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Heiner Lauterbach & Uwe Ochsenknecht

... über Macho-Qualitäten und ihre Freundschaft

"Ich sag Heiner zu ihm, aber er nennt mich immer Üwi"

Die  Kultkomödie "Männer" prägte das selbstironische Männerbild einer ganzen Generation – und verhalf Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht zum großen Durchbruch. Im Playboy-Interview sprechen die beiden Schauspieler über Macho-Qualitäten, Knasterfahrung und ihre ganz besondere Freundschaft

Playboy: Herr Ochsenknecht, Sie haben mal erzählt, dass Sie von Menschen auf der Straße oft mit Herrn Lauterbach verwechselt werden. Kommt das immer noch vor?
Ochsenknecht: Ab und zu. Manchmal werden auch die Namen vermischt: Heiner Lauterknecht, Uwe Ochsenbach.
Lauterbach: Das kenne ich auch. Die schönste Geschichte dazu ist mir mal um zwei Uhr morgens in einem Bahnhofslokal passiert. Ich musste auf einen Zug warten, war sowieso schon schlecht drauf, wahrscheinlich auch noch verkatert, und dann kam plötzlich eine Gruppe Fußballfans rein . . .
Ochsenknecht: Der Albtraum!
Lauterbach: Einer sah mich, torkelte auf mich zu und sagte - so wahr ich hier sitze - den legendären Satz: Sind Sie nicht der Udo Ochsenknecht aus dem Film „Zwei Männer und kein Baby“? Der hat in einem Satz acht Fehler gemacht. Sagenhaft. Ich habe ihm dann auf seinem Trikot mit „Dein Udo“ unterschrieben.

Playboy: Sie sind seit über 30 Jahren befreundet. Herr Ochsenknecht, wie war Ihr erster Eindruck von Heiner Lauterbach, als Sie sich kennen lernten?
Lauterbach: Jetzt mach keinen Fehler.
Ochsenknecht: Entspannt, lustig. Wir hatten sofort einen Draht zueinander. Damals haben wir ja auch noch viel gefeiert, und wenn jemand feiern kann, ist er mir meistens nicht unsympathisch. Mir gefiel an Heiner aber vor allem, dass er sich selbst und den Beruf nicht so ernst nimmt. Er hat eine schöne Grundentspanntheit und Lockerheit.
Lauterbach: Ich sah das ähnlich: ein lockerer, lustiger Geselle, der Uwe.
Ochsenknecht: Aber du hast damals schon ständig an mir rumkritisiert, dass ich keine Ahnung von Fußball hätte.
Lauterbach: Das ist das einzige Manko, von Fußball verstehst du wirklich gar nichts. Ich fürchte, du hast auch zwei linke Füße.
Ochsenknecht: Ich hab in der Jugend beim SV Waldhof Mannheim gespielt!
Lauterbach: In der Schachmannschaft vielleicht.

"Ich habe dich immer darum beneidet, dass du mehr Weiber abgekriegt hast"

Uwe Ochsenknecht über Heiner Lauterbach

Ochsenknecht: Die Beziehungskomödie „Männer“, in der Sie beide mitspielten, machte Sie 1985 quasi über Nacht zu Stars. Wie haben Sie die Zeit damals erlebt?
Lauterbach: Das war eine sehr spezielle Erfahrung. Und eine, die zusammenschweißt. Wenn ich Uwe heute treffe, habe ich noch immer das Gefühl, dass uns beide etwas Besonderes verbindet. Etwas, das ich mit keinem anderen Menschen habe. Weil wir dieses Ding damals zusammen durchgestanden haben. Das war ja nicht nur mit Positivem behaftet.

Ochsenknecht: Inwiefern?
Lauterbach: Wir wurden zum ersten Mal mit dieser Wucht der Öffentlichkeit konfrontiert. Da war es wichtig, jemanden zu haben, dem es auch so geht und mit dem man darüber reden kann.

Playboy: Was waren das für Dinge?
Ochsenknecht: Na ja, „Ich gehe jetzt in die und die Sendung, warst du da schon?“ Oder: „Die reagieren gerade soundso auf mich, hast du das schon erlebt?“- „Wie gehst du damit um?“ Man tauscht Erfahrungen aus, Einschätzungen.

