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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Antoine Monot, Jr.

... über Besserwisserei und Sexszenen

20 Fragen an... Antoine Monot, Jr.

Erstes Buch, neue Sketch-Show – im Oktober ist beim Mann, der als Tech-Nick berühmt wurde, ordentlich was los. Antoine Monot über Besserwisserei, Sexszenen und Beratungsresistenz in Liebesdingen

Playboy: Herr Monot, für viele sind Sie der Tech-Nick aus der Elektronikmarkt-Werbung. Schon mal darüber nachgedacht, eine Selbsthilfegruppe mit Frau Antje und Herrn Kaiser zu gründen?
Monot: Um Gottes willen, nee. Ich bin aber auch nicht durch die Werbung in den Beruf gekommen, ich stehe seit 22 Jahren vor der Kamera.

Playboy: Keine Angst vor der Schublade?
Monot: Ich bin dieser Figur total dankbar. Sie hat mir geholfen. 

Playboy: Und die hämischen Twitter-Kommentare nach Ihrer Rolle als „Tatort“-Killer vor einigen Wochen?
Monot: Die waren lustig, nicht hämisch! „Ich werde im Saturn nie wieder zu einem Verkäufer sagen: ‚Schießen Sie los!‘“ Oder: „Den nächsten erschlägt er mit einem Flachbildschirm.“

Playboy: Als wen sprechen die Leute Sie auf der Straße an?
Monot: Unterschiedlich. Meistens wollen sie einfach ein Selfie.

Playboy: Stört Sie das?
Monot: Dann hätte ich den falschen Beruf. Das ist so, als würde man sagen, ich bin ein Romanautor, aber was ich am schlechtesten kann, ist alleine zu Hause sitzen und schreiben.

Playboy: Apropos Schreiben: Sie haben gerade ein Buch über Ihr Leben als zwanghafter Besserwisser veröffentlicht ...
Monot: ... so schaut’s aus. Es erscheint im Oktober.

Playboy: Wie sind Sie so geworden?
Monot: Wahrscheinlich durch meinen Vater. Der hat immer sehr auf seiner Meinung beharrt, und das war schon als Kind meine Form, mich dagegen aufzulehnen. Aber vielleicht müssen wir die Bezeichnung „Besserwisser“ auch noch mal differenzieren.

Playboy: Inwiefern?
Monot: Wenn ich von etwas total begeistert bin, überzeuge ich gerne andere davon. Ich bin der Kirche zu wenig verbunden, sonst hätte ich gut als Missionar durch Afrika ziehen können.

Playboy: Zu was bekehren Sie die anderen stattdessen?
Monot: Ich habe gerade ein Online-Tool gefunden, mit dem ich papierlos meine Buchhaltung erledigen kann. Davon bin ich so begeistert, dass ich am liebsten jeden dazu bringen würde, auch damit zu arbeiten.

Playboy: Nervt Ihr Umfeld das nicht?
Monot: Natürlich. Die sagen: „Halt die Klappe, hau ab!“

Playboy: Ihr zweites neues Projekt ist eine ZDF-Serie mit historischen Sketchen – kann das lustig sein?
Monot: Total. Allein wenn man an diesen Knirps Napoleon denkt, der ein riesiges Egoproblem hatte, fällt einem genug ein.

Playboy: Neues Buch, neue Serie, Werbung, diverse andere Rollen, Versteckte-Kamera-Lockvogel und stellvertretender Vorsitzender im Bundesverband Schauspiel. Wann machen Sie das alles?
Monot: In diesem Jahr ist es ein bisschen viel. Aber es ist auch schön, dass ich so viel arbeiten kann. 70 Prozent der Schauspieler verdienen 30.000 Euro brutto im Jahr und weniger. Daran denke ich immer. Ich bin sehr dankbar.

Playboy: Schauspiel ist also mehr Maloche als Glamour?
Monot: Man braucht sehr viel Disziplin und ein wenig Talent. Mehr Disziplin als Talent ist hilfreicher als umgekehrt. Man denkt immer, wir hüpfen von Yacht zu Yacht und von Champagner-Sause zu Champagner-Sause. Aber so ist es nicht.

Playboy: Schade.
Monot: Wahrscheinlich ist Diktator der einzige Beruf, in dem es so ist. Vielleicht werde ich das im nächsten Leben (lacht).

Playboy: Immerhin hat Ihnen Ihre Filmlaufbahn laut Ihrer Homepage bereits 15 Filmküsse beschert ...
Monot: Ein rein technischer Vorgang, bei dem es heißt: „Behalte deine Zunge und deine Organe bei dir.“

Playboy: ... und drei Sexszenen.
Monot: Nichts, worauf ich scharf bin. Es ist immer merkwürdig, sich vor Mitarbeitern nackt auszuziehen. Stellen Sie sich vor, Sie machen das bei sich in der Firma.

Playboy: Mit 16 sind Sie nur mit Pfeife und Trenchcoat auf die Straße gegangen. Warum?
Monot: Da hab ich viele Kommissar-Maigret-Romane gelesen. Der läuft so rum, deshalb dachte ich mir, mach das doch auch. Das hab ich knallhart durchgezogen, der Sommer konnte noch so heiß sein, die Suppe konnte noch so laufen.

Playboy: Gab es weitere solcher Phasen?
Monot: Verschiedenste. Ich habe in meinem Leben immer alles zu 150 Prozent gemacht. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann richtig.

Playboy: Wann sind Sie richtig auf die Schnauze geflogen?
Monot: Grundsätzlich verläuft ja immer alles in Wellen. Aber man kann daraus lernen. Das einzige Thema, bei dem wir alle beratungsresistent sind, sind Beziehungen.

Playboy: Warum ist das so?
Monot: Es muss ein Urtrieb in uns sein, einen Partner zu finden. Auch, wenn wir die größten Schmerzen hinter uns haben. Drehen wir den Spieß doch mal um. Wenn ich mir beim Kochen drei Mal den Arm verbrühe, sage ich, ich koche nicht mehr. Wenn ich drei Mal vom Pferd fliege, sage ich, Reiten ist gestorben. Aber eine Partnerschaft ist so unglaublich, so groß und schön und magisch, dass wir immer wieder das Gleiche machen. Gott sei Dank.

Autor: Mareike Opitz
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