Zitate
- „Ich bin im echten Leben viel wilder als Vicky“
- „Ein Mann muss mich einfach zum Lachen bringen“
- „Deutsche Männer sind nicht solche Angeber wie die Typen in L.A.“
- „Ich bin erwachsen geworden.“
- „Ich bin so glücklich, dass ich mich entschieden habe, das zu tun.“
Biographie
Tara Reid, geboren am 8. November 1975 in Wyckoff (USA), wurde berühmt durch ihre Filmrolle als Vicky in der Teenie-Komödie „American Pie“. Zuletzt führte der Hollywood-Star eine On-off-Beziehung mit dem neun Jahre jüngeren Nürnberger Jungmillionär Michael Axtmann.
Portrait
Rückkehr des gefallenen Engels
Sie war die Brave in „American Pie“, in ihrem wirklichen Leben feierte sie bis zum Exzess. Jetzt hat Tara Reid sich neu erfunden. Uns präsentiert sie sich ohne jede Reue – und ohne falsche Scham
Es hat schon etwas Ironisches, dass sie ausgerechnet diese Rolle bekam: die der Braven, der Abgeklärten, der Ernsthaften. In „American Pie“ spielte Tara Reid die Vicky. Eine Art Ruhepol in all dem Pubertäts- und Partychaos. Sie interessierte sich mehr fürs College als fürs Feiern. Wirklich laut wurde sie nur ein einziges Mal: als Freund Kevin sie mit seinen frisch erworbenen Cunnilingus-Künsten verwöhnte. „Ich bin im echten Leben viel wilder als Vicky“, sagte Reid damals. Das war 1999. Wie viel wilder – das ahnte man noch nicht.
Heute, elf Jahre später, sieht Tara Reid noch immer aus wie ein Geschenk Gottes – und hat den Lebenslauf eines gefallenen Engels. Aber sind die nicht immer am interessantesten?
Sie wuchs als Lehrerkind in New Jersey auf, wurde streng religiös erzogen und stand mit sieben Jahren schon für eine Game-Show vor der Kamera. Mit elf drehte sie ihren ersten Film. Irgendwann zog sie nach Hollywood, wo die Coen-Brüder sie für „The Big Lebowski“ casteten. Sie spielt „Bunny“ Lebowski. Eine kleine, aber denkwürdige Rolle. „Ich lutsch dir für 1000 Dollar den Schwanz!“, sagt sie zu Jeffrey Lebowski, dem „Dude“. „Eine wundervolle Frau“, antwortet der.
Im Jahr 1999 schaffte Reid mit den ersten beiden „American Pie“-Streifen den Durchbruch. Sie war jetzt ein Star. Die Filmangebote häuften sich. Wo immer sie auftauchte, klickten die Kameras. Und Anlass zu klicken hatten sie vor allem in Hollywoods Bars und Clubs. Die brave Vicky aus „American Pie“ entwickelte sich im wirklichen Leben immer mehr zu dem amerikanischen Partygirl.
Für eine Weile war Tara Reid das wilde Mädchen, das ihren besten Freundinnen Paris Hilton und Lindsay Lohan zeigte, was wild sein wirklich bedeutet. Es waren aufregende Jahre, und sie forderten irgendwann ihren Tribut. Ende 2008 verbrachte Reid 60 Tage in einer Entzugsklinik in Los Angeles.
Es wurde eine Zeit lang still um sie. Hilton und Lohan feiern heute weiter – ohne Tara. Sie sucht ihren Traummann abseits der roten Teppiche. „Ein Mann muss mich einfach zum Lachen bringen“, sagt sie. Immer mal wieder schafft das Michael Axtmann. Ein in den USA völlig unbekannter Millionärssohn aus Deutschland. Doch das Glück zeigt sich nicht beständig. Im April 2010 löst das Paar die Verlobung. Derzeit ist ihr einziger Bettgefährte Pascha. Eine Yorkshire-Malteser-Mischlingsdame.
Ihre Liebe zu den deutschen Männern ist allerdings nicht erloschen. „Deutsche Männer sind nicht solche Angeber wie die Typen in L.?A. Und in Deutschland stempeln mich die Männer nicht gleich ab.“
Vom Hollywood Boulevard ist sie ans Meer gezogen. In ein verglastes Penthouse direkt am Strand. Das Glitzerdasein Geschichte. „Ich hatte einfach genug davon“, sagt sie. Als „falsche Freunde“ bezeichnet sie ihre Clique von einst. Sie geht joggen, achtet auf ihre Ernährung, schwingt am Liebsten selber den Kochlöffel und sieht dabei so gut aus wie nie zuvor.
