Auf dem Ego-Trip
Ein Wochenende mit einem Schamanen und mit der fragwürdigsten Person seines Lebens — mit sich selbst. Der Erfahrungsbericht einer Wiedergeburt
Die Wiedergeburt kann eine recht unangenehme Sache sein. Sie dauert Stunden. Es ist finster. Eng. Zu heiß. Das Atmen fällt schwer. Ich winde mich wie ein Aal.
Dann endlich öffnet sich der Gebärmuttermund. Mein Weg in die Freiheit. Kriechend zwänge ich mich hinaus – auf allen vieren, wie ein Hund. Und hier liege ich nun: entkräftet, schweißnass und babynackt. Von der Baumkrone lacht mich eine Eule aus. Ich muss erbärmlich aussehen.
Es gibt Orte in Deutschland, die kein Navigationssystem findet. Sie sind klein und unbedeutend – zumindest aus weltlicher Sicht. Üxheim in der Eifel ist so ein Ort. 20 Einfamilienhäuser und ein Krämerladen, an dessen Rückseite der einzige Zigarettenautomat des Dorfes hängt.
Doch das ist nur die oberflächliche Sicht. Denn unten im Erdreich fließt Energie. Meridiane, so genannte Erdströme, sollen sich hier vereinigen. Das macht Üxheim zum spirituellen Nabel der Nation. Deshalb steht hier die „Kriegerschule”, ein spirituelles Business- und Persönlichkeitstraining in der Natur. Und genau darum bin ich hier.
Zeremonie auf heiligem Boden
Auf einer Waldlichtung, einen Kilometer vom Dorfkern entfernt, steht Jack Silver. Auf heiligem Boden. Schon Kelten und Römer haben hier spirituelle Zeremonien abgehalten. Zumindest hat Jack das mal gelesen. Wo genau, kann er nicht mehr sagen. Es ist wohl mehr eine Gefühlssache. Wie so viele Dinge an diesem Wochenende.
Jack ist Schamane. Er war mal Autonomer, später Hausbesetzer, dann Comedian. Mit seiner Einmann-Show „Schwanzgeflüster” schaffte er es bis an den Broadway, erzählt er. Heute nennt er sich Coach. Klingt moderner. 13 Jahre ließ er sich von Nord- bis Südamerika ausbilden. An Orten, wo Kranke einem Mann mit Federkleid und Knochenkette mehr vertrauen als einem mit weißem Kittel und Stethoskop. Diese Erfahrung gibt Jack nun weiter: an Kranke, Gesunde und Fragende. An Typen wie mich.
Mit seinen kräftigen Händen nimmt er mir ein Stück Freiheit: mein Handy. „Nichts soll dich auf deiner Reise ablenken”, sagt er. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal 62 Stunden lang von meinem Telefon getrennt war.
Mein Verständnis für Spiritualität ist nicht tiefer als mein Zugang zum Stricken oder Square-Dance. Die einen glauben an Gott, die anderen an Waldgeister. Ich glaube an iPhones, an ein volles Bankkonto und an Brüste.
Bei meinen sechs Mitstreitern an diesem Wochenende ist das anders. Sie haben sich extra Namen gegeben: Starker Bär oder Goldener Bergadler. Der eine ist erfolgreicher Arzt mit Haus, Kind, Frau – und keinem Plan, wie es nun weitergehen könnte. Der andere ist arbeitslos, ohne Dach über dem Kopf, geschieden – und ohne Plan, wie es nun weitergehen könnte.
Aber alle haben für die kommenden drei Tage je 297 Euro bezahlt, um Antworten zu finden, den großen Wegweiser, der in ihnen schlummert. Der in uns allen schlummert.
Wir gehen diesen Weg gemeinsam, doch jeder für sich allein. Wohlorganisiert ist er für jeden von uns. Freitag: reden, Feuer machen, Geister beschwören, Schwitzhütte, wiedergeboren werden. Samstag: reden, Feuer machen, Feuertanz, sich selbst finden. Sonntag: aufräumen.
Nach „metrosexuell” Neandertaler?
Ein Indianerzelt, mit Platz genug für zwei Porsche Cayenne, ist das Zentrum dieser drei Tage – Begegnungs- und Schlafstätte. In der Mitte brennt ein Feuer. Es ist Jahre her, dass ich an einem offenen Feuer saß. Ziemlich beruhigend, muss ich zugeben.
