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Die 135.000 Dollar Frau

In New York leben, lieben und arbeiten die teuersten Callgirls der Welt. Ein seltener Blick hinter die Kulissen der Luxusprostitution

 
Verdammter Mist. Ausgerechnet jetzt. Mit brüllenden Sirenen schießen zwei Polizeiwagen aus einer Seitenstraße. Dieses Aufgebot an Ordnungshütern wird sie wohl vertreiben.

Anna Lee ist die Chefin eines illegalen New Yorker Callgirl-Rings. Sie wollte mir etwas über die verborgene Welt der Luxushuren verraten. Doch jetzt hat Anna Lee Angst. Und ich kann ihre Angst verstehen.

Vor ein paar Wochen ist die gesamte Branche implodiert: Ausgerechnet New Yorks sittenstrenger Gouverneur wurde als Kunde des konkurrierenden Edel-Callgirl-Rings „Emperors Club VIP” enttarnt. Er heißt Eliot Spitzer. Für das FBI hieß er in den Akten „Kunde 9”: Er traf sich am 13. Februar 2008 für ein paar Stunden im Zimmer 871 des „Mayflower”-Hotels mit der hübschen 22-jährigen Ashley Alexandra Dupré und zahlte dafür 4300 Dollar.

Spitzer musste zurücktreten. Die Chefin des Callgirl-Rings wurde festgenommen und erst kürzlich gegen zwei Millionen Dollar Kaution freigelassen. Wenig später schlugen die Fahnder wieder zu. Diesmal verhafteten sie die Macher von „Wicked Models”. Vor Wahlen greifen die US-Behörden gern mal hart durch, um ihre Macht zu demonstrieren. Anna Lee könnte die Nächste sein.

Als die Öffentlichkeit erfuhr, dass Spitzer über 80.000 Dollar in Treffen mit Luxus-Callgirls investiert haben soll, fragte sich jeder: Was sind das nur für Mädchen, die so viel Geld für ihre Liebesdienste verlangen können?

Eliot Spitzer war Kunde 9

Ich warte seit einer Stunde an einer Straßenecke in Manhattan auf Anna Lee. Jemand beobachtet mich aus einer Telefonzelle und tuschelt in den Hörer. Im nächsten Moment kommt ein Mann auf mich zu. „Ich bin Thierry”, sagt er. „Ich kümmere mich um Annas Sicherheit.” Er ist einer von diesen Typen, die einen beim Händedruck versehentlich töten können. Thierry führt mich in eine ruhige Bar.

Da sitzt sie. Anna Lee ist Japanerin. Klein. Zierlich. Anfang dreißig. Sie trägt einen schwarzen Pelzmantel und hochhackige Schuhe. Ein zartes Geschöpf mit einer elfenhaften Anmut. Doch der erste Eindruck täuscht. Ihre Sätze sind schneidend wie ein Sushimesser. „Ich habe Ihren Lebenslauf überprüft”, sagt sie. „Sie sind okay.” Misstrauen ist ihre Lebensversicherung. Denn mit einem Highheel steht Anna Lee bereits im Gefängnis. Undercover-Fahnder haben mehrfach versucht, sich als Freier bei ihr einzuschleusen.

Amerika ist ein verlogenes Land. Prostitution ist offiziell verboten – mit Ausnahme von ein paar Bordellen in Nevada.

Aber natürlich gibt es Prostitution. Laut Schätzungen kaufen täglich mindestens 700.000 Männer Sex. New York ist die Hauptstadt des Gewerbes. Die Stadt, die niemals schläft. „Zumindest nicht mit den eigenen Ehefrauen”, sagt Anna Lee.

Die Branche hier ist stark diversifiziert. Für 50 Dollar gibt es den schnellen Blow-Job bei einer Straßenhure in der Bronx. Anna Lees Mädchen bedienen das andere Extrem: Sie sind die teuersten der Stadt.

Ein Mädchen für einen 5-Tages-Trip kostet 135.000 US-Dollar. Plus First-Class-Ticket. Plus Geschenke. Für ein Abendessen mit erotischem Nachtisch sind mindestens 4000 Dollar fällig.

