Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Drohnenkrieg

High Tech gegen Wüstenkrieger

Stille Killer

High Tech gegen Wüstenkrieger: Seit Jahren machen die USA mit geheimen Drohneneinsätzen Jagd auf Terroristen. Auch deutsche Soldaten könnten bald per Joystick Feinde exekutieren. Der Krieg der Zukunft hat begonnen – unbemerkt und lautlos

Oerleutnant Fabrice Bachmann* (* Name geändert) streckt die Beine in die kühle Abenddämmerung. Es ist Winter im Norden Afghanistans, die ruhige Jahreszeit, und seine Schicht wird in Kürze beginnen. Der junge Luftwaffen-pilot erwartet nichts Besonderes. Routine. Stille Stunden. Doch heute kommt es anders.
Er spürt die Anspannung sofort, als er den Einsatzraum auf dem Flughafen Masar-i-Scharif betritt. „Die Box“ nennen die Flieger den fensterlosen Container voller Technik. Von ihren Arbeitsplätzen hier steuern Luftwaffenpiloten Drohnen des Typs Heron 1. Auf Ausschau nach Taliban oder Minen patrouillieren sie über Routen von Bundeswehr-Konvois, halten Wache bei ISAF-Stützpunkten, blicken für Bodentruppen hinter den Horizont. Aus der Vogelperspektive.
Bachmanns Maschine, so erfährt er im Briefing zum Schichtbeginn, ist bereits unterwegs. Sie nähert sich einem Zielgebiet im Norden Afghanistans. In den nächsten Stunden soll es losgehen. Ein Zugriff. Der erste in Bachmanns Karriere.

Der Drohnenkrieg ist längst Realität, auch bei der Bundeswehr 

Meist ist vom Krieg der Zukunft die Rede, wenn es um den militärischen Einsatz von unbemannten Flugkörpern geht. Dabei ist der Drohnenkrieg längst Realität, auch bei der Bundeswehr. Über knapp 350 Drohnen verfügt sie. Von wenige Kilo schweren Minispionen bis zu großen Drohnen des Typs Heron 1. Für eine Beteiligung an den bewaffneten Konflikten der Gegenwart sind sie notwendig. Denn ihr Einsatz gilt als die zweckmäßigste militärische Antwort auf die asymmetrische Kriegsführung von Taliban und Terroristen: High Tech gegen Attentäter mit Sprenggürteln, eine Methode der Minimal-Invasion für Supermächte, die zentimetergenau zuschlagen wollen – gegen weit verzweigte Gruppen und irre Einzelne, die ganze Staaten angreifen. Während Deutschland noch über die ethischen Fragen diskutiert, die der Einsatz ferngesteuerter, zielscharfer Tötungsmaschinen aufwirft, sind diese in der Praxis längst beantwortet: In Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia machen US-Drohnen seit Jahren Jagd auf mutmaßliche Feinde der westlichen Welt. Und die Zahl der Einsätze nimmt stetig zu.

Oberleutnant Bachmann sitzt in einem Lehnstuhl, vor sich auf dem Schreibtisch mehrere Bildschirme und eine Computertastatur. Der 25-Jährige, durchtrainiert, schwarze Haare, klarer Blick, ist relativ frisch in diesem Beruf, so wie die meisten seiner Kollegen. „Ans Steuer der Drohnen lassen wir nur voll ausgebildete Piloten“, erklärt Bachmanns Vorgesetzter, Oberst Hans-Jürgen Knittlmeier. „Nur sie haben das richtige Gefühl für das dreidimensionale Geschehen in der Luft.“ Knittlmeier ist Kommodore des Aufklärungsgeschwaders 51 „Immelmann“, des Domizils der deutschen Drohnen. 
Zu Beginn seiner Pilotenkarriere flog Bachmann Tornado-Kampfbomber. „Sesselpupser“, hänselten ihn die Kameraden, als er zu den Drohnen wechselte und auf die Hochglanz-Laufbahn eines Kampfjetfliegers verzichtete. „Für einen richtigen Mann“ sei das nichts. Bachmann gibt zu: Die Umstellung war nicht leicht. 

