Zitate
- „Es gibt Frauen, die schlucken weitaus ekligere Sachen.“
- „Ich habe dort zwei Jahre in einem Frauenkloster gelebt – und zwar völlig abstinent“
- „Ich habe sogar mal allein vom Küssen einen Orgasmus bekommen“
Biographie
Singstar. Indira Weis (gebürtig Verena Weis) wurde 1979 in Groß-Gerau als Tochter einer Inderin und eines Deutschen geboren. Sie war Sängerin bei der Casting-Band Bro’Sis und hat als Schauspielerin in mehreren Filmproduktionen (u.?a. „SOKO“, „Das Traumhotel“) mitgewirkt. Ab 14.1.2011 nimmt sie als Kandidatin an der fünften Staffel der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil. Weis lebt in München. Ihre neue Single „Hol de Radio“ erscheint Ende Februar.
Interview
„Wilde Fantasien“
Sängerin und Schauspielerin Indira Weis über Abenteuer im Dschungel, Sex im Frauenkloster und Orgasmen beim Küssen
Interessanter Geruch hier, sagt Indira Weis, als sie das Tropenhaus des Frankfurter Zoos betritt. Wir sind dort verabredet zum Probesitzen – fürs Dschungelcamp, in das sie in ein paar Tagen einzieht. Hinter uns stapft ein Silberrücken durch sein Gehege, vor uns treibt eine Gruppe Bonobos ihre Spielchen. Wir nehmen Platz auf zwei Holzstümpfen, die völlig durchnässt sind, weil es ständig überall tropft.
Playboy: Frau Weis: tropische Hitze, modriger Geruch, viele laute Affen, feuchter Hosenboden. Toll hier, oder?
Weis: Mir gefällt’s, ernsthaft! Aber ich bin so was auch schon ein bisschen gewöhnt.
Playboy: Wieso das denn?
Weis: Mein Vater hat früher viel Entwicklungshilfe gemacht und mich oft mitgenommen. Wir haben dann den Sommer nicht am Strand in Spanien verbracht, sondern in Uganda im Uno-Flüchtlingslager. Das Dschungelcamp ist purer Luxus dagegen. Da gab es keine Toiletten, nur ein Loch, über dem die Fliegen kreisten. Und gegessen wurde, was es gab ...
Playboy: Und zwar?
Weis: Meistens Kochbananen als Grundnahrungsmittel – und dazu alles Mögliche, auch mal Heuschrecken.
Playboy: Haben Sie die probiert?
Weis: Klar, frittiert schmecken die gar nicht schlecht, ein bisschen wie Chips. Maden habe ich auch mal gegessen, allerdings unfreiwillig: Mir wurde so ein Brei vorgesetzt. Dass da pürierte Made drin war, habe ich erst nach dem Essen erfahren.
Playboy: Den Känguru-Hoden im Dschungel sehen Sie also entspannt entgegen ...
Weis: Ach, darum wird immer so ein Aufhebens gemacht. Wissen Sie: Es gibt Frauen, die schlucken weitaus ekligere Sachen.
Playboy: Verstehe ...
Weis: Ich weiß auch nicht, was an Känguru-Hoden so schlimm sein soll. Andere Länder, andere Sitten: Bei uns isst man auch Dinge, die zum Beispiel ein Afrikaner eklig fände. Nehmen Sie Saumagen! Das würde ich nie essen. Saumagen oder Känguru-Hoden: Wo ist der Unterschied?
Playboy: Was war das bislang größte Abenteuer Ihres Lebens?
Weis: Meine Zeit in Jerusalem. Ich habe dort zwei Jahre in einem Frauenkloster gelebt – und zwar völlig abstinent: kein Alkohol, kein Sex, kein Fernsehen, gar nichts. Ich war völlig fokussiert auf ein Ziel: Hebräisch zu lernen und die Tora übersetzen zu können. Das habe ich geschafft.
Playboy: Wieso haben Sie das getan?
Weis: Ich brauchte Abstand von der Medienwelt. In Israel habe ich mit mehreren Mädels in einem Zimmer geschlafen und hatte nur eine Matratze auf dem Boden. Es waren erbärmliche Verhältnisse. Aber wenn man so was mitmacht, merkt man, was man wirklich braucht im Leben – und was nicht. Dieser Verzicht tut uns gut.
Playboy: Mag sein, aber zwei ganze Jahre ohne Sex ...
Weis: Das geht. Wirklich!
Playboy: Durfte man denn, nun ja, sich selbst ein paar schöne Minuten machen?
Weis: Wenn man sich ein Zimmer mit mehreren Frauen teilt, ist das schwierig. Aber das wichtigste Sexualorgan bei uns Frauen ist ja das Gehirn. Männer müssen immer zum Abschluss kommen, bei uns kann auch die Fantasie allein schon großartig sein. Ich habe sogar mal allein vom Küssen einen Orgasmus bekommen: Ich hatte mir schon die wildesten Fantasien ausgemalt und war so angeheizt, dass dann eine kleine Berührung gereicht hat.
