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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Box-Weltmeister Arthur Abraham

... über schöne Frauen und sein Vorbild Mike Tyson

„ICH BIN KEIN LUXUS-TYP“

Im Ring gilt er als Titan-Kinn, außerhalb als Gentleman. Zu Recht, wie er bei unserem Shooting bewies. Box-Weltmeister Arthur Abraham über schöne Frauen, sein Vorbild Mike Tyson und eine 5000-Euro-Wette

Playboy: Herr Abraham, statt zu trainieren, verbringen Sie den Tag beim Foto-Shooting mit unseren drei schönsten Playmates. Was sagt denn Ihr knurriger Coach Ulli Wegner dazu?
Abraham: Er weiß Bescheid und findet das okay. Wir machen ja nur Fotos - und nicht mehr . . . (lacht)

Playboy: Sie sind heute bei der Titelvergabe an die „Playmate des Jahres“ dabei. Welcher war der schönste Titel, den Sie selbst je gewonnen haben?
Abraham: Mein erster Weltmeistertitel - 10. Dezember 2005 in Leipzig. Von diesem Titel hatte ich 25 Jahre lang geträumt.

Playboy: Sie sind in Armenien, das damals noch zur Sowjetunion gehörte, aufgewachsen, kamen als 15-Jähriger nach Deutschland. Erinnern Sie sich noch, wann Sie Ihren ersten Playboy in Händen hielten?
Abraham: Mit 16 etwa, wie so mancher Mann in dem Alter. Die tollen Frauen, die tollen Fotos, diese Zeitschrift ist einfach etwas Schönes für uns Männer.

Playboy: Der Playboy steht für das gute, genussvolle Leben als Mann. Was macht für Sie ein gutes Männerleben aus?
Abraham: Schwer zu sagen, heute besteht mein Leben ja nur aus Sport. Wir Profis sind wie Roboter: Frühstück, Training, Mittag, Erholung, Training, Massage, Essen, Schlafen. Sieben Tage die Woche, 300 Tage im Jahr. Ich werde erst nach meiner Box-Karriere spüren können, was ein normales Männerleben ausmacht.

Playboy: Sind Sie Ihr Boxer-Leben leid?
Abraham: Nein, ich liebe es ja auch. Ich bin süchtig nach der Quälerei. Ich liebe das Gefühl der Müdigkeit danach. Ich trainiere den ganzen Tag. Andere gehen zwölf Stunden ins Büro, das finde ich viel schwieriger . . .

Playboy: Haben Sie es mal probiert?
Abraham: Ja, aber ich halte es dort keine zwei Stunden aus. Ich fühle mich wie im Gefängnis.

Der Box-König

Sein Kampfname „King Arthur“ passt zu seinem märchenhaften Lebensweg: Abraham, 1980 als Avetik Abrahamyan in Jerewan (Armenien) geboren, kam als 15-jähriger Asylbewerber nach Deutschland und kämpfte sich vom Amateurboxer und Sparringspartner von Sven Ottke zum Weltmeister im Mittelgewicht hoch. Nach seinem Wechsel ins Supermittelgewicht musste er einige schwere Niederlagen einstecken, feierte 2012 aber ein triumphales Comeback. Derzeit hält Abraham den WM-Titel der WBO.

Playboy: Welchen Luxus gönnen Sie sich in der trainingsfreien Zeit?
Abraham: Ich bin kein großer Luxus-Typ. Einen Ferrari 458 habe ich mir gekauft, der hat ein bisschen Geld gekostet. Aber sonst? Mein Luxus ist meine Gesundheit.

Playboy: Aber als Boxer setzen Sie Ihre Gesundheit ja ständig aufs Spiel . . .
Abraham: Klar, es gibt Risiken beim Boxen, aber ich kann sie kontrollieren. Zu 100 Prozent. Könnte ich das nicht, wäre ich nicht seit Jahren erfolgreich dabei.

Playboy: Musiker, Schauspieler, Boxer: Wer bekommt die schönsten Frauen ab?
Abraham: Alle drei bekommen tolle Frauen. Man kriegt als Boxer schon auch so seine Angebote.

Playboy: Rockstars sagen oft, sie hätten ihre Band ursprünglich nur gegründet, um mehr Erfolg bei den Frauen zu haben . . .

„Ich habe als Sportler, bis ich 23 Jahre alt war, gerade mal 40 Euro im Monat verdient“

Arthur Abraham

Abraham: Also, ich habe mit dem Boxen angefangen, weil ich kein Geld hatte und Millionär werden wollte. Meine Familie hat von 100 Euro im Monat gelebt, und als ich Mike Tyson boxen sah, wollte ich so werden wie er. Aber wissen Sie, ich habe als Sportler, bis ich 23 Jahre alt war, gerade mal 40 Euro im Monat verdient . . .

Playboy: Wie lebt man von 40 Euro?
Abraham: Ich habe mit meinen Eltern gelebt, deshalb ging das. Aber du kaufst keine Klamotten, gehst nicht aus, und wenn du dich mit deiner Freundin treffen willst, musst du mit ihr im Park spazieren gehen, weil du dir kein Restaurant leisten kannst. Das wollte ich ändern. Und das habe ich getan.

Playboy: Sie treten am 18. Juli gegen Robert Stieglitz an, um Ihren WM-Titel zu verteidigen, es ist bereits Ihr viertes Duell gegen ihn. Macht es das leichter, wenn man seinen Gegner schon so gut kennt?
Abraham: Es hilft, aber letztlich ist es wie im Krieg: Jede Schlacht ist anders.

Playboy: Sollten Sie Ihren Titel verteidigen, könnte es sein, dass Sie endlich gegen Felix Sturm boxen. Ein Duell, das Kalle Sauerland schon mit dem Kampf Mayweather gegen Pacquiao verglichen hat. Ein bisschen hochgegriffen, finden Sie nicht?
Abraham: Mayweather hat gegen Paquiao weltklasse geboxt. Ich habe übrigens 5000 Euro gewonnen, weil ich auf ihn gewettet hatte, ich war von ihm überzeugt. Für mich ist er der beste Boxer aller Zeiten, noch besser als Ali. Deshalb: Dieser Kampf war ein eigenes Kaliber. Aber für Deutschland ist ein Duell zwischen Felix und mir auch sehr interessant.

Playboy: Sie sind 35 Jahre alt, wie lange wollen Sie noch boxen?
Abraham: Ein, zwei Jahre, wenn es gut läuft, drei. Mein Ziel ist es, noch einen Gürtel eines anderen Verbandes zu gewinnen. Aber wenn das nicht klappen sollte, bin ich auch zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.

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