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Ultimate Fighting

Hier gibt es richtig auf die Fresse

Alles, was Sie über Ultimate Fighting wissen müssen

Ultimate Fighting findet immer mehr Anhänger. Vielleicht, weil die Zeit vorbei ist, in der Boxen noch eine Schlacht war und derjenige als Sieger galt, der am Ende noch stand? Heute siegt im Boxen meist, wer am seltensten getroffen wird. Wer sich angesichts dieser Tatsache nach härterer Action sehnt, schaut Ultimate Fighting – da geht es im Stehen und am Boden richtig zur Sache. Aber was ist dieser martialische Kampfsport eigentlich genau?

Was Ultimate Fighting ist? Böse Zungen behaupten, ein Haufen schwer Erziehbarer haue sich dabei einfach ohne Sinn, Verstand und Regeln auf die Mütze – bis einer nicht mehr aufsteht oder aufgibt. Das ist natürlich Unsinn. Obwohl alles einmal so ähnlich begonnen hat: bei den Olympischen Spielen der Antike in Griechenland. Pankration hieß der Sport damals, und gekämpft wurde oft bis zum Tod.

Keine Regeln? Das war nur ein Slogan

Nicht ganz so hart ging es 1993 bei der ersten Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) zu, obwohl diese damals mit dem Slogan „There are no rules“ warb. Beißen und Stiche in die Augen waren aber de facto verboten. Dennoch hatte die UFC einen sehr schlechten Ruf, und der damalige Senator John McMain startete eine Initiative, die das Ultimate Fighting in den USA verbieten sollte.

36 Staaten folgten seinem Aufruf, und die UFC wurde immer weiter ins gesellschaftliche Abseits gedrängt. Kein Wunder, geht es bei dem Vollkontaktsport, bei dem am Boden und im Stehen gekämpft wird, doch sehr hart zur Sache. Ultimate Fighting ist eine Mischung aus Boxen, Ringen, Jiu-Jitsu, Karate, Taekwondo, Judo, Kickboxen, Straßenkampf und Muay-Thai.

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Die "Unifed Rules" der Mixed Martial Arts

Die Investoren verstanden den Wink mit dem Zaunpfahl und einigten sich in Zusammenarbeit mit amerikanischen Behörden auf Länderebene auf ein Regelwerk, das in den folgenden Jahren immer weiter spezifiziert wurde und heute nicht nur vom Ultimate-Fighting-Branchenführer UFC, sondern auch von anderen Mixed-Martial-Arts-Veranstaltern benutzt wird. Die „Unified Rules“ kamen erstmals 2000 zum Einsatz und regeln die Länge eines Kampfes, das Outfit der Kämpfer, die Art der erlaubten, beziehungsweise nicht erlaubten Schläge und das Ende eines Kampfes.

Nicht erlaubt sind den Kämpfern beispielsweise Schläge mit dem Ellbogen nach unten und an den Hinterkopf, Kopfstöße, das Greifen des Schlüsselbeines, Beißen, Gewalteinwirkung auf die Fingerknöchel, Fingerstiche in die Augen oder in offene Cuts sowie das Stampfen auf einen am Boden liegenden Gegner.

Das Kampfende – fast wie beim Boxen

Das Kampfende kann beim Ultimate Fighting wie beim Boxen durch Knockout, technischen K.O. oder Ringrichterentscheidung herbeigeführt werden. Dazu kommt die Möglichkeit, einen Gegner durch einen schmerzhaften Haltegriff zur Aufgabe zu zwingen. Seine Kapitulation macht ein Kämpfer entweder durch Klopfen auf den Ringboden oder durch eine verbale Äußerung deutlich.

Vorsorge wird ernst genommen

Nachdem der UFC jahrlang vorgeworfen wurde, ein Spektakel für Wilde zu veranstalten, tut die Organisation heute einiges für die Sicherheit der Fighter. Schon im Vorfeld muss jeder Athlet von einem zugelassenen Arzt für physisch und mental kampftauglich erklärt werden. Darüber hinaus müssen eine augenärztliche Untersuchung, ein Gehirn-MRT aus den letzten fünf Jahren und negative HIV- und Hepatitis-Tests vorliegen.

