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William Shatner wird 86

"Captain Kirk" über Heldentaten, Pferde und die Beatles

20 Fragen an William Shatner

Er ist Schauspieler, Musiker, Autor, Entertainer. Doch für seine Fans bleibt er auf ewig Captain Kirk, Kommandant der „Enterprise“: William Shatner.

1. Playboy: Was hat William Shatner von Captain Kirk gelernt?  

SHATNER: Dass es sich lohnt, mutig zu sein. Captain Kirk folgt der Tradition klassischer Helden, und die Leute zollen ihm Tribut, weil sie eine Erklärung für die Mysterien des Lebens suchen. Abgesehen davon ist es lustig, was für Fragen ich auf „Star-Trek“-Fantreffen höre. Neulich wollte eine junge Frau, dass ich ihre linke Brust signiere. Am liebsten hätte ich noch die andere unterschrieben.

2. Playboy: Kirk war, „wo kein Mensch je gewesen ist“. Und Shatner?

SHATNER: Der hat auch mehr gesehen, als er sich hätte träumen lassen. Ich war zum Beispiel in Tibet, um eine spirituelle Antwort auf mein Leben zu finden. Doch ich fand nur die Erkenntnis: Warum zum Henker bist du bloß nach Tibet geflogen? Eine Nacht mit einer scharfen Braut in Mexiko wäre erleuchtender gewesen (lacht).

3. Playboy: Hat es Sie nie gereizt, auch im wahren Leben Heldentaten zu vollbringen, etwa in der Politik - zum Wohl der gesamten Menschheit?

SHATNER: Ich interessiere mich nicht für Politik. Meine Stärke liegt darin, dich zum Lachen oder zum Weinen zu bringen.

4. Playboy: Also sind Sie der klassische Entertainer? 

SHATNER: Das ist mein Job.

5. Playboy: Sie sind auch Musiker und auf Ihrem neuesten Album erstmals Songwriter. Keine Lust mehr, bekannte Songs zu covern wie bisher?

SHATNER: Ich bin es nicht leid. Du setzt dich zwar der Kritik und hämischem Gelächter aus. Aber es ist der wahre Honig, der süße Nektar. Ich habe nur oft genug davon gekostet.

6. Playboy: Für Ihre Version von „Lucy In The Sky With Diamonds“ hat man Sie regelrecht verhöhnt. Hat Sie das nicht verletzt?

SHATNER: Ich verrate Ihnen etwas: Tom Hanks und seine Frau veranstalten jedes Jahr eine Shakespeare-Lesung hier in L. A., eine Benefizveranstaltung. 2013 habe ich mit Paul McCartney auf der Bühne zusammen gesungen. Die ultimative Ironie.

7. Playboy: Für Beatles-Fans ein echter Schock, oder?

SHATNER: In der Tat. Und vielleicht auch für Paul (lacht).

8. Playboy: Ihre Version gilt als „schlechtestes Beatles-Cover aller Zeiten“ . . .

SHATNER: Sie sagen es! Und ich gebe zu, dass ich verdammt stolz darauf bin.

9. Playboy: George Clooney sagte, man dürfe Ihre Version nie auf eine einsame Insel mitnehmen - weil sie dafür sorgt, dass „man sich ein Bein ausreißen und es als Kanu verwenden will, um damit zu flüchten“.

SHATNER: Oh, stimmt! (lacht) Wobei George maßlos übertreibt. Mir fallen wesentlich schlimmere Songs ein.

10. Playboy: Zum Beispiel?

SHATNER: Alles, was gerade im Radio läuft und einfach nur Dreck ist.

11. Playboy: Warum halten Sie eigentlich am Sprechgesang fest?

SHATNER: Weil ich immer besser werde! Ich habe die ultimative Verschmelzung von Musik und Wort erreicht. So progressiv, dass einiges davon noch nie zuvor gemacht wurde - wie in der Wissenschaft.

12. Playboy: William Shatner, der musikalische Wissenschaftler?

SHATNER: Ja, auf meine Weise werden die Texte zu richtiger Poesie. Ich halte das Album für eine der besten Sachen, die ich je gemacht habe.

13. Playboy: Besser als Ihre Schauspielerei?

SHATNER: Um Längen! Ich bin auf dem Höhepunkt meines Schaffens.

14. Playboy: Können Sie sich Konzerte in Europa vorstellen?

SHATNER: Das hängt davon ab, ob die Sache wirklich so gut ist. Sollte es der Fall sein, wovon ich ausgehe, liegt das im Bereich des Möglichen.

15. Playboy: Warum sind Sie mit 82 so produktiv? Fühlen Sie die Zeit weglaufen?

SHATNER: Das ist genau, was ich fühle. Heute Morgen lief im Fernsehen ein Bericht über die Zunahme von Kreativität im Alter. Eben im Gegensatz zur allgemeinen Annahme, dass man mit den Jahren weniger zu Stande bringt. Picasso ist das Musterbeispiel, dass das eben nicht so sein muss. Und auch ich fühle mich als Künstler, als Schauspieler, Autor und Reiter besser denn je.

16. Playboy: Als Reiter?!

SHATNER: Ich habe gerade mehrere Meisterschaften in einer Disziplin namens Reining (Dressur im Western-Reitstil, d. Red.) gewonnen. Ich gewinne heute mehr als noch vor einem oder zehn Jahren.

17. Playboy: Haben Sie eine Erklärung dafür? 

SHATNER: Ich habe ein Einfühlungsvermögen entwickelt, das es mir erlaubt, dem Pferd und meinen Gefühlen näher zu sein denn je.

18. Playboy: Zudem produzieren Sie Ihren eigenen Wein und eine Internet-Show namens „The Brown Bag Wine Tastings“, in der Sie Leute auf der Straße mit edlen Tropfen aus der braunen Papiertüte konfrontieren und nach ihrer Meinung fragen. Warum?

SHATNER: Um den selbst ernannten Kritikern da draußen zu zeigen, was normale Menschen über Weine zu sagen haben. Wobei ich aber noch mehr mache: Ich schreibe gerade ein Buch, ich arbeite an mehreren Dokumentationen. Ich mache so viel wie nie zuvor.

19. Playboy: Das heißt: Die Arbeit hält Sie fit?

SHATNER: Genau. Die vielen Herausforderungen und das Blut von jungen Mädchen. Das ist gut für die Haut (lacht).

20. Playboy: Und Captain Kirk lassen Sie immer weiter hinter sich zurück - weil er Sie jahrelang verfolgt hat?

SHATNER: Ich denke nicht, dass er mich verfolgt, die Rolle war eher ein Sprungbrett, und zwar ein verdammt gutes. Wenn ich nicht Captain Kirk gewesen wäre, würde ich jetzt nicht hier sitzen und über alles andere reden, was ich so mache. Es gibt mir diese wunderbaren Möglichkeiten, während die meisten meiner Kollegen nur noch ihre Hemden besabbern.

Autor: Marcel Anders
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