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45 Gründe, warum das Jahr 1972 ein ganz besonderes war

Der deutsche Playboy fand 1972 zum ersten Mal seinen Weg an die Kioske und in die Herzen unserer Leser. Wir schauen mit 45 harten Fakten und nackten Tatsachen zurück auf dieses besondere Jahr

1. Die erste Playmate


Californication: Die damals 21-jährige Claire Rambeau aus Kalifornien wird im deutschen Premierenheft die erste „Playmate des Monats“. Ihr Centerfold ist das Highlight der deutschen August-Ausgabe. „Vielleicht gibt es in unserem Leben keine verlorenen Jahre“, sagte sie uns damals. Für uns war 1972 sicherlich kein verlorenes Jahr . . .

2. Deutschland wird Europameister


Sepp Maier, 68, holte 1972 in Belgien mit der Fußball-Nationalmannschaft den ersten EM-Titel für Deutschland. Das Team um Beckenbauer, Netzer, Heynckes und natürlich „die Katze von Anzing“ gilt bis heute als Jahrhundertelf.

3. Wissenschaftstaschenrechner


Endlich passen logarithmische Funktionen in jede Tasche: Mit dem HP-35 kommt der erste wissenschaftliche Taschenrechner auf den Markt. 1,5 Kilo schwer, für 1987 Mark. Das entspräche zurzeit etwa 1800 Euro – dafür gibt’s heute ein 15-Zoll-MacBook Pro plus einen Minirechner.

4. DDR-Rock & Co.: City

Wie kann eine 17- Minuten-Geigenballade westdeutsche Tanzflächen füllen? „Am Fenster“ war ein Stehblues, bei dem man auf Tuchfühlung gehen konnte. Geschaffen von City, 1972 in Ostberlin gegründet. Im Westen gingen Stars wie ABBA auf. Im Osten hatten es Musiker (Karat, Klaus-Renft-Combo, die Puhdys) schwer: Der Staat gab den Ton an. Die DDR ist tot – City gibt es noch heute.

5. Der letzte Mann auf dem Mond

Eugene Cernan, zu Beginn diesen Jahres im Alter von 82 Jahren gestorben, war Teil der Apollo-17-Mission und der elfte und letzte Mann auf dem Mond. Im Dezember 1972 flog er hoch, experimentierte, sammelte Steine und kurvte im Nasa-Elektro-Auto herum. "Wir gehen, wie wir gekommen sind, und, wenn Gott es will, wie wir wiederkommen werden – in Frieden und voller Hoffnung für die Menschheit", sagte Cernan beim Verlassen der Mondoberfläche.

6. Das Buch des Jahres


Wenn dich ein Buch davon abhält zu essen, zu schlafen oder an Frauen zu denken, muss es gut sein. „Der Schakal“ ist so ein Buch: Die Geschichte eines Killers, der ein Attentat auf Charles de Gaulle verüben will. Sie wurde zweimal verfilmt (1973 mit Michael Caine, 1997 mit Bruce Willis). Man kann sagen: Frederick Forsyths Meisterstück.

7. Zukunftsvisionen 1972

Hätten Futurologen und Autoren wie Ulrich Schippke („Die 7 Weltwunder von morgen“) Anfang der 1970er mit ihren Prognosen zum Leben in den 2000er-Jahren Recht behalten, unser Alltag sähe heute so aus: Den Brief an Onkel Herbert in den USA versenden wir per Postrakete und befehlen mittels Knopfdruck unserer Wohnung, sich selbst zu putzen. Und wir? Wir verdienen unser Geld, indem wir 25 Stunden die Woche Maschinen beaufsichtigen, mit 50 in Rente gehen – und 150 Jahre alt werden. Minimum. Sofern wir den barbarischen Kampf um die letzten Rohstoffe überleben und nicht wegen Umweltverschmutzung ins Gefängnis müssen.

