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Castros Bodyguard

Juan Reinaldo Sánchez packt über den kubanischen Ex-Diktator aus

Fidels engster Feind

Juan Reinaldo Sánchez war 20 Jahre lang Fidel Castros Leibwächter. Jetzt packt er aus. Ein Treffen mit dem Mann, der einen skrupellosen Diktator entlarvt - und deshalb nicht mehr ohne Waffe das Haus verlässt

Falls sie doch einmal kommen sollten, hat er eine Überraschung parat. Für einen kurzen Moment öffnet er sein Jackett einen Spalt. In einem Lederholster am Hosenbund steckt eine schwarze, großkalibrige Pistole - stets griffbereit. Die Szene dauert nur wenige Sekunden. Dann ist die Anzugsjacke wieder zu, und ein Lächeln umspielt den Mund von Juan Reinaldo Sánchez. „Falls sie doch einmal kommen sollten.“ Mehr muss er nicht sagen.

Es ist zwölf Uhr Mittag in Miami an einem Samstag im Februar. Wir haben uns im „Casa Panza Café“ im Stadtteil Little Havana getroffen. Dort, wo viele geflüchtete Exil-Kubaner im Park Domino spielen, Cohibas rauchen und auf der Calle Ocho Plaza der verlorenen Heimat nachtrauern. Sánchez hat sich fein gemacht: Der 66-Jährige trägt einen dunklen Anzug mit Goldknöpfen. Nur wer ganz genau hinschaut, sieht die Ausbuchtung an seiner rechten Jacketttasche. Das „Casa Panza“ ist sein Lieblingsrestaurant. Er kennt den Besitzer. Doch der ist an diesem Tag ungewöhnlich nervös. „Keine Fotos, bitte“, sagt er. „Ich will keine Schwierigkeiten.“ Der Wirt weiß, wer sein Stammgast ist. Und vor allem, was er einmal war.

Juan Reinaldo SÆnchez war mehr als 20 Jahre lang der persönliche Leibwächter von Fidel Castro, dem ehemaligen Diktator Kubas. Einem Mann, den die meisten der etwa 49.000 Bewohner von Little Havana lieber tot als lebendig sähen, weil er ihre geliebte Heimat ruiniert und sie in die Flucht getrieben hat. Durch wirtschaftliche Not, Zensur und Verfolgung von Regimekritikern. „Ich hätte mich für Fidel in eine Kugel geworfen“, sagt SÆnchez, „ich hätte mich für Castro geopfert.“ Er sagt es leise, niemand soll es hören. In Little Havana kommt so ein Bekenntnis nicht gut an, auch wenn seine Zeit als Bodyguard des Maximo Lóder längst der Vergangenheit angehört.

Es war 1994, als SÆnchez bei Castro in Ungnade fiel. Doch erst 2008 gelang ihm die Flucht in die USA. Mehr als sechs weitere Jahre später packt SÆnchez nun aus. Zusammen mit dem französischen Journalisten Axel GyldØn hat er ein Enthüllungsbuch geschrieben: „Das verborgene Leben des Fidel Castro“. Es ist der erste Bericht eines Augenzeugen aus dem engsten Umfeld Castros, und es dürfte das Bild des kubanischen Diktators grundlegend verändern. Denn Castro scheint keineswegs der selbstlose Revolutionär zu sein, den er gern in der Öffentlichkeit gab. „Ich will keine Rache nehmen“, sagt SÆnchez. „Ich will nur anderen die Augen öffnen.“ Fast klingt es, als ob der einst enge Castro-Vertraute selbst Abbitte leisten wollte.

"Fidel lebte wie der französische Sonnenkönig Louis XIV."