Warum er sich dennoch für Schreibtisch statt Cockpit entschieden hat? Er antwortet mit einem Wort: „Zukunft“. Gemeint ist die Zukunft des Militärpilotenberufs schlechthin. Die Tornados, Flugzeuge der 70er-Jahre, haben ausgedient. Kein halbes Jahr nach Ankunft der Drohnen in Afghanistan wurden sie abgezogen. Ihre Aufklärungstechnologie ist völlig veraltet. Während Drohnen Bewegtbilder in Echtzeit übermitteln, liefern die alten Jets nur Standbilder, die erst nach der Landung auswertbar sind. Die ISAF-Truppen aber brauchen sofort Informationen. Die Taliban sind ständig in Bewegung. Bachmann blickt auf seine Instrumente. Es ist Quasi-Fliegen, was er hier tut. Vor ihm auf dem Schirm ist die Abbildung eines Cockpits zu sehen: Flugbenzin-Anzeige, GPS-Koordinaten, Öldruck, Thermometer. Er geht die Checkliste durch. Variometer und Wendezeiger, Höhenmesser und Horizont. Check. Über Headset nimmt er Kontakt mit der Flugkontrolle auf. Sein Flugplan muss mit anderen Maschinen abgestimmt werden – zivil wie militärisch.

Schließlich sind Drohnen keine Modellflugzeuge. Die Heron 1 hat eine Spannweite von 16 Metern. Der Eurohawk RQ-4E von Northrop Grumman, der im Herbst an die Luftwaffe ausgeliefert werden soll, ist mit einer Spannweite von fast 40 Metern größer als ein Airbus 320. Solche Ausmaße sind nicht nur für die Traglast wichtig, sondern auch für Reichweite und Flugdauer. Bachmanns Mission beginnt.

Deutsche Drohnen tragen bislang keine Waffen. Noch nicht. Doch viele im Geschwader 51 sind überzeugt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Luftwaffe aufrüstet. Nach der Bundestagswahl. Vorher möchte die Regierung eine kontroverse Debatte über Killerdrohnen vermeiden. Unter Insidern aber gilt deren Anschaffung als längst beschlossene Sache. „Flugzeuge dürfen Waffen tragen. Warum also sollen unbemannte Flugsysteme das nicht dürfen?“, sagt Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Sein Ministerium hat im Bundestag erklärt, Kampfdrohnen seien für die Luftwaffe „unbedingt erforderlich“. 

Das Radar schaut durch Hausdächer auf Bewohner

Die dafür nötige Infrastruktur ist größtenteils schon fertig. Auf dem Fliegerhorst in Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) hat man bereits die Landebahn verlängert, einen Spezialhangar gebaut und aufwendige Fernsteueranlagen installiert. Ein Antennenpark für die Satellitenkommunikation kommt bald hinzu. Vorbereitungen für den globalen Einsatz deutscher Drohnen.
Deren größte, die Heron 1, wird in Israel gebaut. Drei Stück hat die Luftwaffe 2010 für den ISAF-Einsatz geleast. Ihr Bauch ist gefüllt mit Kameras, Sensoren, feinster Technik made in Germany – genauer: in Unterschleißheim bei München, dem Sitz der EADS-Tochter Cassidian. Aus zehn Kilometer Höhe können die dort entwickelten Geräte einzelne Personen orten, ihre Spuren im Sand verfolgen. Das Radar schaut durch Hausdächer auf Bewohner. Die Software kann Fahrzeuge nach Typ und Baujahr identifizieren und erkennt Unebenheiten in unbefestigten Fahrbahnen, die auf Sprengfallen deuten. Die Kameras funktionieren bei Tag und Nacht. In Echtzeit werden ihre Bilder mit GPS-Koordinaten und Satellitenkarten abgeglichen.