8. Das Misstrauensvotum

Das Jahr 1972 markierte den Zenit der Macht von Willy Brandt. In diesem Jahr sollte sich sein Image entscheiden: Versöhner oder Verräter? War der SPD-Kanzler einer, der die Bundesrepublik modernisiert und durch Ostpolitik, Friedensnobelpreis und Kniefall von Warschau wieder salonfähig gemacht hatte? Oder ein Windbeutel, der seinem Land im Krieg den Rücken gekehrt hat – ein labiler Kanzler aus unehelichen Verhältnissen, der für Kommunisten den roten Teppich ausrollte? Letzteres fanden nicht nur die Konservativen der immer noch miefigen Republik. Binnen drei Jahren Kanzlerschaft waren so viele SPD-Abgeordnete zur Union übergelaufen, dass CDU-Fraktionschef Rainer Barzel im April das Konstruktive Misstrauensvotum wagte – und unterging. Vertrauensfrage und Neuwahlen gerieten für Brandt zum Triumph. Doch schon bald begann seine Macht zu bröckeln – während sein Ansehen stieg. Als er zwei Jahre später zurücktrat, war die Affäre um den DDR-Spion Günter Guillaume nur der Anlass. Brandt galt nun als Risiko: Wirtschaftskrise, Gerüchte um Depressionen, Alkohol und Frauengeschichten. Doch der Lebemann konnte die Moral-Ikone nicht beschädigen.

9. Das Covergirl: Gaby Heier


Sie war das erste Playboy-Covergirl: Gaby Heier. Damals blieb sie angezogen. Das änderte sich 2003. Endlich durften wir mehr von ihr sehen. Und mal im Ernst – verändert hat sich in diesen 31 Jahren nur ihre Haarfarbe.

10. Das "Raumschiff Enterprise"


Am 27. Mai 1972 landete das „Raumschiff Enterprise“ (mit 79 Folgen) im deutschen Vorabendprogramm und offenbarte uns die Weltgemeinschaft im Jahr 2200, in der die Menschen in bunten Nickipullovern allen Streit überwinden und in der Kapitalismus, Geld und Rassismus nicht mehr existieren. In der „Enterprise“ leben Russen, Japaner und Schwarze auf engstem Raum zusammen. Und als Lieutenant Uhura, die erste schwarze Frau im amerikanischen Fernsehen überhaupt, auch noch einen Weißen (Captain James T. Kirk) küsst, ist der Skandal perfekt. Insofern waren Kirk, Spock, „Pille“, Scotty & Co. die erste popkulturelle Occupy-Bewegung des 20. Jahrhunderts, Lichtjahre bevor das erste Zelt vor der Europäischen Zentralbank aufgeschlagen wurde. Love & Peace & Warp-Antrieb.

11. Erste Selbstbedienungstankstelle

Lagerfeld bei Augsburg ist nicht der Nabel der Welt. Dennoch strategisch wichtig genug für die erste Selbstbedienungstankstelle des Landes. Die Benzinhandelsfirma Adolf Präg erkannte, dass die Deutschen die Dinge rund ums Auto gern selbst in die Hand nehmen. Eine gute Idee: Der Benzinumsatz stieg danach rapide an. Und ein Beruf starb aus: der des Tankwarts.

12. "Van Halen" wird gegründet

Die Brüder Edward und Alex van Halen schließen sich mit ihrem Kumpel Mark Stone zusammen und gründen die Band "Mammoth", die wenig später in "Van Halen" umbenannt wird. Eine Band, die den Sound der 80er prägen sollte und mit Eddie van Halen einen begnadeten Gitarristen hatte. Das wahr gewordene Klischee vom kalifornischen Rockstar, der auf schnelle Autos, heiße Mädels und wilde Parties steht. 

13. Die deutsche Karibik

Als am 19. Juni 1972 Fidel Castro die DDR besuchte, schien sich alles zum Guten zu wenden. Sozialismus mit Sonnenbräune! Havana Club Rum statt Goldbrand-Fusel, Montecristo-Zigarren statt Karo-Fluppen! Denn der kubanische Staatschef hatte ein Geschenk im Gepäck: eine Insel. 15 Kilometer lang, 500 Meter breit, getauft auf den Namen „Cayo Ernest Thaelmann“, dem, von den Nazis erschossenen, einstigen KPD- Chef Ernst Thälmann gewidmet. Dann vergaß man in Berlin das Eiland, man hatte andere Probleme. 2001 kam einem Banker aus Pirmasens die Idee, man könne Strandparzellen verkaufen. Für knapp 50 Mark den Quadratmeter. Doch die Kubaner wollten nun von einer Schenkung nichts mehr wissen: Man sprach von einem „symbolischen Akt, der nichts mit Besitzverhältnissen zu tun“ habe.