Juan Reinaldo Sánchez 4

Schließlich hatte Sánchez selbst 40 Jahre lang an die Revolution geglaubt, nie gezweifelt, nie Fragen gestellt, sondern Castro als seinen „Gott“ bezeichnet. Heute sagt er: „Fidel lebte wie der französische Sonnenkönig Louis XIV. Er regierte wie ein Monarch, und Kuba war sein Königreich.“ Schwere Anschuldigungen, die den einstigen Bodyguard nun selbst zum Anschlagsziel machen. Kubas Geheimdienst mag solche entlarvenden Berichte nicht. Das weiß auch SÆnchez.

Rückblende ins Jahr 1959. Kuba jubelt. Nach mehr als fünf Jahren Guerillakrieg gegen das korrupte Regime des Diktators Fulgencio Batista übernehmen Fidel Castro, Che Guevara und seine Mitkämpfer die Macht auf der Karibikinsel. Die Revolution hat gesiegt. Das Land wird sozialistisch. Der neue Staatschef gibt sich bescheiden, und Bescheidenheit fordert er auch von seinem Volk. Ein Leben im Dienste der Sache - was für die Kubaner bald bedeuten wird: gähnende Leere in den Läden, Mangelwirtschaft, Armut, Stromausfälle, Dunkelheit. In den schlimmsten Krisenzeiten sank das durchschnittliche Monatsgehalt eines Kubaners auf 180 Pesos - gerade mal einen halben US-Dollar. Castro selbst behauptete anfangs immer wieder, er lebe in einer Fischerhütte von 36 Dollar im Monat. „Eine Lüge“, sagt SÆnchez heute. „Er ist mehrfacher Millionär und lässt sich sein Luxusleben vom Staat bezahlen.“

Castros späterer Bodyguard ist zum Zeitpunkt der Revolution neun Jahre alt und bereits ein glühender Anhänger des bärtigen „El Comandante“. „Meine Familie hat die Revolution unterstützt“, sagt SÆnchez, der in einem Armenviertel von Havanna geboren wurde. Mit 19 Jahren geht er zum Militär. Castro wird auf den strebsamen jungen Mann aufmerksam, der im Kampfsport und an der Waffe außergewöhnlich gut ist. „Ich war kubanischer Meister im Pistolenschießen“, sagt SÆnchez. Seine Augen strahlen. Er ist noch heute stolz darauf.

Schnell steigt der regimetreue Soldat auf. Schon nach wenigen Jahren hat er es in eine Eliteeinheit geschafft. Er wird Oberstleutnant und zum Personenschutz eingeteilt. Castro soll ihn persönlich ausgesucht haben. „Er hat immer zehn Bodyguards um sich“, sagt SÆnchez. „Zwei davon müssen seine Blutgruppe haben. Im Ernstfall sind sie seine persönlichen Blutspender.“

Der luxuriöse Lebensstil von „El Jefe“, wie er ihn nennt, fällt SÆnchez während seines Dienstes schnell auf. Doch lange Zeit stört es ihn nicht. „Ich dachte, er hätte es verdient. Nach so vielen Jahren der Entbehrung während des Guerillakrieges.“ SÆnchez erlebt Castro als „charismatisch und intelligent“, aber auch „manipulierend, eiskalt und egozentrisch“.

Was der Bodyguard tagtäglich sieht, gleicht mehr dem Leben eines Großkapitalisten als dem eines sich aufopfernden Revolutionärs. „Castro besitzt eine Luxusyacht, insgesamt 20 Häuser über ganz Kuba verteilt, mehrere ausländische Konten mit Hunderten von Millionen Dollar und sogar eine Privatinsel“, behauptet SÆnchez. Auch ein Jagdrevier nenne Castro sein Eigen. Dort schieße er besonders gern auf Enten, die zum Überwintern aus den USA kommen. „Ich habe das alles mit eigenen Augen gesehen.“ SÆnchez wirkt mühsam beherrscht, wenn er in unauffälligem Erzählton solche Details aus Castros Leben ausbreitet. Immer wieder springt er zwischendurch auf und geht vor die Tür. Braucht kurze Pausen, um sich zu beruhigen. Nach einer Marlboro kann er dann weitererzählen.

