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Christian Ulmen

... über geteilte Scham und das Humorbedürfnis von Frauen

„Peinlichkeit ist das, was sich durch mein Leben zieht“

Ihm beim Schauspielen zuzusehen, tut manchmal ein bisschen weh - ist aber gleichermaßen erheiternd wie erhellend: Christian Ulmen. Ein Gespräch über geteilte Scham, das Humorbedürfnis von Frauen und den größten Shitstorm seiner Karriere

Egal, ob schluffiger Sympath („Herr Lehmann“, „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“), frotzelnder „Tatort“-Kommissar oder grenzpeinlicher Kotzbrocken (in seinen TV-Rollen als Uwe Wöllner oder Alexander von Eich): Christian Ulmen, dessen Augen im einen Moment ganz stier und dann auf einmal dackelsanft schauen können, nimmt man irgendwie alles ab. In seinem neuen Film „Becks letzter Sommer“ (Kinostart: 23. Juli) spielt er einen resiginierten Lehrer, der gern Rockstar geworden wäre. Zum Interview in Potsdam erscheint der 39-Jährige ganz rollenkonform im Oberstudienratsgewand: Hemd, Weste, akkurat gestutzter Vollbart.

Playboy: Herr Ulmen, in Ihrem neuen Film geht es um verpasste Chancen und darum, sein Leben noch mal umzukrempeln. Eine Situation, die Sie nachempfinden können?
Ulmen: Nein, null. Diese große, vertane Chance gibt es bei mir nicht, da habe ich wirklich Glück gehabt. Trotzdem kann ich mich in Beck einfühlen. Man muss ja auch nicht schon mal mit einem Kreuzfahrtschiff untergegangen sein, um „Titanic“ spannend zu finden. Ich schaue auf „Becks letzter Sommer“ wie auf einen Katastrophenfilm.

Playboy: Ihren Anfang nimmt diese Geschichte in der Schule - wie war das früher bei Ihnen, haben Sie es den Lehrern schwergemacht?
Ulmen: Ich habe mich vor allem selbst in peinliche Situationen gebracht.

Playboy: Inwiefern?
Ulmen: Ich war Tagträumer. In den Schulstunden habe ich mich an herrliche Orte gebeamt, und es ist unangenehm, wenn man aus seiner Gedankenwelt gerissen wird, um an der Tafel eine Gleichung nach den binomischen Formeln lösen zu müssen. Vor allem wenn man so dermaßen keine Ahnung von Zahlen hat wie ich damals. Noch heute träume ich, dass ich etwas vorrechnen muss, vor der stillen Klasse wie vor einem schwarzen Loch stehe und in unerträglicher Scham versinke.

Playboy: Gab es auch schöne Momente?
Ulmen: Es war trotzdem eine geile Zeit, natürlich. Du bist permanent in irgendjemanden verliebt, siehst deine Freunde jeden Tag, verbringst die Pause mit Schaumkussbrötchen und Hühnerbrühe aus dem Automaten - ich bin wirklich gern zur Schule gegangen.
 

"Und dann fällt mir ein: Du wirst demnächst 40. Du bist jetzt der Mann mit dem Bauch, und die Gleichaltrigen haben die Erfahrung."

Christian Ulmen

Playboy: Heute sind Sie selbst zweifacher Vater. Gehen Sie zu jedem Schulfest und jedem Elternabend, oder drücken Sie sich lieber?
Ulmen: Meistens muss ich da ausgerechnet arbeiten. Dann gehen meine Frauen da hin. Aber ich bin auf allen Schulfesten und wundere mich dann immer, dass die Lehrer so alt sind wie ich. Wieso bist du jetzt Lehrer? Du bist doch höchstens Referendar oder so, denke ich dann. Das geht mir auch bei Ärzten so. Wenn ein Arzt so alt ist wie ich, denke ich immer, was willst du mir denn erzählen? Ich hätte gern wie immer meine Diagnose von einem Herrn mit Bauch und Brille, der alt genug und erfahren ist. Und dann fällt mir ein: Du wirst demnächst 40. Du bist jetzt der Mann mit dem Bauch, und die Gleichaltrigen haben die Erfahrung.