14. Der erste Döner

1972 drehte sich der erste Dönerspieß in Deutschland. Das Fladenbrot mit Fleisch, Zwiebeln, Salat und „Scharf“ ist heute unser Lieblings-Fast-Food: Drei Millionen Döner werden jetzt täglich verdrückt – 100-mal so viele wie Currywürste.

15. Die Platten des Jahres

  • David Bowie: „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars“. Bowie fabulierte mit feuerroter Vokuhila-Frisur und hautengem Catsuit von der Apokalypse. Epochales Album, danach roch Rockmusik meist muffig.
  • The Rolling Stones: „Exile on Main Street“. Als Steuerflüchtige in Frankreich gestrandet, nehmen die Stones ihr puristischstes Album auf. Damals ein Flop, heute als Meisterwerk verehrt.
  • Ton Steine Scherben: „Keine Macht für Niemand“. Deutschlands Antwort auf die Stones – und ein wenig Vorbote des Punkrock. Zwei Platten im Pappkarton, Graffitischrift, Hausbesetzerpoesie und Sänger Rio Reiser, Charismatiker mit Rotzstimme.

16. "Die Waltons"

"Gute Nacht, John Boy!" Von 1972 an brachten "Die Waltons" die Deutschen ins Bett. 

17. Bloody Sunday

Am 30. Januar 1972 wurden in der nordirischen Stadt Derry bei der Auflösung einer gewaltfreien Demonstration durch britische Fallschirmjäger 13 Menschen getötet und 14 weitere angeschossen.

 18. Kawasaki Z900

Der hubraumstärkste Ofen aus Japan. 80 PS. Über 200 km/h schnell. Und verrucht schön mit dem geschwungenen Tropfentank und dem filigranen luftgekühlten Brüllaggregat. Doch jede Schönheit hat ihren Makel: Die „Z1“, wie die Maschine auch hieß, hatte ein Fahrwerk zum Fürchten. Sie neigte zum Pendeln, schaukelte bei 180 km/h wie eine Jolle und hatte Bremsen, die den Namen kaum verdienten. Daher der Beiname „Witwenmacher“. So war das damals: Da musste man noch richtig fahren können – ohne Elektronik, versteht sich.

19. Joseph Beuys

Der Ausnahmekünstler Joseph Beuys besetzt zusammen mit seinen Studenten die Düsseldorfer Kunstakademie, um die Immatrikulation von 125 abgewiesenen Bewerbern zu erzwingen. "Das war typisch für ihn, der Jupp hat es immer drauf ankommen lassen", erzählt sein langjähriger Wegbegleiter, Maler und Bildhauer Klaus Peter Noever. Der sture Beuys wurde daraufhin entlassen und lieferte sich einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Land Nordrhein-Westfahlen. 

20. Die "Nouvelle Cuisine"

Die Restaurantkritiker André Gayot, Henri Gault und Christian Millau führen den Begriff der "neuen Küche" ein. Der französische Starkoch Paul Bocuse prägt ihn für die Ewigkeit: regionale und saisonale Produkte, frisch vom Markt und leicht bekömmlich. Bocuse baut in den Folgejahren ein Gourmet-Imperium auf und auch sein Liebesleben bleibt spannend. So hat der Meisterkoch gleich drei Frauen an seiner Seite und gibt uns damit sein wohl bestes Rezept für ein erfülltes Leben mit auf den Weg.

21. Der Film des Jahres

Stanley Kubrick bezeichnete „Der Pate“ als vielleicht besten Film aller Zeiten. Recht hat er. Francis Ford Coppolas Epos über eine New Yorker Mafia-Familie ist knüppelhartes Gangsterkino, das von seiner Faszination bis heute nichts verloren hat. Ein Meisterwerk, dem zwei kongeniale Fortsetzungen folgten.