„Die Privatinsel Cayo Piedra nennt Castro seinen persönlichen Garten Eden“, sagt SÆnchez. Das Eiland liegt in der Schweinebucht und wurde erst 1961 erschlossen. „Er hat dort ein großes Anwesen mit Schildkrötenfarm und eigenem Delfinarium.“ Die Überfahrt zum karibischen Paradies dauert 45 Minuten. „Wir fuhren immer mit seiner Luxusyacht ,Aquarama II’.“ Es ist ein 88 Meter langes Boot, dessen Kabinen mit Mahagoniholz aus Angola getäfelt sind - ein persönliches Geschenk des einstigen sowjetischen Staatschefs Leonid Breschnew. „Fidel saß immer in einem schwarzen Ledersessel mit einem Glas schottischem Chivas-Regal-Whisky in der Hand und gab dem Kapitän Anweisungen“, erinnert sich Sánchez. Kubanischer Rum sei im Hause Castro verpönt gewesen.

Doch nicht nur auf der Insel ließ es sich „El Jefe“ gutgehen. Seine Hauptvilla in Havanna verfügte über eine Bowlingbahn auf dem Dach, einen Basketballplatz und ein Gewächshaus sowie ein Kino im Keller. „Die Verfilmung des Tolstoi-Romans ,Krieg und Frieden’ ist sein Lieblingsfilm“, sagt Sánchez. „Den fünf Stunden langen Streifen hat er immer wieder angeschaut.“ Überhaupt pflegte der heimliche Gourmet Castro neben der Vorliebe für spanische Schinken einen eigenwilligfeinen Geschmackssinn: Sein tägliches Glas Milch musste immer von derselben Kuh kommen. Einer Kuh, die im Garten seiner Villa weidete und den Namen „numero cinco“ trug.

„Ich glaube, er ist zwei Milliarden Dollar schwer“

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Sánchez’ Co-Autor, der französische Journalist Axel GyldØn, will alle Fakten des Buches sorgfältig überprüft haben. Dennoch widersprechen Castro-Biografen Berichten von einem Luxusleben. „Er hat das beste Essen und bekommt auch die beste medizinische Versorgung“, gesteht zwar Ann Louis Bardach ein, Autorin des Buches „Without Fidel“. Doch „ein Leben im Luxus“ führe er nicht. Ähnlich sieht es der französische Journalist Ignacio Ramonet, der Castro häufiger getroffen und interviewt hat. „Er lebt ein bescheidenes Leben mit einfachem Essen und einem Mittelklassehaus.“ Das renommierte amerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hingegen bestätigt zumindest Castros immensen Reichtum. In seiner Liste der reichsten Könige, Königinnen und Diktatoren, landete der Kubaner 2006 unter den Top Ten. Auf 100 Millionen Dollar wurde Castro damals geschätzt. „Er hat sich darüber wahnsinnig aufgeregt“, will Sánchez wissen, der noch heute enge Kontakte nach Kuba hat. Schließlich sei er doch viel reicher. „Ich glaube, er ist zwei Milliarden Dollar schwer.“

Davon darf im abgewirtschafteten Kuba natürlich niemand wissen. „Castros Privatleben wird wie ein Staatsgeheimnis gehütet.“ Selbst Teile seiner eigenen Familie hatten von Luxus und Privilegien lange Zeit keine Ahnung. Dabei ist Castros Clan im Laufe seiner fast 50jährigen Regentschaft immer größer geworden. Fidel hatte zahlreiche Affären. Insgesamt neun Kinder soll er haben, von fünf verschiedenen Frauen. „Ein Casanova war er aber nie so richtig“, sagt Sánchez. „Fidel hatte zwar immer zwei bis drei Frauen gleichzeitig, denen war er aber über Jahre hinweg treu.“ Heute lebt er mit seiner zweiten Frau, Dalia Soto del Valle, in Punto Cero. Auch sie war zuvor eine seiner Geliebten. Die beiden wohnen in einer Villa auf einem früheren Golfplatz. „Sie leben an Loch 14“, sagt Sánchez. Das Anwesen hat sieben Schlafzimmer, einen Pool und einen Helikopterlandeplatz. Dutzende von Angestellten versorgen das Paar.

