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Cohiba

Was macht die kubanische Zigarre so legendär?

Alles, was Sie über die Cohiba wissen müssen

Sie ist die Königin der Zigarren und manch Aficionado würde eher auf seine Frau, als auf den aromatischen Duft seiner Cohiba verzichten. Aber warum?

Ob Zigaretten- oder Zigarrenraucher – im Grunde ziehen beide an zwei umwickelten Tabak-Glimmstengeln, die jede Menge Rauch von sich geben. Trotzdem wird auf den einen – nicht zuletzt dank neuem Rauchverbot und Gesundheitswahn – mitleidig herabgeblickt, zum anderen anhimmelnd heraufgeschaut. Warum sich ein Mann nur eine Zigarre zwischen die Beisser schieben muss, um in den Augen bewundernden Betrachter vom Durchschnittskerl zum erfolgreichen Business-Manager zu transformieren, dürfte auch an der Geschichte der Zigarre liegen.

Der Liebling der Reichen und Mächtigen

Schon in den Geburtsjahren der Zigarre war das Rauchen von zigarrenähnlichen Tabakblättern in Südamerika nur den Priestern und Häuptlingen der Indianerstämme vorbehalten, die sich mit dem starken Tabakgehalt in einem Zustand beamten, in dem Sie mit den Göttern sprachen. Spätere Staatsoberhäupter, die bekennende Zigarrenliebhaber waren, heizten dann den Luxus-Ruf weiter an.

Als England von den Nazis bombardiert wurde, soll Winston Churchill – so sagt man – unruhig in seinem Arbeitszimmer auf und ab stolziert sein und sich erst beruhigt haben, als Dunhill, der örtliche Tabakhändler, anrief und ihm berichtete: „Sir, ihre Zigarren wurden gerettet“. Der bärtige Kuba-Diktator Fidel Castro soll in Ihnen geheime Nachrichten geschmuggelt haben und Bill Clinton…nun ja…der verwendete sie gemeinsam mit Monica Lewinsky mit Leidenschaft für etwas ganz anderes. Kein Wunder also, das die Zigarre bei so mächtigen Testimonials einen besonders edlen Ruf genießt.

Qualität hat ihren Preis

Bevor Sie nun zur nächsten Tankstelle stürmen, sollte hier erwähnt werden, dass es genauso wie beim Champagner Klassenunterschiede gibt und Zigarre nicht gleich Zigarre ist. Wem es weniger um Genuss, als vielmehr um etwas zum Angeben geht, der ist mit dem 3 Euro Kiosk-Stumpen bestens bedient. Für den wahren Liebhaber und Aficionado aber gibt es nur eine: Die Cohiba, aus der Familie der Havanna-Zigarren, die zu den besten der Welt zählt und für die man deswegen auch locker mal 30 Euro pro Stück berappen muss. Anlässlich ihres 40. Geburtstags wurde 2006 die Cohiba Behike in limitierter Zahl auf den Markt gebracht, die sogar 375 Euro kostete.

Cohiba: die Legende von der Geburt

Wie die Cohiba entstand, ist umstritten. Dieter H. Witz beschreibt in seinem Buch „Das Havanna-Lexikon“ die Legende, laut der sich nach der kubanischen Revolution der Drang nach internationaler Anerkennung mit nationalem Stolz vermischen und am Ende das beste Zigarrenformat stehen sollte, das je eine Zigarrenfabrik verlassen hat. Che Guevara persönlich soll angeblich dafür verantwortlich gewesen sein, dass nur die besten Zutaten verwendet werden.

Castro selbst beschreibt ihre Geburtsstunde einen Tick weniger patriotisch. Laut ihm soll er in den 60er Jahren eines Tages in seinem Arbeitszimmer einen angenehmen Tabakgeruch wahrgenommen haben. Er schaute aus dem Fenster, um zu erkunden, woher der Geruch kam und sah seinen Bodyguard Perez genüsslich an einer Zigarre ziehen. Fidel fragte ihn woher er die Zigarre habe und ließ sich von ihm zum Hersteller Eduardo Rivera führen. Dem befahl er, fortan nur noch für ihn zu produzieren.

Genannt wurde das gute Stück „Cohiba“, was in der Sprache der Taino-Indianer einen Wickel aus Tabakblättern bedeutet. Die Cohiba sollte für das neue, aufstrebende Kuba nach der Revolution stehen und die beste Zigarre der Welt werden.

Cohiba: das Geheimnis ihres Erfolges

Bis heute darf die mit der Herstellung beauftragte Manufactur El Laguito daher als erste Tabakmanufaktur die Auswahl unter der Jahresernte treffen, damit auch nur die besten Zutaten verwendet werden. Außerdem werden die Tabakblätter von den besten Drehern des Landes in reiner Handarbeit gefertigt und für den einmaligen Genuss dreimal, anstatt wie bei anderen Zigarren nur zweimal fermentiert.

„Dadurch zersetzen sich ihre Fuselstoffe wie Glykol und die Cohiba wird im Geschmack und Brandverhalten gleichmäßiger“ verrät Zigarrenhändler Thomas Schimpf ( www.habana-tabacos.de ). „Hinzu kommt, dass wegen der tief roten Böden der Vuelta und dem subtropischen Klima in Kuba perfekte Bedingungen für Pflanzen herrschen und sie so ihr volles Aroma erlangen können.“

Cohiba – ein Exportschlager

Ihrem Ruf und ihrer Qualität ist es zu verdanken, dass das qualmende Meisterstück Aushängeschild und Devisengarant Nummer eins der karibischen Insel ist. Selbst John F. Kennedy konnte trotz seines Disputs mit Kuba nicht von den edlen Zigarren ablassen und orderte angeblich kurz vor seinem Kuba-Embargo nochmal mehrere Kisten der geliebten Havanna-Zigarre.

Autor: Maximilian Reich
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