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20 Fragen an Peter Dinklage

… über Flirt-Strategien und Klischee-Zwerge

"90 Prozent der Frauen sind wesentlich tiefgründiger als Männer"

Der kleinwüchsige „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage über seine aktuellen Kinofilme, größenunabhängige Flirt-Strategien und warum er sich immer weigerte, den Klischee-Zwerg zu spielen

Playboy: Waren Sie eigentlich schon mal in Dinklage? 
Dinklage: Nein, deutsche Freunde haben mir nur ein Foto mit dem Ortsschild geschickt. 

Playboy: In der vierten Staffel von „Game of Thrones“ haben Sie Ihre deutsche Kollegin Sibel Kekilli gekillt. Vermissen Sie sie? 
Dinklage: Oh ja, und wie. Ich habe sie zum Glück in Hamburg wiedergetroffen, wo ich den deutschen Film „Taxi“ gemacht habe und an meinen freien Tagen mit ihr abhing.

Playboy: Sie sind derzeit sowohl in dieser Low-Budget-Produktion im Kino zu sehen als auch in der schrillen Science-Fiction-Komödie „Pixels“. Wofür schlägt Ihr Herz stärker: Drama oder Spektakel? 
Dinklage: Da kann ich nicht unterscheiden. Kleinere Filme erinnern mich an den Anfang meiner Karriere, und ich finde es wichtig, sie weiter zu drehen.

Playboy: Am Anfang Ihrer Karriere lebten Sie noch in rattenverseuchten Wohnungen. Hat Ihnen das nicht die Lust an diesem Beruf verdorben? 
Dinklage: Lassen wir die Kirche im Dorf! Okay, in meiner Wohnung war es bitterkalt, und eines Nachts tauchte eine Ratte auf - aber das gehörte zum Leben als junger Schauspieler dazu. 

Playboy: Wie geht man locker mit so etwas um? 
Dinklage: Ich gebe zu, dass ich das heute nicht mehr tolerieren würde. Aber in der Jugend dreht sich alles um den Kampf. 

Playboy: Sie weigerten sich ja, die klassischen Zwergenrollen zu spielen, verdienten Ihr Geld lieber mit Gelegenheitsjobs. Warum? 
Dinklage: Weil ich die Schauspielerei so sehr liebte, dass ich mir sie nicht mit schlechten Erfahrungen verderben wollte. Das Leben ist kurz, und du willst auf deine Arbeit stolz sein, anstatt dich dafür zu schämen. 

Playboy: Ist es ehrenrührig, einen Zwerg zu spielen? 
Dinklage: Das Problem ist, dass in den meisten Fantasy-Filmen Zwerge wie eine exotische Kreatur präsentiert werden - wie Elben und Zentauren. Aber Letztere laufen nun mal nicht in der Realität herum, wir schon. Und ich möchte eben eine voll durchgestaltete menschliche Figur spielen wie in „Game of Thrones“. 

Playboy: Wären Sie gern ein Sprecher für die Rechte Kleinwüchsiger? 
Dinklage: Ich wäre dafür nicht geeignet. Es gibt Politiker und Aktivisten - ich bin doch nur ein Schauspieler. 

Playboy: In „Pixels“ und „Taxi“ spielen Sie recht coole Typen, deren Körpergröße keine Bedeutung hat. Was gehört Ihrer Meinung nach dazu, ein wahrer Mann zu sein? 
Dinklage: Selbstvertrauen. Das kommt bei Frauen auch besonders gut an. 90 Prozent von ihnen sind wesentlich tiefgründiger als Männer. Sie haben eine ganz andere Definition von Sexualität und Anziehungskraft. Gott sei Dank. 

"Frauen haben eine ganz andere Definition von Sexualität und Anziehungskraft. Gott sei Dank"

Peter Dinklage

Playboy: Haben Sie Ihre Frau auf diese Weise rumgekriegt? 
Dinklage: Nein, eigentlich bin ich eher der schüchterne Typ. Aber ich habe einen guten Sinn für Humor. Das war immer mein Mittel Nummer eins in solchen Situationen. 

Playboy: Wie kommt ein schüchterner Mensch zur Schauspielerei? 
Dinklage: Weil ich dann ganz anders sein kann. Es ist cool, wenn ich in einer Rolle wie in „Taxi“ das Mädchen bekomme. 

Playboy: Wann ist Ihnen nicht zum Lachen zumute? 
Dinklage: Wenn jemand meine Frau und mich beim Abendessen mit der Handy-Kamera filmt. Das passiert ständig. Die Leute denken alle: Wir sind Schauspieler, und daher verdienen wir das. Wir sind nicht besser als Hunde. 

Playboy: Warum so heftig? 
Dinklage: Sie haben da einen Knopf bei mir gedrückt. Ich treibe meine Familie damit auch in den Wahnsinn. 

Playboy: Und wann können Sie über Ihre Berühmtheit lachen? 
Dinklage: Vor Kurzem führte ich meinen Hund spazieren, und er beschnüffelte einen anderen, wie das Hunde nun mal so tun. Ich fragte seine Besitzerin: „Wie heißt Ihrer?“ Und sie sagte ganz kleinlaut: „Tyrion.“ (Dinklages Rollenname in „Game of Thrones“) 

Playboy: Gibt’s noch ein Beispiel? 
Dinklage: Laut Wikipedia heißt meine Tochter Zelig. Lassen Sie mich Ihnen sagen: Das ist nicht ihr Name. Es ist völlig lächerlich, dass so etwas auf Wikipedia steht.

Playboy: Wollen Sie’s nicht ändern? 
Dinklage: Das ist mir völlig schnuppe. 

Playboy: Wie konnten Sie es ertragen, dass Sie so lange auf den großen Erfolg mit „Game of Thrones“ warten mussten? 
Dinklage: Ich wollte einfach immer nur ein guter Schauspieler sein. Anerkennung oder - Gott bewahre - Ruhm hat mich nie interessiert. Ich bin froh, dass das so lange gedauert hat. In meinen jungen Jahren wäre ich schlecht damit zurechtgekommen. 

Playboy: Wie kommen Sie mit so viel Sex und Gewalt in der Serie zurecht? 
Dinklage: Wo ist das Problem? Wir sind alle auf dieser Welt, weil jemand Sex hatte. Im normalen Leben gibt’s viel mehr Gewalt. 

Playboy: Sie verstehen nicht, wenn sich jemand darüber aufregt? 
Dinklage: Wenn sich die Person über die Gewalt in unserer realen Welt aufregen würde, dann wäre das okay. Aber das hier ist eine Fantasy-Serie mit Drachen. Die wahre Gefahr geht von diesen Puritanern aus, die ihre Ansichten den Kulturschaffenden aufzwingen wollen. 

Playboy: Weshalb? 
Dinklage: Je verklemmter und repressiver eine Kultur ist, desto gefährlicher ist sie. Denn alles, was unterdrückt wird, bricht auf andere Weise durch. Deshalb Schande auf das Haupt derer, die sich wegen „Game of Thrones“ aufregen.

Autor: Rüdiger Sturm
Video – Der neue "Game of Thrones"-Trailer
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