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Ultras der Ukraine

Die Revolutionäre aus der Kurve

Die Revolutionäre aus der Kurve

Kairo, Istanbul, Kiew. Wo immer es zuletzt zu gewalttätigen Aufständen kam, standen sie an vorderster Front: Ultras, radikale Fußballfans, sind eine treibende Kraft der jüngsten Revolutionen. Unterwegs in Kiew mit den Straßenkämpfern vom Majdan

Als die Männer der Spezialeinheit Berkut ihre Attacke auf die Protestierenden beginnen, tragen sie Sturmmasken, Helme und kugelsichere Westen. Sie kommen von drei Seiten. Schon seit Stunden dauern die Straßenkämpfe an, Molotow-Cocktails fliegen, Steine, Blendgranaten. Gerüchte über Scharfschützen und erste Tote machen die Runde. Später wird dieser Tag, der 19. Februar 2014, als einer der blutigsten der Majdan-Proteste gelten. Aber das weiß Dominic zu diesem Zeitpunkt nicht. Was er weiß, ist, dass er in der Scheiße steckt.

Der 20 Jahre alte Politikstudent hat sich zu weit vor die Barrikade gewagt, nun sieht er die Elite-Polizisten des Berkut von drei Seiten auf sich zulaufen. Sekunden später schlagen sie ihn mit Gummiknüppeln nieder. Kurz darauf findet er sich mit Dutzenden anderen Festgenommenen vor einem verriegelten U-Bahn-Eingang wieder. Mit zwei offenen Platzwunden am Kopf liegt er auf dem Pflaster. Der Schädel übersät von Blutergüssen. Die Berkut-Männer nehmen ihm das Messer und seine Gummigeschoss-Pistole ab, die er am Gürtel befestigt hat, und befehlen ihm, sich hinzuknien. Als er sich weigert, schlagen sie erneut mit Knüppeln zu und zerren ihn in eine Ecke hinter dem U-Bahn-Eingang. Ein Berkut-Mann greift sich Dominics Pistole. Macht vier Schritte nach hinten, richtet die Waffe auf Do-minic – und drückt ab.

Mischung aus Bürgerkriegs- und Feiertags-Atmosphäre 

Drei Wochen später herrscht auf dem Majdan, dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum Kiews, eine unwirkliche Mischung aus Bürgerkriegs- und Feiertags-Atmosphäre. Familien mit Kindern schlendern zwischen Barrikaden, ausgebrannten Häusern und den Armeezelten umher, die die Protestierenden hier errichtet haben. Es ist, als besichtigte das bürgerliche Kiew ein Freilichtmuseum über die eigene Revolution. Viele legen Blumen nieder. Über 100 Menschen sind bei den Protesten umgekommen. Einige Besucher weinen, andere machen Fotos. 

Als Dominic an unserem Treffpunkt erscheint, humpelt er und trägt eine Kombination, die man selten sieht: Jogginghose und kugelsichere Weste. Aber erstens ist in diesen Tagen in Kiew, in denen Bürgerwehren in Tarnuniformen Sushi-Restaurants zu paramilitärischen Hauptquartieren umfunktionieren und geschminkte Frauen vor ausgebrannten Autos posieren, nichts wirklich ungewöhnlich. Und zweitens zeigt der Trainings-Kampfdress recht genau, was Dominic ist: ein Sportfan, dem es zurzeit um mehr geht. Der zum bewaffneten Revolutionär geworden ist. 

"Hello, nice to meet you!"

