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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!
Ian Fleming

Heute wäre Bond-Autor Ian Fleming 110 geworden

Ein Gespräch über 007 und was er mit ihm gemeinsam hat

"Bond ist eine hoch romantisierte Version von irgendwem"

Mit James Bond erschuf der britische Schriftsteller Ian Fleming vor über sechs Jahrzehnten eine unsterbliche Ikone der Popkultur. Kaum eine andere Figur entspricht so sehr dem Bild des eleganten Lebemanns und gilt bis heute mit seinen zahlreichen Filmen und Inkarnationen als Vorbild für viele Männer wie der legendäre Spion. 1964 stand sein Schöpfer Ian Fleming dem US-Playboy in einem Interview Rede und Antwort. Deswegen gibts anlässlich zu seinem 110. Geburtstag, den er heute gefeiert hätte, die besten Ausschnitte daraus. Danke Mr. Fleming und alles Gute!

Playboy: Stimmt es, dass Sie sich für den Namen James Bond entschieden haben, weil Sie ein Buch von einem Autor gleichen Namens lasen und dachten, er klinge „passend flach und farblos“?
Fleming: Ja, das stimmt wirklich. Es war "James Bonds Birds of the West Indies", ein namhaftes ornithologisches Werk. Ich wollte, dass mein Held ein komplett anonymes Instrument ist und die Action des Buches ihn vorantreibt. Ich glaubte nicht an die heldenhaften Bulldog Drummon-Typen. Ich meine eher, ich glaubte nicht, dass sie in der Literatur noch länger existieren könnten. Ich hatte vor, diesen Mann mehr oder weniger dem Muster der Helden von Raymond Chandler oder Dashiell Hammett folgen zu lassen. Glaubwürdige Leute, glaubwürdige Helden.

Playboy: Sie wurden zitiert, dass Sie Bond persönlich nicht ausstehen könnten. Stimmt das?
Fleming: Wissen Sie, ich lebe nun seit gut 12 Jahren mit ihm zusammen und wir sind tiefer und tiefer in gemeinsame Probleme geraten. Also fühle ich schon mit, was sein Schicksal betrifft, was immer das auch sein mag.

Playboy: Glauben Sie manchnmal, dass Sie Bond sind und Bond ist Fleming?
Fleming: Nein, Bond ist eine höchst romantisierte Version von irgendwem, aber sicher nicht ich. Ich könnte mit ihm auch gar nicht mithalten. Das hätte ich nicht mal geschafft, als ich in seinem Alter war. Er war und ist auch schon immer Mitte 30. Er ist eine Art Mischung aus romantischem harten Burschen, angezogen in der Kleidung des 20. Jahrhunderts und spricht auch die Sprache des 20. Jahrhunderts. Ich glaube, er ist mehr angelehnt an den modernen Helden,  an die Kommandotruppen des letzten Krieges und so weiter, an die Leute, die ich beim Secret Service getroffen habe, als jeder dieser eindimensionalen Helden aus Thrillern vergangener Tage.

Playboy: Betrachten Sie sein sexuelles Talent und seinen schonungslosen Umgang mit Frauen als ebenso realistisch, gerade mit Blick auf die Armee und den Secret Service?
Fleming: Natürlich nicht. Aber wir leben in einer brutalen Zeit. Verführung hat, bis auf einen geringen Teil, das Liebeswerben abgelöst. Die direkte, flache Herangehensweise ist nicht die Ausnahme. Sie ist der Standard. James Bond ist ein gesunder, brutaler, nicht-intellektueller Mann Mitte 30 und ein Geschöpf seiner Ära. Ich will nicht sagen, dass er typisch für unsere Zeit ist, aber ist definitiv aus dieser Zeit. Bond ist frei, er ist an nichts gebunden. Aber ist ein glaubwürdiger Mann – um den ich versuche, ein großartiges Netz aus Aufregung und Fantasie zu spannen. Was das letztendlich betrifft, haben wir wirklich wenig gemeinsam. Natürlich gibt es Parallelen, denn ein Autor schreibt schließlich nur von dem, was er weiß. Und so sind einige der Eigenarten und Charakteristiken die ich Bond gebe, die, über die ich selbst Bescheid weiß. Wenn ich ihn zum Beispiel bestimmte Zigaretten rauchen lassen, dann weil ich die gleichen rauche und ich weiß, wie diese schmecken. Und ich hab kein Problem damit, dafür kostenlose Werbung zu machen.

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