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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Nora Tschirner

Im Bett mit der unverschämt schönen Schauspielerin

"Ja, ich werde auch körperlich"

Die süße Nora Tschirner wird am 12. Juni 35 – Grund genug, nochmal das große Liebesinterview mit ihr zu lesen. Denn was ist besser als Sex und dann ein Bier mit Freunden? Im Bett liegen mit Nora Tschirner. Egal, was dort passiert: Sie ist so unverschämt schön und so wunderschön unverschämt - Gelegenheit, ihr offen die Liebe zu gestehen

Sie betritt die Münchner Hotelsuite und will gleich ins Bett. Eines langen Tages Abend. Ein Bademantel. Ein netter Typ vom Playboy. Wie erholsam! Sie ist so hinreißend unkompliziert. Also ab zu ihr unter die Decke - und dann spontan rote Rosen hervorgezaubert. 

Playboy : Nora, für dich. Weil du... 
Nora Tschirner: Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so viele Rosen kriege! 

Playboy : Trauen sich andere Männer nicht? 
Tschirner: Vielleicht wissen die auch, dass meine Lieblingsblumen, äh . . . Herbstastern sind. Oder die denken, ich hau zu, wenn sie mir Blumen schenken. Ich sollte an meinem Image arbeiten. 

Playboy : Nein, bleib so. Sag mir nur, warum dein erstes Mal im Playboy so zugedeckt sein muss. 
Tschirner: Das stimmt doch gar nicht. Jahrelang war ich nackt als verschiedene Leute im Playboy. Zuletzt als Claudelle Deckert. Da siehst du mal, was für eine gute Schauspielerin ich bin. Und ich habe da auch grundsätzlich Lust drauf, nur zurzeit gerade nicht so. 

Playboy : Uns ist jeder Millimeter Nora Tschirner lieber ist als keine Nora Tschirner. 
Tschirner: Siehste! Und da haben euch bis jetzt die ganzen anderen Mäuslein einfach völlig missverstanden. 

Playboy : Der Regisseur David Pinillos hat gesagt, du hättest eine Schönheit, die in sich selbst ruht und sehr persönlich wirkt. Hast du verstanden, was er damit meint? 
Tschirner: Nicht ganz, aber man muss natürlich auch überlegen, dass spanische Frauen anders sind als deutsche. Man tut sich immer schwer mit Länderklischees, aber ich glaube, für Spanier ist das, was ich bin, in sich ruhend. Die sehen mich als stille Melancholikerin. 

Playboy : Also, für mich bist du einfach die tollste Erscheinung, seit es deutschen Film gibt. Oder überhaupt Kameras. Oder Schauspielerinnen . . . 
Tschirner: Ich habe so das Gefühl, dass du dir das vorher überlegt hast. 

Playboy : Das ist doch wohl klar, wenn man jemanden verehrt. Ich habe alles von dir gesehen. 
Tschirner: Auch wie ich der Marienkäfer in der „Sesamstraße“ war? 

Playboy : Ja, das fand ich aber nicht so herausragend. 
Tschirner: Weil ich da eine Figur habe, die dir nicht so gefällt. Du willst halt lieber, dass ich im Bademantel rumliege. 

Playboy : Es ist nicht nur deine Figur. Bei dir stimmen Persönlichkeit und Inszenierung immer perfekt überein. Du bringst geschmackssichere Männer um den Verstand. 
Tschirner: Entschuldigung, jetzt habe ich dich aus Versehen geboxt. 

Playboy : Du kannst nicht gut mit Komplimenten umgehen, oder? 
Tschirner: Nee. Ich bin davon etwas überfordert. Weil man da plötzlich so einen Ball zugeworfen kriegt, den man nicht zurückwerfen und sagen kann: du aber auch. Wäre auch ein bisschen blöd, wenn du mir das mit der Inszenierung und den Männern sagst - also eigentlich ganz lustig: du aber auch! 

Playboy : Was war das schönste Kompliment für dich? 
Tschirner: Das habe ich von der kleinen Tochter meines Bandkollegen bekommen. Die hat immer, wenn Tinker Bell im Fernsehen kam, auf die Fee gezeigt und gesagt: „Noa!“ Also, damit meinte sie mich. Dann dasselbe später bei Rihanna. Da habe ich gedacht, jetzt wird es völlig geil. Und dann hat sie irgendwann „Dick und Doof“ gesehen und auf Laurel und Hardy gezeigt und gesagt: „Noa!“ Und da habe ich gewusst, besser geht’s nicht mehr. Da war ich, ohne Scheiß, so glücklich . . .

Playboy : Mit wem wirst du noch gern verwechselt? 
Tschirner: Na, oft mit Lena (Meyer-Landrut, d. Red.). Die ist super. Und mit Dick und Doof halt. 

Playboy : Das Tolle an dir ist ja, du kannst sagen, was du willst, es klingt immer irgendwie klug und charmant. 
Tschirner: Ich glaube dir kein Wort. 