Den Namen Castro versucht Sánchez bei seinen Erzählungen so weit wie möglich zu vermeiden aus Vorsicht, jemand könnte mithören. Jedes Mal, wenn ein neuer Gast das „Casa Panza“ betritt, schaut er schnell über seine Schulter, wer gekommen ist. Er spricht hochkonzentriert, fast angespannt. Jetzt braucht er wieder eine Beruhigungs-Marlboro. Gute Gelegenheit, die neuesten Fotos von „El Comandante“ aufs Display zu laden. Nur wenige Wochen sind sie alt. Der mittlerweile 88-Jährige Fidel wirkt darauf gebrechlich. Gerüchte, er sei längst gestorben, scheinen also falsch zu sein. „Er ist es tatsächlich“, bestätigt SÆnchez, als er wieder Platz genommen hat, „aber er ist sehr krank und leidet an Alzheimer.“ Castro habe zwar noch gute Tage, an denen er in politische Entscheidungen seines Bruders Raœl involviert sei. Es gebe aber auch Momente, in denen er die eigene Familie nicht mehr erkenne.

„Castro war immer der einzige Patient“

Juan Reinaldo Sánchez

Daran lässt sich auch mit der besten medizinischen Versorgung nicht viel ändern. „Er hatte schon immer eine Privatklinik nur für sich“, sagt Sánchez. Sie liege im vierten Stock des Palacio de la Revoluciún in Havanna und habe alles, was ein modernes Krankenhaus braucht: Operationssaal, ein eigenes Labor, einen hochmodernen Computertomografen. „Castro war immer der einzige Patient“, sagt Sánchez. Zum ersten Mal 1983. Da begleitete der Bodyguard den Máximo Lóder in einem plötzlichen nächtlichen Einsatz zu einer Notfallbehandlung. Castros Pyjamahose sei blutig gewesen, und sein Leibarzt Eugenio Selman soll damals ein Darmkrebsgeschwür gefunden haben. Offiziell bestätigt wurde das aber nicht. Und erst recht bekam die kubanische Bevölkerung von der lebensbedrohenden Erkrankung ihres Staatschefs nichts mit, obwohl die Therapie mehrere Monate dauerte. „Wir haben in regelmäßigen Abständen Castros Doppelgänger Silvino Alvarez in die Präsidentenlimousine gesetzt und ihn durch Havanna fahren lassen“, erzählt Sánchez. Der Ersatz-Castro habe aus dem Autofenster gewinkt, und die Leute dachten, alles sei gut.

Der echte Castro erholte sich und kehrte an die Macht zurück. Auch neun Jahre später noch einmal, als der Krebs zurückkam. Da wurde Castros Bruder Raœl gerufen. „Er sollte sich auf die Machtübernahme vorbereiten“, sagt Sánchez. Doch 55 Tage später zeigte sich Fidel wieder im Amt und regierte bis 2006 weiter. Erst dann zog er sich aus der Politik zurück, und Bruder Raœl, heute 83, wurde sein Nachfolger.

Zum Zeitpunkt der zweiten Krebserkrankung hatte Sánchez bereits den Glauben an seinen „einstigen Gott“ verloren. Er wurde Zeuge, wie das Regime für eine bessere Welt immer korruptere Business-Deals machte. Blut-Diamanten aus Angola habe Castro auf den weltweiten Rohstoffmärkten verscherbelt, die Karibikinsel Kuba zum internationalen Drogenumschlagplatz gemacht. Alles, um an die bitter benötigten Devisen zu kommen. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 waren die so lebenswichtigen Subventionen aus der Sowjetunion schlagartig versiegt. Die Gewinne aus den illegalen Geschäften soll Castro auf seinen Konten im Ausland deponiert haben. „Ich war so wütend, so enttäuscht“, sagt Sánchez. „Ich hatte 40 Jahre an Fidel, an die Revolution geglaubt.“

