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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

20 Fragen an Pharrell Williams

Interview mit dem Pop-Produzenten

20 Fragen an Pharrell Williams

Seinen Song „Happy“ kennt auf der Straße jeder. Den 41-jährigen Pop-Produzenten Pharrell Williams nicht. Dabei ist zurzeit kaum einer erfolgreicher als der Mann aus Virginia – wie auch sein jüngstes Album „Girl“ beweist

Playboy: Ihr Song „Happy“ hat in 175 Ländern Platz eins der Single-Charts erreicht. Wie fühlt sich das an? 
Williams: Es ist verrückt. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. 

Playboy: Sie haben die Überraschung noch nicht verarbeitet? 
Williams: Es ist ein hundertprozentiger Schock. Etwas, womit ich nie gerechnet hätte. Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen. 

Playboy: Sie haben doch 20 Jahre auf diesen Punkt hingearbeitet. 
Williams: Ja, ich bin ein echter Sp.tzünder. Keine Frage. 

Playboy: Weil Sie musikalisch so viel Verschiedenes gemacht haben, für den amerikanischen Konsumenten vielleicht sogar zu viel Verschiedenes? 
Williams: Das ist richtig. Aber mir war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, ehe er versteht, worum es mir geht. Die Grenzen zwischen den Genres sind immer weiter zusammengeschmolzen, es gibt heute nicht mehr diese radikale Trennung zwischen Rap, Rock und Pop. Die Einstellung der Leute ist viel offener. 

Playboy: Jetzt geht Ihr Album „Girl“ durch die Decke. Eine Hommage an die Frauen – warum? 
Williams: Ganz einfach: Sie waren immer gut zu mir, und das über Jahre hinweg. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich bin. 

Playboy: Klingt eher nach Obsession als nach Künstler und Musen … 
Williams: Das könnte man so sagen. Ich liebe Frauen! 

Playboy: Was sich angeblich auch darin äußert, dass mehr Frauen als Männer für Sie arbeiten. Stimmt das? 
Williams: Ja, ich habe zehn Angestellte, acht davon sind weiblich. Einfach weil ich denke, dass sie einen besseren Job machen. 

"Meine weiblichen Angestellten wissen mit mir umzugehen. Und sie riechen auch besser als Männer."

Pharrell Williams

Playboy: Inwiefern? 
Williams: Sie sind toll, wenn es um Teamwork geht. Sie kennen mich und wissen mit mir umzugehen. Und sie riechen auch besser als Männer. Plus: Ich muss mir nicht ständig irgendwelchen Quatsch über Sex und Sport anhören, der mich nicht interessiert. 

Playboy: Bedeutet das, Sie wären gern als Frau zur Welt gekommen? 
Williams: Warum nicht? Ich wäre bestimmt ein hübsches Mädchen geworden. 

Playboy: Was sagt Ihre Frau, Helen Lasichanh, dazu, dass Sie sich mit so vielen Frauen umgeben? 
Williams: Damit hat sie kein Problem. Schließlich sind wir seit Ewigkeiten zusammen. Sprich: Sie kennt mich. Sie weiß, wie ich denke. Wir sind ein Paar und eine Macht. Wir sind wie Comic-Helden – unbesiegbar (lacht). 

Playboy: Und Sie haben einen kleinen Sohn mit ungewöhnlichem Namen … 
Williams: Ja, er heißt Rocketman. Rocketman Williams. 

Playboy: Darf man fragen, wie Sie darauf gekommen sind? 
Williams: Ich liebe Helden wie Superman, Spiderman, Batman. Aber das hat sich in Kombination mit meinem Nachnamen nicht gut angehört. Und ich habe ja auch meinen eigenen Superhelden kreiert, mit meinen ganz persönlichen, übernatürlichen Kräften. 

Playboy: Wie denkt er über Ihre Musik? 
Williams: Er findet sie cool. Zumindest sagt er das … (lacht). Von „Happy“ konnte er gar nicht genug kriegen. Er ist ein gutes Testobjekt: Was ihm gefällt, könnten auch andere mögen. Deshalb habe ich ihm auch alle Songs des Albums vorgespielt. 

Playboy: Mit wem würden Sie noch gern zusammenarbeiten? 
Williams: Mit Prince. Ich habe ihn auch schon ein paar Mal getroffen. Doch letztlich braucht er mich nicht. Einfach weil er so gut ist und so viel Talent hat. Ich hätte aber auch nichts dagegen, etwas mit U2 oder Metallica zu machen. Also ruhig mehr Rock. Denn das ist Musik, die ich auch privat höre. 

Playboy: Nebenbei versuchen Sie sich noch an Mode, Möbeln, Skulpturen, Schmuck – warum? 
Williams: Es hat nichts mit Geld zu tun. Im Gegenteil: Jede dieser Sachen steht für eine Möglichkeit, die sich mir irgendwann eröffnet hat. Irgendjemand hat an mich geglaubt und mir die Chance gegeben, mich an etwas zu versuchen, von dem ich keine Ahnung hatte – und definitiv auch keinerlei Ambitionen besaß. 

Playboy: Was kommt als Nächstes? 
Williams: Fertighäuser. 

Playboy: Wie bitte? 
Williams: Das ist mein Traum, an dem ich seit Jahren arbeite. 

Playboy: Was darf man sich unter einem Pharrell-Haus vorstellen? 
Williams: Es ist ein Happy House, das ein gutes Gefühl vermittelt. Also kein kalter Design-Tempel, sondern ein warmer Ort für richtige, lebendige, normale Menschen. Man muss sich wohlfühlen, diesem Anspruch folge ich auch als Architekt. 

Playboy: Mal ehrlich: Gibt es irgendetwas, das Sie nicht können, worin Sie eine echte Niete ist? 
Williams: Natürlich gibt es Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Aber ich versuche, so viel Zeit wie möglich auf Dinge zu verwenden, in denen ich gut bin. Ich würde es zum Beispiel nie wagen, mich am Kochen zu versuchen. 

Playboy: So schlimm? 
Williams: Na ja, ich kann zwar Rezeptanleitungen folgen. Aber ich wüsste wahrscheinlich nicht, wie man den Ofen bedient. Was auch der Grund ist, warum ich Pop-Tarts und Toaster-Strudel mag. Man wirft sie in den Toaster und wartet, bis sie fertig sind. Das ist Basiskochen für Männer

Autor: Marcel Anders
Florian Roser in der White Hell
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