Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Spectre-kulär

Playboy bei den "Spectre"-Dreharbeiten

Playboy behind the Scenes bei den Dreharbeiten zu "Spectre"

Im Mittelpunkt von James Bonds 24. Leinwandmission steht eine Terrororganisation, deren Geschichte eng mit der Jugendzeit des Geheimagenten verbunden ist. 007-Experte Philipp Schulze war bei den Dreharbeiten zu „Spectre“ in London dabei

Acht Monate lang war Daniel Craig im Ausnahmezustand: Er stürzte Mexiko-Stadt ins Chaos, brachte mit dem Aston Martin DB10 den heiligen Asphalt von Rom zum Glühen (mehr dazu bei Playboy CARS, siehe Seite 24 ab Wendecover) und verdrehte gleich drei verführerischen Damen den Kopf. Für Craig gilt es in Seiner neuesten Mission, das 1,1-Milliarden-Dollar-Einspielergebnis des Vorgängers „Skyfall“ zu toppen. Und die Zeichen stehen gut.

„Spectre“ (Kinostart: 5. November) hat alles, was man von einem ebenso klassischen wie modernen 007-Thriller erwartet: einen atmosphärischen Titelsong, gesungen von Sam Smith. Imposante Locations in Italien, Mexiko, Marokko, in den Alpen. Atemberaubende Frauen: Monica Bellucci, Léa Seydoux, Naomie Harris, Stephanie Sigman.

Und mit Christoph Waltz einen wahrlich sardonischen Schurken. Und ebenso wie in „Skyfall“ würzt Regisseur Sam Mendes die typischen Bond-Elemente mit einer ganz besonderen Zutat: einem Blick in James Bonds Vergangenheit. Durch die Konzentration auf das Privatleben des Superspions führt Mendes die mit Daniel Craig 2006 in „Casino Royale“ begonnene Entwicklung der Rolle weiter. Aus dem glattgebügelten Dandy der Pierce-Brosnan-Ära ist heute ein – ganz im Sinne der literarischen Vorlage – gereifter Mann mit Ecken und Kanten geworden.

Eine Episode aus Ian Flemings Kurzgeschichte „Octopussy“ diente Mendes dabei als Inspiration. Darin ist von einem gewissen Hannes Oberhauser die Rede, der den kleinen James nach dem Unfalltod seiner Eltern bei sich aufnimmt. Diese Vaterfigur ergänzten die Drehbuchautoren durch Oberhausers Sohn Franz (Christoph Waltz) – den mutmaßlichen Kopf des Terroristen-Syndikats Spectre (Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge, Extortion), der sich 007 im Verlauf des Films als „der Urheber all deiner Schmerzen“ offenbaren wird.

1500 Komparsen feiern "Tag der Toten"

Für Bonds Jagd auf den Verbrecher sperrten die Macher den berühmten Zócalo, das kulturelle Zentrum von Mexiko-Stadt, für vier Tage ab und veranstalteten mit 1500 in schaurigen Kostümen gekleideten Komparsen den traditionellen „Tag der Toten“. Am Computer wachsen die Statisten später digital auf über 10.000 Menschen an. Die gespenstische Szenerie dient als Hintergrund für die Eröffnungssequenz des Action-Thrillers, in der Bond den Mafioso Marco Sciarra während eines 360-Grad-Flugs in einem Helikopter zur Strecke bringt.

Das Budget von rund 300 Millionen Dollar steckte man darüber hinaus in den Absturz eines Flugzeugs über den schneebedeckten Hängen von Obertilliach in Tirol sowie in spektakuläre erfolgungsjagden auf dem Gaislachkogel.

Bei einem Rundgang in den Londoner Pinewood-Studios ist die Leidenschaft von Sam Mendes für das 1962 von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman begründete Franchise überall spürbar. Dort ist etwa der rund 80 Meter lange Nachbau eines exquisit ausgestatteten Luxuszugs zu bestaunen, in dem Bond und die Psychoanalytikerin Madeleine Swann (Léa Seydoux) durch Marokko reisen und auf den Killer Mr. Hinx (Dave Bautista) treffen. Dass der Kampf zwischen Bond und Kneifkrallenmann Tee Hee aus Mendes’ Lieblingsfilm „Leben und sterben lassen“ (1973) für diese Action-Sequenz Pate stand, ist ein offenes Geheimnis.

007-Nostalgie in Kulisse und Kostümen

Noch größere 007-Nostalgie verströmt die 5400 Quadratmeter große 007-Kulisse auf der anderen Straßenseite: Hier arbeiten die Handwerker an einer futuristischen Konstruktion, die den Geist des von Design-Genie Ken Adam entworfenen Vulkankraters aus „Man lebt nur zweimal“ (1967) versprüht. An diesen Film erinnert auch die Kleidung von Christoph Waltz:

In einer Szene sieht man den zweifachen Oscarpreisträger in einem indischen Nehru-Outfit, das ein wenig dem Anzug von Ernst Stavro Blofeld von 1967 ähnelt. Darüber, ob sich der Österreicher am Ende des Films als Bonds Erzfeind herausstellen wird, herrscht höchste Geheimhaltungsstufe. Die Rechte an der Figur des Bösewichts jedenfalls fielen nach einer über 50 Jahre währenden Auseinandersetzung mit „Feuerball“-Co-Autor Kevin McClory und seinen Erben Ende 2013 wieder an Eon Productions zurück. 1985 plante McClory, eine Fortsetzung von „Sag niemals nie“ (1983) in die Kinos zu bringen. Der Titel: „Spectre“. 

Trotz der Größe der Produktion und des Erwartungsdrucks finden die Darsteller immer wieder Zeit für augenzwinkernde Seitenhiebe auf ihre Rollen. So findet sich inmitten des Alpen-Sets auf dem Schreibtisch von Dr. Madeleine Swann (ihr Nachname ist eine Verbeugung vor Marcel Proust und seinem Klassiker „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“) ein Medikamenten-Rezept, ausgestellt für einen gewissen J. B. (also James Bond) – gerschrieben von keinem Geringeren als Daniel Craig. Vermerkt sind: 60 Packungen des Schmerzmittels Vicodin, 60 Packungen des Angstlösers Xanax – sowie 120 Packungen Viagra.

Den Job als Weltenretter überleben eben nur die Härtesten.  

Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.