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Playboy-Autoren über ihre schmerzhaftesten Lebens-Lektionen

Warum man seine wirklich großen Lebensträume besser sofort in die Realität umsetzen sollte. Und warum das so oft nicht klappt.

Träume sind wie Dosenmais, sie haben - das vergisst man leicht - eine Verfallsdatum, und ist dieses überschritten, können wir sie nur noch vergessen.  Als ich 18 war, träumte ich davon, mit meiner Band auf Tour zu gehen. Die Reisen im Van, die Auftritte in abgeranzten Clubs, die Räusche: Das alles roch nach Sex und Rock ’n’ Roll. Aber statt bessere Songs zu schreiben, kaufte ich mehr Platten, statt Auftritte zu organisieren, ging ich feiern, statt auf Tour zu gehen, fuhr ich in Urlaub. Ich war zu faul, zu schwerfällig, zu mutlos.

Als ich 28 war, landete ich, eher zufällig, wieder in einer Band. Mit guten Songs, mit Auftritten, mit einer geplanten Tour. Mein Traum war in Erfüllung gegangen – aber er war nicht mehr mein Traum. Die Reisen im Van, die Auftritte in abgeranzten Clubs, die Räusche: Das alles roch nur noch nach Strapazen und Kopfweh.

Wahrgemachte Träume – darin unterscheidet sich das erfüllte vom unerfüllten Leben

Jeder kennt Geschichten dieser Art: Du bist fürchterlich in eine Frau verliebt, tust aber nichts, und als sie dir zwei Jahre später gesteht, dass sie dich auch schon immer gut fand, interessiert sie dich leider schon lange nicht mehr. Du träumst dein Arbeitsleben lang von der einjährigen Weltreise, aber wenn du endlich in Rente bist, willst du eigentlich nur noch in Ruhe im eigenen Garten hocken. Und so weiter und so fort. Warum das so tragisch ist? Weil es letzten Endes die wahrgemachten Träume sind, die ein erfülltes Leben von einem unerfüllten unterscheiden.

Wer es besser machen will, muss zwei Dinge begreifen: 1. Die großen Träume sind vergänglich, man muss sich also zeitig an die Umsetzung machen. 2. Es gibt nicht unbegrenzt Nachschub an Träumen, da unterscheiden sie sich von Dosenmais.

Eine meiner großen, seit Jahren anhaltenden Sehnsüchte ist es, für einige Zeit in Südostasien zu leben. Ein Projekt, das ich dringend angehen sollte. Denn in letzter Zeit gefällt es mir zuhause immer besser.

Autor: Alexander Neumann-Delbarre
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