Playboy: Gibt es etwas, worin sich Herr Lauterbach seit damals überhaupt nicht verändert hat?
Ochsenknecht: Ja, in seinen festen Urteilen: Wenn einer Fußball nicht mag, ist er gleich schwul.
Lauterbach: Das hab ich nie gesagt!
Ochsenknecht: Das vielleicht nicht. Aber wenn ich mal eine Jeans mit Löchern anhatte, hieß es gleich: Kannst du dir nicht mal gescheite Hosen kaufen?
Lauterbach: Ich habe dich doch nur aufgezogen. Aber diese orangefarbenen Socken, die du heute anhast (Lauterbach deutet auf Ochsenknechts Socken), sehen echt kacke aus.
Ochsenknecht: An dir vielleicht schon. Da sehen Sie es: In dieser Beziehung hat er sich nicht groß verändert. Aber insgesamt ist er schon weicher geworden. Da geht es mir übrigens ähnlich. Das kommt vor allem durch die Kinder. Wenn man so bezaubernde kleine Menschen um sich herum hat, die dich überhäufen mit Urvertrauen und Emotionen, kann das schon eine Wesensveränderung hervorrufen. Wie verliebt Heiner von seinen Kindern spricht, so hat er von keiner Frau erzählt.

Playboy: Herr Lauterbach, welche Veränderungen können Sie bei Ihrem Freund ausmachen?
Lauterbach: Er hat Humor gekriegt, was er früher anscheinend nicht hatte. Ist mir damals gar nicht so aufgefallen, dass du das so ernst genommen hast, wenn ich ein bisschen flachsen wollte mit deiner Hose oder deiner Fußball-Ahnungslosigkeit.

Playboy: Was auffällt: Sie nennen sich nach all den Jahren immer noch Heiner und Uwe. Gibt es gar keine Spitznamen?
Ochsenknecht: Ich sag Heiner zu ihm, aber er nennt mich immer Üwi. Kommt das aus der Kölner Schwulenszene, oder wie bist du darauf gekommen?
Lauterbach: Weiß ich nicht. Wenn ich jemanden mag, dann erfinde ich immer was. Ist ein bisschen albern, ja, aber das rutscht mir halt so raus, Üwi.

"Von den ganzen Sängern - Grönemeyer, Westernhagen und so - hat Uwe mit Abstand die beste Stimme"

Heiner Lauterbach über Uwe Ochsenknecht

Playboy: Gibt es eigentlich etwas, worum Sie einander immer beneidet haben?
Lauterbach: Ich fand schon immer, dass er toll singen kann. Von den ganzen Sängern - Grönemeyer, Westernhagen und so - hat er mit Abstand die beste Stimme. Mit Abstand!
Ochsenknecht: Danke, Heiner. Also, ich habe dich immer darum beneidet, dass du mehr Weiber abgekriegt hat. Aber das ist okay. Ich bin ja froh, dass du mir nach all den wilden Zeiten überhaupt erhalten geblieben bist. Da gab es ja Momente, zum Beispiel als ich dich im Krankenhaus besucht habe, in denen die Lage wirklich nicht ungefährlich für dich war. Aber nach der Wende, zu der sicher auch Viktoria (Playmate des Monats Februar 1996, Anm. d. Red.) viel beigetragen hat, hat sich das alles geändert. Es hat mich vor allem gefreut, dass man ab dem Zeitpunkt mit dir auch . . .
Lauterbach: . . . nach zehn Uhr abends noch reden konnte?
Ochsenknecht: Dass man überhaupt mal Gespräche führen konnte. Das war ja vorher kaum möglich. Ich habe auch immer gern gefeiert, aber so extrem rund um die Uhr - das war bei mir nicht der Fall. Und da war es schwierig zusammenzukommen, selbst wenn wir uns getroffen haben.

Playboy: In Ihrer beider Leben hat sich viel geändert. Die Zeit der dauernden Partys ist vorbei, Sie leben gesünder, ruhiger. Wie sieht ein gemeinsamer Abend bei Ihnen heute aus?
Ochsenknecht: Wir essen, reden, die Frauen sind oft dabei. Das ist immer sehr unterhaltsam. Als wir noch in München lebten, haben wir das oft gemacht. Jetzt kommt es leider seltener vor.
Lauterbach: Aber die Freundschaft hat immer gehalten. Das ist schön. In unserer Branche ist das ja nicht immer so.