So gerüstet, ist Bachmanns Drohne unterwegs am Himmel, schon viele Flugmeilen von Masar-i-Scharif entfernt. Piloten in zwei Schichten vor ihm haben den Anflug gestartet. Jetzt ist der 25-Jährige dran. Auf dem Bildschirm verfolgt er den Weitwinkelblick der Leitwerkkamera – keine HD-Qualität, aber eine nützliche Perspektive fürs Fliegen. Neben ihm in der Box sitzt der Payload Operator, der die Überwachungstechnik bedient. Er steuert die Drohnenaugen. Je nach Bedarf werden die Bilder in Echtzeit an die ISAF-Truppen durchgeschaltet. Und heute ist Bedarf.
Zum einen wollen die Bodentruppen wissen, was um sie herum passiert. Zum anderen verfolgt Bachmann ein bestimmtes Ziel: eine „Person von Interesse“, wie es fachsprachlich heißt. Er stimmt seine Flugbewegungen mit dem Payload Operator ab. Sie suchen die optimale Blickrichtung. Aus zehn Kilometer Höhe. Katz und Maus, ein stilles Spiel. Ein gefährliches. Ihr ferngesteuertes Flugzeug ist zwar ohne Bordwaffen – aber dennoch Teil der bevorstehenden Kampfhandlung.
Die amerikanische Variante dieses Spiels ist längst viel weiter fortgeschritten und ungleich härter, die Regeln sind lockerer: Die US-Piloten steuern Killer-drohnen vom Typ MQ-1 Predator und MQ-9 Reaper, unter den Flügeln tödliche Hellfire-Missiles, sie brauchen dafür im Gegensatz zu deutschen Drohnenfliegern aber keine Pilotenlizenz. Sie sind die neuen Flieger-Asse der Generation Joystick, oft reicher an Erfahrung mit Playstation-Konsolen als mit realen Cockpits. Stationiert sind sie auf dem Stützpunkt Creech in der Wüste von Nevada, 12.000 Kilometer entfernt von den Schlachtfeldern in Kandahar und Südwasiristan, wo ihre Drohnen fliegen. Sie schlafen in komfortablen örtlichen Wohnquartieren, frühstücken im „Pancake House“ und töten tagsüber Taliban. Ihre Aufgabe: aus großer Entfernung feindliche Ziele orten, identifizieren, zerstören. 

Der Einsatz dieser Joystick-Killer hat ethische Diskussionen angestoßen. Abstrakt wie ein Videospiel sei diese Art der Kriegsführung, sagen Kritiker, nur der Tod sei noch echt. Ein hoher Offizier der deutschen Luftwaffe widerspricht: Drohnenpiloten seien viel näher an den Folgen ihres Handelns dran als ein herkömmlicher Jetpilot, der mit Überschallgeschwindigkeit seine Bomben abwirft und dann abdreht. Über Tage, manchmal Wochen hinweg verfolgt der Drohnenpilot den Alltag eines Menschen. Er sieht, wie er Freunde begrüßt, seinen Hund streichelt, zur Arbeit fährt. „Es sind zum Teil sehr persönliche Beobachtungen“, sagt einer, „manchmal schauen wir am Ende sogar auf die Beerdigung. Abstrakt ist das nicht.“ 

Die Nähe und Genauigkeit sind zentrale Aspekte eines ganz anderen, viel weiter reichenden Moralproblems: Brauchten westliche Kriegsherren bisherigen Zuschnitts wie George W. Bush, die ganze Länder angriffen, noch beweiskräftige Argumente, parlamentarische Zustimmung und politische Unterstützung im Ausland, treffen die präzise an unbeteiligten Zivilisten vorbeisausenden Drohnengeschosse Barack Obamas heute lautlos im Verborgenen. Die Militäraktionen werden im Nebel der Geheimdienste vollzogen – ohne Kriegserklärung, ohne Staatsgrenzen, ohne Genfer Konventionen. Drohnen sind ein wichtiger Baustein dieser Strategie. Wie viele Tote sie bislang gefordert hat, ist Geheimsache. Der US-Senator Lindsey Graham spricht von bislang 4700 Todesopfern amerikanischer Drohnenangriffe. Tote, die nie groß öffentlich beklagt wurden. Wer möchte von der „saubersten“ Art der Kriegsführung, die nur mutmaßlich Schuldige trifft, schon die Schattenseiten sehen? 

