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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Kolumne: Vom Leben gelernt

Ein Mann sollte sich zu nichts zwingen

Playboy-Autoren über ihre schmerzhaftesten Lebens-Lektionen

Wie ich mich einmal selbst zum Sex zwang und gegen meinen Willen mit einer Frau schlief.

Normalerweise schreibe ich im Playboy darüber, wie ich Frauen ins Bett locke. Es kam aber auch schon vor, dass ich in einem Bett landete, in das ich gar nicht wollte. Gedrängt von Mitleid, an der Flucht gehindert von einem Mangel an Courage. Gelernt habe ich damals, dass das keine gute Basis für eine Nacht ist.

Hinfahren, Film angucken, Sex haben – das war der Plan

Aber von vorn: Wir lernten uns in der Münchner „Milchbar“ kennen. Sie schien ganz hübsch zu sein, ich war alkoholisiert. Viel geredet haben wir nicht. Aber zum Abschied gab sie mir ihre Handy-Nummer, und wir verabredeten uns für den nächsten Abend zum Kino.

Der Plan: Ich fahre mit der Bahn zu ihr raus aufs Land, dort sammelt sie mich am Bahnhof mit dem Auto ein, und nach dem Film bumse ich sie zum Höhepunkt. Klang gut. War’s aber nicht.

Schon beim Öffnen der Beifahrertür schlug mir eine Alkoholfahne entgegen. Und wenig später erzählte sie mir: „Als mein Ex-Freund mich verlassen hat, wollte ich sterben und lebte ein Jahr in einem Therapiezentrum.“ Das war übrigens der Moment, in dem wir auf die Autobahn bogen.

Warum ich nach dem Film trotzdem noch mit zu ihr gefahren bin? Ich hatte Angst, ihr wehzutun. Und Angst vor ihrer Reaktion.

Zum Frühstück trank sie Bier

Ihre Wohnung erinnerte mich an das Haus der Addams Family. Dunkle Vorhänge, ein Terrarium mit Schlangen, und sie zeigte mir Bilder von schwarzen Katzen, die sie während der Therapie gezeichnet hatte. Ich wollte bloß noch raus. Aber sie bestand darauf, dass ich bleibe. Und ich traute mich wieder nicht, die Zerbrechliche zurückzuweisen.

Sie bestand auf Kuscheln. Sie küsste mich, und . . . na ja, Sie ahnen es. In der Erinnerung spüre ich ihre Borderline-Narben noch immer.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich schäbig. Und ihr ging es offenbar nicht besser. Sie trank ein Frühstücksbier. Ich hätte mich am liebsten auch für eine Weile aus der Realität verabschiedet.

Autor: Maximilian Reich
Fikkefuchs – Trailer
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