Playboy: In jüngerer Zeit haben Sie sich sehr häufig gesehen: Sie standen gemeinsam für den Film „Die Udo Honig Story“ vor der Kamera, eine Komödie über Uli Hoeneß’ Steueraffäre. Herr Ochsenknecht, Sie spielen darin die Rolle des Udo Honig. Würden Sie gern neben Uli Hoeneß sitzen, wenn er den Film zum ersten Mal sieht, oder hätten Sie Angst vor einem seiner berühmten Wutanfälle?
Ochsenknecht: Ich fände es ein bisschen kleinkariert, wenn er damit Probleme hätte. Da zeigt sich, ob man Größe hat oder nicht. Es geht in dem Film ja auch nicht darum, ihn zu denunzieren. Es ist eine Satire, und da darf man ja immer ein bisschen rumfantasieren. Vielleicht haben wir ja ein paar Dinge getroffen, die tatsächlich wahr sind. Aber das weiß nur er. Der Film ist nicht böse, der ist lustig. Und mit Wutanfällen kann ich sehr gut umgehen. Vergessen Sie nicht, dass ich eine Stimmausbildung habe und sehr laut werden kann.

Playboy: Herr Lauterbach, wissen Sie noch, wie Sie reagiert haben, als Sie von Hoeneß’ Steuerhinterziehung erfahren haben?
Lauterbach: Ich war natürlich überrascht. Zum einen grundsätzlich darüber, dass er so etwas macht. Und zum anderen darüber, dass er bereit war, seine Reputation so aufs Spiel zu setzen.

Playboy: Hat sich Ihr Bild von Hoeneß durch die Steueraffäre verändert?
Lauterbach: Ich kenne ihn schon länger, habe ihn ein paar Mal getroffen, und ich weiß einige Dinge über ihn, die die Öffentlichkeit nicht weiß, die mich sehr positiv beeindruckt haben. Die Geschichten über ehemalige Bayern-Spieler, denen er geholfen hat, kennt man ja. Aber ich weiß auch von ehemaligen Kölner Spielern und Ex-Nationalspielern, denen er zur Seite stand, als es ihnen nicht gutging - was außer ihm fast niemand getan hat. In der Branche und unter Kollegen hat Uli Hoeneß einen sehr guten Ruf. Und weil ich auch diese Seiten von ihm kenne, hat sich mein Bild von ihm im Wesentlichen nicht verändert. Wenn ich mir ein Bild von jemandem mache, beurteile ich ihn nicht nur nach einem einzelnen Aspekt. Ich versuche, die ganze Person zu sehen.
Ochsenknecht: Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen: Er hat ja niemanden umgebracht. Am meisten hat er seinem Image geschadet. Gut, und der Staatskasse.

Playboy: Wie ist es bei Ihnen selbst ums Thema Fußball bestellt: Haben Sie beide Lieblingsvereine, bei denen Sie mitleiden?
Lauterbach: Ich bin Kölner. Zum Leidwesen meines Hausarztes, der mir ein wesentlich besseres Herz-Kreislauf-System prognostizieren würde, wenn ich Fan des FC Bayern wäre. Aber der ist immerhin mein zweiter Verein. Weil das einfach ein toll geführter Club ist und der einzige deutsche Verein, der konstant mitspielt im Kreis der Großen.

Playboy: Haben Sie auch einen Lieblingsverein, Herr Ochsenknecht?
Ochsenknecht: Keinen, bei dem ich wirklich mitleide. Aber eine Affinität zu den Bayern habe ich auch. Ich habe ja 30 Jahre in München gelebt, davon eine Zeit lang in Grünwald, wo ich mir eine Doppelhaushälfte mit Mario Basler geteilt habe. Das war schon sehr unterhaltsam.
Lauterbach: Da war immer Feueralarm, weil der geraucht hat und die Sprinkleranlage angegangen ist.
Ochsenknecht: Zum Beispiel. Oder ich traf ihn morgens um sieben, als ich zum Drehen fuhr und er gerade erst nach Hause kam. Um acht hatte er wieder Training. Wenn ich ihn gefragt habe, wie er das schafft, meinte er immer nur: kein Problem. Mario hat mich auch ab und zu mal mitgenommen ins „Eboli“, einen Italiener in Grünwald, zu dem alle Fußballer gehen. Der Laden war so eine Art Info-Zentrale: Wer macht was mit wem, wer bleibt im Verein, wer geht und so weiter. Da habe ich damals auch viele seiner Kollegen kennen gelernt.

Playboy: Herr Lauterbach, stimmt es eigentlich, dass Sie früher selbst in der Jugend des 1. FC Köln gespielt haben?
Lauterbach: Ja. Ich habe beim FC in der Jugend gespielt und in sämtlichen Kneipenmannschaften nördlich des Rio Pecos.
Ochsenknecht: Das hat dich wahrscheinlich damals am Leben gehalten, von der Fitness her.
Lauterbach: Ja, so habe ich die Sauferei womöglich überhaupt erst durchgehalten.

