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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Atze Schröder

... über die Recherche für „Richtig fremdgehen“ und Beschränktheit in sozialen Netzwerken

20 Fragen an... Atze Schröder

Der Komiker und Ruhrpott-Playboy über intellektuelles Flirten, Schüchternheit im Netzhemd, Beschränktheit in sozialen Netzwerken und wie er für sein Programm „Richtig fremdgehen“ recherchiert hat

1. Playboy: Herr Schröder, Sie sind jetzt 51 Jahre alt. Zufrieden bisher?
Schröder: Absolut. Mein Vater hat mir gesagt, keine Angst vor dem Fünfzigsten, denn das Beste kommt erst noch.

2. Playboy: Nun sind Sie sogar bald als Playboy-Testimonial zu sehen. Können Sie sich noch an Ihr erstes Heft erinnern?
Schröder: Ich müsste so 14 gewesen sein. Da hatte ich tags drauf, morgens um halb Sechs, meinen bisher einzigen Burn-out. (lacht)

3. Playboy: Und heute: kein Anflug von Burn-out oder Midlife-Crisis?
Schröder: Wirklich nicht. Ich habe eine herzliche Umgebung, ein gutes Leben. Nichts, was ich scheiße finden sollte.

4. Playboy: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten ...
Schröder: ... würde ich sagen: Bück dich, Fee! Wunsch ist Wunsch.

5. Playboy: Hat sich die Kunstfigur Atze Schröder über die Jahre verändert?
Schröder: Ja. Atze ist normaler geworden, näher am Leben. Vor 20 Jahren war ich auf der Bühne sehr schrill und sehr plakativ. Rote Stiefelchen, Jeans-Leggins und ein Netzhemd mit Ringen durch die Brust.

6. Playboy: Warum bekommen solche schlimmen Kerle oft so schöne Frauen ab?
Schröder: In Michel Houellebecqs Buch „Elementarteilchen“ gibt es das Kapitel „Der Untergang der schönen Frau“. Wenn die Mädels jung sind und sehr gut aussehen, trauen sich nur die brutalen und zynischen Männchen, Checker und Cowboys, ran. es dauert einige Jahre, bis Frauen erkennen, dass Männer aus der zweiten Reihe vielleicht die besseren sind.

7. Playboy: Waren Sie Aufreißer oder zweite Reihe?
Schröder: Ich war eigentlich dritte Reihe. Krankhaft schüchtern, aber gut gelaunt.

8. Playboy: Hat die Figur Atze Schröder Ihnen geholfen, aus Ihrer Schüchternheit auszubrechen?
Schröder: Das war so. Ich fand es faszinierend, dass Typen mit ’ner großen Fresse klarkamen. Speziell bei Frauen. So kam auch die Idee zur Bühnenfigur Atze Schröder.

9. Playboy: Kommt Atze Schröder oder die Privatperson besser bei Frauen an?
Schröder: Wir sind ja eins.

10. Playboy: Ach, kommen Sie ...
Schröder: Ich glaube, dass ich einfach einen ziemlich guten Unterhaltungsfaktor habe. Und nichts hassen Frauen so sehr wie Langeweile.

11. Playboy: Sie lesen privat viel. Irgendwelche Empfehlungen?
Schröder: Ich habe auf Malle „Der Distelfink“ von Donna Tartt gelesen. Großartiges Buch. T. C. Boyle ist noch sehr gut und Don Winslow. Und alles von Michel Houellebecq, auch sein Gedichtband. Der heißt „Der Sinn des Kampfes“, oder?

12. Playboy: Das ist, glaube ich, sein zweiter.
Schröder: (rezitiert aus dem Gedächtnis) Alle Begierden und Begehrlichkeiten durchlebt, doch das Aroma der Kindheit will sich nicht mehr einstellen. Wir sind angekommen am Grund unseres Lächelns, Opfer der eigenen Durchschaubarkeiten ... Herrlich düster. Damit kriegst du sie alle. (lacht)

13. Playboy: Ihr aktuelles Programm heißt „Richtig fremdgehen“. Haben Sie Sehnsucht nach sexuellen Abenteuern?
Schröder: Die habe ich, mehr, als ich schaffen kann. (lacht) Ernsthaft, ich versuche einfach, immer den Zeitgeist zu treffen. Ich habe mich für das Programm bei allen großen Seitensprung-Plattformen angemeldet ...

"Es wird rumgemacht und gepoppt und gevögelt. Da ist die Hölle los. "

14. Playboy: ... aus Recherchezwecken, versteht sich.
Schröder: Aus Recherchezwecken! Wahnsinn, was da passiert. Es wird rumgemacht und gepoppt und gevögelt. Da ist die Hölle los. Und das ist Zeitgeist und ein Riesenthema.

15. Playboy: Die Frage aller Fragen: Wie geht man richtig fremd?
Schröder: Man darf sich nicht erwischen lassen. aber das Allerwichtigste: Es muss sich wirklich lohnen.

16. Playboy: Und was ist das Geheimnis einer glücklichen Beziehung?
Schröder: Meine Frau kenne ich schon seit über 30 Jahren. Sie ist sehr emanzipiert und ziemlich schlagfertig. Wir lachen lieber gemeinsam, als zu streiten.

17. Playboy: Was bringen Sie als Nächstes auf die Bühne?
Schröder: Ich werde mir alles vor die Brust nehmen. egal, ob Flüchtlingspolitik oder Political Correctness. mein nächstes Programm wird sehr wütend. Sepultura als Comedy. (lacht)

18. Playboy: Über Dieter Nuhr und seine Islam-Witze wurde ja heftig gestritten, vor allem auf Facebook. Nervt Sie diese ständige Empörung?
Schröder: Facebook ist leider zum Marktplatz der Bedeutungslosen geworden, zum Fetisch der Bedeutungslosen fast. Wir sollten uns aber von niemandem unsere freie Meinung einschränken lassen. Sonst gnade uns Gott! egal, welcher.

19. Playboy: Kann ein Atze Schröder politische Kontroversen anstoßen?
Schröder: Das wäre schön. Denn ich sage auf der Bühne nichts, was ich backstage nicht auch vertreten würde.

20. Playboy: Zum Beispiel, dass Pep Guardiola aussieht wie ein Pimmel? So etwas schmerzt Bayern-Fans!
Schröder: (lacht) Eigentlich hätte Matthias Sammer den Spruch tatsächlich viel mehr verdient als Pep Guardiola. Das müssen sogar Sie als Bayern-Fan zugeben.

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