„Ich kann jetzt zum ersten Mal in meinem Leben behaupten, dass ich wirklich glücklich bin“, sagt sie heute. „Ich bin erwachsen geworden. Und es ist Zeit, dass die Leute da draußen sehen, wer ich wirklich bin. Ich habe einen großen Teil meines Lebens im Blickpunkt der Öffentlichkeit gelebt. Aber in Wirklichkeit bin ich ein absoluter Familienmensch.“
Tara Reid 2010: selbstbewusst und sexy. Sie hatte schon vor einigen Jahren die Chance, sich für den Playboy fotografieren zu lassen. Aber sie fühlte sich noch nicht bereit. Das hat sich geändert: „Ich denke, jetzt, mit 34, bin ich im perfekten Alter dafür“, sagt sie mit verruchter Stimme. Ihre stechenden Husky-Augen leuchten dabei. Das zweitägige Shooting habe Spaß gemacht, und von dem Ergebnis ist sie begeistert. „Ich bin so glücklich, dass ich mich entschieden habe, das zu tun.“ Wir auch.
Die Playboy-Bilder sind nur eines der Ergebnisse von Tara Reids neu gefundenem Tatendrang. Die anderen werden – zumindest in den USA – bald auf der Leinwand zu sehen sein. Zwei Filme mit ihr sind abgedreht: die Indie-Komödie „Last Call“ und der Psychothriller „The Fields“, in dem sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Mutter spielt. In diesem Film, sagt Reid, habe es eine großartige Szene gegeben mit ihr und der Oscar-prämierten Schauspielerin Cloris Leachman an einem Küchentisch: „Die Figur, die ich spiele, erzählt, wie sie versucht hat, ihren Ehemann glücklich zu machen. Aber der ist einfach nur wütend auf alles und jeden. Am Ende der Szene sagt sie: ‚It wasn’t supposed to be like this.“ Frei übersetzt: So war das alles nicht geplant.
„Ich denke, dass jeder Mensch im Leben manchmal an den Punkt kommt, an dem er genau das denkt.“ Leachman sei von der Szene so berührt gewesen, dass sie angefangen habe zu weinen. „Irgendwann weinte die ganze Crew“, sagt Reid, „und ich auch.“ Ein Satz, der in gewisser Weise auch auf einen Teil ihres bisherigen Lebens zutrifft? Nein. „Ich würde nichts von all dem ändern wollen, das mich hierher, an diesen Punkt in meinem Leben, gebracht hat“, sagt sie. „Und ich wünsche mir, dass alles so bleibt.“ Der gefallene Engel ist aufgestanden.
Es hat schon etwas Ironisches, dass sie ausgerechnet diese Rolle bekam: die der Braven, der Abgeklärten, der Ernsthaften. In „American Pie“ spielte Tara Reid die Vicky. Eine Art Ruhepol in all dem Pubertäts- und Partychaos. Sie interessierte sich mehr fürs College als fürs Feiern. Wirklich laut wurde sie nur ein einziges Mal: als Freund Kevin sie mit seinen frisch erworbenen Cunnilingus-Künsten verwöhnte. „Ich bin im echten Leben viel wilder als Vicky“, sagte Reid damals. Das war 1999. Wie viel wilder – das ahnte man noch nicht.
Heute, elf Jahre später, sieht Tara Reid noch immer aus wie ein Geschenk Gottes – und hat den Lebenslauf eines gefallenen Engels. Aber sind die nicht immer am interessantesten?
Sie wuchs als Lehrerkind in New Jersey auf, wurde streng religiös erzogen und stand mit sieben Jahren schon für eine Game-Show vor der Kamera. Mit elf drehte sie ihren ersten Film. Irgendwann zog sie nach Hollywood, wo die Coen-Brüder sie für „The Big Lebowski“ casteten. Sie spielt „Bunny“ Lebowski. Eine kleine, aber denkwürdige Rolle. „Ich lutsch dir für 1000 Dollar den Schwanz!“, sagt sie zu Jeffrey Lebowski, dem „Dude“. „Eine wundervolle Frau“, antwortet der.
Im Jahr 1999 schaffte Reid mit den ersten beiden „American Pie“-Streifen den Durchbruch. Sie war jetzt ein Star. Die Filmangebote häuften sich. Wo immer sie auftauchte, klickten die Kameras. Und Anlass zu klicken hatten sie vor allem in Hollywoods Bars und Clubs. Die brave Vicky aus „American Pie“ entwickelte sich im wirklichen Leben immer mehr zu dem amerikanischen Partygirl.