Dominic ist ein Ultra. Ein extremer Anhänger des Fußballclubs Arsenal Kiew. Weiche, fast kindliche Züge, wuchtiger Körper, breites Grinsen zur Begrüßung: „Hello, nice to meet you!“ Wenn es in den vergangenen Jahren irgendwo zu gewalttätigen Aufständen gegen das Regime kam – ob in Kairo, Istanbul oder hier in Kiew –, gehörten Jungs und Männer wie er zur Speerspitze der Proteste. Typen, denen man weniger zutraut als den Sturz einer Regierung. Als Mubaraks Truppen 2011 auf Kairos Tahrir-Platz gegen die Demonstranten vorgingen, machten es die Ultras des Kairoer Clubs Al-Ahly zu ihrer Aufgabe, die Protestler zu beschützen. Bald galten sie als eine treibende Kraft der Revolution. Während der Proteste 2013 auf dem Taksim-Platz in Istanbul schlossen sich Ultras der Hauptstadt-Clubs Galatasaray, Fenerbahçe und Be¸sikta¸s zusammen und kämpften auf Seiten der Demonstranten – eine eigentlich unvorstellbare Allianz: Noch wenige Wochen zuvor hatte ein Fenerbahçe-Anhänger einen Galatasaray-Fan erstochen. Und jetzt also Kiew. Auch hier wäre die Revolution ohne Kerle wie Dominic anders verlaufen. Aber was macht sie so wichtig? Und warum mischen sie sich ein? 

Die erste Frage ist im Gespräch mit Dominic schnell geklärt, noch während wir über den Majdan spazieren: Unter Ultras versteht man vielleicht in Deutschland jene Jungs, die im Stadion mit Bengalos zündeln, hübsche Choreografien inszenieren und sich ab und zu ein wenig prügeln. Mit ukrainischen Ultras, ist schnell herauszuhören, haben sie etwa so viel gemeinsam wie Dackel mit Bullterriern. Dieselbe Gattung, unterschiedliche Gewaltbereitschaft. 

Dominic weiß, wie man einen Mann mit einem Schlag niederstreckt 

Als Dominics Verein, Arsenal Kiew, sich Ende Oktober vergangenen Jahres aus der „Premjer Liga“ zurückzog und Insolvenz anmeldete, fand er das schade. Aber kein Drama. Denn um Fußball geht es in seinem Ultra-Dasein nur zum Teil. Statt Plakate zu malen und über die Viererkette zu diskutieren, liest er lieber Bücher über Theorien des Anarchismus, geht ins Mixed-Martial-Arts-Training und übt sich in der schmutzigen Kunst des Straßenkampfs. Dominic weiß, wie man einen Mann mit einem Schlag niederstreckt oder eine Messerattacke abwehrt. Und mittlerweile weiß er auch, wie man einen Molotow-Cocktail mischt. Er hat es hier auf dem Maj-dan gelernt. Als die Proteste eskalierten, stand er ganz vorn auf den Barrikaden. Mit vielen Bekannten.

Auf der Profilseite, die die Ultras von Dynamo Kiew im sozialen Netzwerk VKontakte betreiben – einer Art russischem Facebook –, findet sich bereits am 21. Januar 2014 ein Aufruf zum Kampf: „Wir ziehen los“, heißt es darin, „aber nicht, damit wir nach Europa gebracht werden, nicht für Julija, Vitali, Arsenij oder Oleg“ – gemeint sind die bekanntesten Oppositionspolitiker – „nicht gegen Russland oder die Russen!!! Wir ziehen los für die Kiewer, für unsere Stadt, für unser Land, für unsere Ehre!“ Ähnliche Statements veröffentlichten Ultra-Gruppen im ganzen Land. Im Februar vereinbarten sie einen Waffenstillstand untereinander. Dabei hatten bereits seit Wochen Ultras aus Kiew, Lwiw, Donezk und anderen Städten gemeinsam gegen Janukowitschs Regime gekämpft. Die Vebrüderung hatte längst stattgefunden. 

Zwei Schüsse, zwei tiefblaue Blutergüsse 

Die Kugeln des Berkut-Mannes trafen Dominic am Oberschenkel. Zwei Schüsse, zwei tiefblaue Blutergüsse. Sie schleppten ihn zurück zu den anderen Festgenommenen und warfen ihn auf den Boden. Neben Dominic lag ein etwa 70-jähriger Mann. Tot. „Ich hatte keine Angst, ins Gefängnis zu kommen“, sagt Dominic, als er uns den U-Bahn-Eingang zeigt, vor dem er lag. „Ich hatte nicht einmal Angst zu sterben. Ich hatte nur Angst davor, dass sie mich mitnehmen und in irgendeinem Keller oder 
Wald foltern.“ Dominic wusste, er musste abhauen. 

