Zitate
  • „Ich bin kein Girlie-Girl“
  • „Es steckt viel Arbeit dahinter – und viel Glück.“
  • „Wenn ich Sade höre, ist mein erster Gedanke immer: Sex.“

Natalie Horler

Solo-Tour im tiefen Süden

Sie ist immer auf Achse: Seit Jahren jettet Natalie Horler, Sängerin des Dance-Trios Cascada, im Eiltempo um die Welt und füllt Clubs von Sydney bis New York. Für uns nahm sie sich eine Auszeit: Auf einem Roadtrip an der Küste Ibizas genoss sie ihre Freiheit – und wir ihre Freizügigkeit...

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Interview

„Ich bin kein Girlie-Girl“

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Cascada-Sängerin Natalie Horler über das Geheimnis ihres weltweiten Erfolgs und die perfekte Musik beim Sex

Playboy: Frau Horler, was wäre der perfekte Soundtrack zu den Fotos von Ihnen?
Horler: „California Dreamin’“ von The Mamas and the Papas würde gut passen.

Playboy: Sommer, die 60er-Jahre ...
Horler: Ja, ich liebe diesen Song. Und diese Zeit. Ich kam mir beim Shooting manchmal vor wie ein Bond-Girl. Und das ist ja das Coolste, was es gibt. Sie ist das Sex-symbol schlechthin. Es wäre ein Traum, mal das Bond-Girl in einem Film zu sein.

Playboy: Kann ja noch kommen, wenn es in Ihrer Karriere so weitergeht wie bisher. Seit Cascada 2004 gegründet wurde, ging es steil bergauf. Sie werden mittlerweile mit Madonna und Lady Gaga verglichen ...
Horler: Solche Vergleiche sind natürlich ein Kompliment, aber das sind Weltstars, und so sehe ich mich nicht. Was wir als Band mit den beiden gemeinsam haben, ist aber, dass wir schon auf der ganzen Welt Hits in den Charts hatten.

Playboy: Wie erklären Sie sich, dass Sie vor allem in England und den USA noch viel erfolgreicher sind als in Deutschland?
Horler: Wenn ich das Geheimnis wüsste. Jeder will in Amerika Erfolg haben und wüsste gern, was der Schlüssel dazu ist. Aber ich kenne ihn auch nicht. Es steckt viel Arbeit dahinter – und viel Glück. Uns gelang der Durchbruch in den USA 2004. Ein Radiosender griff einen unserer Songs auf, und der verbreitete sich dann wie ein Lauffeuer. Und weil Amerika großen Einfluss auf die Welt hat, hopste das dann von Land zu Land.

Playboy: Heute reisen Sie auch mal im Privatjet durch die Welt. Früher war das anders. Stimmt die Geschichte, dass Sie zu Beginn Ihrer Karriere Klos putzen mussten und sich von Brot mit Mayo ernährten?
Horler: (lacht) Nein, aber ich war lange in der Gastronomie tätig. Da übernimmst du auch mal die Drecksaufgaben ...

Playboy: Was ist heute der anstrengendste Teil Ihrer Arbeit?
Horler: Die Reiserei.

Playboy: Drei Monate auf Tour: lieber mit fünf Frauen oder mit fünf Männern?
Horler: Definitiv lieber mit fünf Männern. Ich hatte schon immer mehr männliche Freunde, bei ihnen fühle ich mich ein wenig aufgehobener. Ich habe auch meine besten Freundinnen, aber die kann ich an einer halben Hand abzählen.

Playboy: Weshalb ist das so?
Horler: Männer sind meistens entspannter. Und ich bin generell kein Girlie-Girl, sondern jemand, bei dem man sagt: Komm, mit der Natty gehen wir einen trinken. Ich bin sogar schon zu einem Junggesellenabschied eingeladen worden. Da bin ich zwar nicht hin, aber ich empfand es als Kompliment, dass sie mich dabeihaben wollten. Als Freundin – nicht als Stripperin!

Playboy: Sie haben Mitte Mai geheiratet. Was sagt Ihr Mann Maurice dazu, dass Sie sich für den Playboy ausgezogen haben?
Horler: Er war erst nicht begeistert davon, dass die ganze Welt seine Frau nackt sehen wird. Ich musste viel mit ihm reden, um ihn zu überzeugen. Aber er weiß auch, mit wem er zusammen ist. Ich habe meinen eigenen Kopf, und ich hätte es immer bereut, wenn ich nein gesagt hätte zu den Fotos.

Playboy: Maurice war früher Model. Muss ein Mann schön sein?
Horler: Er muss erst mal von innen schön sein. Aber das Auge isst mit, klar.

Playboy: Was sagt der Musikgeschmack eines Mannes über ihn aus?
Horler: Nichts. Einer, der Metallica hört, muss nicht unbedingt ein Rocker im Herzen sein. Und ein Balladen-Fan ist nicht zwingend ein Weichei. Das ist Quatsch.

Playboy: Was ist die perfekte Musik, um Sex zu haben?
Horler: Etwas von der Sängerin Sade. Das ist einfach sehr sinnliche Musik. Wenn ich Sade höre, ist mein erster Gedanke immer: Sex.

Interview: Alexander Neumann ]

Biographie

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1981 als Tochter eines Jazzmusikers und einer Englischlehrerin in Bonn geboren, sang Natalie Horler schon als Teenager in Cocktailbars. 2004 gründete sie mit den Produzenten Manian und Yanou das Dance-Music-Trio Cascada. Mit Hits wie „Everytime We Touch“ oder „Evacuate The Dancefloor“ konnte die Gruppe Chart-Erfolge in den USA, UK, Deutschland und in vielen weiteren Ländern feiern. Soeben erschien das neue Cascada-Album „Original Me“. Horler ist frisch verheiratet, lebt in Bonn und fährt einen Golf GTI mit 300 PS.