Playboy: Worin sind Sie als Vater besonders gut?
Ulmen: Ich bin gut im Ins-Bett-bringen.

Playboy: Was ist der Trick?
Ulmen: Ich mache einfach immer dasselbe, sage die gleichen Sätze. Monotonie macht sie schläfrig.

Playboy: Gibt es auch etwas, womit Sie als Vater kläglich gescheitert sind?
Ulmen: Ich glaube nicht. Aber meine erste Ehe ist gescheitert. Ich habe einen Sohn, der in Patchwork bei mir lebt. Viele erkennen darin Gutes, aber ich halte Patchwork für ein nicht erstrebenswertes Familienmodell. Ich lebe darin seit sechs Jahren, und das funktioniert auch, aber es bleibt immer wieder dieselbe Traurigkeit zurück, wenn dein Kind morgens zur Schule geht und mittags nicht zu dir zurückkommt, weil es den Rest der Woche in seinem zweiten Zuhause verbringt.

Playboy: Sie finden, dass dieses Modell zu sehr glorifiziert wird?
Ulmen: Manchmal habe ich den Eindruck, dass mancher das folgenreiche Scheitern seines Familienkonzepts schönreden will, wenn er sagt: Ist doch auch eine tolle Lösung, jetzt hat das Kind zwei Haushalte, das ist ja eine horizonterweiternde Bereicherung. Für mich ist Familie vor allem immerwährende Nähe.

Playboy: Sie haben einmal in einem Interview gesagt, dass Sie sich als Hausmann diskriminiert fühlen - ist das immer noch so?
Ulmen: Ach, das wird immer besser. Aber es gibt immer noch Männer, die es völlig absurd finden, wenn man sich als Vater eingehend kümmert, weil sie das als Frauenjob sehen. Wenn ich in Meetings sage, ich muss leider los zum Kindergarten, dann heißt es: Das ist aber nett, dass du deiner Frau das mal abnimmst. Weil davon ausgegangen wird, dass das ja wohl nicht mein täglicher Dienst sein kann. Ist es aber.

Playboy: Führen Sie als TV-Fachmann zu Hause ein strenges Fernsehregiment?
Ulmen: Nein, überhaupt nicht. Es fällt mir auf, dass ausgerechnet Fernsehleute immerzu mit Vehemenz erzählen, dass ihre Kinder keinesfalls fernsehen dürfen. Ich finde, es gehört dazu, früh zu lernen, damit umzugehen. Und der Wahnsinn ist: Meine Kinder dürfen fernsehen, aber interessieren sich kaum dafür. Ich vermute da einen Zusammenhang.

Playboy: Haben Sie Defizite aus Ihrer eigenen Kindheit?
Ulmen: Ich war heiß drauf, weil ich es nicht durfte. Und wenn ich gucken durfte, dann mit schlechtem Gewissen. Die Titelmelodie von „Ein Colt für alle Fälle“ ist in meinem Hirn eng mit den Worten meines Vaters verknüpft: „Was guckst du wieder für einen Mist!? Das höre ich doch schon an der Musik!“

Playboy: Was sehen Sie sich heute gerne im Fernsehen an?
Ulmen: Im deutschen Fernsehen gucke ich sehr gerne Talkshows. Alles von Anne Will über Plasberg bis Jauch. Und ich schaue viel amerikanisches Fernsehen.

Playboy: Wovon gibt es im deutschen Fernsehen zu wenig?
Ulmen: Wir haben leider keine Late-Night-Kultur. Jan Böhmermann ist momentan der Einzige, der eine klassische Late-Night-Show macht. Und die würde viel mehr Zuschauer haben, wenn dieses Format-Genre in Deutschland Tradition hätte. In den USA werden jede Nacht zwischen 23 und 1 Uhr mindestens sechs Late-Night-Shows auf allen großen Kanälen ausgestrahlt. Seit Jahrzehnten. Die konkurrieren miteinander, beleben einander, sie unterscheiden sich und sind doch im Humor vereint. Egal, was in der Welt passiert, da kommen jede Nacht dieselben Late-Night-Talker als verlässliche Größen und resümieren den Tag. Das ist Fernsehkultur, die sich bei uns nie etabliert hat. Einige Jahre Harald Schmidt, der ob mangelnder Konkurrenz zu satt wurde, Raab hört auch auf - ich finde es schade, dass es hierfür keinen Markt zu geben scheint.