In der Ukraine gibt es etwa 6000 bis 10 000 Ultras wie ihn, der Großteil zwischen 16 und 25 Jahre alt, in der Regel 
gut ausgebildet, aber auch ziemlich gewaltbereit. Mal geht 
es gegen die Polizei, mal gegen andere Ultras, mal sind Messer und Baseballschläger im Spiel, mal trifft man sich im Wald zur „Fair Play“-Schlägerei: 50 gegen 50, keine Waffen. Sie begreifen das als eine Art Extremsport. Man trifft Ultras eher im Fitnessstudio oder im Boxring als auf Bolzplätzen. Politisch stehen sie fast alle rechts bis extrem rechts. Einzige Ausnahme: die Ultras von Arsenal Kiew. Die sind links. Vor Beginn der Revolution wurden sie auch deshalb regelmäßig von Dynamo-Ultras durch die Stadt gejagt. 

Ultras sehen es als ihre Aufgabe an, die Demonstranten zu beschützen 

„Ich glaube aber nicht, dass sich die Ultras eingemischt haben, weil sie konkrete politische Ziele verfolgen“, sagt Oleksij Borowskij. Der Soziologie-Professor von der Kiewer Taras-Schewtschenko-Universität hat vor einigen Jahren an einer Studie über ukrainische Ultras mitgearbeitet, er kennt sie gut. „Entscheidend war eher, dass auf Seiten der Regierung irgendwann bezahlte Schläger, sogenannte Tituschki, eingesetzt wurden, die auf dem Majdan für Unruhe sorgen sollten. Von da an sahen es die Ultras als ihre Aufgabe an, die Demonstranten zu beschützen.“

Zudem betrachten Ultras die Polizei und staatliche Spezialeinheiten als ihre natürlichen Feinde. Sorgten also die radikalen Fußballfans dafür, dass sich die friedliche Protestbewegung der Anfangstage schließlich mit Gewalt zur Wehr setzte? Borowskij blickt kurz aus dem Fenster seines Büros im vierten Stock des grauen Universitätsklotzes. „Nicht allein. Aber sie waren eine unterstützende Kraft.“

Das alte Stadion von Dynamo Kiew, das den Namen von Trainer-Legende Walerij Lobanowskyj trägt, steht nur ein paar hundert Meter vom Majdan entfernt. Der Weg auf das Gelände führt durch einen weißen Torbogen, dessen Säulen vom Ruß schwarz gefärbt sind. Einige der brutalsten Kämpfe während der Proteste fanden hier statt. Taras, 36, durchtrainierter Körper, dünnes Haar, seit 15 Jahren Dynamo-Ultra, zeigt von einer Barrikade aus Autoreifen hinüber auf die Lobanowskyj-Statue neben dem Torbogen. „Die Frontlinie verlief genau hier. Für mich war es ein symbolisch wichtiger Moment, als wir Lobanowskyj zurückerobert hatten.“ Taras ist im normalen Leben Produktmanager bei einer Elektronikfirma. Während der Proteste ging er tagsüber arbeiten und nachts auf den Majdan. Irgendwann reichte ihm das nicht mehr. Er sprach mit seinem Chef und nahm Urlaub für die Revolution. „Ich habe aber nicht ganz vorne auf den Barrikaden gekämpft“, sagt er. „Viele von uns halfen im Hintergrund, haben Essen und Medikamente auf den Majdan gebracht und in den Krankenhäusern Verwundete vor der Polizei beschützt. Die Bullen wollten ja sogar Schwerverletzte mitnehmen.“ Etwa 1000 Dynamo-Ultras seien an den Protesten beteiligt gewesen, schätzt Taras. Viele von ihnen verletzten sich schwer. Ein Freund von ihm verlor durch eine Granate seine linke Hand. Generalstabsmäßig geplant hätten sie ihre Aktionen aber nie. „Wir haben uns übers Internet, SMS, Mundpropaganda und eine Handy-App abgesprochen, die wie eine Art Polizeifunk funktioniert. Oft bildeten sich dann kleine Gruppen, die Verwundete wegbrachten oder gemeinsam Jagd auf Tituschki machten.“ 

