Nina Bott . Titel 02/2012

Nina Bott

Rein in die Badewonne!

Wir können nicht genug von ihr bekommen. Deshalb baten wir Serienstar Nina Bott – zehn Jahre nach unserem erstern Rendezvous – noch einmal, für ein paar Tage mit uns durchzubrennen. An den Strand von Mauritius. Zu wilden Wasserspielen. Wer da keine Abkühlung braucht ...

Interview

„Am Strand oben ohne? Natürlich!“

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Jeder ist auf seine Weise wild. Ich bin ein sehr leidenschaft-licher Mensch
Schauspielerin Nina Bott über Körpergefühle, ihr zweites Playboy-Shooting, Liebe im TV und Männer morgens nach dem Aufstehen

Playboy: Sie waren 2002 zum ersten Mal im Playboy – warum wollten Sie noch mal?
Bott: Genau zehn Jahre später ist doch ein perfekter Zeitpunkt! Ich bin jetzt über 30, habe mich verändert und ein tolles Körpergefühl. Ich wollte es noch mal machen – aber diesmal ganz anders!

Playboy: Wie lange haben Sie darüber nachgedacht?
Bott: Ich war sofort Feuer und Flamme. Für mich war aber klar: Autumn Sonnichsen sollte die Fotografin sein. Und die hatte nur in der übernächsten Woche Zeit. Ich konnte also gar nicht mit diesem Frauenquatsch anfangen: Mache ich noch mal Sport? Oder vielleicht eine Diät?

Playboy: Und – glücklich mit dem zweiten Durchlauf?
Bott: Über alle Maßen begeistert! Ich wusste nicht, dass ich so schön aussehen kann.

Playboy: Gab es nach dem ersten Playboy-Shooting eigentlich viele unmoralische Angebote?
Bott: Unmoralisch nicht, aber ich habe viel positives Feedback bekommen. Noch heute signiere ich den Playboy von damals. Jetzt kriegen die Fans endlich neuen Stoff.

Playboy: Was sagt Ihr Freund zu den Fotos?
Bott: Er hätte meine Entscheidung nicht beeinflussen können. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, ist es schwer, es mir auszureden (lacht). Ich hoffe, er ist stolz auf die Bilder. Aber ich verstehe, wenn ein Mann nicht nachvollziehen kann, warum eine Frau das überhaupt macht.

Playboy: Sie sagen, Sie hätten nie eine wilde Phase gehabt. Leben Sie Ihre verruchte Seite nur im Playboy aus?
Bott: Nicht nur! Jeder ist auf seine Weise wild, ich bin ein sehr leidenschaftlicher Mensch. Aber ich habe nie exzessiv Alkohol getrunken oder so.

Playboy: Am Strand sind Sie gern oben ohne, Sie sprechen offen über Ihre Brust-OP. Woher kommt das lockere Verhältnis zu Ihrem Körper?
Bott: Am Strand oben ohne zu sein ist doch das Natürlichste der Welt! Das haben mir meine Eltern auch so vorgelebt. Ich fühle mich nackter, wenn ich als Schauspielerin meine Seele auspacke. Und das mit der Brust-OP: Ich finde es albern, wenn man so tut, als wäre alles von Natur aus perfekt. In Schwangerschaft und Stillzeit hatte ich einen sehr weiblichen Körper, den wollte ich nicht mehr missen. Und: Natürlich sitzen falsche Brüste besser als echte, da machen wir uns doch nichts vor!

Playboy: Sie waren Jugendmeisterin im Windsurfen. Muss ein Mann sportlich sein, um Sie zu beeindrucken?
Bott: Sport macht sexy, jeder fühlt sich dadurch schöner und fitter. Aber ich will auf gar keinen Fall einen Muskelprotz.

Playboy: Was törnt Sie total ab?
Bott: Wenn er im Bad länger braucht als ich, sich zu sehr einparfümiert und gelackt ist. Männer sehen am tollsten aus, wenn sie morgens gerade aufgestanden sind.

Playboy: Durchschauen Sie als Schauspielerin die Tricks der Männer besser?
Bott: Da stehe ich genauso vor einem Rätsel wie andere Frauen auch. Wir Mädels deuten das Verhalten der Männer ja permanent, dabei macht das Hineininterpretieren so viel kaputt.

Playboy: Als Serienfigur haben Sie ein wildes Liebesleben. In Wirklichkeit auch?
Bott: In meinen Rollen geht’s ziemlich zur Sache, in „Verbotene Liebe“ liebe ich den eigenen Serien-Bruder. Da ist mein privates Liebesleben nicht so dramatisch.

Playboy: Was haben Sie in all den Jahren Seifenoper über die Liebe gelernt?
Bott: Die Liebe ist für viele eine romantische Angelegenheit. Deshalb gibt’s in Filmen, in denen ich mitspiele, oft Kerzenschein und ein kitschiges Happy End. Das kann ich am Set dann prima ausleben – privat bin ich nämlich null romantisch.
 

Biographie

Serien-Liebhaberin

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Nina Bott, 1978 in Hamburg geboren, kennen wir aus allen deutschen Seifenopern mit Rang und Namen: „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ (1997–2005), „Alles was zählt“ (2008–2010) und „Verbotene Liebe“ (letzter Auftritt am 18. Januar in der 4000. Folge). Klingt komisch, aber Nina Bott liebt Daily Soaps: „Ich kann meiner Rolle über einen langen Zeitraum ein Gesicht geben und sie formen – das ist einfach schön.“ Die Schauspielerin lebt mit Partner und Sohn in Hamburg.

Kira Brück