In der Runde wird ein Stab herumgereicht, von der Natur wie eine Zwille geformt. Es ist der „Talking Stick”. Er soll positive Energie ausstrahlen. Wer ihn in den Händen hält, redet. Der Rest schweigt. Das Ganze hat etwas von einem Ausflug der Anonymen Alkoholiker zu den Karl-May-Festspielen.
Trotzdem, ich fühle mich durch die Gruppe bestärkt, meine Geschichte zu erzählen. „Es ist diese ewige Eile”, beginne ich meinen Monolog, halte inne und blicke auf. Die Gruppe nickt. Ich rede mich in Rage, spreche vom Druck. Von immer schneller, immer höher, immer weiter. Und dem Wunsch nach einem Leben im Augenblick. Ich philosophiere über Zeitmangel, Emotionslosigkeit und die ermüdende Jagd nach sexuellen Abenteuern. Das Feuer prasselt. Jack nickt. „Danke, Tim”, murmelt er.
Gefühlte drei Stunden sitze ich in dem Zelt und starre ins Feuer. Mein Hirn läuft leer. Ich denke an nichts. Keine Staus. Keine Hektik. Keine Handys. Keine Meetings. Keine Kompromisse. Aber leider auch kein Bier.
In der Beschreibung für dieses „Man’s Fire”-Wochenende hieß es: „Für Männer, die neue Bewusstseinsebenen und Dimensionen ihres Handelns entdecken wollen und bereit sind, an die Grenzen ihrer Angst geführt zu werden.”
Dabei sind die Grenzen der Angst zum Greifen nah: Nachtcremes für Herren ab 40 und Regenschirme, die Knirps heißen. All das hat dem Selbstverständnis der Männer harte Schläge versetzt. Während sich Frauen in den letzten Jahrzehnten in den Boxring, ins Bundeskanzleramt und aufs Fußballfeld hineinemanzipiert haben, müssen wir Männer nun offenbar ums Feuer tanzen, um unsere Bestimmung zu finden.
Heißt die nächste Haltestelle nach „metrosexuell” womöglich Neandertaler? Befinden wir uns evolutionär im Rückwärtsgang? Jack Silvers Kriegerschule verspricht: „Das Training bietet Raum für Männer, die wissen wollen, wer sie wirklich sind.” Aber will ich das wirklich?
Feuer in der Grösse eines Smart
Holzhacken steht auf dem Programm. Eine wunderbar stupide Arbeit. Holzscheite auflegen. Axt greifen. Niederschlagen. Wunderbar männlich. Ich spiele mit dem Gedanken, mir gleich nächstes Wochenende eine Berghütte zu mieten. Sehe mich Holz hacken, vor dem Kamin sitzen – und mich langweilen. Ich kann nicht besonders viel mit mir anfangen, wenn nichts zu tun ist.
„Spürt die Energie dieses Platzes!”, ruft Jack. Ich spüre vor allem die Kälte. Schließlich stehe ich seit zehn Minuten nackt im Wald, bei etwa null Grad Celsius. Nach dem Holzhacken haben wir uns ausgezogen und warten nun vor der indianischen Schwitzhütte.
Spirituell betrachtet, ist das hier der Schoß von Mutter Erde, die Gebärmutter meiner Wiedergeburt. Architektonisch betrachtet, ist es ein Iglu aus gebundenen Haselnussruten. Mit dem gehackten Holz haben wir ein Feuer in der Größe eines Smart entfacht. Sieben nackte Männer werfen lustige Schatten, denke ich.
Jack legt die Sitzverteilung in der Schwitzhütte fest. Einfach Platz nehmen geht nicht, es geht schließlich um Energiefluss und Himmelsrichtungen. Ich sitze Nordwest.
Es werden glühende Lavasteine in die Gebärmutter eingeführt. Es ist unerträglich heiß. Mit Singsang lädt Jack auch unsere Ahnen ein, der Zeremonie beizuwohnen. Es wird also noch ein bisschen enger.
Wir beten. Singen. Summen. Jack wirft mir unbekannte Kräuter auf die heißen Steine. Und kippt Wasser nach. Hitze. Wasserdampf. „Lasst alles los!”, höre ich Jack noch rufen.
Ich habe das „alles” wohl ein bisschen zu wörtlich genommen, ich kippe rückwärts um. Ich kann schon mit einer traditionellen Sauna nichts anfangen, aber das hier ist die Hölle. Den Rest der Zeremonie ertrage ich nur noch liegend.
