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Braucht ein Mann ein Instagram-Profil?

Nur wenn er eine Profilneurose hat, sagt unser Autor

Kommentar: Braucht ein Mann ein Instagram-Profil?

Auf keinen Fall, findet unser Autor. Denn statt eines Profils legt man sich dort eher eine Neurose zu. Unser Contra-Kommentar.

Kommt ein Mann in eine Bar. Er sieht ein bisschen aus, als hätte er den Morgen beim Modeshopping und den Nachmittag vor dem Spiegel verbracht. Aber macht ja nichts. Ist ja schön, dass er das Beste aus sich rausholt. Dann fängt er an zu reden. Über die Body-and-Soul-Bowl, die er vorhin gegessen hat, megayummy. Über den Mauritius-Urlaub neulich, so beautiful und inspiring. Über die Partys mit den Besties, die wilden Nächte mit den Ladys, aber auch über seine stillen Momente morgens auf dem Steg am See, wenn er ganz bei sich ist und sich einfach nur grateful fühlt.

Daraufhin zückt der Mann zusammenhanglos eine Flasche Shampoo, fährt sich mit der Hand durch die Haare und sagt: „Weißt du, viele fragen mich, was ich benutze, damit meine Haare immer so gesund aussehen. Ich vertraue auf das hier.“ Wie lange würde es dauern, bis Sie das dringende Bedürfnis hätten, den Typen aus der Bar zu prügeln? Und wieso gibt es Menschen, die sich freiwillig an einen Ort begeben, an dem es von solchen Gestalten nur so wimmelt: Instagram? Es ist mir rätselhaft.

Anmelden oder nicht? Unser Autor rät dringend ab

Was ich auch nur bedingt verstehe: warum man den Ehrgeiz entwickelt, sich dort als Privatperson zu inszenieren. Wie gewaltig kann der Endorphinrausch wirklich ausfallen, wenn 85 Leute dein Mittagessen liken? Wie viele Instagram-induzierte Dates will man wirklich haben, bei denen man sich mit Claudia Schiffer verabredet, aber dann doch eher mit Claudia Roth dahockt (die noch dazu ihrerseits enttäuscht wirkt)?

Und ist es nicht anstrengend genug, sich im Job so oft dar- und verstellen zu müssen? Wozu in der Freizeit ein weiteres Selbstinszenierungsprogramm aufziehen? Also ich möchte privat die Maske ablegen – und kein Duckface aufsetzen.

Playboy-Redakteur David Goller ist da übrigens anderer Meinung. Lesen Sie hier seinen Kommentar.

Autor: Alexander Neumann-Delbarre
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