Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Klippenspringen

Alles andere als plantschen

Alles, was Sie über Klippenspringen wissen müssen

Kein Netz, kein doppelter Boden, keine Tricks – beim Klippenspringen geht es um alles. Aber worauf kommt es an, wenn sich die Sportler todesmutig in die Tiefe stürzen?

„Es gibt keinen Helm, kein Bungeeseil, keinen Motor, alles hängt vom Athleten selbst ab. Das macht das ganze so spannend wie einen Drahtseilakt“, schwärmt Anna Bader über ihren Lieblingssport. Sie ist vierfache Europameisterin im Klippenspringen und mischt derzeit als einzige Frau beim Red Bull Cliff Diving mit.

Dem Berater hat sie verraten, was einen echten Cliff Diver ausmacht. Respekt vor den Klippen und der Härte des Wassers, Mut, körperliche Fitness und Konzentration stehen bei der deutschen Klippenspringerin ganz oben auf der Liste.

Die Spielregeln

Klippenspringen – oder auch Felsenspringen – ist eine Sportart, bei der die Athleten aus über zehn Metern Höhe von einer Klippe ins freie Wasser springen. Die Herausforderung für den Klippenspringer besteht darin, möglichst komplizierte Figuren zu zeigen und anschließend spritzfrei ins Wasser zu gleiten. Bewertet werden unter anderem die Körperkontrolle und das gerade Eintauchen ins Wasser.

Die Sprünge ähneln denen des Turmspringens, allerdings stellt das Klippenspringen die zusätzliche Bedingung der freien Natur. Seit 1997 gibt es internationale Wettbewerbe für Klippenspringer, die je nach Niveau in einer Höhe von 13 bis 22 Metern ausgetragen werden. Lediglich bei Weltmeisterschaften wird aus Höhen von bis zu 28 Metern gesprungen.

Die Sicherheitsvorkehrungen: im Eintauchbereich sind stets ausgebildete Rettungstaucher vor Ort, der Aufstieg zu den Klippen ist gesichert und auch die Absprungplattformen gewährleisten einen gefahrlosen Absprung. Benotet wird auf einer Skala von Null für „Sprung gar nicht oder falsch ausgeführt“ bis Zehn für den perfekten Sprung.

Video: Diese Sportarten finden Frauen sexy

Ein Wettkampftag unter internationalen Klippenspringern

Klippenspringen versteht sich als Gemeinschaftssport, daher herrscht bei den Wettbewerben auch ein kollegiales und freundschaftliches Verhältnis unter den Sportlern, was Deutschlands Nummer Eins der Frauen, Anna Bader, nur bestätigen kann: „Ich freue mich vor allem auf die anderen Athleten, von denen ich viele ja nur zu den Wettbewerben sehe.“ Um ihre Kräfte vor den Wettkämpfen zu schonen, absolviert die 26 Jährige am Austragungsort nur noch einige Probesprünge und konzentriert sich ansonsten auf den Ablauf des Tages.

„Aufregung und ein bisschen Muffensausen“ gehören auch unter Profis dazu, wie Bader über sich und die anderen Klippenspringer erzählt. Ihr bisher spektakulärster Sprung war ein Doppelsalto vorwärts mit halber Schraube aus einer Höhe von 24,5 Metern in Polignano (Italien): „Es war mein bisher höchster Sprung vor einer atemberaubenden Kulisse und vor Tausenden von applaudierenden Zuschauern, von denen einige auf Felsen oder auf den Dächern ihrer Häuser saßen, oder von ihren Booten im Wasser zusahen.“ Trotzdem haben die Klippenspringer stets vor Augen, dass bei einem solchen Sprung Kräfte auf den Körper wirken, die einem mittelschweren Autounfall gleichen.

Was man zum Klippenspringen braucht

„Man sollte natürlich ein guter Schwimmer sein, etwas klettern können und im Idealfall akrobatische Erfahrung und ein gutes Körpergefühl vom Turmspringen oder einer anderen artverwandten Sportart mitbringen“, rät Profispringerin Anna Bader, die selbst im Kunstturnen, Ballett, Geräteturnen und Turmspringen zu Hause ist.

Trotzdem ist das Klippenspringen für sie nicht nur Sport und Adrenalinkick, sondern eine Philosophie von Freiheit, Selbstbestimmung und Genuss des freien Falls. Eine Portion Mut und Liebe zum Wasser gehören natürlich auch dazu, um sich von einer fast 25 Meter hohen Klippe in die Fluten zu stürzen. Da bei einem solchen Sprung enorme Kräfte auf den menschlichen Körper wirken, muss der Cliff Diver stets die Kontrolle behalten und seine Fähigkeiten realistisch einschätzen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Anfänger lassen sich am besten an einem kleinen Felsen von einem professionellen Trainer zeigen, wie sie – erstmal ohne Kopfsprünge und Saltos – sicher, aber trotzdem cool ins Wasser tauchen. Ein erfahrener Coach prüft vor dem Training, ob der Eintauchbereich tief genug ist und nicht mit spitzen Felsen aufwartet.

Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.