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DER 480-PS-PRINZ

Playboy-Fahrer Adrien Tambay im Porträt

Adrien Tambay startet für Playboy in der DTM

Jung, hochtalentiert und verdammt schlagfertig: Wenn jemand den Platz im Playboy-DTM-Cockpit verdient, ist es der 24-jährige Franzose Adrien Tambay

Rauch schlägt aus dem Heck des Audi. Der Wagen bremst, kommt neben der Strecke zum Stehen. Der Qualm verdichtet sich, quillt aus dem Cockpit. Binnen weniger Augenblicke windet sich Adrien Tambay aus der Fahrerseite des R5 und bringt sich in Sicherheit. Die Streckenposten löschen den Brand, die Zuschauer erstarren. Eine Schrecksekunde, 2013 am Hockenheimring. Kurz darauf steht der heute 24-jährige französische DTM-Youngster vor einem Mikrofon und grinst in eine Kamera: Das sei eine neue Bestzeit gewesen heute – „ich bin noch nie so schnell aus meinem Auto geklettert!“

Adrien Tambay. Ein Typ, der auch noch dann lacht, wenn andere in Panik ausbrechen. Und der zudem einer der jüngsten und talentiertesten Fahrer in der DTM ist. Genau der richtige Mann also für das Steuer des coolsten Rennwagens Europas: des schwarzen Playboy Audi RS5 DTM.

„Ich bin stolz, mit dem Hasen auf dem Dach zu starten“, sagt Tambay. „Aber bei den Frauen macht das keinen Unterschied. Denen erzähle ich sowieso, ich sei professioneller Tischtennisspieler. Sie sollen mich ja wegen meines Charakters mögen – nicht wegen meines Jobs!“ Wie gesagt, der Mann hat Humor.

Mit fünf Jahren saß Tambay, wie so viele Jungs, zum ersten Mal in einem Kart. Was ihn von allen anderen unterschied: Er hatte den besten Lehrer, den man sich vorstellen kann – seinen Vater Patrick Tambay. Der war in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren Formel-1-Fahrer, in einer Zeit also, in der die Piloten vor dem Rennen nie wussten, ob sie das Nach-dem-Rennen überhaupt noch erleben würden. Der Tod fuhr stets mit. Kein Wunder also, dass Patrick Tambay von den Plänen des Sprösslings, hauptberuflich Benzin zu verblasen, zunächst wenig begeistert war. „Es war meine Mutter, die mich zuerst in den Kart hob“, sagt Tambay. Doch spätestens als der Sohn 2007 auf dem Hockenheimring sein erstes Rennen in der Formel 3 gewann – genau 25 Jahre nachdem der Vater dort seinen ersten Formel-1-Grand-Prix geholt hatte –, war Tambay senior mit der Berufswahl seines Adrien versöhnt. Mittlerweile ist er mächtig stolz auf ihn. Zu Recht.

2012 verwies Adrien Tambay bei einer Fahrersichtung ältere und erfahrenere Piloten auf die Plätze – und wurde prompt vom Audi Sport Team Abt unter Vertrag genommen. Was der französische Youngster draufhat, zeigte er bereits in seinem Debütjahr: Erst landete er in Valencia auf dem Podium (Zweiter), dann rundete er seine erste Saison mit einem Platz in den Top Ten ab (Zehnter). Drei Saisons später ist auch 2015 die Zielsetzung klar: in den eng getakteten Rennen gleich zu Anfang punkten. Und den Rookie-Status ein für alle Mal ablegen.

Die Vorbereitung lief viel versprechend. Bei den Testläufen lieferte Tambay Bestzeiten für die Ingolstädter. Und die lange Pause seit dem Ende der vergangenen Saison – „Das Einzige, was an meinem Job nervt: Die Rennsaison ist so kurz“, sagt Tambay – hat er dazu genutzt, sein Fahrgefühl auf besondere Weise zu verfeinern. Er nahm an diversen Eisrennen teil und hat sein Fitnessprogramm verbessert br>
Er liebt halt den Wettbewerb. Manchmal zu sehr. Im Juli 2009 stürzte er beim Fußballspielen mit den Kollegen in der Boxengasse von Spa-Francorchamps und zog sich eine schwere Gehirnerschütterung zu, die ihn für Wochen außer Gefecht setzte. Heute sagt er: „Extreme bringen dich nicht weiter. Nimmst du dich zu sehr zurück, scheiterst du. Pushst du zu sehr und willst es erzwingen, scheiterst du auch.“ Die Balance halten, darum geht es. Im Leben wie auf der Rennstrecke. „Als Franzose habe ich etwas südländisches Temperament, darum muss ich mich im Cockpit manchmal bremsen.“ 

Reife Worte für einen 24-Jährigen. „Ach was, mein Alter tut nichts zur Sache“, sagt Tambay. „Wer nicht erfahren ist – oder einfach ein Idiot –, wird sich nicht lange in der DTM halten.“ Sondern vermutlich schneller raus sein als Tambay aus seinem brennenden Audi.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Audi RS5 DTM (2014)

Länge: 4650 mm
Breite: 1950 mm
Höhe: 1150 mm
Sprint 0–100 km/h: 3 s
V-Max: 280 km/h
Zylinder: V8
Leistung: ca. 340 kW (480 PS)
Drehmoment: max 500 Nm


Autor: Sebastian R. Tromm
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