Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Der Kurvenstar

Typisch Skirennläuferin: Immer will Christina Geiger die Schnellste sein. Wir halfen ihr bei der Vorbereitung zur Ski-WM in St. Moritz – auf unsere Art: entführten sie in eine Wohlfühl-Oase voller Saunen und Pools. Und baten sie, einfach mal ganz stillzuhalten und den Augenblick zu genießen...

Bad Hofgastein im Salzburger Land. Nach einem langen Foto-Shooting-Tag setzen wir uns abends mit der hinreißenden Skirennfahrerin Christina Geiger an den Kamin – endlich ein bisschen Zeit allein mit ihr! Das Feuer prasselt – es wird heiß…

Frau Geiger, haben Sie den Tag genauso genossen wie wir?
Oh ja. Am Anfang hatte ich natürlich Bedenken, weil ich noch nie ein Shooting ohne Kleidung gemacht habe. Aber ich hab mich von Anfang an sehr wohl gefühlt, das Team war toll und ist super auf mich eingegangen.

Das freut uns. Dann lassen Sie uns jetzt über Ihr wichtigstes Körperteil sprechen – wie geht es dem Knie?
Es ist okay. Die Operation hatte ich ja im Mai letzten Jahres. Und es dauert noch immer ein bisschen, bis ich 100 Prozent schmerzfrei bin. Momentan muss ich leider noch mit leichten Schmerzen trainieren. Aber die halten sich in Grenzen.

Beeinträchtigt Sie das nicht beim Fahren?
Mittlerweile nicht mehr. Bei den Rennen bin ich so fokussiert, dass ich den Schmerz komplett ausblenden kann. Ich kann bloß nicht in dem Umfang trainieren wie die anderen Mädchen und muss leider öfter mal eine Pause einlegen.

Rechnen Sie sich jetzt bei der Ski-WM in St. Moritz trotzdem Chancen aus?
In den letzten Wochen bin ich immer besser in Form gekommen. Die WM-Norm des Deutschen Ski-Verbands habe ich Anfang Januar mit einem 8. Platz beim Slalom-Weltcup in Flachau erreicht. Für St. Moritz (Ski-WM vom 6. bis 19. Februar, Slalom der Damen am 18.2. ab ca. 9.35 Uhr in der ARD, d. Red.) will ich mir keinen konkreten Platz vornehmen. Wichtig für mich ist, bei der WM topfit zu sein, sodass ich mein Optimum erreichen kann.

Was wäre das?
Ein Top-Ten-Platz im Slalom wäre natürlich schon ein schönes Ergebnis.

Die letzte deutsche WM-Siegerin war Maria Höfl-Riesch. Steckt der deutsche Damen-Skisport seit ihrem Karriereende 2014 in einer Krise?

Krise ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Das Problem war, dass vor ein paar Jahren ziemlich viele Fahrerinnen aufgehört haben und ein kleines Loch entstand. Es dauert seine Zeit, so ein Team mit jungen Fahrerinnen wieder neu aufzubauen.

Im Gegensatz zu uns scheinen die Österreicher solche Probleme nicht zu haben. Woran liegt das?
Ja, das stimmt. Österreich ist die Ski-Nation Nummer eins. Die haben auch deutlich mehr Läufer, die vorn mitfahren können. Bei uns sind es meistens immer ein, zwei Fahrerinnen. Das liegt natürlich auch daran, dass die Österreicher in jedem Bundesland die Berge vor der Tür haben, während die Skifahrer bei uns fast nur aus Bayern oder Baden-Württemberg kommen. Ent­sprechend bleiben dann natürlich in der Spitze mehr übrig. Aber anstatt zu jammern, sollten wir lieber schauen, dass wir in Deutschland genügend unternehmen, um Kinder für das Skifahren zu begeistern, damit wir in einigen Jahren auch eine größere Auswahl an Talenten haben.

„Ich fordere mich selbst schon gern mal heraus und springe über meinen Schatten“

Christina Geiger

…die dann später bei Weltcup-Rennen mit 70 Sachen die Piste runterbrettern. Sind Sie eigentlich komplett verrückt?
(Lacht) Ich fordere mich selbst schon gern mal heraus und springe über meinen Schatten. Vor zwei Jahren war ich zum Beispiel beim Fallschirmspringen, was eine total neue Erfahrung war. Aber im Ernst: Der Sport bringt immer gewisse Gefahren mit sich, die mir bewusst sind. Aus diesem Grund sehe ich den Skisport nicht als verrückt an, sondern als kontrollierbare und wundervolle Sportart.

Sind Sie bei Männern auch so mutig?
Ich bin auf jeden Fall emanzipiert genug, dass ich einen Mann ansprechen würde, der mir gefällt. Aber ich habe ja meinen Mann schon gefunden.

Die Ski-WM ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen die weiblichen auf die männlichen Fahrer treffen. Auf wen freuen Sie sich besonders?

Hmm, wenn ich jetzt einen nennen muss, dann wahrscheinlich den Norweger Aksel Lund Svindal. Der ist sehr erfolgreich, sympathisch und gut aussehend.

Und es würde Sie nicht stören, wenn er nun vielleicht Ihre Playboy-Fotos in seinen Spind hängt?
(Lacht) Wir Skifahrer haben ja zum Glück keine Spinde. Aber nee, ich finde, das ist eher eine Ehre.

Muss ein Mann sportlich sein, um Ihnen zu gefallen?
Ja, schon. Wenn man mit dem Partner zusammen trainieren oder einfach eine schöne Bergtour machen kann, das gefällt mir schon.

Worauf legen Sie noch Wert bei einem Mann?
Er sollte ehrlich sein und Humor haben. Ich will mit ihm lachen können. Und natürlich muss er auch ein bisschen Verständnis mitbringen, da ich viel unterwegs bin als Skirennfahrerin.

Sie sind Sportsoldatin und haben den Rang eines Oberfeldwebels. Wer gibt denn bei Ihnen in der Beziehung eigentlich die Befehle?
Ach, ich glaube, das ist bei uns ganz ausgeglichen.

Die Aufsteigerin

Ihre ersten Skier bekam Christina Geiger (geb. 1990 in Oberstdorf) mit drei Jahren. Seitdem geht es für sie darauf steil bergauf. 2010 nahm sie an den Olympischen Spielen in Vancouver teil und wurde im selben Jahr Junioren-Weltmeisterin. Ihr bestes Ergebnis bei den Großen war bisher ein dritter Platz bei einem Weltcup-Rennen im Slalom. Das soll noch besser werden. Am besten natürlich bei der Ski-WM in St. Moritz (Slalom der Damen am 18.2. ab ca. 9.35 Uhr in der ARD). Die Ski-WM geht bis zum 19. Februar.

Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.