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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Ein Deutscher auf dem Weg zum Mars

Der Darmstädter Student Robert P. Schröder will auf den Roten Planeten auswandern und ihn mit 23 anderen Pionieren besiedeln. Irre? Ja, aber Realität: Als einer der letzten 100 Bewerber bei „Mars One“ hat er beste Chancen auf einen Raketenflug ohne Rückkehr

Das Zeug sieht aus wie Blue Curaçao mit Orangensaft. Schmeckt aber wie Hafenbecken mit Algenplage. Robert P. Schröder nippt an seinem grün schimmernden Cocktail und sinniert über exotische Erfahrungen: „Ich glaube, ich muss bald eine Liste von Orten anlegen, die ich noch besuchen will.“

Die Lagunen der Cook-Inseln, Waikiki Beach, Rio de Janeiro... Er klingt wie ein sterbenskranker Mann, der zwischen den Sätzen eine neuartige Medizin hinunterkippt. Doch Robert P. Schröder ist kerngesund, 27 Jahre alt, knapp 1,80 Meter groß, ein stämmiger Truppführer beim Technischen Hilfswerk, der gern vorweggeht. Wenn alles nach Plan läuft, hat er trotzdem – oder gerade deshalb – nicht mehr lange auf der Erde zu leben.

Der Elektrotechnikstudent aus Darmstadt ist einer der letzten 100 von ursprünglich mehr als 200.000 Bewerbern aus aller Welt, die sich bei der niederländischen Stiftung „Mars One“ beworben haben, um Ende der 2020er-Jahre für immer auszuwandern – und den Mars zu besiedeln. In Raumschiffen der Dragon-Klasse will „Mars One“ die 24 Finalisten mittels Falcon-Raketen von einem Weltraumbahnhof in den USA losschicken. 

„Nennen Sie mich Rob“

Möchte ein Held der Menschheit werden: Robert P. Schröder, 27, gelernter Physiklaborant aus Darmstadt, der zurzeit Elektrotechnik studiert

Einige hundert Millionen Flugkilometer weit weg in eine Welt aus Kratern und Geröllwüsten. Darin – laut Plan irgendwo zwischen dem 40. und 45. Breitengrad auf der Nordhalb-kugel des Mars – zwölf aufblasbare Wohncontainer mit cleaner Raumstation-Atmosphäre. Fensterlos und von außen mit Marserde bedeckt gegen die tödliche Weltraumstrahlung. Bewohnt von zwölf Männern und zwölf Frauen, die sich aus bioregenerativen Treibhäusern ernähren: mit Tomaten, Bohnen, Salat, Reis und Erdnüssen. Und Schröders Blaualgen-Gesöff. 

Überall liegen Marsbücher, Marsvideos, ...

Schröder – „Ach, nennen Sie mich bitte Rob“ – stellt das Glas auf seinem Schreibtisch ab. Auf den drei Flachbildmonitoren daneben flimmern Marsbilder. Eines zeigt Landemodule und Wohnsilos in rotem Staub. Darüber an der Wand: ein tropischer Strand im Posterformat, das einzige Bild ohne Weltall-Motiv in Robs 30-Quadratmeter-Studentenbude. Überall liegen Marsbücher, Marsvideos, auch eine Marsglaskugel mit eingelaserter Marsstation ziert sein mentales Vorbereitungs-Camp: eine Reihenhaus- Wohnung in Darmstadt-Arheilgen.

„Die spartanische Lebensweise bin ich als Student ja schon gewöhnt“, sagt er lächelnd und etwas schüchtern. Ein zurückhaltender, sachlicher Typ, kein aufgedrehter Spinner. Auch wenn er bereits Nacht für Nacht vom Leben auf dem Mars träume, wie er gesteht. Wer würde das nicht an seiner Stelle?

Robs verrückte Träume wären allerdings nie zum handfesten Plan gereift, hätte sie nicht zuvor auch ein anderer geträumt: der Holländer Bas Lansdorp. Der schmächtige heute 38-jährige Co-Gründer von „Mars One“ mit Stoppel-Astronautenfrisur war schon als Maschinenbaustudent fasziniert davon, einfache Lösungen für große Schritte zu finden. Und schon damals kam ihm die Idee mit der Marskolonie.