Das Verbot drängt Anna Lee in den Untergrund. Wie die Prohibition in den zwanziger Jahren macht die Illegalität auch die Sexbranche erfinderisch. Anna Lees Firma „Elite Societies” gibt sich als brave Escort-Agentur.

Prostitution ist offiziell verboten

Auf der Web-Seite ihres Escort Services steht kein Wort über Sex. Schönheiten mit verpixelten Gesichtern räkeln sich in Bikinis. Dazu orakeln Texte, dass die Damen mit „Einfühlungsvermögen und Kreativität” in eine Fantasiewelt entführen, in der man sich bald wie im Himmel fühlt. Aber wer würde schon 20.000 Dollar bezahlen, um sich einen Tag lang mit einer Frau zu unterhalten?

Auf anderen Web-Seiten fällt die Maske. Hier tauschen sich Kunden mit Pseudonymen wie Clint Dickwood oder William Jefferson Clinton aus, was sie wirklich für ihr vieles Geld kriegen: Darf man bei Ryan ungeschützt im Mund kommen? Sieht Kate wirklich so gut aus wie auf den Bildern?

„Der beste Sex passiert im Hirn”, sagt Anna Lee. Während sich die meisten Prostituierten damit begnügen, ein paar Nervenenden im vorderen Penisschaft zu stimulieren, setzen gute Escort-Frauen weiter oben an: im Kopf.

Die Fantasien der Kunden sind ebenso vielschichtig wie wundersam: Sie wollen dominieren oder dominiert werden. Sie wollen mit einer blutjungen Schönheit angeben oder als kleiner Schulbub geschimpft bekommen. Sie wollen Schokopudding von den Füßen schlecken oder Analverkehr. Sie wollen mal wieder den Kick eines Dates oder den perfekten Körper eines Models. Sie wollen für eine Nacht ausbrechen aus dem Käfig des Alltags.

Die Kunden, die bei Anna Lee buchen, sind reich und mächtig, meist zwischen 40 und 50 Jahre alt und verheiratet. Und sie haben Fantasien, die die Gattin zu Hause nicht erfüllt.

Anna Lee engagiert nur Mädchen, die professionell als Fotomodell gearbeitet haben. Wer bei ihr buchen will, muss seine Kreditkartennummer und Telefonnummer hinterlassen. Dann wird man einem intensiven Hintergrund-Check unterzogen. Wer besteht, findet nach erbrachter Dienstleistung eine unscheinbare Modeboutique auf seiner Kreditkartenabrechnung.

Anna Lee kassiert die Hälfte der Einnahmen. Dafür beschützt sie ihre Mädchen vor der Polizei und vor Sexgangstern. Denn die Mädchen sind ihren Freiern hilflos ausgeliefert. Anzeige können sie schwerlich erstatten. Da gibt es etwa einen chinesischen Unternehmer mit einem riesigen Penthouse im Trump Tower, der schlägt die Mädchen fast tot. Um so etwas zu verhindern, hat sich die Branche zusammengeschlossen und tauscht im Internet die Kontaktdaten gefährlicher Kunden aus.

Die besten Callgirls sind gar nicht auf der Web-Seite. Sie sind versteckt auf geschlossenen Mitgliederbereichen für gute Kunden. Es sind Mädchen wie Heather, eine der teuersten Escort-Ladys der Welt.

Reich, mächtig und verheiratet

Früher hat sie wie das Spitzer-Mädchen für den „Emperors Club VIP” gearbeitet. Nach der Schließung sah sie sich nach einem neuen Arbeitgeber um. So ist sie bei Anna Lee gelandet.

Wir treffen uns in der Lobby des „The Westin”-Hotels am Times Square. Wie sieht eine Frau aus, die 135.000 Dollar in der Woche kostet?

Heather hat grüne Augen und blonde Haare, mit einer Gucci-Sonnenbrille nach oben gesteckt. Sie trägt ein cremefarbenes Oberteil und eine enge Hose: Das unterstreicht ihre schlanke Figur, ohne vulgär zu wirken. Keine Frau, die einen atemlos macht. Eine, in die man sich erst auf den zweiten Blick verliebt. Aber in die man sich verliebt. Garantiert!

Sie begrüßt mich, als würden wir uns schon lange kennen. Ihre Hände sind ungewöhnlich weich und gepflegt. Sie bestellt einen Cosmopolitan und lehnt sich entspannt zurück.