Playboy: Können Sie sich selbst vorstellen, so eine Late-Night-Show zu moderieren?
Ulmen: Nein, ich habe bei MTV sieben Jahre lang etwas Ähnliches gemacht. Jetzt bin ich sehr froh, seit zehn Jahren als Schauspieler zu arbeiten.

Playboy: In Ihren Fernsehshows, die Sie zum großen Teil selbst produzieren, begeben Sie sich häufig in unfassbar peinliche Situationen. Worin liegt für Sie der Reiz?
Ulmen: Ich finde es tröstlich, dass sich andere Menschen genauso schämen wie ich. Ich möchte damit nicht allein sein.

Playboy: Geteilte Scham ist . . .
Ulmen: . . . halbe Scham! (lacht) Dann tut es nicht mehr so weh.

Playboy: Aber wie kann man solche Situationen überhaupt aushalten? Wenn Sie zum Beispiel in Ihrer Show „Mein neuer Freund“ der Bekannten Ihrer Freundin beim gemeinsamen Essen Geld für Sex anbieten?
Ulmen: In der Rolle ist es relativ simpel, denn für die Figur ist es ja nicht peinlich. Ein Alexander von Eich tut nur, was in seiner Welt gewöhnlich ist. Und wenn ich ihn spiele, ist für simultane Gefühlsanalysen keine Zeit.

Playboy: Gab es Momente, in denen Sie gemerkt haben, dass Sie zu weit gegangen sind?
Ulmen: Es gab einen Moment, da war ich als Knut Hansen unterwegs in Bayern. Knut sollte vor Publikum derbste Sexwitze erzählen. Er ist vor einer katholischen Frauengruppe aufgetreten, wo er rausgeschmissen wurde, und dann wollten wir in einem Seniorenheim drehen. Uns wurden rüstige Rentner versprochen, aber da saßen Menschen, die am Tropf hingen, starr vor sich hin sahen und den Speichel nicht halten konnten. Da habe ich dann abgebrochen und nicht als Knut Hansen fiese Witze erzählt, sondern mit ihnen ihre Lieblingslieder gesungen: „Von den blauen Bergen kommen wir.“

Playboy: Passiert es Ihnen manchmal, dass Sie auch privat in Rollen verfallen, die Sie häufig spielen?
Ulmen: Ja, das passiert. Das kommt so über mich - wie Tourette oder ein epileptischer Anfall.

Playboy: Wie ist das, wenn Sie einfach Christian Ulmen sind - sind Ihnen da schnell Dinge peinlich?
Ulmen: Ja, Peinlichkeit ist das, was sich durch mein Leben zieht.

Playboy: Sind Sie sich vor allem selbst peinlich, oder schämen Sie sich auch schnell für andere?
Ulmen: Ich schäme mich meistens für mich. Manchmal auch schnell für andere. Zum Beispiel für jeden, der bei Filmpreisverleihungen eine Dankesrede halten muss.

Playboy: Warum?
Ulmen: Ich kann das nicht erklären und will niemandem zu nahe treten, der Preisverleihungen liebt. Das Grundsetting ist mir leider extrem unangenehm. Die Erwartung des Publikums, da ist so viel Raum für hysterisches Stammeln auf der Bühne, für gespielte Freude, Unsicherheit, zitternde Stimmen, Tränen. Preisverleihungen sind für mich Scham-Festspiele, ein Feuerwerk der Peinlichkeit. Ich selber habe, wenn ich einen Preis gewonnen habe, jedes Mal meine Dankesrede versemmelt, Namen falsch ausgesprochen, keine Freude gezeigt. Es ist ein Albtraum.

