titel 10/2010

Shermine Shahrivar

Strandtermin

Model und Schauspielerin Shermine Shahrivar bringt einen Mann nach dem anderen um den Verstand. Auch wir sind ihr erlegen

Biographie

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Shermine Shahrivar wurde 1982 in Teheran (Iran) geboren, kam im Alter von einem Jahr nach Deutschland und wuchs in Aachen auf. Nach dem Abitur begann sie zwar ein Politikstudium, doch dann kam einiges dazwischen: 2004 wurde sie zur „Miss Deutschland“ gewählt, im Jahr darauf zur „Miss Europe“. Einen kleinen, aber feinen Auftritt hatte sie an der Seite ihres damaligen Freundes Thomas Kretschmann (kleines Foto) in „Zweiohrküken“. Shermine arbeitet als Model und sorgt immer wieder durch ihre Beziehungen zu berühmten Männern für Aufsehen. Sie lebt in Berlin.

Interview

„Ich bin angezogen von Talent“

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Traumfrau Shermine Shahrivar über Freundschaft ohne Sex und Small Talk mit großen Männern

Playboy: Frau Shahrivar, haben Schauspieler etwas, das andere Männer nicht haben?
Shahrivar: Wieso?

Playboy: Na ja, Sie scheinen bei der Auswahl Ihrer Lover eine Vorliebe für Schauspieler zu haben: Ralf Bauer, Thomas Kretschmann, jetzt Xavier Samuel .?.?.
Shahrivar: Ich glaube, ich bin einfach angezogen von Talent. Und ein guter Schauspieler zu sein ist für mich ein sehr großes Talent. Außerdem ist man als Model viel unterwegs, und da passt das mit Schauspielern ganz gut: Die arbeiten einen Monat oder zwei und haben dann wieder einen Monat frei. Da kann man zusammen reisen. Ich komme bei ihm mit, er bei mir.

Playboy: Ist Talent sexier als harte Arbeit?
Shahrivar: Talent und harte Arbeit müssen zusammenkommen. Die meisten Männer, mit denen ich liiert war, sind auch keine Typen, die von Geburt an mit Erfolg gesegnet waren und immer wussten, dass sie – durch Mama oder Papa – Karriere machen würden. Die haben sich ihre Erfolge selbst erkämpft. Das weiß ich zu schätzen.

Playboy: Sie und Xavier Samuel sollen zunächst gute Freunde gewesen sein, bevor Liebe daraus wurde. Mal ehrlich: Gibt es reine Freundschaft, ohne Hintergedanken, zwischen Männern und Frauen überhaupt?
Shahrivar: Ich denke schon. Ich bin mit drei Brüdern aufgewachsen und mit deren Freunden – und das war nie ein Problem. Heute noch sind meine besten Freunde Männer. Es kam schon mal vor, dass sich einer anfangs in mich verliebt und mir das gestanden hat. Aber irgendwann gibt sich das dann, wenn man länger befreundet ist – und nie was passiert.

Playboy: Sie selbst haben eine eineinhalbjährige Schauspielausbildung am renommierten Lee Strasberg Institute in New York absolviert .?.?.
Shahrivar: Ja, das hat mir sehr gut gefallen. Jeder sollte eine Schauspielausbildung machen, auch wenn es nur für ein paar Wochen ist. Man lernt da wahnsinnig viel fürs Leben, weil man sich mit den eigenen Emotionen und Erfahrungen auseinandersetzen muss.

Playboy: Was haben Sie denn dort fürs Leben gelernt?
Shahrivar: Selbstvertrauen. Als ich an die Schule kam, fiel es mir noch schwer, allein zu reisen, neue Leute kennen zu lernen, mich mit Menschen zu unterhalten, mit denen ich nicht viel gemeinsam habe. Aber auf dieser Schule lernt man, mit solchen Situationen umzugehen.

Playboy: Das hilft sicher auch auf der einen oder anderen glamourösen Party .?.?.
Shahrivar: Klar, da ist es sehr wichtig, die Kunst des Small Talk zu beherrschen. Anfangs ist mir das unglaublich schwer gefallen, aber mittlerweile habe ich ein ganz gutes Gespür dafür entwickelt.

Playboy: Was ist denn immer ein gutes Small-Talk-Thema?
Shahrivar: Es gibt kein generell gutes Thema für Small Talk. Aber mir ist aufgefallen, dass die wirklich wichtigen Leute – also Unternehmensbosse oder so – eigentlich immer am gelassensten sind. Mit den Leuten, vor denen viele eher Panik haben, habe ich oft am meisten Spaß. Weil sie locker sind und humorvoll.

Playboy: Woran erkennen Sie einen Mann, der zum ersten Mal auf so einer Gala gelandet ist?
Shahrivar: Vielleicht daran, dass er in der Ecke steht mit einem Bier und sich erst mal alles anguckt? Aber das machen Männer ja generell so.

Playboy: Für welchen Körperteil bekommen Sie von Männern die meisten Komplimente?
Shahrivar: Für meine Augen.

Playboy: Und was mögen Sie selbst an sich am liebsten?
Shahrivar: Meinen Mund. Obwohl ich totale Komplexe deswegen hatte, als ich jünger war.

Playboy: Wieso das denn?
Shahrivar: Wegen meiner vollen Lippen wurde ich in der Schule immer Kermit genannt. Weil ich angeblich lache wie ein Frosch (lacht).

Interview mit Shermine Shahrivar: Alexander Neumann ]