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20 Fragen an Otto Waalkes

... über Sex im Alter und weiblichen Humor

20 Fragen an Otto Waalkes

Der Comedy-Gottvater tourt wieder durchs Land – und ist ziemlich gut in Form: ein offenes Gespräch mit Otto Waalkes über Sex im Alter, weiblichen Humor und den besten aller Scheidungswitze

 

Playboy: Herr Waalkes, Sie jodeln, hoppeln und blödeln sich seit über 40 Jahren über die Bühnen der Republik. Was haben Sie in dieser Zeit über die Deutschen und ihren Humor gelernt? 
Waalkes: Die Deutschen haben offenbar sehr viel Humor – denn mich kann man nur mit genug Humor ertragen. Und sie bezahlen mich seit 40 Jahren dafür, dass ich sie zum Lachen bringe! 

"Ich habe zwei Ehen erfolgreich abgeschlossen"

Otto Walkes

Playboy: Haben Sie manchmal Angst, dass der Otto-Humor – das Rumblödeln, das Albernsein, der treffsichere Kalauer – langsam ausstirbt? 
Waalkes: Also, wenn der Otto-Humor vor mir ausstirbt, dann habe ich etwas falsch gemacht. Aber ich bin ganz zuversichtlich. Den Otto-Motor gibt’s ja auch immer noch. 

Playboy: Die drei Schlüssel zu einer gelungenen Comedy-Show? 
Waalkes: Der zum Büfettsaal, der zum Klo und der zur Bühne – die drei sind ganz wichtig. 

Playboy: Wenn Sie Mario Barth auf der Bühne sehen, wie er Witze über Männer und Frauen macht und dabei selbst am meisten drüber lacht: Finden Sie das zum Lachen oder zum Weinen? 
Waalkes: Ich weiß nicht, ob man so viele Witze über Männer und Frauen machen sollte – so unterschiedlich sind die doch gar nicht. Hinten sind sie gleich, und vorn passen sie ineinander. 

Playboy: Vor einigen Jahren wählte das ZDF-Publikum Sie auf Platz drei der beliebtesten deutschen Komiker. Nach Heinz Erhardt und Loriot. Wer wären Ihre Favoriten? 
Waalkes: Über Loriot wird man immer lachen können! Aber auch Angela Merkel sagt lustige Sachen. 

Playboy: Ordnen Sie bitte aufsteigend nach Lustigkeit: Harald Schmidt, Cindy aus Marzahn, Helge Schneider, Horst Seehofer. 
Waalkes: Der Seehofer macht sich schon oft zum Horst, finde ich, aber auch der Schneider ist ein ganz helges Köpfchen. Cindy Show von der Marzahn geh ich auch ganz gern – nur bei Harald komm ich nicht immer ganz Schmidt. Wahrscheinlich, weil ich immer einschlafe, wenn jemand seinen Namen sagt . . . (Er spielt auf das Sch(l)aflied aus „Otto – Der Film“ von 1985 an, d. Red.) 

Playboy: Worüber lachen Sie mit 65, was Sie mit 25 noch nicht lustig fanden? 
Waalkes: Was haben Sie denn da recherchiert, ich bin doch noch nicht 65! Ich habe mich mit acht Jahren nämlich mal zehn Jahre älter gemacht, um in nicht jugendfreie Filme reinzukommen. Ich muss da dringend noch mal zum Amt und das rückgängig machen. Ach nee, Moment, bei meiner zweiten Ehe hab ich mich ja zehn Jahre jünger gemacht. Ja, gut, dann stimmt’s ja doch. Ja, darüber kann ich heute schon lachen. 

Playboy: Hatten Sie mal eine Phase, in der Sie darüber nachdachten, den Hampelmann an den Nagel zu hängen und sich neu zu erfinden? 
Waalkes: Einmal, aber ich hatte keinen Nagel zur Hand. 

Playboy: Frauen sagen immer, sie fänden Humor sexy. Was sagt Ihre Erfahrung: Ist Lustigsein wirklich ein Beischlaf-Garant? 
Waalkes: Ist Beischlaf wirklich ein Humor-Garant – das ist doch die Frage. Ich glaube aber nicht, dass Frauen bloß wegen meines Humors auf mich stehen. Es kommt auch darauf an, groß und muskulös zu sein. Eine Frau muss einem Mann ansehen können, dass er sie durchs Leben tragen kann, ohne einmal abzusetzen. 

Playboy: Worin unterscheidet sich der Humor von Männern und Frauen? 
Waalkes: Na, Frauen können beim Lachen stillen, und Männer können dabei im Stehen pinkeln. 

Playboy: Täuscht der Eindruck, dass Männer im Alter ernster werden, Frauen hingegen lustiger? 
Waalkes: Woher soll ich das wissen? Ich hatte doch noch nie eine Frau, die älter war als ich. 

Playboy: Sie sind gut befreundet mit Ihrem Ex-WG-Genossen Udo Lindenberg. Ihr Lieblingsthema heute: noch Frauen – oder schon Arthrose? 
Waalkes: Wir reden über alles! Bei Sex in unserem Alter weiß man ja nie, ob das nun ein Orgasmus war oder ein Herzinfarkt. Da ist der Rat eines Freundes schon gefragt. 

Playboy: Lindenberg war nie verheiratet. Hat er’s richtig gemacht? 
Waalkes: Ja, ich weiß, er hat sich nie getraut, um meine Hand zu bitten. Dabei gehe ich doch mit gutem Beispiel voran: Ich habe zwei Ehen erfolgreich abgeschlossen. 

Playboy: Es heißt, Sie hätten mit Ihrer zweiten Frau Eva Hassmann eine „offene Ehe“ geführt. Ein Modell, das Sie weiterempfehlen würden? 
Waalkes: Ich würde Eva jederzeit weiterempfehlen! Wenn ich sie nicht weiterempfohlen hätte, wären wir ja noch zusammen! 

Playboy: Ihr Lieblings-Scheidungswitz? 
Waalkes: Der beste Scheidungswitz ist die Ehe. 

Playboy: Sie sagen, Sie könnten sich eine dritte Ehe vorstellen. Dazu eine zeitlose Frage von Max Frisch: Welche Probleme löst die gute Ehe? 
Waalkes: Ist doch wundervoll, jeden Tag neben derselben Schönheit aufzuwachen – und dann nach Hause zur Frau zu fahren. 

Playboy: Humor, ist das für Sie auch der beste Schutz gegen all die Knüppel, die einem das Schicksal ständig zwischen die Beine wirft? 
Waalkes: Na ja, ich hatte eigentlich immer schon einen Knüppel zwischen den Beinen. Oh – das kann ich doch nicht so sagen – im Playboy! Entschuldigung. Ich wollte sagen: ja. 

Playboy: Wo hört bei Ihnen eigentlich der Spaß auf? 
Waalkes: Ich mag alles, was witzig ist und dabei nicht auf Kosten anderer geht, wie zum Beispiel klein gewachsener, hüpfender, zappeliger, jodelnder, haarloser, ostfriesischer Blödelbarden. 

Playboy: Was werden wir mal auf Ihrem Grabstein lesen? 
Waalkes: Bin zum Lachen im Keller. 

Playboy: Wenn man Ottifant und Playboy- Bunny kreuzen würde, was käme dabei raus? 
Waalkes: Na, ein Bunnyfant (siehe unten).

Playboy Deutschland

Ein echter Waalkes: Ottos Vorstellung vom Bunnyfanten



Autor: Playboy Redaktion, Playboy Deutschland
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