22. Oscar für Charlie

Auf den Listen der größten Oscar-Verlierer aller Zeiten steht sein Name stets ganz oben: Charlie Chaplin erhielt zwar 1929 für „Der Zirkus“ einen diffusen Spezialpreis, doch der echte Goldjunge blieb ihm über Jahre hinweg verwehrt. 1972 sollte sich dies ändern: Am 10. April bekam der inzwischen 82-jährige Schauspieler den Oscar für sein Lebenswerk – und die längsten Standing Ovations in der Geschichte der Academy Awards.

23. Das Match des Jahrhunderts

US-Boy setzt im Kalten Krieg Sowjet schachmatt: Bobby Fischers Sieg über Weltmeister Boris Spasski war die Sensation, zumal er Ärger machte: über Kameras und zu große Schachfelder motzte, mit Turnierabbruch drohte. Am Ende kassierte er 275.000 Dollar. Fischer starb 2008 in Island.

24. Die Zweitwohnung

Ein Feriendomizil für die Familie oder ein Liebesnest mit der Affäre – oder beides. Eine Zweitwohnung in einem Ferienort hat nur Vorteile. Seit 1972 aber auch steuerliche: Wer sich eine Ferienwohnung zulegt, muss zehn Jahre keine Grundsteuer zahlen. Der erste Schritt zum Playboy-Lifestyle und das noch mit finanziellen Vorteilen – die 70er waren der Hammer!

25. Carmen Electra


Ende April 1972 in Sharonville: Ein Star wurde geboren, der die Welt schöner und heller werden lassen sollte: Carmen Electra – unsere Film- und TV-Traumfrau. Sie ist mit uns groß geworden. Und wir mit ihrer Verführungskunst . . .

26. Die Elite-Truppe

Die Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972 in München veranschautlichte Schmerzhaft die Defizite der deutschen Sicherheitskräfte. Schnell war klar: Deutschland braucht eine Eliteeinheit für solche Fälle. Die Grenzschutzgruppe 9 wurde ins Leben gerufen und bewies 1977 bei der Entführung der "Landshut" ihr Können.

27. Heinrich Böll

Er war nicht nur Chronist eines biederen Deutschland, sondern auch ein Verfechter der Demokratie im Land: Heinrich Böll. Dafür gab’s im Oktober den Nobelpreis für Literatur. Ein Jahr später veröffentlichte Böll eine seiner Kurzgeschichten im Playboy – wie es sich für einen Literaturnobelpreisträger eben gehört.

28. Das Batmobil von BMW


Der BMW 3.0 CSL gilt als erstes Fahrzeug der späteren BMW M-GmbH, die aus der Motorsportabteilung der Marke hervorging. Der monströse Heckflügel brachte ihm den Spitznamen „Batmobil“ ein. 3153 ccm Hubraum, 206 PS, in 6,9 Sekunden auf 100 km/h, Spitze 220 km/h. Ein 1270 Kilo leichtes Alu-Auto, so roh wie eine Scheibe trocken Brot. Das Fauchen des Sechszylinders zielt direkt ins Herz. Rhooaaarh!

29. Das Erste Video-Game

Die ersten Computerspiele waren nicht gerade hübsch. Ganze Raumschiffe bestanden aus 64 Klötzchen. Und doch faszinierten sie eine Generation: Videospielkonsolen wie das Magnavox von 1972 waren neu, irgendwie magisch. Die Grafik ließ Raum für Fantasie. Was fehlte, träumte man sich dazu.

30. Nike

Es ist das wohl berühmteste Markenzeichen der Welt: der „Swoosh“ – das Nike-Logo. Erfinderin Carolyn Davidson erhielt 1972 für ihren Entwurf jedoch nur 35 Dollar. Ihr Chef fand ihn nämlich gar nicht so toll. Jahre später erstritt sie sich aber noch ein Aktienpaket obendrauf. Wert: etwa 600.000 Dollar.