Heather ist unnahbar. Sie ist keine, die einem schöne Augen macht. „Du musst dir meine Zuneigung erarbeiten”, sagt sie. Das ist ihr Geheimnis. Sie will erobert werden.

Männer wollen genau das. Bis die Welt stehen bleibt in einem 135.000-Dollar-Moment. Männer wollen jagen. Auch wenn sie dafür bezahlen müssen.

Heathers Geschichte ist schwer zu glauben. Sie, die in Wirklichkeit anders heißt, ist ein braves Mädchen aus einer konservativen New Yorker Familie. Sie arbeitet in einem Maklerbüro und vermietet Apartments, die gern mal 30.000 Dollar im Monat kosten.

Eines Abends sitzt sie daheim vor dem Fernseher und sieht „Pretty Woman”. Sie denkt sich: „Ich habe auch dauernd Dates und bekomme kein Geld dafür. Da könnte ich das doch mal ausprobieren.” Am nächsten Morgen bewirbt sie sich.

Für 135.000 Dollar jagen

Das war vor drei Jahren. Seither führt sie ein brisantes Doppelleben. Niemand weiß, dass sie für Geld mit Männern ins Bett geht. Nicht ihr Freund, mit dem sie seit über einem Jahr zusammen ist. Nicht ihre Eltern. Nicht ihre beste Freundin. Sie verführt die reichsten Männer der Stadt, und keiner ahnt etwas davon.

„Manchmal wundere ich mich, dass sich die Männer mit mir mehr Mühe machen als mit ihren Frauen”, sagt sie. Sie bringen Blumen und Geschenke mit. „Das macht mein Freund selten.”

Neulich hatte sie ein längeres Date mit einem Finanzmanager. Er holte sie mit seinem Fahrer ab, dann gingen sie erst mal shoppen. „Ich durfte mir zwei Prada-Kleider aussuchen, danach sind wir zum Flughafen gefahren, und er hat mich mit einer Reise nach Paris überrascht.” Wie bei „Pretty Woman” – nur ohne Happy End.

Denn Männer verlieben sich zwar leicht. Besonders in eine 23-jährige blonde Traumfrau wie Heather. Doch danach können sie beruhigt und befriedigt einschlafen. Denn eine Escort-Frau will keine Scheidung. Sie ruft nicht die Gattin an. Sie wird nicht schwanger. Ein Escort-Girl wird nicht bezahlt, um zu kommen, sondern um wieder zu gehen.

Heather braucht das Geld nicht zum Überleben. Sie parkt ihr Kapital auf einem verborgenen Konto. Es ist ihr kleines Geheimnis. Einem guten Escort-Girl geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um die Macht.

Eigentlich reizt sie der Kick. Das Abenteuer, wildfremde Männer zu treffen. Und am nächsten Tag wieder neben ihrem ahnungslosen Freund einzuschlafen. Skrupel? Hat Heather nicht. „Beim Sex mit meinem Freund hat sich nichts verändert”, sagt sie, zögert und schickt hinterher: „Vielleicht bin ich besser geworden.”

Redaktion: Oliver Kuhn ]
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lol

das ist sehr gut gemacht, da kann man nur sagen: Interressant und unterhaltsam

mmm.....

mmm..... Zehr gut frau! :-)

In den USA sind die Preise viel zu teuer!!

Und auch bei findet man solche Oohlala.de Models..aber ein klein wenig günstiger..die Spinnen ja die Amis!

ungewöhnlich

http://mesmeric-courtesan.blogspot.com/

die geschichte zeigt.....

dass im rom zur zeit der renaissance selbst päpste die dienste von kurtisanen angenommen haben. darüber berichtet eine kurtisane in einem magazin tavola rossa. wie die zeiten sich ändern

rofl

lol dumm?

Wenn ich das geld hätte

Wenn ich das geld hätte wörde ich was anderes da mit machen. Mft Troy

Forbidden Game

Forbidden Game kann ich auch nur empfehlen. Abgefahren und anders.

Gab vor kurzem ein Beitrag

Gab vor kurzem ein Beitrag auf RTL: http://de.youtube.com/watch?v=-QWPTTOPJXY
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