„Meine winzige Zelle hatte kein Fenster, dafür umso mehr Ratten und Kakerlaken.“

Juan Reinaldo Sánchez

Doch kündigen, alles hinwerfen konnte Sánchez nicht. „Niemand gibt seinen Job als Bodyguard von Fidel Castro einfach so ungestraft auf.“ Also blieb er und wartete auf den richtigen Moment. Doch auch dem Regime kamen nun Zweifel an dem bisher treuen Gefolgsmann. Sánchez’ Tochter hatte 1994 einen Venezuelaner geheiratet und war nach Caracas gezogen. Im selben Jahr floh Sánchez’ Bruder in die USA. „Ich habe daraufhin meine Pensionierung eingereicht“, sagt Sánchez. Er war damals 45 Jahre alt. Doch Castro, wütend auf seinen Bodyguard, ließ ihn verhaften. Drei Monate lang wurde Sánchez im berüchtigten Cien y Aldabo Gefängnis in Havanna verhört. Vor allem Dissidenten sitzen hier ein. „Meine winzige Zelle hatte kein Fenster, dafür umso mehr Ratten und Kakerlaken.“

Der durchtrainierte Modellathlet magerte bis auf die Knochen ab. „Nach zwei Monaten hinter Gittern war ich körperlich und emotional ein gebrochener Mann. Ich hatte jedes Zeitgefühl verloren, wusste nicht mehr, ob es Tag oder Nacht war. Es hat mich fast wahnsinnig gemacht“, sagt Sánchez. „Heute bin ich davon überzeugt, dass sie mich langsam umbringen wollten.“ Trotz Folter durch Schlafentzug und stundenlanger Verhöre unterschreibt Sánchez aber nie ein Geständnis als Landesverräter. Das Gericht verurteilt ihn trotzdem wegen konterrevolutionärer Aktivitäten zu zwei Jahren Haft. „Im Gefängnis habe ich beschlossen, aus Kuba zu fliehen - falls ich überlebe.“

Erst zwölf Jahre und elf Versuche später gelang ihm die Flucht per Boot nach Mexiko. Mit Hilfe eines Schleusers. Eine Kutterfahrt für 12.000 Dollar. „Dafür habe ich alles verkauft, was ich besaß“, sagt Sánchez. Mehrmals misslang die Flucht, weil ihm der Geheimdienst auf den Fersen war, andere Male kam das Boot einfach nicht. Als der damals 59-Jährige 2008 endlich an der US-Grenze landet, sagt er: „Asilo politico!“ Er nennt seinen Namen und sagt etwas, das der Grenzbeamte zunächst nicht versteht: „Ich war der Bodyguard von Fidel Castro.“ Sofort wird Sánchez in einen Nebenraum geführt. Nur Minuten später kommt der Beamte zurück. „Er hatte meine FBI-Akte in der Hand.“ Es war fast so, als hätten die Amerikaner mit ihm gerechnet.

Einen Weg zurück in die alte Heimat sieht der heute 66-Jährige nicht mehr. „Selbst wenn Fidel und sein Bruder Raœl sterben sollten, wird sich in Kuba politisch so schnell nichts verändern.“ Raœl baue schon heute einen Nachfolger auf. Und auch das Militär werde die Macht so schnell kaum aus den Händen geben. Daran ändere auch die Annäherung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten nichts.

Es ist mittlerweile später Nachmittag in Little Havana. Die Sonne steht tief, und Juan Reinaldo Sánchez tritt vor die Tür des „Casa Panza Cafe“. Er zündet sich eine letzte Malboro an. „Ich werde wohl einmal in Amerika begraben werden.“

Autor: Michael Remke
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