„Kennedy sagte, wir wollen nicht zum Mond, weil es leicht wäre, sondern weil es schwer ist. Die Geschichte ist voll von Beispielen dafür, dass Expeditionen große technische Fortschritte ausgelöst haben“, erklärt er. Lansdorps Vorstellung: eine Marsmission durch minimalen technischen Aufwand möglich zu machen. Und bezahlbar.

„Mars One“, eine Expedition als Fernsehshow

Als er 2011 hörte, „dass das Olympische Komitee für die TV-Rechte der nur drei Wochen dauernden Spiele in London mehr als 4,5 Milliarden Dollar einstrich, ging ich mit einem Medienexperten das Szenario für den Mars durch“, so Lansdorp. Das war die Geburtsstunde von „Mars One“. Einer Expedition als Fernsehshow. Das Einzige, was dazu fehlte, waren coole Kolonisten-Kandidaten, gesund, volljährig und mit „bedingungsloser Bereitschaft, alles auf der Erde hinter sich zu lassen.“

So wie der ruhige Rob, der an der Hochschule Darmstadt gerade ein Blaualgen-Forschungsprojekt angestoßen hat. „Spirulina, eine Cyanobakterien-Gattung“, sagt er. „Die sind resistent, produzieren Sauerstoff durch Photosynthese und bieten gute Nährwerte.“ Mit dem grünen Drink daraus will der gelernte Physiklaborant das Wagnis überleben. So lange es geht. Und wenn das überhaupt geht. Wenn nicht gleich der erste Marstag sein letzter sein sollte und die Landekapsel auf dem Roten Planeten zerschellt. 

Raumfahrt-Experten nämlich sehen bereits im Landemanöver, das „Mars One“ für das Jahr 2027 plant, ein 50-prozentiges Todesurteil für die Insassen. Und wenn man Robs Vorfreude ein paar fachlich fundierte Zweifel entgegensetzen will, muss man nur Ulrich Walter fragen. Der Ordinarius des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität München war einst selbst Astronaut und hält die „Mars One“-Mission für ein Himmelfahrtskommando.

„Ich vertraue auf die Technik“, erwidert Rob, wenn er solche Prognosen hört, und lächelt etwas unsicher.

Was bleibt ihm auch übrig? Ein Rückzieher wäre fast irre, so kurz vor seinem großen Ziel: Bereits im Herbst dieses Jahres sollen in einem Wüstencamp die letzten Auswahlrunden beginnen und danach 24 Finalisten ihr achtjähriges Training in nachgebauten Marsbasen aufnehmen. Bei vollem Astronautengehalt. Sollen Kenntnisse in Medizin und Erste-Hilfe-Techniken erwerben, in Geologie, Pflanzenzucht, der Instandhaltung lebenswichtiger Weltraumtechnik sowie in Psychologie, Spezialgebiet Gruppendynamik, Lagerkoller, Depressionen und Amokläufe.

Allein der Hinflug dauert 210 Tage

Allein der Hinflug, jeweils in einer Vierergruppe pro garagengroßem Mars-Transit-Vehikel, dauert schließlich 210 Tage. Ein Menschen-Experiment, das von Anfang bis Ende live im TV übertragen werden soll, weltweit – ein galaktisches „Big Brother“-Ding. Und bei allem Wahnsinn, nach dem sich diese Besiedlungsidee anhört: „Technisch gibt es nichts, was diese Show noch stoppen könnte“, bedauert der Experte Ulrich Walter. 

Allein am Finanz- und am Zeitplan zweifeln Fachleute noch. Sechs Milliarden Dollar benötigt „Mars One“, um den Roten Planeten zu kolonisieren. Und nachdem jüngst der Hauptinvestor absprang, soll nun ein britischer Milliardär im Gespräch sein für die Finanzierung des Billig-Flugs. Billig, weil in der Raumfahrt für gewöhnlich etwa 75 Prozent der Kosten durch den Rückflug entstehen – und einen solchen hat „Mars One“ nicht vorgesehen. 

