohits „Feuer und Eis“ von 1986

Mit Bond-Darsteller Roger Moore drehte Bogner 1990 die Sport-Action-Komödie „Feuer, Eis & Dynamit“ – der Nachfolger seines weltweiten Kinohits „Feuer und Eis“ von 1986
 

Alexander Neumann und Philip Wolff