Playboy: Uli Hoeneß’ Steuerhinterziehung, das war für ihn ja der ganz große tiefe Fall. Gab es in Ihrer beider Leben auch mal den Moment, nach dem nichts mehr so war wie vorher?
Lauterbach: Ja, immer wenn ich meine Steuern zahlen muss. Dann ist nichts mehr so wie vorher. Leider.

Playboy: Und die ernsthafte Antwort?
Lauterbach: Ich verweise da auf meine beiden Biografien. Die habe ich unter anderem geschrieben, damit ich das nicht immer wieder beantworten muss. Ich habe natürlich ganz viele Situationen in meinem Leben gehabt, in denen nichts mehr so war wie vorher.
Ochsenknecht: Eigentlich jeden Morgen, oder? Gut, so schlimm war es bei mir nicht, aber Anfang der 80er-Jahre war ich mal für ein paar Wochen im Knast, das hat schon vieles verändert.

Playboy: Was war passiert?
Ochsenknecht: Ich kam mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt. Steht übrigens auch alles ausführlich in meiner Biografie. Das führte dazu, dass ich vier Wochen in Untersuchungshaft in Stadelheim saß. Dann gab es einen Prozess, ich bekam eine Geldstrafe und ein Jahr Bewährung. Das war eine Zeit, die mich schon sehr verändert hat.

Playboy: Was passiert in so einer Zelle mit einem?
Ochsenknecht: Im Nachhinein muss ich sagen, dass mein Aufenthalt dort genau das bewirkt hat, was die Ur-Idee des Knasts war: dass du zu dir selbst kommst. Du sitzt in dieser Zelle, es klingelt keiner mehr an der Tür, es gibt kein Telefon, du bist mit dir allein und fängst an, dir Gedanken zu machen: Was hast du falsch gemacht? Wie willst du in Zukunft weitermachen? Das war schon sehr hilfreich. Und ich kann mich noch erinnern, dass ich, als ich wieder rauskam, erst mal eine Woche lang nicht aus dem Haus ging. Die Welt kam mir auf einmal so laut vor, der Straßenlärm, die Leute, alles war so hektisch, das waren zu viele Eindrücke.

Playboy: Herr Lauterbach, Sie haben oft betont, dass Glück in Ihrem Leben und Ihrer Karriere eine große Rolle gespielt hat. War das bei Ihnen auch so, Herr Ochsenknecht?
Ochsenknecht: Glück? Zu einem gewissen Grad bestimmt. Aber ich bin auch der festen Überzeugung, dass sich Talent auf Dauer durchsetzt.
Lauterbach: Aber dass du dieses Talent hast, ist ja auch Glück.
Ochsenknecht: Ja, aber es gehört dann zum Talent dazu, dass man damit richtig umgeht. Ich bin zum Beispiel Ende der Siebziger deswegen nach München gegangen, weil hier die meisten Filme gemacht wurden. Ich dachte, irgendwann triffst du einen, machst einen Kontakt und so weiter. Du musst schon selbst was tun und nicht in der Ecke sitzen und sagen: Ich hab so viel Talent, irgendeiner findet mich schon.

Playboy: Denken Sie, die richtige Frau im Leben zu finden ist auch vor allem Glück? Oder glauben Sie an so etwas wie Vorsehung?
Lauterbach: Ich nicht. Das ist alles Glückssache, Zufall.
Ochsenknecht: Da bin ich ganz anders. Vorsehung, Fügung, das sind alles Bezeichnungen, die negativ belegt sind. Leider, wie ich meine. Ich bin mit meiner jetzigen Freundin seit sechs Jahren zusammen, und so eine intensive Beziehung habe ich bislang noch nicht gehabt. Und die Art und Weise, wie wir uns kennen gelernt haben, lässt mich schon daran zweifeln, ob das nur Zufall war. Ich war gar nicht auf der Suche damals, das war kurz nach der Trennung von meiner Frau, und dann stand Kiki plötzlich vor mir, in einer Bar auf Mallorca, so erfrischend, so lustig, so entspannt - und, zack, sind sechs Jahre rum. Vielleicht war das Glück, vielleicht lief auch alles darauf hinaus, dass ich sie treffe. Hätte ich die Beziehungen davor nicht gehabt, wäre ich gar nicht fähig gewesen, so jemanden kennen zu lernen. Also, alles hat da miteinander zu tun.