Playboy : Bei dir wusste ich nur einmal nicht, ob ich’s glauben soll - als du über Florian Silbereisen gesagt hast „Der ist total nett.“ War das böse gemeint oder ehrlich? 
Tschirner: Das ist nicht böse. Ich fand ihn tatsächlich nett. Das war für mich auch eine überraschende Erkenntnis. Aber ich finde das andererseits auch wieder sehr schön. Weil ich lieber wollen würde, dass die ganze Menschheit voll von guten Typen ist. Ich würde so etwas nicht zynisch sagen. Ich finde Zynismus schwierig. 

Playboy : Woran erkennst du schlechte Typen? 
Tschirner: Ich glaube, ich kann ganz gut spüren, ob jemand mir Scheiße erzählt. Und wenn jemand lügt oder eine Masche fährt, finde ich das nicht so attraktiv. 

Playboy : Wie würde Lara Croft, die du im neuen „Tomb Raider“-Spiel gerade synchronisiert hast, auf so einen Typen reagieren?
Tschirner: Die würde, glaube ich, dafür keine Munition verschwenden. 

Playboy : Und auf eine deftigere Anmache? 
Tschirner: Also, wenn jemand übergriffig wird, würde sie ihn natürlich plattmachen. Ich auch. Also jedenfalls in der Theorie. 

Playboy : Kannst du kämpfen? 
Tschirner: Ja, ich werde auch körperlich. Klassischer Fall: Ich sitze auf einer Premierenfeier, und morgens um vier scharwenzelt jemand heran, der sich schon seit Stunden Mut antrinkt, und wird dann tatschig. Da findet keine große innere Diskussion mehr statt. Ich sage dann: „Hand runter vom Knie.“ Und als Nächstes setzt es was. 

"Wenn ich in jemanden verknallt bin, finde ich plötzlich Sachen okay, die ich noch vor zwei Wochen total abgelehnt hätte"

Nora Tschirner

Playboy : Wo haust du hin? 
Tschirner: Da, wo ich rankomme. Und Schubsen ist gut. Also, ich würde immer gleich schubsen. 

Playboy : Du machst ja bald einen „Tatort“ mit Christian Ulmen, hast du da Stunts? 
Tschirner: Es wird krass aktiv. Ich schubse viel. Weimar ist ein superheißes Pflaster. Das musst du einfach in den Actionszenen auch irgendwie repräsentativ darstellen. 

Playboy : Wie weit gehst du vor der Kamera? Gibt es für dich eine Grenze, wo du sagst, da lasse ich mich lieber von Lena doubeln? 
Tschirner: Ja, wenn kein Sex vorkommt, bei so Sprachszenen, so Dialogen, oder wie das heißt. Das finde ich immer ein bisschen boring.

Playboy : Ich habe das Gefühl, du nimmst das hier nicht richtig ernst. 
Tschirner: Willst du einen Schluck Cola . . ? 

Playboy : Danke, nein, ich achte auf meine Linie. Apropos: Wo fängt bei dir Verknalltsein an, so auf der Gehirnebene, wenn du merkst, einer wie Ulmen tickt wie du, oder auf der körperlichen Ebene, wenn du siehst, Brad Pitt passt optisch perfekt zu dir? 
Tschirner: (lacht) Ich gucke immer erst mal, wie es zusammen aussieht. Also, wenn ich größer bin als er, wie sieht das dann bei der Bambi-Verleihung aus? Nee, bei mir ist es definitiv wichtiger, dass ich weiß, wie sein Kopf funktioniert. Körperliche Anziehung ist natürlich immens wichtig. Aber es muss eine bestimmte Chemie dazukommen, und die hat nichts mit Sixpacks zu tun. 

Playboy : Also, so wie bei uns? 
Tschirner: Ich verstehe die Frage nicht.

Playboy : Ich will im Grunde nur wissen: Gibt es bei dir einen Knopf, von dem du sagst, wenn einer den drückt, dann springe ich auf ihn an? 
Tschirner: Nee. Es gibt keinen Knopf, es gibt nur Individuen, die bei mir etwas auslösen. 

Playboy : Schade eigentlich. Kompliziert.
Tschirner: Ja, sorry. Also, natürlich funktioniert viel über Humor und über einen bestimmten Schlagabtausch und so was, da kann ich begeistert sein von einer Person. 

Playboy : Du magst mich ein bisschen? 
Tschirner: Wir haben uns ja hier gerade erst kennen gelernt. Aber ein bisschen ja, das kann ich dir zusichern. Krieg jetzt bitte nicht sofort so ein hoffungsvolles Leuchten in den Augen . . . 

Playboy : Abgesehen von solchen Blicken - was sind absolute No-Gos für dich? 
Tschirner: Absolute No-Gos gibt’s nicht. Weil wenn ich in jemanden verknallt bin, finde ich plötzlich Sachen okay, die ich noch vor zwei Wochen in der Theorie total abgelehnt hätte. Zum Beispiel Gewalt (lacht). Nee, Quatsch! Ich finde es übrigens sooo toll, dass die Rihanna mit dem Chris Brown wieder zusammen ist. 