Gedanklich reise ich in meine Vergangenheit. Sehe mich an meinem 16. Geburtstag. Meine Eltern sind im Urlaub, und meine Jungs und ich haben in der Sauna im Keller einen Fernet-Branca-Aufguss gemacht. So fühle ich mich jetzt.
Richtig klar werde ich erst wieder, als ich mit dem Rücken auf der Waldlichtung liege und die Sterne erkenne. Ich habe weder Geister gesehen noch eine Erleuchtung erlebt. Mir ist nur kotzübel und saukalt.
Weiß ich nun, wer ich wirklich bin? Ich warte noch, auf irgendetwas, irgendein Zeichen der Erleuchtung. Komm schon! Ich horche tief in mich hinein. Doch ich höre nur eine Eule. In mir höre ich nichts. Vielleicht sind die Fragen, die ich ans Leben habe, zu komplex. Oder zumindest nicht mit Hitze aus mir herauszukitzeln.
Vielleicht habe ich ja gar keine Fragen. Warum soll ich etwas suchen, das womöglich gar nicht da ist? Gefällt mir mein Leben in all seiner Oberflächlichkeit nicht eigentlich ganz gut? Soll ich hier wirklich den Sinn des Lebens ergründen? Ist Wissen nicht vielmehr eine Last? Vielleicht lebt der Dumme ja glücklicher. Ich muss an Jacks Worte denken: „Jeder nimmt hier nur das mit, was er bereit ist zu geben.”
Ich finde, ich habe schon ziemlich viel gegeben. Mein Handy, sogar meine Klamotten. Beides werde ich von hier wieder mit nach Hause nehmen. Ob noch mehr dabei ist, darüber bin ich mir im Moment nicht so recht im Klaren.
Dann endlich öffnet sich der Gebärmuttermund. Mein Weg in die Freiheit. Kriechend zwänge ich mich hinaus – auf allen vieren, wie ein Hund. Und hier liege ich nun: entkräftet, schweißnass und babynackt. Von der Baumkrone lacht mich eine Eule aus. Ich muss erbärmlich aussehen.
Es gibt Orte in Deutschland, die kein Navigationssystem findet. Sie sind klein und unbedeutend – zumindest aus weltlicher Sicht. Üxheim in der Eifel ist so ein Ort. 20 Einfamilienhäuser und ein Krämerladen, an dessen Rückseite der einzige Zigarettenautomat des Dorfes hängt.
Doch das ist nur die oberflächliche Sicht. Denn unten im Erdreich fließt Energie. Meridiane, so genannte Erdströme, sollen sich hier vereinigen. Das macht Üxheim zum spirituellen Nabel der Nation. Deshalb steht hier die „Kriegerschule”, ein spirituelles Business- und Persönlichkeitstraining in der Natur. Und genau darum bin ich hier.
Zeremonie auf heiligem Boden
Auf einer Waldlichtung, einen Kilometer vom Dorfkern entfernt, steht Jack Silver. Auf heiligem Boden. Schon Kelten und Römer haben hier spirituelle Zeremonien abgehalten. Zumindest hat Jack das mal gelesen. Wo genau, kann er nicht mehr sagen. Es ist wohl mehr eine Gefühlssache. Wie so viele Dinge an diesem Wochenende.
Jack ist Schamane. Er war mal Autonomer, später Hausbesetzer, dann Comedian. Mit seiner Einmann-Show „Schwanzgeflüster” schaffte er es bis an den Broadway, erzählt er. Heute nennt er sich Coach. Klingt moderner. 13 Jahre ließ er sich von Nord- bis Südamerika ausbilden. An Orten, wo Kranke einem Mann mit Federkleid und Knochenkette mehr vertrauen als einem mit weißem Kittel und Stethoskop. Diese Erfahrung gibt Jack nun weiter: an Kranke, Gesunde und Fragende. An Typen wie mich.
Mit seinen kräftigen Händen nimmt er mir ein Stück Freiheit: mein Handy. „Nichts soll dich auf deiner Reise ablenken”, sagt er. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal 62 Stunden lang von meinem Telefon getrennt war.
Mein Verständnis für Spiritualität ist nicht tiefer als mein Zugang zum Stricken oder Square-Dance. Die einen glauben an Gott, die anderen an Waldgeister. Ich glaube an iPhones, an ein volles Bankkonto und an Brüste.