Playboy: Frauen wünschen sich ja immer einen Mann mit Humor. Aber zählt dazu auch so ein derber Knut-Hansen-Humor, nah an der Grenze zur Peinlichkeit?
Ulmen: Wenn derber Humor praktiziert wird, ohne dass er peinlich sein soll, finde ich das schlimmer. Also, mit Fips Asmussen wäre ich nicht so gerne verheiratet. Der meint das ja ernst. Wenn ich aber derbe Witze als Knut Hansen erzähle, steckt die Haltung dahinter, dass man diese Witze furchtbar findet und genau deshalb lacht. Das ist dann Derbheit als Stilmittel. Und damit können Frauen eigentlich ganz gut umgehen. Aber es kommt darauf an, ob sie involviert werden oder ob sie einfach nur zugucken.

Playboy: Was finden Frauen besser?
Ulmen: Zugucken. Frauen mögen es nicht so gerne, wenn man sie hochnimmt. Dabei haben auch Frauen ein Recht darauf, verarscht zu werden. Frei nach Herbert Feuerstein: Jeder hat ein Recht darauf, verarscht zu werden. Aber Frauen mögen dieses Recht nicht so gerne in Anspruch nehmen.

Playboy: Mal abgesehen vom Humor - womit beeindrucken Sie Frauen sonst noch?
Ulmen: Männer, die von sich selbst sagen können, womit sie Frauen beeindrucken, sind mir suspekt.

Playboy: Sind Sie eher Macho oder Romantiker?
Ulmen: Ich bin romantikophob, wenn es so was gibt. Ich finde Romantik ganz unangenehm, wenn sie hergestellt werden will. Wenn sie aus Versehen passiert ist, und man sagt am nächsten Tag, das war romantisch gestern, dann habe ich nichts dagegen. Aber das im Vorfeld zu planen, ekelt mich an. Ich finde aber auch den Begriff Macho schwierig, weil der neben dieser Gefühlsarmut auch immer bedeutet, ich bin der Geilste. Das ist mir eigentlich fremd. Deswegen bin ich weder das eine noch das andere.

Playboy: In einer Playboy-Umfrage, bei der ermittelt wurde, mit welchem „Tatort“-Kommissar die Deutschen gerne mal ein Bier trinken würden, sind Sie gerade auf Platz drei gelandet ...
Ulmen: ... hinter Til Schweiger und Jan Josef Liefers, die drei Prozent mehr haben als ich!

Playboy: Hat Sie das gekränkt, dass die beiden vor Ihnen genannt wurden?
Ulmen: Zutiefst. Ausgerechnet die. Liefers trinkt Wein und Schweiger Champagner. Wenn man mit jemandem ein Bier trinkt, dann mit mir.

Playboy: Was hat sich für Sie verändert, seit Sie „Tatort“-Kommissar sind?
Ulmen: Ich fand total erstaunlich, was für eine riesige Marke der „Tatort“ ist, das war mir gar nicht mehr bewusst. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich viel geändert hätte. Außer dass ich jetzt einmal im Jahr mit Nora Tschirner arbeiten darf. Wahrscheinlich ab 2016 sogar zweimal im Jahr.

Playboy: Ob Fernsehen oder Kino - was Sie machen, wird von Publikum und Kritikern gewöhnlich geliebt. Bis vor zwei Jahren nach Ihrer Show „Who wants to fuck my girlfriend?“ im Netz ein riesiger Shitstorm gegen Sie losbrach. Wie kam’s?
Ulmen: Das war eine Show, die ich in meiner Rolle als Uwe Wöllner moderiert habe. Uwe Wöllner ist in einer Welt aufgewachsen, die aus dem Busen von Pamela Anderson und einer Computertastatur besteht - und aus Shows wie „Bachelor“ und „Frauentausch“. Der ist ein Medien-Kaspar-Hauser, hat seine Sexualität aus dem Fernsehen und kaum soziale Kontakte. Wenn man so einen fragt, was für eine Show würdest du dir eigentlich mal selbst ausdenken, dann kommt Uwe Wöllner auf die Idee, es muss eine Show geben, die heißt „Who wants to fuck my girlfriend?“. Alle treten mit ihren Freundinnen an, und wer die geilste hat, gewinnt.