Reste eines verzweifelten Kampfes 

Ein paar Meter hinter Taras steht ein wild zusammengezimmertes Katapult. Daneben liegt ein mannshoher Haufen Pflastersteine, die die Aktivisten aus dem Boden gerissen haben. Reste eines verzweifelten Kampfes. „Die Proteste haben Teenager und Rentner zusammengebracht, Arbeiter und Manager“, sagt Taras. „Das waren unsere Leute. Wir Ultras haben nicht die Hauptrolle gespielt in dieser Revolution, aber wir konnten uns auch nicht raushalten.“ Künftig werde es nun darum gehen „zu kontrollieren, dass die Regierung tut, was das Volk will“, sagt er. „Die Politiker wissen jetzt, dass die Ultras eine starke, gut organisierte Gruppe sind. Sie werden uns nicht ignorieren können.“ 

Das Blut aus Dominics Kopf bildete bereits eine Pfütze auf den Pflastersteinen vor dem U-Bahn-Eingang, als er die Sirene hörte. Der Krankenwagen kam wenige Meter neben ihm zum Stehen. Dominic wusste, dass er nicht für ihn gekommen war, aber er wusste auch, dass er es irgendwie dort hineinschaffen musste. Also begann er ein Zittern am ganzen Körper vorzutäuschen, Zuckungen, Krämpfe, es sollte aussehen, als würde er sterben. Ein Sanitäter stürzte auf ihn zu, erklärte den Berkut-Männern, er müsse Dominic sofort mitnehmen. Auf keinen Fall, sagten sie. Erst als sich einige Frauen einmischten, schrien und flehten, wurde Dominic doch noch in den Krankenwagen geladen. 

Polizisten kamen in das Krankenhaus 

Während der Fahrt fragte er einen Sanitäter, ob ihnen jemand folge. Ja, da sei ein Jeep. Vor dem Krankenhaus stieg ein Berkut-Mann aus dem Geländewagen. Er folgte Dominic in die Notaufnahme, stand neben ihm, während er am Kopf genäht wurde, und wich ihm nicht von der Seite, als er in einem Bett in den ersten Stock geschoben wurde. Dann ging alles sehr schnell: Einige Polizisten kamen in das Krankenhaus, sie wollten die Personalien der eingelieferten Demonstranten aufnehmen. Doch die weigerten sich. Es kam zu einem Handgemenge. Als der Berkut-Mann seinen Kollegen zu Hilfe eilte, sah Dominic, dass das Fenster neben seinem Bett offen stand. Erster Stock, vier Meter. Er sprang einfach. Bei der Landung schmerzte sein Bein, doch er konnte noch laufen. Kletterte über einen Zaun, rannte weiter. Dann hörte er das Hupen mehrerer Autos. Männer schrien ihm zu, er solle einsteigen. Majdan-Aktivisten. Er war gerettet.

Was Dominic womöglich erlebte hätte, wenn er nicht geflohen wäre, davon könnte ihm Dmytro Bulatow erzählen. Bulatow, 35, war bis vor wenigen Monaten ein unauffälliger Geschäftsmann, der ein Autohaus und ein Restaurant in Kiew betrieb. Dann wurde er zu einem der Anführer des „Auto-Majdan“, einer Gruppe von Aktivisten, die Straßen blockierte und Protest-Autokorsi organisierte. Mitte Januar verschwand Bulatow spurlos. Erst zehn Tage später tauchte er wieder auf. Unbekannte Männer hatten ihn entführt. Die Bilder seines blutüberströmten, von Folter gezeichneten Gesichts gingen um die Welt. Bulatow wurde zu einer Ikone des Protests – und vier Wochen später zu einem Mitglied der Übergangsregierung: als Sportminister. 