Bei meinen sechs Mitstreitern an diesem Wochenende ist das anders. Sie haben sich extra Namen gegeben: Starker Bär oder Goldener Bergadler. Der eine ist erfolgreicher Arzt mit Haus, Kind, Frau – und keinem Plan, wie es nun weitergehen könnte. Der andere ist arbeitslos, ohne Dach über dem Kopf, geschieden – und ohne Plan, wie es nun weitergehen könnte.
Aber alle haben für die kommenden drei Tage je 297 Euro bezahlt, um Antworten zu finden, den großen Wegweiser, der in ihnen schlummert. Der in uns allen schlummert.
Wir gehen diesen Weg gemeinsam, doch jeder für sich allein. Wohlorganisiert ist er für jeden von uns. Freitag: reden, Feuer machen, Geister beschwören, Schwitzhütte, wiedergeboren werden. Samstag: reden, Feuer machen, Feuertanz, sich selbst finden. Sonntag: aufräumen.
Nach „metrosexuell” Neandertaler?
Ein Indianerzelt, mit Platz genug für zwei Porsche Cayenne, ist das Zentrum dieser drei Tage – Begegnungs- und Schlafstätte. In der Mitte brennt ein Feuer. Es ist Jahre her, dass ich an einem offenen Feuer saß. Ziemlich beruhigend, muss ich zugeben.
In der Runde wird ein Stab herumgereicht, von der Natur wie eine Zwille geformt. Es ist der „Talking Stick”. Er soll positive Energie ausstrahlen. Wer ihn in den Händen hält, redet. Der Rest schweigt. Das Ganze hat etwas von einem Ausflug der Anonymen Alkoholiker zu den Karl-May-Festspielen.
Trotzdem, ich fühle mich durch die Gruppe bestärkt, meine Geschichte zu erzählen. „Es ist diese ewige Eile”, beginne ich meinen Monolog, halte inne und blicke auf. Die Gruppe nickt. Ich rede mich in Rage, spreche vom Druck. Von immer schneller, immer höher, immer weiter. Und dem Wunsch nach einem Leben im Augenblick. Ich philosophiere über Zeitmangel, Emotionslosigkeit und die ermüdende Jagd nach sexuellen Abenteuern. Das Feuer prasselt. Jack nickt. „Danke, Tim”, murmelt er.
Gefühlte drei Stunden sitze ich in dem Zelt und starre ins Feuer. Mein Hirn läuft leer. Ich denke an nichts. Keine Staus. Keine Hektik. Keine Handys. Keine Meetings. Keine Kompromisse. Aber leider auch kein Bier.
In der Beschreibung für dieses „Man’s Fire”-Wochenende hieß es: „Für Männer, die neue Bewusstseinsebenen und Dimensionen ihres Handelns entdecken wollen und bereit sind, an die Grenzen ihrer Angst geführt zu werden.”
Dabei sind die Grenzen der Angst zum Greifen nah: Nachtcremes für Herren ab 40 und Regenschirme, die Knirps heißen. All das hat dem Selbstverständnis der Männer harte Schläge versetzt. Während sich Frauen in den letzten Jahrzehnten in den Boxring, ins Bundeskanzleramt und aufs Fußballfeld hineinemanzipiert haben, müssen wir Männer nun offenbar ums Feuer tanzen, um unsere Bestimmung zu finden.
Heißt die nächste Haltestelle nach „metrosexuell” womöglich Neandertaler? Befinden wir uns evolutionär im Rückwärtsgang? Jack Silvers Kriegerschule verspricht: „Das Training bietet Raum für Männer, die wissen wollen, wer sie wirklich sind.” Aber will ich das wirklich?
Feuer in der Grösse eines Smart
Holzhacken steht auf dem Programm. Eine wunderbar stupide Arbeit. Holzscheite auflegen. Axt greifen. Niederschlagen. Wunderbar männlich. Ich spiele mit dem Gedanken, mir gleich nächstes Wochenende eine Berghütte zu mieten. Sehe mich Holz hacken, vor dem Kamin sitzen – und mich langweilen. Ich kann nicht besonders viel mit mir anfangen, wenn nichts zu tun ist.
„Spürt die Energie dieses Platzes!”, ruft Jack. Ich spüre vor allem die Kälte. Schließlich stehe ich seit zehn Minuten nackt im Wald, bei etwa null Grad Celsius. Nach dem Holzhacken haben wir uns ausgezogen und warten nun vor der indianischen Schwitzhütte.