Playboy: Sie gelten beide auf Grund diverser Filmrollen und Ihrer privaten Erfahrungen als Experten in Beziehungs- und Geschlechterfragen. Da wollen wir natürlich von Ihnen lernen. Wir möchten Sie bitten, folgende Sätze zu vervollständigen: Um das Herz einer Frau zu erobern, ist es das Wichtigste . . .
Lauterbach: Kommt natürlich auf die Frau an. Aber was immer gut ist: ihr zuzuhören.

Playboy: Ein Mann sollte einer Frau niemals sagen, dass . . .
Ochsenknecht: Sie ist wie ihre Mutter.
Lauterbach: Oder dass das Beste an ihr ihre Kochkünste sind. Es gibt vieles, was man einer Frau nicht sagen sollte.

Playboy: Wenn eine Frau weint, dann . . .
Ochsenknecht: Kriegt sie noch eine! (Riesengelächter)

Playboy: Und Ihre Antwort, Herr Lauterbach?
Lauterbach: Dann hat sie mich gleich am Wickel. Ich kann es schlecht sehen, wenn Frauen weinen.

Playboy: Seitensprünge bedeuten für eine Beziehung, dass . . .
Ochsenknecht: Sie funktioniert.
Lauterbach: (guckt bestürzt) Bitte achten Sie beim Abtippen des Interviews unbedingt darauf, dass Sie nicht die Stimmen verwechseln! Das war jetzt der Uwe!
Ochsenknecht: Also, es kommt natürlich darauf an, wie die Frau darauf reagiert . . .
Lauterbach: Wie die Frau darauf reagiert? Du setzt also voraus, dass du fremdgehst? Sehr aufschlussreich.
Ochsenknecht: Früher hättest du den Scherz verstanden. Das meine ich natürlich nicht ernst . .

Playboy: Was bedeutet ein Seitensprung denn Ihrer Meinung nach, Herr Lauterbach?
Lauterbach: Na, dass es Probleme gibt in der Beziehung.

Playboy: Nächster Satz: Rätselhaft ist mir bei Frauen, dass . . .
Lauterbach: Wie dick ist Ihr Heft? Ich befürchte, Sie haben nicht genug Platz für meine Antwort.
Ochsenknecht: Das Schöne an Frauen ist ja, dass man sie nie zu hundert Prozent verstehen wird. Aber je älter ich werde, desto mehr Rätsel werden gelöst. Oder zumindest lerne ich, mit vielem umzugehen.
Lauterbach: Es gibt so eine Verhaltensweise, eigentlich eine Kleinigkeit, aber ich finde, sie ist typisch für Mann und Frau: Wir haben vor unserem Haus ein Tor, das man mit einer Fernbedienung öffnen kann. Wenn ich mit dem Auto heimkomme, suche ich 500 Meter vor dem Tor nach dem Drücker, 200 Meter davor bediene ich ihn, und wenn ich ankomme, ist das Tor auf, und ich fahre rein. Wenn meine Frau am Steuer ist, dann fährt sie - auch wenn wir uns nicht unterhalten - vor das Tor, bleibt stehen, stellt fest, ah, da ist ein Hindernis, fängt an, die Bedienung zu suchen, und macht irgendwann mal das Tor auf. Dieses Verhalten ist mir zum Beispiel absolut rätselhaft.

Playboy: Letzte Frage: Ihnen beiden haftet ja bis heute ein gewisses Macho-Image an. Stört Sie das?
Lauterbach: Ach, der Uwe hat das auch?
Ochsenknecht: Da hat sich Heiner immer schon gewundert: Wieso hat der das denn? Also, ich höre das mit dem Macho immer wieder, aber ehrlich gesagt, weiß ich bis heute nicht, was ein Macho eigentlich genau sein soll. Wie definiert man das?
Lauterbach: Das kann ich dir genau sagen! Ein Macho ist jemand, der auf die Frage „Was bedeutet ein Seitensprung für eine Beziehung?“ antwortet: „Kommt darauf an, wie die Frau reagiert.“ In meinen schlimmsten Zeiten hätte ich so eine Antwort nicht gegeben!
Ochsenknecht: Tja, da siehst du’s Heiner: Wer ist hier also der wahre Macho - und wer der gespielte?
Lauterbach: Da magst du Recht haben.

Autor: Mareike Opitz
Autor: Alexander Neumann-Delbarre
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