31. Wahlrecht mit 18

Jeans, Langhaarfrisur und Minirock – sie spiegelten das Lebensgefühl der Jugend von 1972 wider. Man fühlte sich frei, wild. Wollte in den Tag hineinleben, Tabus brechen, Drogen konsumieren. Doch die Jugendlichen wollten noch mehr – und demonstrierten mit Spontisprüchen für noch mehr Freiheit. Selbstbestimmtheit. Und Demokratie. 1972 war es dann so weit: 2,5 Millionen Jugendliche durften erstmals schon mit 18 Jahren an die Wahlurne und mussten nicht bis zu ihrer Volljährigkeit mit 21 Jahren warten. Und das taten sie auch und brachen damit alle Rekorde: Insgesamt 91,1 Prozent (!) stimmten bei der Bundestagswahl 1972 ab – die Mehrheit für die SPD und für eine jüngere BRD. Und das war und ist Rekord bis heute.

32. Die himmlische Stewardess

Gebrochene Wirbelsäule, 27 Tage Koma und trotzdem: Glück gehabt. Als Einzige überlebte die jugoslawische Stewardess Vesna Vulovic am 27. Januar 1972 den Absturz des Fluges JU 367 aus 10.160 Meter Höhe. Bis heute steht sie dafür im Guinnessbuch (tiefster Sturz ohne Fallschirm). Absturzursache: eine Bombe, die einem Politiker galt. Auch der überlebte übrigens. Er hatte einen früheren Flug genommen.

33. Terror der RAF

  • Im März erschießt die Polizei einen 17-Jährigen, den sie irrtümlich für ein RAF-Mitglied hält
  • Mai-Offensive: Die RAF verübt sechs Bombenanschläge. Eines der Ziele: das Hauptquartier der US-Armee
  • Baader, Ensslin, Meinhof und weitere RAF-Mitglieder werden im Juni verhaftet

34. Olympia-Held Mark Spitz

Pornobalken hieß das damals noch nicht, was Mark Spitz im Gesicht trug, als
er bei Olympia 1972 sieben Goldmedaillen für die USA holte. Zur Legendenbildung trug der Schnurrbart dennoch bei: Einem russischen Trainer erzählte Spitz, sein Schnäuzer wirke beschleunigend, da er das Wasser pflüge und seinen Körper in einen Torpedo verwandle. Bei der folgenden Meisterschaft traten alle russischen Athleten schnurrbärtig an. Spitz arbeitet heute als Motivationsredner zu Themen aller Art – nur nicht zur Schnäuzer-Zucht.

35. Rugby-Kannibalismus

Das uruguayische Rugby-Team "Old Christian’s Club" befindet sich am 12. Oktober 1972 auf dem Hinflug zu einem Freundschaftsspiel in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Durch einen Navigationsfehler fliegt das Team geradewegs in die Gipfel der Anden und zerschellt. Die überlebenden verbringen über zwei Monate im Hochgebirge und fangen aus der Not heraus an ihre verunglückten Mitreisenden zu essen. Am 22. Dezember erst wurden die 16 Überlebenden von Hubschraubern gerettet. Beim Start hatten sich 45 Menschen im Flieger befunden.

36. "Deepthroat"

Es war der profitabelste Streifen der Filmgeschichte: „Deep Throat“ wurde mit 25.000 Dollar produziert, eingespielt hat er 600 Millionen. Warum? Weil die Hauptfigur, dargestellt von Linda Lovelace, einen 24 Zentimeter langen Penis komplett in ihre Kehle aufnehmen konnte – daher der Titel. Die Story: Eine Frau erfährt von ihrem Arzt, dass sich ihre Klitoris im Hals verbirgt, und durchläuft eine spezielle „Oraltherapie“. Verglichen mit heutigen Pornos, kann man diesen Film praktisch mit der Schwiegermutter ansehen. Und mit dem heiter-banalen Soundtrack wirkt er eher wie eine Satire aus dem Comedyclub.    

37. Die SAP-Story

1972 gründeten die ehemalige IBM-Mitarbeiter Klaus Tschira, Hasso Plattner, Dietmar Hopp und Hans-Werner Hector das Software-Unternehmen SAP – und damit unsere einzige Marke von Weltrang in dieser Branche.