Das macht Robert P. Schröders Vorhaben überhaupt erst realistisch: eine Reise ohne Rückkehr und ein frühzeitiger Tod vor laufenden Kameras. Gigantische Einschaltquoten sind da fast garantiert. Ein modernes Gladiatorenspiel. Auf immerhin 80 Prozent beziffert Ex-Astronaut Walter die Wahrscheinlichkeit, dass ein „Mars One“-Siedler innerhalb der ersten drei Monate auf dem Roten Planeten stirbt.

"Ich will wissen, ob es da oben Leben gegeben hat"

Doch wie denkt Rob über seine Zukunft? „Im Traum erlebe ich manchmal die geringe Schwerkraft und mache im Raumanzug große Sprünge“, sagt er. Und bei Tag? „Fühle ich mich als Wissenschaftler. Ich will wissen, ob es da oben Leben gegeben hat und wie es gelingen kann, den Mars für uns Menschen nutzbar zu machen.“

Wenn er davon anfängt, kann sich dieser ruhige Rob richtig in Rage reden. „Wir haben die Chance, dort eine neue Zivilisation zu errichten! Und die ganze Welt schaut uns dabei zu!“ Die Vorstellung, welchen persönlichen Preis er dafür zahlen muss, scheint ihn nicht abzuschrecken. Und sei dieser Preis günstigstenfalls auch nur, dass er sein restliches Leben wie ein Kaninchen in einer aufblasbaren 2-Personen-„Life Unit“ verbringen muss, einer 25 Meter lange Röhre von 100 Quadratmeter Grundfläche... 

Hm, er sei ja eigentlich schon sehr gern in Gesellschaft, gibt Rob zu. Koche öfter für Freunde. Nur eine Freundin hat er zurzeit nicht. „Aber meine Eltern wollen natürlich nicht, dass ich fliege. Und ich liebe meine Eltern. Doch ich werde meinen eigenen Weg gehen.“

Was Rob im Vertrauen auf die Technik und eine stabile Ausrüstung ebenfalls gern ausblendet: Die Atmosphäre des Mars besteht zu 95 Prozent aus giftigem Kohlendioxid, und dieses Gas fegt oft in Monsterstürmen mit Geschwindigkeiten um die 400 km/h Wolken aus Eisenoxidstaub über den Boden.

Das Blut eines Menschen beginnt zu sprudeln wie Champagner

Was, wenn seine „Life Unit“ in einem solchen Sturm ein Loch bekäme? Oder sein Raumanzug? Die dünne, toxische, im Durchschnitt minus 55 Grad kalte Atmosphäre des Mars erzeugt in Bodennähe nur einen Druck, der jenem in 35 Kilometer Höhe über der Erde entspricht. Ohne den Schutz eines intakten Raumanzugs beginnt unter diesen Bedingungen das Blut eines Menschen zu sprudeln wie Champagner, der Körper bläht sich auf, wirft Blasen an Augen und Mund, bis innerhalb weniger Augenblicke der Tod eintritt.

Wer sich solche Szenarien vor Augen rufen will, muss nur mit Ulrich Walter sprechen, dem Ex-Astronauten und Wissenschaftler an der TU München. Das Büro des 61-Jährigen auf dem Garchinger Uni-Campus ziert ein Modell der Raumfähre „Columbia“, mit der er 1993 elf Tage im All war. Sein Spezialgebiet unter anderem: Technologien für planetare Erkundungen.