Spirituell betrachtet, ist das hier der Schoß von Mutter Erde, die Gebärmutter meiner Wiedergeburt. Architektonisch betrachtet, ist es ein Iglu aus gebundenen Haselnussruten. Mit dem gehackten Holz haben wir ein Feuer in der Größe eines Smart entfacht. Sieben nackte Männer werfen lustige Schatten, denke ich.
Jack legt die Sitzverteilung in der Schwitzhütte fest. Einfach Platz nehmen geht nicht, es geht schließlich um Energiefluss und Himmelsrichtungen. Ich sitze Nordwest.
Es werden glühende Lavasteine in die Gebärmutter eingeführt. Es ist unerträglich heiß. Mit Singsang lädt Jack auch unsere Ahnen ein, der Zeremonie beizuwohnen. Es wird also noch ein bisschen enger.
Wir beten. Singen. Summen. Jack wirft mir unbekannte Kräuter auf die heißen Steine. Und kippt Wasser nach. Hitze. Wasserdampf. „Lasst alles los!”, höre ich Jack noch rufen.
Ich habe das „alles” wohl ein bisschen zu wörtlich genommen, ich kippe rückwärts um. Ich kann schon mit einer traditionellen Sauna nichts anfangen, aber das hier ist die Hölle. Den Rest der Zeremonie ertrage ich nur noch liegend.
Gedanklich reise ich in meine Vergangenheit. Sehe mich an meinem 16. Geburtstag. Meine Eltern sind im Urlaub, und meine Jungs und ich haben in der Sauna im Keller einen Fernet-Branca-Aufguss gemacht. So fühle ich mich jetzt.
Richtig klar werde ich erst wieder, als ich mit dem Rücken auf der Waldlichtung liege und die Sterne erkenne. Ich habe weder Geister gesehen noch eine Erleuchtung erlebt. Mir ist nur kotzübel und saukalt.
Weiß ich nun, wer ich wirklich bin? Ich warte noch, auf irgendetwas, irgendein Zeichen der Erleuchtung. Komm schon! Ich horche tief in mich hinein. Doch ich höre nur eine Eule. In mir höre ich nichts. Vielleicht sind die Fragen, die ich ans Leben habe, zu komplex. Oder zumindest nicht mit Hitze aus mir herauszukitzeln.
Vielleicht habe ich ja gar keine Fragen. Warum soll ich etwas suchen, das womöglich gar nicht da ist? Gefällt mir mein Leben in all seiner Oberflächlichkeit nicht eigentlich ganz gut? Soll ich hier wirklich den Sinn des Lebens ergründen? Ist Wissen nicht vielmehr eine Last? Vielleicht lebt der Dumme ja glücklicher. Ich muss an Jacks Worte denken: „Jeder nimmt hier nur das mit, was er bereit ist zu geben.”
Ich finde, ich habe schon ziemlich viel gegeben. Mein Handy, sogar meine Klamotten. Beides werde ich von hier wieder mit nach Hause nehmen. Ob noch mehr dabei ist, darüber bin ich mir im Moment nicht so recht im Klaren.
Redaktion: Tim Gutke ]
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Kulturpool Musik
Kulturpool Musik 12.06 »
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Frage
Submitted by Eckhard Müller (not verified) on Wed, 12/14/2011 - 22:54.
Lieber Tim,
bist du noch vor dem Feuertanz wieder abgereist? Oder beschreibst du den in einer Fortsetzung?
Fragende Grüße
Eckhard
Naja, etwas mehr als 20
Submitted by Visitor (not verified) on Tue, 03/15/2011 - 17:00.
Naja, etwas mehr als 20 Haüser hat unser Üxheim schon, es gibt hier sogar eine Schule, einen Kindergarten, KFZ-Werkstätten, Arzt, Friseur, etc.etc. Ob der ganze Bericht dann evtl. auch etwas "schöngeschrieben" ist?
Ich mußte herzhaft lachen
Submitted by Visitor (not verified) on Sun, 01/24/2010 - 20:11.
vielleicht sind es die Zwichentöne, die Begegnungen mit den Männern, das Ahnen, Wahrnehmen, Lauschen von etwas, das nicht beschrieben werden kann. Einlassen und wach sein, nicht spritituell verklärt. Die eigene Unbedeutigkeit versuchen wahrzunehmen, oder aber - wie offensichtlich der Autor - dieses unermesslich große Ego spüren und meinen das war´s. Auch gut. Jeder darf das mitnehmen, das er kann und möchte. Und keine muß wiederkommen. Es lebt sich ja sooo gut, da draußen
Kein Respekt vor respektloser Öffentlichkeit
Submitted by Visitor (not verified) on Sun, 09/13/2009 - 15:22.