38. Der Mini-Ferrari


Dieser „Mini-Ferrari“ war der Traum jedes Führerschein-Neulings. Als Nachfolger des rundlichen 850 Spider machte der Fiat X 1/9 Schluss mit niedlich. Seine Keilform stahl jedem Ferrari die Schau.

39. Die Watergate-Affäre

Als der Watergate-Komplex 1971 fertiggestellt wurde, galt er als eine der begehrtesten Adressen Washingtons. Mit einem hervorragenden Sicherheitsstandard. Umso peinlicher, dass die Polizei am 17. Juni 1972 fünf Männer verhaftete, denen es gelungen war, in die Parteizentrale der Demokraten im sechsten Stock einzubrechen. Dort hatten sie Dokumente kopiert und versucht, Wanzen zu installieren. Später führten Ermittlungen des FBI und Recherchen der „Washington Post“ direkt zum Wahlkampfkomitee des US-Präsidenten Richard Nixon. So wurde per Dominoeffekt eine Verfehlung der republikanischen Führung nach der anderen öffentlich, was in einer Verfassungskrise, einem drohenden Amtsenthebungsverfahren und 1974 schließlich im Rücktritt Nixons gipfelte

40. Das Bobby-Car


Ein Traum in Rot: kein Verdeck, kein Dach, ein Sitz, vier Räder, und der Asphalt liegt dem Piloten zu Füßen. Der Formelwagen für den Alltag. Wer braucht da schon eine Beifahrerin – selbst wenn es Barbie wäre? Hier zählen nur Mann und Maschine.

41. Body-Mass-Index

BMI = m/l2 = Angst, Ehrgeiz, Selbstekel. Wenn Frauen ihr Gewicht (m) durch ihre Größe (l) zum Quadrat in den Rechner tippen, kommt Panik auf: Die Formel ist unerbittlich, das Wunschergebnis (maximaler Normalwert = 25) seit 1972 eine Geißel der Menschheit (aber zum Glück nicht für uns Männer!).

42. "The Joy of Sex"

1972 wurde „The Joy of Sex“ zum berühmtesten Sexhandbuch der Welt. Verkauft: rund zwölf Millionen Mal. Manche Passagen sind überholt. Etwa: „Achselhaar ist sexy.“ Andere Ratschläge sind dafür auch heute noch nützlich. Unsere All-Time-Favorit: „Man sollte seinem Partner niemals vorhalten, was er im Orgasmus sagt.“

43. Club of Rome

Der Club of Rome veröffentlichte im März seinen Bericht „Grenzen des Wachstums“. Kernaussage: Wenn wir weiter so Ressourcen verschleudern und die Luft verpesten, geht die Menschheit bald unter. 30 Millionen verkaufte Bücher bildeten die Basis des modernen Öko-Denkens.

44. Erste Schwulen-Demo in Münster

Ausgerechnet in der erzkonservativen Bischofsstadt Münster gehen ein Dutzend zumeist männliche Teilnehmer auf die Straße und fordern ein Ende der Diskriminierung. Es ist der Auftakt zu einem langen Weg, der auch 45 Jahre später in Deutschland noch nicht zu Ende ist.

45. Die nächsten 45 Jahre Vorhersage für morgen


"Wenn Sie sehr gut ausgebildet sind, werden Sie ein „Projektarbeiter“ sein. Sie wechseln projekt­-weise den Arbeitgeber und sind weltweit unterwegs. Dynamische Phasen mit viel Arbeit wechseln sich ab mit ruhigeren. Hochqualifizierte werden keine Arbeitslosigkeit kennen", erklärt Sven Gabor Janszky. Janszky ist Chef des Think-Tanks "2b Ahead" und einer der führenden Zukunftsforscher Deutschlands. Der Sex der Zukunft bleibe übrigens derselbe erklärt Janszky. Aber: "Durch leistungsoptimierende Lebensmittel lässt sich da sicher was machen. Auf beiden Seiten."

Video – So war das Shooting mit Miss Juli Amberleigh West:
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