Sind solche Drohnen bewaffnet, kommt der Tod für die Opfer aus 15 Kilometer Höhe geräuschlos und ohne Vorwarnung

Noch eine Stunde bis zum Zugriff, schätzt Bachmann. Auf dem Boden operieren die ISAF-Truppen, Soldaten verschiedener Nationalitäten. „Offiziell ist es ein Einsatz der Afghanen“, sagt Bachmann. Aber jeder hier weiß, dass die afghanischen Streitkräfte kaum in der Lage wären, eine solche Aktion allein zu leiten. Sie sind auf fremde Hilfe angewiesen, vor allem auf fremde Technik. Bachmann lässt die Heron am Himmel große Kreise ziehen, während am Boden der Einsatz läuft. Eine geheime Militäraktion, über die er keine Details verraten darf. Seine Aufgabe: Informationen liefern. Über die Zielperson, über mögliche Sprengfallen, über all das, was die Kameraden am Boden nicht sehen können. Er ist der große Bruder am Himmel. Ein mächtiger großer Bruder.

Sind solche Drohnen bewaffnet, kommt der Tod für die Opfer aus 15 Kilometer Höhe geräuschlos und ohne Vorwarnung. In abgelegenen Kampfgebieten wie Südwasiristan ist ohnehin schwer zu erkennen, wer geschossen hat. Dennoch arbeiten Ingenieure an einer neuen, noch perfekteren Generation der lautlosen Killer, an der X-47B Pegasus von Northrop Grumman zum Beispiel. Diese geheimnisumwitterte Drohne mit dem Aussehen eines Ufos wird im Auftrag der US-Navy entwickelt und zurzeit vor der syrischen Küste auf dem Flugzeugträger „USS-Truman“ getestet. Mit künstlicher Intelligenz kann sie vom Flugzeugträger starten und darauf landen. Ohne fernsteuernden Piloten. Völlig autonom.

Futuristisch sind aber vor allem die Tarntricks der Pegasus. Als erste US-Drohne hat sie eine Außenhaut aus Stealth-Material, Tarnkappen-Technologie, die sie fürs Radar unsichtbar macht. Zudem soll die Pegasus mit einer hochgeheimen optischen Beschichtung bezogen sein, die Videobilder vom Himmel über ihr auf ihre Unterseite projiziert. Diese Chamäleon-Technik – genannt „Optical Stealth“ – soll Flugzeuge für das menschliche Auge unsichtbar machen. 
Doch die Wüstenkämpfer der Taliban und al-Qaida sind nicht ohne Antwort auf die High-Tech-Aufrüstung in der Luft. Auf einem Markt in Timbuktu, Mali, beobachteten Agenten jüngst islamistische Kämpfer beim Kauf von Gebetsteppichen. Sie interessierten sich nicht für Qualitätsware aus Wolle oder Synthetik. Sie kauften Billigmatten aus Wüstengras. 50 Stück. Es dauerte nicht lange, bis die Geheimdienstler den Grund dafür erkannten: In der Wüste legten die Kämpfer die Matten über ihre Fahrzeuge, zur Tarnung gegen die Drohnenaugen der Alliierten. Billig, aber wirksam. Zuletzt fiel dem französischen Geheimdienst DST in Mali ein Al-Qaida-Handbuch mit Täuschungstricks in die Hände. Wer keine Grasmatte habe, heißt es darin, könne seinen Pkw auch mit Schlamm beschmieren. Je weniger Wärme das Fahrzeug abstrahlt, desto schwerer kann die Drohne es erkennen, wenn nachts ihre Wärmebildkameras den Feind suchen. Aus Pappe werden Hausattrappen gebaut, mit Puppen Versammlungen im Freien vorgetäuscht. Einzelperso-nen wird empfohlen, in Menschenmengen abzutauchen. Tarnen und täuschen, das alte Spiel in der Kriegskunst.