Playboy: Und dann haben Sie diese Show tatsächlich produziert?
Ulmen: Wir haben Kandidaten gesucht, die mitmachen wollten. Also haben echte Männer ihre Freundinnen mitgebracht, und die haben wir dann auf den Straßenstrich gestellt und gezählt, wie viele Autos anhalten. Oder in ein Bordell gesetzt und geguckt, wie viele Männer sich für sie entscheiden. Für mich war das ein Extrakt existierender TV- Shows, und die Sendung hat auch einiges darüber erzählt, wie Männer funktionieren. Dann meldeten sich Feministen und Feministinnen, die sich beschwert haben, dass das frauenverachtend sei und es viele Zuschauer geben würde, die eine satirische Intention nicht verstehen würden. Das Format wurde von ihnen zerrissen und ich als Sexist wahrgenommen.

Playboy: Haben Sie sich das sehr zu Herzen genommen?
Ulmen: Zumindest war ich irritiert, weil ja unserer Show-Idee dieselbe kritische Haltung zu Grunde lag, mit der Menschen für Frauenrechte kämpfen. Ich habe dann den Fehler gemacht, das Format zu erklären. Das war Quatsch, denn Satire steht immer für sich, die darf man nicht erläutern. Was ich lächerlich fand, war, dass es trotz meiner Erklärung mit dem Protest gegen die Show weiterging. Dass man mir unterstellte, die Show als Satire zu bezeichnen, sei nur eine nachträgliche Ausrede, ich sei einfach ein Sexist unter dem Deckmantel der Ironie. Das fußt gänzlich auf Unterstellung und Lust am Krawall, denn man wird weder in meinem beruflichen Schaffen noch sonst in meinem Leben auch nur den Hauch eines Ansatzes für eine sexistische Gesinnung finden. Ich bin eigentlich genau so, wie Alice Schwarzer sich den Mann seit Jahrzehnten wünscht. Dann bin ich von der Zeitschrift „Emma“ zum „Pascha des Monats“ gewählt worden.

Playboy: Sie haben sich von den Feministinnen verstoßen gefühlt?
Ulmen: Man könnte beinahe vermuten, ich wurde ob meines Geschlechts diskriminiert. Ich erkenne keinen Grund, mich aus feministischer Sicht scheiße zu finden - außer vielleicht, weil ich ein Mann bin.

Playboy: Abgesehen von solchen ermüdenden Diskussionen - in welchen Momenten merken Sie, dass Sie alt werden?
Ulmen: Ich habe neulich ein Drehbuch angeboten bekommen, das handelte von zwei Abiturienten. Ich fand das Buch toll und fragte mich, welchen der beiden ich spielen soll, bis ich merkte, ich soll den Vater des einen spielen. Ich hatte gar nicht darüber nachgedacht, dass ich das ja schon längst nicht mehr spielen kann.

Playboy: Eine schmerzhafte Erkenntnis?
Ulmen: Nein, ich finde es lustig, dass ich das nicht wahrnehme. Dass man eigentlich immer derselbe Typ ist in einem älter werdenden Körper.

Playboy: Wie lange wollen Sie das überhaupt noch machen mit der Schauspielerei, der Produktionsfirma, den TV-Shows?
Ulmen: Ich glaube, ich werde das immer machen. Wahrscheinlich werde ich auch nicht in Rente gehen.

Playboy: Haben Sie schon Ideen für gute Altersshows?
Ulmen: Wenn ich mit 80 noch ’ne Show mache, ist es automatisch eine. Ich mache dann einfach wieder „Who wants to fuck my girlfriend?“, und dann sagt die jüngere Generation, so was machen halt die alten Leute. Aber ich freu mich drauf.

Autor: Mareike Opitz
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