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Kater-Mythen: Was wirklich hilft - und was nicht

Playboy räumt mit den Mythen zur Katerbekämpfung auf

Karneval mit Kater: Playboy räumt mit den Mythen auf

Wochenende: Eine harte Zeit für unsere Leber. Damit der Kater Sie jedoch am Tag danach nicht völlig in die Knie zwingt und Sie fit für die nächste Feier sind (wer denkt denn schon an Arbeit!), räumen wir mit den größten Mythen rund um die Kater-Bekämpfung auf. Hierfür haben wir mit zwei Experten vom Institut für Molekulare Physiologie der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz gesprochen. 

Nichts ist schlimmer zu ertragen als mehrere freie Tage in Folge. Das wissen auch die Kater-Experten von one:47. Das Start-Up hat ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, das Ihnen in langen Nächten und beim Genuss diverser Alkoholika zur Seite steht. Doch auch fernab derartiger Hilfsmittelchen gibt es Möglichkeiten, dem fiesen Hangover die kalte Schulter zu zeigen. Wir verraten, was funktioniert und was man besser gar nicht erst probieren sollte...

Kater-Mythos 1: Rollmops, Pizza & Co. als Katerfrühstück lindert die Beschwerden? Stimmt nicht! 

Nach einer durchzechten Nacht muss auf jeden Fall salzig gegessen werden? "Im Gegenteil", sagt Molekularbiologie Patrick Schmitt, Lehrbeauftragter am Institut für molekulare Physiologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: "Salzhaltige Speisen verstärken nicht den Durst und gleichen damit auch das durch den Alkohol entstandene Flüssigkeitsdefizit nicht aus." Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten beweisen, dass salziges Essen nur kurzfristig den Durst verstärkt, insgesamt aber zu einer geringeren Flüssigkeitsaufnahme führt. "Überträgt man diese recht neuen Erkenntnisse nun auf den Kater, so erscheint der Verzehr salzhaltiger Lebensmittel im Rahmen des Katerfrühstücks nach heutigem Kenntnisstand sogar als eher kontraproduktiv“

Kater-Mythos 2: Raus an die frische Luft? - ​Stimmt! 

„Eine Studie im Auftrag des British Journal of Sports Medicine konnte zeigen, dass Sport und Bewegung die Nachwirkungen des Alkohols reduzieren können", erklärt Biologe Prof. Dr. Bernhard Lieb. Wichtig sei aber, dass regelmäßig Sport getrieben wird.

Kater-Mythos 3: Auf Fusel verzichten?- Stimmt!

Oft sind noch weitere Substanzen in alkoholischen Getränken und damit auch in den schicken Gläsern, die für den nicht ganz so schicken nächsten Morgen sorgen. "Biophysiker an der Johannes Gutenberg Universität Mainz fanden heraus, dass etwa Eiweißstoffe im Wein sogar Allergien auslösen können", sagt Prof. Lieb. "Doch nicht nur Stoffe in den alkoholischen Getränken selbst, sondern auch im Essen können mit dem Alkohol wechselwirken. Bitterstoffe in der Grapefruit können den Alkoholabbau in der Leber negativ beeinträchtigen und den Kater am nächsten Morgen erheblich verschlimmern. " Faustregel: Je weniger Begleitstoffe ein alkoholisches Getränk enthält, desto geringer ist die Gefahr, dass der Kater durch weitere Stoffe verstärkt wird.

Kater-Mythos 4: Wer viel Wasser trinkt, wacht ohne dicken Kopf auf. Stimmt nicht!

Prof. Lieb:​ ​„Wasser trinken alleine hilft hier nicht unbedingt weiter. Denn die zugeführte Flüssigkeit muss auch bestimmte physiko-chemische Parameter erfüllen, also entsprechende Elektrolyte enthalten, um optimal aufgenommen werden zu können. Wer das Flüssigkeitsdefizit in seinem Körper ausgleichen möchte, kann dabei auf die Trink-Lösung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzen. Dazu werden 4 Teelöffel Haushaltszucker, ein dreiviertel Teelöffel Salz, eine Tasse Orangensaft sowie ein Liter Wasser miteinander vermischt. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten etwa 10 bis 15 Milliliter dieser Lösung innerhalb von 24 Stunden getrunken werden. Die Wirksamkeit hinsichtlich einer Rehydration ist wissenschaftlich belegt.”

Schmitt:​ ​“Eine natürliche Alternative stellt Kokosnusswasser dar. Forscher an der Airlangga University in Indonesien konnten zeigen, dass Kokoswasser analog zur WHO-Trinklösung auf Grund seiner physiko-chemischen Zusammensetzung ein hervorragendes Mittel zur Elektrolytversorgung darstellt.“

Kater-Mythos 5: Schmerztabletten vor dem Schlafengehen beugen dem Kater vor. Stimmt nicht!

Schmitt, der auch zertifizierter Sachverständiger für Nahrungsergänzungsmittel, Arzneimittel und Patentbewertung ist: ​„Schmerzmittel im Zusammenhang mit einem Kater einzunehmen ist wenig sinnvoll und birgt sogar gesundheitliche Gefahren. Medikamente sollten generell niemals in Kombination mit Alkohol eingenommen werden, da sowohl der Alkohol, die Abbauprodukte des Alkohols sowie auch das Medikament in der Leber verstoffwechselt werden und es dabei zu schwerwiegenden Wechselwirkungen kommen kann.

Die Einnahme von Schmerzmitteln bei einem Kater stellt zudem einen sogenannten Offlabel-Use, also eine Anwendung für ein nicht zugelassenes Anwendungsgebiet, dar. Entsprechend liegen diesbezüglich auch keine Daten vor, die die Sicherheit gewährleisten. Deshalb wird in den Packungsbeilagen der betreffenden Präparate auch von der Einnahme im Zusammenhang mit Alkohol abgeraten.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass der Körper bereits vor dem Alkoholkonsum ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist. Denn es gilt, je niedriger unser Wasseranteil im Körper zum Zeitpunkt des Alkoholgenusses ist, desto stärker werden wir die Folgen des Flüssigkeitsverlustes am nächsten Morgen spüren.“

Autor: Max Marquardt, Playboy
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