Geschäftserfolge im TV

Die verbesserte Vorsorge und die eingeführten Regeln sind einige der Gründe für den Mainstream-Erfolg der UFC im Speziellen und des Ultimate Fighting im Allgemeinen. Dazu kommt bei der UFC ein äußerst cleveres Management. 2001 kauften die Gebrüder Lorenzo und Frank Fertitta sowie Boxpromoter Dana White mit ihrer Firma „Zuffa“ die Rechte an der UFC. Seither ist das Unternehmen zu einem weltweiten Siegeszug angetreten.

Maßgebend dafür waren neben den bereits genannten Gründen die Einführung von Gewichtsklassen, die Betonung des Pay-Per-View-Charakters und die Erfindung der Reality-TV-Serie „The Ultimate Fighter“ im Jahr 2005. In dieser Show, die anfangs den Sendeplatz nach der Wrestling-Show „WWE Raw“ erhielt, kämpfen junge Männer, die von zwei UFC-Stars trainiert werden, um einen gut dotierten Vertrag in der Liga. Nach Abschluss der Dreharbeiten treffen auch die beiden Coaches aufeinander.

Wett-Sieg über die Boxbranche

Das erste Großereignis nach Ausstrahlung der Show brachte der UFC 300.000 zahlende Kunden. Das bedeutete eine Verdopplung des bis dahin bestehenden Rekords. Auch auf anderen Gebieten verbesserten sich die Geschäftsergebnisse der UFC. 2007 teilte die amerikanische Spiel- und Wett-Website BodogLife.com mit, dass erstmals mehr Wetteinsätze für den Ausgang von UFC-Kämpfen eingegangen waren als für Boxkämpfe. Die Veranstaltung UFC 100 lockte dann sogar 1,7 Millionen Pay-Per-View-Kunden vor die TV-Geräte.

Zuschauer zwischen Eskapismus und Voyeurismus

Der Erfolg der UFC und anderer kleinerer Mixed-Martial-Arts-Ligen ist sicherlich mit zwei Schlagwörtern zu erklären: Eskapismus und Voyeurismus. Für die Dauer eines Kampfes vergessen die Zuschauer die Welt um sich herum und lassen sich in die Härte und Brutalität hineinziehen. Sie lassen ihren Alltag hinter sich und schauen zwei Menschen zu, die sich bis aufs Äußerste und darüber hinaus belasten, dabei aber nie den Respekt voreinander verlieren, sondern versuchen, mit ehrlichen Mitteln zu gewinnen. Durch den weit gesteckten regulatorischen Rahmen gibt es nur selten Regelverstöße – ein Faktum, das die Fans des harten Kampfsports sehr schätzen.

Ultimate Fighting – ein riesiger Stil-Mix

Darüber hinaus ist der Kampf im Oktagon, dem für die UFC typischen, mit Maschendraht umzäunten Achteck-Ring, wesentlich spektakulärer als Boxen, weil viele verschiedene Kampfstile kombiniert werden und aufeinander treffen. Je nachdem, in welchen Sportarten ein Kämpfer verwurzelt ist, hat er Stärken mit den Armen, Beinen oder im Bodenkampf.

"Abscheuliche Form der Menschendarstellung"

Dem Gegner den persönlichen Stil aufzuzwingen, ist eine der großen Herausforderungen des Sports, der in Deutschland sehr umstritten ist. Nachdem hierzulande 2009 das erste Event in der Kölner Lanxess Arena ausgetragen wurde und der Sportsender DSF (jetzt Sport1) Aufzeichnungen der US-Events übertrug, wurden die Übertragungen im März 2010 durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien verboten. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hatte die Kämpfe als "eine abscheuliche Form der Menschendarstellung" bezeichnet. Inzwischen läuft nach dem Einspruch der UFC die Berufungsverhandlung. Dabei wird sich die Zukunft der Boom-Sportart in Deutschland endgültig entscheiden.

Ultimate Fighting - der Tod ist mit im Ring

Rückenwind werden die Befürworter des Ultimate-Fighting-Verbots durch den Tod von Michael Kirkham bekommen. Der 30-jährige Amerikaner starb Ende Juni 2010 bei einem Mixed-Martial-Arts Kampf in South Carolina an den Folgen einiger Schläge gegen den Kopf. Trotz dieses tragischen Zwischenfalls sollte man bedenken, dass beim Boxen bisher sehr viel mehr Kämpfer ihr Leben lassen mussten als bei den Mixed-Martial-Arts. Neben Kirkham kam 2007 auch Sam Vasquez ums Leben – als bis dahin erstes Todesopfer beim modernen Ultimate Fighting.

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