Playboy: Als Serienfigur Lena haben Sie in „Alles was zählt“ schon einiges hinter sich. Aktuell sind Sie: Noch-Ehefrau von Maximilian, Ex-Frau von Robin, Ex-Verlobte von Mike, Ex-Freundin von Ingo, Ex-Affäre von Oliver, Affäre von Florian. Wie aufregend ist Ihr echtes Liebesleben?
Menke: Wesentlich unspektakulärer. Das, was ich am spannendsten finde, wenn ich mich im Single-Leben rumtreibe, ist sowieso vor allem die Zeit bis zum ersten Kuss. Und klar ist: Wenn er nicht küssen kann, dann kann man den Rest gleich ausschließen. Schlechte Knutscher sind raus!
Playboy: Gibt es Anzeichen, an denen man erkennt, ob ein Mann gut küssen wird?
Menke: Leider nicht. Man muss das immer ausprobieren.
Playboy: Worauf achten Sie zuerst bei einem Mann?
Menke: Die Augen.
Playboy: Wie sollten die sein?
Menke: Geheimnisvoll. Ich möchte mich darin verlieren. Sie sollten Geschichten erzählen – aber nicht gleich alles verraten.
Playboy: Fünf Adjektive, die den perfekten Mann beschreiben?
Menke: Gleich fünf? Ich dachte lange, ich wüsste genau, was mein Typ ist: südländisch, dunkle Haare, sportlich. Aber das Leben hat mir andere Geschichten erzählt. Heute denke ich: Er sollte humorvoll sein, gepflegt, und er muss wissen, was er will. Der perfekte Mann beherrscht außerdem die Kunst der Bratwurst-Zubereitung!
Playboy: Er kann sich in Ihr Herz grillen?
Menke: Absolut. Männer am Grill, Bier in der Hand, Fachsimpeleien über die perfekte Hitze: sehr männlich.
Playboy: Was ist noch männlich?
Menke: Eine Meinung zu haben. Ich mag keine Fähnchen im Wind und höre auch gern mal Kritik.
Playboy: Was finden Sie furchtbar bei Männern?
Menke: Mein größter Feind ist die Langeweile. Also finde ich es extrem unattraktiv, wenn Männer ideenlos sind. Spontaneität hingegen ist extrem sexy.
Playboy: Wie viel Schauspielerei braucht eine gute Beziehung?
Menke: Wenig. Der Mann, der mich privat kennt, weiß, was ich fühle. Ich setze keine Maske auf. Aber ein wenig Drama finde ich toll. Man muss nicht gleich Porzellan zertrümmern, aber den Mut haben, ein paar Türen knallen zu lassen.
Playboy: Schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht?
Menke: Klar.
Playboy: Klar?!
Menke: Wäre jetzt albern, das zu leugnen. Ich will da keinem zu nahe treten, aber: Ich bin nicht die Einzige, die das schon mal gemacht hat.
Playboy: Na gut, wenn Sie jetzt schon mit ein paar Wahrheiten rausrücken: Was ist wichtiger, Technik oder Länge?
Menke: Meinen Sie, ich frage beim ersten Date gleich: Geodreieck oder großes Lineal? (lacht)
Playboy: Sie haben mal gesagt: „Wenn ich über Sex plaudere und meine Mutter liest das, geht die fünf Tage nicht zum Bäcker.“ Haben Sie ihr Vorräte geschickt für die Tage nach dem Erscheinen dieser Bilder?
Menke: Klar, Aufbackbrötchen, Astronautennahrung .?.?. Aber im Ernst: Meine Mutter wird für eine kurze Weile wohl das Stadtzentrum meiden. Sie muss das sacken lassen. Aber dann wird sie mutig. (lacht)
Playboy: Das war für Sie aber kein Grund, diese Bilder nicht zu machen.
Menke: Nein. Ich entscheide mich, wie ich es für richtig halte. Diese Fotos zu machen war für mich in gewisser Weise eine Ehre und eine tolle Möglichkeit, mich im erotischen Sinn zu entfalten.
Interview: Alexander Neumann ]