Luftaufnahmen von Drohnen, so beeindruckend ihre Qualität auch ist, sind daher nur ein Mosaikstein der Aufklärungsarbeit. Satellitenüberwachung, Bodensensoren, das Abhören von Telefon- und Internet-Verbindungen bleiben wichtig: „Zielidentifizierung ist die härteste Aufgabe für uns“, sagt ein deutscher Rüstungsforscher. „Sie bedeutet schließlich die Unterscheidung zwischen Freund und Feind und damit häufig zwischen Leben und Tod.“ Das gilt vor allem für die Kriege, die ohne Kriegserklärung seit Jahren im Geheimen ausgefochten werden. In denen Agenten im Vorbeifahren durch den Stadtverkehr Magnetbomben an die Fahrzeuge iranischer Atomforscher kleben. Oder über das Internet angreifen – mit Viren wie „Stuxnet“, der Dutzende iranischer Uranzentrifugen zerstörte, oder „Viper“, der den strategisch wichtigen Ölhafen Kharg monatelang außer Betrieb setzte. In einem Vorort Teherans wurde im November 2011 der wichtigste Raketenstützpunkt des Landes bei einer riesigen Explosion dem Erdboden gleichgemacht. 17 Forscher kamen ums Leben, unter ihnen Majorgeneral Hassan Moqaddam, zuständig für Raketenforschung bei der Revolutionären Garde. Bis heute ist nicht geklärt, woher der Sprengstoff kam und wer dahintersteckt. Drohneneinsätze zählen zu den wichtigsten Strategien dieser neuen Art von Kriegsführung. Die Heron 1 von Fabrice Bachmann ist mittlerweile auf dem Rückflug. Der Oberleutnant hat den ersten Zugriff seiner Karriere erfolgreich absolviert. Auf der Landepiste von Masar-i-Scharif wird die Heron 1 von Bodentechnikern empfangen und wieder startklar gemacht werden. Am Ende seiner Schicht übergibt Bachmann das Schreibtisch-Cockpit dem nächsten Piloten, dann tritt er hinaus in die kühle Morgenluft. Stille liegt über dem Flughafen. Heute ist der Krieg weit weg. Mehrere hundert Kilometer. Und ein paar Mausklicks.

Tarnkappen-Drohne

 

Die X-47b Pegasus der US-Navy
 
Ufo ohne Pilot: Die derzeit im Auftrag der US-Navy entwickelte Drohne der Zukunft kann dank künstlicher Intelligenz ganz ohne Pilot vom Flugzeugträger starten und landen.
Optische Täuschung: Um die Pegasus für das menschliche Auge unsichtbar zu machen, soll sie mit einer geheimen optischen Beschichtung bezogen sein, die Videobilder vom Himmel auf die Unterseite des Flugzeugs projiziert. So wird die Drohne zum Chamäleon.
Anti-Radar-Technologie: Die X-47B ist die erste US-Drohne mit einer Außenhaut aus Tarnkappen-Material – dadurch ist sie für Radargeräte unsichtbar.
Max-Geschwindigkeit: knapp unter Schallgeschwindigkeit (bis ca. Mach 0,9)
Einsatzradius: ca. 3900 km
Entwicklungskosten: ca. 620 Mio. Euro
Länge: 11,63 m
Spannweite: 18,92 m
Höhe: 3,10 m

 

Ausweitung der Kampfzone

Nach Angaben der unabhängigen britischen Organisation Bureau of Investigative Journalism wurden seit 2004 weit über 3000 Menschen bei US-Drohnenangriffen getötet. Die USA setzen Killerdrohnen vor allem in Pakistan, Somalia und im Jemen ein, sie sollen aber weltweit (u. a. in Äthiopien, Niger) geheime Stützpunkte für unbemannte Flugzeuge betreiben. Während die USA lange als einzige Militärmacht über bewaffnete Drohnen verfügten, fällt dieses Monopol gerade: Staaten wie China, Indien und Pakistan entwickeln derzeit eigene Kampfdrohnen.

Autor: Jay Tuck
Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.