Playboy: Mal unabhängig vom Dschungelcamp: Mögen Sie Sex im Freien?
Weis: Natürlich, aber hallo! Im Meer, im Park, wo es sich halt ergibt ...
Playboy: Unsere Stunde Probesitzen ist vorbei. Ihr Fazit?
Weis: Toll hier! Ich schwitze nicht mal, und an den Gestank habe ich mich gewöhnt.
Interessanter Geruch hier, sagt Indira Weis, als sie das Tropenhaus des Frankfurter Zoos betritt. Wir sind dort verabredet zum Probesitzen – fürs Dschungelcamp, in das sie in ein paar Tagen einzieht. Hinter uns stapft ein Silberrücken durch sein Gehege, vor uns treibt eine Gruppe Bonobos ihre Spielchen. Wir nehmen Platz auf zwei Holzstümpfen, die völlig durchnässt sind, weil es ständig überall tropft.
Playboy: Frau Weis: tropische Hitze, modriger Geruch, viele laute Affen, feuchter Hosenboden. Toll hier, oder?
Weis: Mir gefällt’s, ernsthaft! Aber ich bin so was auch schon ein bisschen gewöhnt.
Playboy: Wieso das denn?
Weis: Mein Vater hat früher viel Entwicklungshilfe gemacht und mich oft mitgenommen. Wir haben dann den Sommer nicht am Strand in Spanien verbracht, sondern in Uganda im Uno-Flüchtlingslager. Das Dschungelcamp ist purer Luxus dagegen. Da gab es keine Toiletten, nur ein Loch, über dem die Fliegen kreisten. Und gegessen wurde, was es gab ...
Playboy: Und zwar?
Weis: Meistens Kochbananen als Grundnahrungsmittel – und dazu alles Mögliche, auch mal Heuschrecken.
Playboy: Haben Sie die probiert?
Weis: Klar, frittiert schmecken die gar nicht schlecht, ein bisschen wie Chips. Maden habe ich auch mal gegessen, allerdings unfreiwillig: Mir wurde so ein Brei vorgesetzt. Dass da pürierte Made drin war, habe ich erst nach dem Essen erfahren.
Playboy: Den Känguru-Hoden im Dschungel sehen Sie also entspannt entgegen ...
Weis: Ach, darum wird immer so ein Aufhebens gemacht. Wissen Sie: Es gibt Frauen, die schlucken weitaus ekligere Sachen.
Playboy: Verstehe ...
Weis: Ich weiß auch nicht, was an Känguru-Hoden so schlimm sein soll. Andere Länder, andere Sitten: Bei uns isst man auch Dinge, die zum Beispiel ein Afrikaner eklig fände. Nehmen Sie Saumagen! Das würde ich nie essen. Saumagen oder Känguru-Hoden: Wo ist der Unterschied?
Playboy: Was war das bislang größte Abenteuer Ihres Lebens?
Weis: Meine Zeit in Jerusalem. Ich habe dort zwei Jahre in einem Frauenkloster gelebt – und zwar völlig abstinent: kein Alkohol, kein Sex, kein Fernsehen, gar nichts. Ich war völlig fokussiert auf ein Ziel: Hebräisch zu lernen und die Tora übersetzen zu können. Das habe ich geschafft.
Playboy: Wieso haben Sie das getan?
Weis: Ich brauchte Abstand von der Medienwelt. In Israel habe ich mit mehreren Mädels in einem Zimmer geschlafen und hatte nur eine Matratze auf dem Boden. Es waren erbärmliche Verhältnisse. Aber wenn man so was mitmacht, merkt man, was man wirklich braucht im Leben – und was nicht. Dieser Verzicht tut uns gut.
Playboy: Mag sein, aber zwei ganze Jahre ohne Sex ...
Weis: Das geht. Wirklich!
Playboy: Durfte man denn, nun ja, sich selbst ein paar schöne Minuten machen?
Weis: Wenn man sich ein Zimmer mit mehreren Frauen teilt, ist das schwierig. Aber das wichtigste Sexualorgan bei uns Frauen ist ja das Gehirn. Männer müssen immer zum Abschluss kommen, bei uns kann auch die Fantasie allein schon großartig sein. Ich habe sogar mal allein vom Küssen einen Orgasmus bekommen: Ich hatte mir schon die wildesten Fantasien ausgemalt und war so angeheizt, dass dann eine kleine Berührung gereicht hat.
Playboy: Mal unabhängig vom Dschungelcamp: Mögen Sie Sex im Freien?
Weis: Natürlich, aber hallo! Im Meer, im Park, wo es sich halt ergibt ...
Playboy: Unsere Stunde Probesitzen ist vorbei. Ihr Fazit?
Weis: Toll hier! Ich schwitze nicht mal, und an den Gestank habe ich mich gewöhnt.
Interview: Alexander Neumann ]