Für eine Weile war Tara Reid das wilde Mädchen, das ihren besten Freundinnen Paris Hilton und Lindsay Lohan zeigte, was wild sein wirklich bedeutet. Es waren aufregende Jahre, und sie forderten irgendwann ihren Tribut. Ende 2008 verbrachte Reid 60 Tage in einer Entzugsklinik in Los Angeles.
Es wurde eine Zeit lang still um sie. Hilton und Lohan feiern heute weiter – ohne Tara. Sie sucht ihren Traummann abseits der roten Teppiche. „Ein Mann muss mich einfach zum Lachen bringen“, sagt sie. Immer mal wieder schafft das Michael Axtmann. Ein in den USA völlig unbekannter Millionärssohn aus Deutschland. Doch das Glück zeigt sich nicht beständig. Im April 2010 löst das Paar die Verlobung. Derzeit ist ihr einziger Bettgefährte Pascha. Eine Yorkshire-Malteser-Mischlingsdame.
Ihre Liebe zu den deutschen Männern ist allerdings nicht erloschen. „Deutsche Männer sind nicht solche Angeber wie die Typen in L.?A. Und in Deutschland stempeln mich die Männer nicht gleich ab.“
Vom Hollywood Boulevard ist sie ans Meer gezogen. In ein verglastes Penthouse direkt am Strand. Das Glitzerdasein Geschichte. „Ich hatte einfach genug davon“, sagt sie. Als „falsche Freunde“ bezeichnet sie ihre Clique von einst. Sie geht joggen, achtet auf ihre Ernährung, schwingt am Liebsten selber den Kochlöffel und sieht dabei so gut aus wie nie zuvor.
„Ich kann jetzt zum ersten Mal in meinem Leben behaupten, dass ich wirklich glücklich bin“, sagt sie heute. „Ich bin erwachsen geworden. Und es ist Zeit, dass die Leute da draußen sehen, wer ich wirklich bin. Ich habe einen großen Teil meines Lebens im Blickpunkt der Öffentlichkeit gelebt. Aber in Wirklichkeit bin ich ein absoluter Familienmensch.“
Tara Reid 2010: selbstbewusst und sexy. Sie hatte schon vor einigen Jahren die Chance, sich für den Playboy fotografieren zu lassen. Aber sie fühlte sich noch nicht bereit. Das hat sich geändert: „Ich denke, jetzt, mit 34, bin ich im perfekten Alter dafür“, sagt sie mit verruchter Stimme. Ihre stechenden Husky-Augen leuchten dabei. Das zweitägige Shooting habe Spaß gemacht, und von dem Ergebnis ist sie begeistert. „Ich bin so glücklich, dass ich mich entschieden habe, das zu tun.“ Wir auch.
Die Playboy-Bilder sind nur eines der Ergebnisse von Tara Reids neu gefundenem Tatendrang. Die anderen werden – zumindest in den USA – bald auf der Leinwand zu sehen sein. Zwei Filme mit ihr sind abgedreht: die Indie-Komödie „Last Call“ und der Psychothriller „The Fields“, in dem sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Mutter spielt. In diesem Film, sagt Reid, habe es eine großartige Szene gegeben mit ihr und der Oscar-prämierten Schauspielerin Cloris Leachman an einem Küchentisch: „Die Figur, die ich spiele, erzählt, wie sie versucht hat, ihren Ehemann glücklich zu machen. Aber der ist einfach nur wütend auf alles und jeden. Am Ende der Szene sagt sie: ‚It wasn’t supposed to be like this.“ Frei übersetzt: So war das alles nicht geplant.
„Ich denke, dass jeder Mensch im Leben manchmal an den Punkt kommt, an dem er genau das denkt.“ Leachman sei von der Szene so berührt gewesen, dass sie angefangen habe zu weinen. „Irgendwann weinte die ganze Crew“, sagt Reid, „und ich auch.“ Ein Satz, der in gewisser Weise auch auf einen Teil ihres bisherigen Lebens zutrifft? Nein. „Ich würde nichts von all dem ändern wollen, das mich hierher, an diesen Punkt in meinem Leben, gebracht hat“, sagt sie. „Und ich wünsche mir, dass alles so bleibt.“ Der gefallene Engel ist aufgestanden.
Text: Alexander Neumann und Amelie Besirsky ]