Playboy : Lass uns rauchen. 
Tschirner: Gerade nicht. Du bist Raucher? 

Playboy : Schön, dass du mich auch mal was fragst.
Tschirner: Ich kann dich voll viel fragen. Wieso hast du Schmuck an im Bett? Findest du das nicht ein bisschen Poser-mäßig? 

Playboy : Das ist mein Ehering, wieso hätte ich den abnehmen sollen? 
Tschirner: Waren wir nicht gerade beim Thema: Woran erkennst du schlechte Typen?! 

Playboy : Vielleicht führe ich ja eine offene Ehe? 
Tschirner: Noch mal: Woran erkennst du schlechte Typen!!! Wie lange bist du verheiratet? 

Playboy : Knapp sieben Jahre. 
Tschirner: Wie hast du den Heiratsantrag gemacht? 

Playboy : Im Hamburger Elbtunnel. 
Tschirner: Warum da? 

Playboy : Da kann keiner weglaufen und kein anderer zuhören. 
Tschirner: Wie geil. Ist aber wirklich romantisch! Erzähl mal weiter. 

Playboy : Lass uns über dich reden. Du singst jetzt mit der Band Prag, und euer Song „Bis einer geht“ ist ja auch total romantisch. Liegt das daran, dass du den singst? Sonst wäre er vielleicht kitschig . . .
Tschirner: Kitsch ist Effekthascherei. Aber das Lied ist ernst gemeint. Kitsch ist für mich nie mit Substanz verbunden. Romantik geht nicht ohne Substanz.

Playboy : Ein romantischer Moment für dich wäre zum Beispiel? 
Tschirner: Wenn man sich drei Tage nicht geschrieben hat und dann exakt gleichzeitig was schreibt. Zufällig. Wenn man merkt, holy shit, jetzt gab es gerade eine Übereinstimmung in einem Sehnsuchtsgebiet, so was. 

Playboy : Man hätte von dir eher Titel erwartet wie „Bis einer heult“, was Härteres. Wie reagierst du auf knallharten Machismo, wenn einer dir so sexistisch kommt wie: „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen“?
Tschirner: Ich bin nicht gut im Sexismusfragen-Beantworten, weil ich wirklich nicht erkenne, wann das anfängt. Das ist also knallharter Machismo, ja? Wenn Rainer Brüderle das zu mir gesagt hätte . . . Tanzkarte! Das ist doch total mäuselich! Ich habe in Kapstadt auf einer Hochzeit mit einem 86-Jährigen mit künstlichen Hüftgelenken und Krücken getanzt, der hat plötzlich seine Krücken weggeschmissen, und die ganze Familie stand daneben und dachte, der stirbt. Wir haben Salsa getanzt, der konnte überhaupt nicht seinen Blick abwenden, und ich fand es total super. Hier wäre der schon längst im Knast gelandet, oder? Weiß ich nicht. Ich bin so unsexistisch aufgewachsen. Im Osten waren, glaub ich, eh alle eher auf einem Level. Da hat man es später schwer, Sexismus zu entlarven. 

Playboy : Ich kann den Mann gut verstehen.
Tschirner: Du hast auch künstliche Hüften? Ich verstehe auch viele Gleichberechtigungsfragen nicht. Wir sind völlig gleichberechtigt erzogen worden zu Hause. 

Playboy : Drei Brüder hast du, richtig?                                                                                                                 Tschirner: Drei Brüder und aber auch Schwestern. 

Playboy : Schwestern? Wie alt, was tun die so? 
Tschirner: Wie lange bist du noch mal verheiratet? (Eine Pressedame kommt rein und weist Nora Tschirner darauf hin, dass sie gleich ins Taxi und zum Flughafen muss.)

Playboy : Du musst heute noch weg? Mist! Wann sehen wir uns wieder?
Tschirner: An deinem siebten Hochzeitstag? 

Playboy : Da bin ich zu Hause, und ich dachte, dass du mal . . .
Tschirner: Ach so, dass ich mal zum Playboy komme. Ich darf ja angezogen bleiben. Wobei: Ich habe eben überlegt, dass man das jetzt eigentlich auch echt mal nackig bringen kann, nachdem man mal angezogen drin war. Darauf kann man sich jetzt immer berufen. Man kann sagen: Nö, ich wollte nicht unbedingt in den Playboy, sondern ich habe das jetzt . . . 

Playboy : . . . gemacht, weil die so nett sind und ich Spaß mit denen habe.
Tschirner: Genau: Die waren so nett, da zieht man sich aus Höflichkeit auch mal aus. Das passiert mir oft im Leben, wenn Leute nett zu mir sind, dass ich sage: „Na komm!“ 

Playboy : Wir sehen uns! 
Tschirner: Na klar.

Autor: Philip Wolff
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