"Technisch gibt es nichts, was diese Show noch stoppen könnte"

Ulrich Walter, Professor für Raumfahrttechnik an der TU München

„Oder was passiert, wenn ein Asteroid ein Loch in so ein Mars-Habitat schlägt?“, fragt Walter. „Wenn ein Einschlag überlebenswichtige Elektronik zerstört? Bei den wenigen Ersatzteilen, die sie mitnehmen können? Was passiert, wenn jemand eine Blinddarmentzündung bekommt – ohne Arzt? Dann war’s das mit dem Mars.“

Die Quelle für die meisten tödlichen Gefahren der „Mars One“- Mission sieht der Wissenschaftler in der Ausstattung, mit der geplant werde. „Viele Geräte haben noch nicht den erforderlichen technischen Reifegrad“, sagt er. Man könne mit ihnen zum Mars fliegen, ja. Mit ihnen dort landen und auch überleben. Doch jeder Schritt kann genauso gut schiefgehen. Zum Teil handele es sich nur um Prototypen, die noch nie eingesetzt wurden, fügt Walter hinzu. Und sie zu optimieren koste Zeit. Mehr Zeit, als bis zum Abflug bleibt, wenn die Mission nicht verschoben wird.

Man stelle sich das nur einmal vor: Ein 50-prozentiges Todesrisiko bei der Landung, insgesamt ein 80-prozentiges in den ersten drei Monaten auf dem Mars. Dass die Stiftung Mars One ihre Kandidaten darauf nicht nachdrücklich hinweise, erbost den Wissenschaftler: „Von den Teilnehmern, mit denen ich darüber geredet habe, haben alle ausweichend reagiert, wollten keine Details wissen und sagten, sie hätten Vertrauen in die Technik. Die glauben, es handle sich um einen Urlaubstrip nach Hawaii!“.

Ganz so blauäugig klingt Rob nicht

Doch ganz so blauäugig klingt Rob nicht. Er ist die Details der Marsreise, soweit bereits bekannt, wieder und wieder für sich durchgegangen: den Raketenstart, die Beschleunigung auf etwa 28.000 km/h und dann nach der Trennung von den Raketenstufen die kurze Reise im Dragon-Raumschiff zum „Mars Transit Vehicle“ (MTV), das in einer Erdumlaufbahn wartet. Dort verbindet eine Montage-Crew die Treibstofftanks samt Triebwerken mit dem MTV.

Die Mars-Crew steigt ins MTV um, die Montage-Mannschaft aus, die Triebwerke werden gezündet – dann gibt es kein Zurück mehr. Nur noch einen letzten Blick auf Meere, Berge, Städte, die sich mit 20.000 km/h entfernen. Für immer. Und wenn sie weg sind, gibt es für die nächsten sieben Monate fast nichts mehr zu tun außer Krafttraining, damit die Muskeln in der Schwerelosigkeit nicht schwinden. Das Essen: Trockennahrung. Geschlafen wird in Schlafsäcken, mit Riemen an der Bordwand fixiert, in der 3000 Liter Trinkwasser und 700 Kilo flüssiger Sauerstoff gurgeln.

Läuft alles glatt, wird das MTV den Marsanflug in der letzten Phase abbremsen. Die Crew steigt dann zurück in die Dragon-Kapsel, die abgekoppelt wird. Und in etwa elf Kilometer Höhe über der Marsoberfläche öffnen sich Fallschirme. Die Triebwerke, die den Fall von etwa 300 km/h auf ein sanftes Niederschweben drosseln, zünden rund 1500 Meter über dem Boden. Und vom Landeort soll ein Mars-Rover die Astronauten zur Marssiedlung chauffieren.

 „Das heißt: Bevor die erste Crew zum Mars fliegt, müssen schon sechs andere unbemannte Raumschiffe die ganze Technik dort hingebracht haben, die wir für die Kolonie benötigen“, sagt Rob. „Es sind dieselben Raumschiffe, in denen auch wir fliegen, und sie müssen alle sicher gelandet sein.“ Das gibt ihm eine gewisse Sicherheit.