Ihr oder ein paar von euch wollten Öffentlichkeit und fühlen sich von der respektlosen Berichterstattung mißverstanden.
Darauf wiederum mit respektloser Überheblichkeit zu reagieren finde ich nicht besonders reif.
Aber wir leben ja - wem auch immer sei dank - in einem freien Land.
Jeder wie er´s mag
Submitted by Visitor (not verified) on Tue, 07/29/2008 - 16:19.
Ich kenne das Training und bin begeistert. Wenn der Autor mit iPhone, Porsche, Brüsten und Bankkonto glücklich ist - Viel Spaß noch. Mit Titten, Autos und Handies spielen, dass haben wir doch schon als kleine Jungs gemacht. Wie abhängig von seinem Spielzeug muss man schon sein, wenn man sich langweilt, wenn man mit sich alleine ist. Wie langweilig muss MANN dann eigentlich schon sein...
Aber alle großen Ideen werden zunächst belächelt, dann bekämpft, und schließlich akzeptiert. Wir haben hier etwas großes, kraftvolles erlebt, etwas dass die Welt braucht, damit die Männer wieder Männer werden und die Frauen wieder Frauen sein dürfen, die so viel mehr verdient haben, als porschefahrende Langweiler an Ihren Brüsten spielen zu lassen.
How!
Armer Wohlstandsmann
Submitted by Visitor (not verified) on Sun, 07/13/2008 - 19:11.
Ich finde die Geschichte sehr witzig geschrieben, denke aber das bei dem armen Mann wohl bereits Hopfen und Malz verloren ist. Die kommerzialisierte Welt hat Ihn wohl schon gefangen und er liebt lieber Porsche und Koks, als das er die frische Luft und Gedanken über sich selbst auf sich wirken lässt. Jedem das seine.
Nun ja, wems nur um die
Submitted by Visitor (not verified) on Thu, 06/26/2008 - 00:45.
Nun ja, wems nur um die Frauen geht im Leben oder wer alles hat (Arzt. etc) oder nichts- alles wohl Ausformungen dieser kranken Gesellschaft,
von der wir ja wohl ein Teil selbst sind.
Mit dem Willen zur Besserung...
Ein gerne Feurmacher
Das spricht mir aus dem Herzen
Submitted by Visitor (not verified) on Tue, 05/27/2008 - 16:14.
Der Artikel ist genauso geschrieben , wie es dort zugeht. Kenne selbst einige selbsternannte Gurus und Quacksalber. Nur , die Leute die dort hingehen , lauschen mit verzücktem Gesicht , dem grössten Blödsinn.
Wer es mal richtig hart haben will , der gehe doch einmal zu einer Klangtherapie.
Der Frauenüberschuss ist dort gewaltig. Wenn du das absolut geistlose Gelaber erträgst , kommt die Belohnung. Diese sinnentlehrten Frauen , geben im Bett alles.
Also los , probiert es aus.
Ahnungslosigkeit
Submitted by Visitor (not verified) on Mon, 05/26/2008 - 01:04.
Der Autor zeigte seine vollkommene Ahnungslosigkeit. Er meldete sich völlig unvorbereitet zu einem Ritual an, dass mehr auf geistiger Ebene stattfindet. Dass diese bei Autor erkenntlich wohl nicht vohanden ist zeigt der respektloser und eher pupertäte Umgang, was jedoch typisch für verklemmte Konservative ist, mit dem Feuermachmännchen.
Gute Besserung oder einfach Finger weglassen von dem man keine Ahnung hat.
Gut geschrieben, und witzig
Submitted by Visitor (not verified) on Wed, 05/21/2008 - 18:34.
Gut geschrieben, und witzig dazu. Ich hoffe der Arme kommte irgenwan näher an sich selbste!






Frage
Naja, etwas mehr als 20
Ich mußte herzhaft lachen
Kein Respekt vor respektloser Öffentlichkeit
Jeder wie er´s mag
Armer Wohlstandsmann
Nun ja, wems nur um die
Das spricht mir aus dem Herzen
Ahnungslosigkeit
Gut geschrieben, und witzig