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50 Jahre "Aktenzeichen XY"

Diese spektakulären Fälle bewegten die Nation

50 Jahre "Aktenzeichen XY"

Der 20. Oktober 1967. Das ZDF strahlt die erste Folge von „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ aus. Eine Revolution. Noch nie haben Fernsehen und Polizei so eng zusammengearbeitet. Jetzt tuen sie es mit großem Erfolg. Zum 50. Geburtstag des Formats zeigen wir Ihnen fünf spektakuläre Fälle: 

 1. Der Fall Lolita Brieger 


Es ist der Herbst des Jahres 1982. Lolita Brieger ist 17 Jahre alt, schwanger und verschwindet spurlos auf dem Weg zu ihrem Freund. Damals wird vermutet, Lolita habe sich selbst umgebracht. Der Vater ihres Freundes hielt nichts von der Beziehung seines Sohnes.

Nach einer ersten Trennung hatte Lolita schon einmal einen Selbstmordversuch begangen. Die Polizei verdächtigt trotzdem Lolitas Freund, kann ihm aber nichts nachweisen. Und das ganze 30 Jahre lang. Dann wird der Fall in „Aktenzeichen XY“ aufgerollt und endlich meldet sich ein Zeuge.

Der Mann gibt an, Lolitas Freund bei der Beseitigung der Leiche geholfen zu haben. Die beiden Männer hatten den Leichnam auf einer Müllkippe entsorgt. Genau dort findet die Polizei jetzt, 30 Jahre später, Lolitas sterbliche Überreste. Belangt wird der Freund aber trotzdem nicht. Ein Gericht fällt zwar ein Urteil, Totschlag, doch ist die Straftat inzwischen verjährt.  



2. Ein Fall von Kinderpornographie  


Zwei kleine Mädchen werden im Jahr 2007 von einem jungen Mann entführt und in seiner Wohnung festgehalten. Dort missbraucht er die Kinder und stellt Bilder der Tat ins Internet. Trotzdem gelingt ins der Polizei nicht, den Täter zu identifizieren. Schließlich zeigt „Aktenzeichen XY“ Fotos des Mannes, sowie Bilder, die Teile seiner Wohnung zeigen und hat damit Erfolg. Schnell melden sich Zuschauer und leiten konkrete Hinweise an die Polizei weiter. Der Mann kann festgenommen werden.   


3. Ein Verbrecher als Zuschauer


Im Juni 2014 zeigt „Aktenzeichen XY“ Bilder von Michael L, einem Räuber und Betrüger. Noch während die Sendung ausgestrahlt wird, melden sich zwei Zuschauer unabhängig voneinander bei der Polizei und informieren sie über den Aufenthaltsort des Gesuchten. Was keiner weiß: Michael L. schaut in diesem Moment selber „Aktenzeichen XY“ und ergreift, sobald er die Sendung sieht, sofort die Flucht. Die Polizei bleibt aber an ihm dran und schafft es schließlich, acht Tage später, ihn auf Usedom festzunehmen.  


4. Der erste gelöste Fall  


Der Verleger Bernhard Boll wird 1968 in seinem Wochenendhaus ermordet. Boll überrascht wohl einen Einbrecher, der ihn daraufhin mit einer Axt erschlägt. Anschließend durchsucht sein Mörder das Gebäude nach Wertgegenständen und setzt es dann, mitsamt der Leiche seines Opfers, in Brand. Bolls Sohn sieht zwar noch den Rauch aufsteigen und ruft die Polizei, bekommt den Mörder aber nicht zu Gesicht. Aus Mangel an Zeugen bleibt die Suche der Polizei erfolglos. „Aktenzeichen XY“ behandelt das Verbrechen noch im selben Jahr. Und tatsächlich kann der Täter identifiziert werden. Anhand einer Armbanduhr, die er Berhard Boll gestohlen hatte.

5. Der Fall Mark Herbert 


Es ist der 25. August 2012, als Mark Herbert auf einem Volksfest in Offenbach zusammengeschlagen wird. Ein Mann schlägt ihn zu Boden, wirft ihn gegen eine Wand und tritt anschließend auf ihn ein. Herbert brechen mehrere Rippenwirbel – er ist vom Hals abwärts querschnittsgelähmt. Drei Jahre später ist immer noch kein Täter gefasst, als „Aktenzeichen XY“ den Fall behandelt. Schließlich findet sich ein Zeuge, der sich an die Tat erinnert und den Täter identifizieren kann. Sven R. ist bereits als brutaler Schläger bekannt. Wenig später kann er verhaftet werden. Er wird zu elf Jahren Haft verurteilt.

Über die letzten Jahre behandelt die Serie über 4500 Fälle. Fast 2000 davon wurden später aufgeklärt. Die Erfolgsquote: 40,4 Prozent. Und das, obwohl es bei XY nicht um Kleinigkeiten geht. Fast jeder dritte Fall, den die Sendung aufrollt, ist ein Mordfall.  


Autor: Paul Hertzberg
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