Außerdem werde niemand fliegen, wenn nicht die Wassergewinnung aus geschmolzenem Mars-Eis, das Roboter aus dem Boden holen, sowie die Sauerstoffgewinnung daraus durch Elektrolyse einwandfrei funktioniere. „Bis es losgeht, wird also noch einiges passieren. Und ich muss ja im Herbst überhaupt erst die letzte Auswahlrunde packen.“

„Wir werden auf dem Mars viele neue Dinge schaffen"

Nach dem zweiten Algen-Aperitif gelüstet es Rob und den Reporter nach einem schmackhaften Essen. Rob wählt in der nahe gelegenen Trattoria eine Portion „Medaglioni Campagnola“, zartrosa Schweinefilet in Champignonrahmsauce mit Tagliatelle – nicht schlecht für einen, der vielleicht bald auf Weltraum-Gemüse umstellen muss.

Doch statt Wehmut weckt der leckere Lunch eher Robs Ehrgeiz: „Wir werden auf dem Mars viele neue Dinge schaffen. Vielleicht große Gewächshäuser mit kleinen Seen, in denen wir Fische züchten können“, schwärmt er. Er spricht über Lavatunnel auf dem Mars, die sich womöglich hermetisch abriegeln lassen, sodass man dort Freizeiteinrichtungen bauen könne, einen Badminton-Court zum Beispiel.

Oder dass er sich vorstellen könne, auf dem Mars eine Familie zu gründen. Kinder großzuziehen. Sollten tatsächlich, wie geplant, TV-Zuschauer bei der Auswahl der 24 Finalisten mitentscheiden, sobald im Herbst die letzte „Mars One“-Castingrunde startet, dann hat Rob sicher nicht die schlechtesten Karten. Denn er denkt gar nicht daran zu sterben – für die Menschheit und ihre Sensationsgier. Er denkt an Algen-Cocktails, Fische auf dem Mars und Badminton im Weltall. Und er hat schon ein bisschen Fernseh-Erfahrung.

Als Rob im Februar von Stefan Raab zu „TV Total“ eingeladen wurde, hatten ihn Freunde gewarnt, dass der Showmaster sich über ihn lustig machen könnte. Doch die Befürchtung war unbegründet. Raab bedankte sich am Ende bei Robert P. Schröder und verabschiedete ihn nach der Bemerkung, dass die Finanzierung der Mission noch ungeklärt sei, mit den Worten: „Ich bin gespannt. Irgendwie wünsche ich dir ein bisschen, dass das nicht finanziert werden kann... ich weiß nicht, warum...“

Wettlauf zum Mars

Während „Mars One“ die erste bemannte Landung 2027 auf dem Roten Planeten plant, könnte eine erste Umrundung mit Menschen an Bord schon sehr bald gelingen. Sie ist das Ziel einer Stiftung von Dennis Tito, des ersten Weltraumtouristen. Sein Kooperationspartner Nasa (USA) sowie die anderen großen Raumfahrtagenturen Esa (Europa) und Roskosmos (Russische Föderation) planen hingegen in längeren Zeiträumen: die Europäer etwa mit dem Projekt „Aurora“, das einen ersten bemannten Marsflug 2033 ermöglichen soll. Die Nasa wollte im Jahr 2037 Menschen auf den Mars schicken, doch US-Präsident Barack Obama stellte das Programm „Constella- tion“ 2009 aus finanziellen Gründen ein – 33 Jahre nachdem mit der Nasa-Sonde „Viking 1“ die erste unfallfreie unbemannte Marslandung geglückt war. Diese Sonde sandte 1976 die ersten Detailaufnahmen vom Marsboden zur Erde.

Neuere Erkenntnisse über die Oberfläche lieferte von 2003 bis 2011 der Nasa-Rover „Spirit“ sowie sein Zwilling „Opportunity“ (Start 2003), der neben dem größeren „Curiosity“ (Start 2011) bis heute erfolgreich in Betrieb ist. Sie sammelten unter anderem Belegdaten dafür, dass das Klima auf dem Mars einst feucht- warm war. Vor allem in der Nähe der Marspole erwarten die Forscher daher große Eisvorkommen zur Trinkwasser- und Sauerstoffgewinnung. Satelliten- daten-Hinweise darauf geben auch mehrere amerikanische, europäische, russische sowie ein indischer Orbiter, die heute um den Mars kreisen. 

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