Spuren, die das Martyrium hinterlassen hat 

Als Bulatow an einem Dienstag Mitte März den Pressesaal im Kiewer Olympiastadion betritt, sieht man in seinem Gesicht noch die Spuren, die das Martyrium hinterlassen hat. Eine große Narbe zieht sich über seine linke Wange, der obere Teil seines rechten Ohrs ist abgeschnitten. Bulatow nimmt auf einem kleinen Podium Platz – direkt neben Andrij Korenewskij, dem Boss der Dynamo-Ultas. Die beiden sind hier, um einen überraschenden Plan vorzustellen: Trotz der schwierigen politischen Lage soll am Wochenende die Fußball-Liga wieder ihren Betrieb aufnehmen – und die Ultra-Gruppierungen der gesamten Ukraine sollen dabei der Polizei helfen, in den Stadien für Sicherheit zu sorgen. Es ist, als würde man die Bandidos bitten, für einen Tag den Straßenverkehr zu regeln.

Bulatows Kalkül bei diesem Vorhaben ist klar: Er will durch den Fußball wieder etwas Normalität in den ukrainischen Alltag bringen. „Das wird helfen, den Radikalismus zu verringern“, sagt er. Gleichzeitig wäre es angesichts der instabilen Lage auf der Krim und in der Ostukraine katas-trophal, wenn es in den Stadien zu Ausschreitungen käme. Deshalb braucht er die Ultras. „Sie haben bereits viel für den Majdan getan, sie haben uns bei unserem Sieg geholfen, aber jetzt brauche ich noch einmal ihre Hilfe.“

Ein kleiner, angespannter Mann, der es eilig hat

Spät an diesem Abend treffen wir noch Andrij Korenewskij, den Chef der Dynamo-Ultras, auf der dunklen Terrasse eines McDonald’s am Stadtrand von Kiew. Ein kleiner, angespannter Mann, der es eilig hat. Er will in die Klinik zu dem Dynamo-Ultra, der bei den Kämpfen eine Hand verlor. Andrij selbst kämpfte nicht auf den Barrikaden. Während der Proteste sah er seine Aufgabe vor allem darin, Ordnung ins Chaos zu bringen. Er forderte die Minderjährigen unter den Ultras auf, sich von den Barrikaden fernzuhalten. Er ist der Kopf hinter dem Kampf-Aufruf der Dynamo-Ultras und dem Friedensabkommen. Ein Chefstratege. Es sei „keine Schande“, sagt er, jetzt mit den einstigen Erzfeinden von der Polizei zusammenzuarbeiten. „Es sind schwierige Zeiten. Da müssen wir helfen. Das Wichtigste ist, dass die ganze Nation jetzt zusammenhält. Wir Ultras wollen da ein Vorbild sein. Jetzt beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Ukraine. Wir wollen, dass es gut ausgeht.“

Frieden? Neubeginn? Der Barrikadenkämpfer Dominic spricht anders über die Zukunft. Er humpelt über den Majdan und redet von einer „zweiten Welle der Revolution“, die er für die Zeit nach den Wahlen im Mai erwartet. Die werde endgültig die alten Machteliten wegspülen. Sobald es seinem Bein besser gehe, sei er bereit, in den Krieg zu ziehen, falls der Konflikt mit Russland eskaliere. Dominic, 20 Jahre alt, klingt wie ein Revolutions-Romantiker, der seine Sturm-und-Drang-Phase durchlebt. Die Frage ist, ob er sie überlebt.

Ultras: die Extremen unter den Fans

Die Ultra-Bewegung nahm ihren Anfang in den 50er-Jahren in Italien und verbreitete sich ab den 80ern auch im Rest Europas. Ultras verstehen sich als fanatische Anhänger, die ihr Team auf kreative Weise unterstützen (mit Gesängen, Bannern, Choreografien) und sich "gegen den modernen Fußball" aussprechen. Die Grenzen zwischen Ultras und Hooligans sind bisweilen fließend, vor allem in Osteuropa. Für die Ultras von Dynamo Kiew gehören Schlägereien genauso zum Spieltag wie Schlachtrufe und Pyrotechnik 

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