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Die fünf besten Kräuterliköre aus Italien

Warum Sie diese Tröpfchen unbedingt kennen sollten

Amaro: das sind die fünf besten Kräuterliköre aus Italien

Ein feines Essen beim Lieblingsitaliener lässt sich oftmals perfekt durch einen guten Digestif abrunden. Grappa? Schon hundert Mal gehabt. Limoncello? Viel zu süß. Jägermeister? Zu deutsch für eine serata italiana. Wie wäre es also einmal mit einem Amaro! Wir stellen Ihnen fünf Exemplare dieses Halbbitters vor, die Sie probiert haben sollten

Der Italiener liebt seinen Amaro heiß und innig. Er genießt den Halbbitter-Kräuterlikör nach dem Essen und in der Bar - pur, auf Eis, mit Zitrone oder gemixt als Longdrink. Viele Regionen haben - wie überall im Kulinarischen der Apenninhalbinsel - natürlich auch ihren eigenen Kräuterlikör mit einem eigenen Charakter.

Gleich ist bei den Amari, deren Alkoholgehalt zwischen 15 und 38 Prozent variiert, nur die Grundstruktur der Herstellung aus Basisalkohol, Zucker und natürlichen Aromen.  Es gibt also neben den folgenden fünf herausragenden Vertretern seiner Zunft, die Sie auch diesseits der Alpen bekommen können, viel zu probieren...

1. Ramazzotti

Der Amaro Felsina Ramazzotti, wie der Kräuterlikör mit vollem Namen heißt, ist der Klassiker unter den Amari. Mit seinen 30 Prozent Alkoholgehalt und der fast schwarzen Farbe gehört er zu den kräftigeren Halbbittern. Insgesamt 33 Kräuter und Pflanzen, darunter vor allem süße und bittere Orangenschalen, Chinarinde, Engelwurz, Kaiserwurz, Rosenblüten, Vanille und Sternanis, verleihen ihm dabei seine charakteristische Note. 

Erfunden wurde der Amaro übrigens im Jahr 1815 durch den Apotheker Ausano Ramazzotti in Mailand, als er ein besonders mildes Heilmittel auf Kräuter- und Alkoholbasis herstellen wollte. Na dann: Wohl bekomm's!

2. Averna

Geheimnisumwoben ist die Geschichte des Averna aus Caltanissetta auf Sizilien, der im 19. Jahrhundert von dem Mönch Fra Girolamo entwickelt worden sein soll. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1868 soll er dann schließlich das Rezept an Salvatore Averna übergeben haben, dessen Sohn den Amaro Siciliano später im großen Stil vermarktete.

Die Aromen von 60 verschiedenen Kräutern, Wurzeln und Fruchtschalen sind in dem Halbbitter enthalten, der nach der Filtrierung und Anreicherung mit Zucker noch zwei Monate lagert, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Mit seinen 29 Prozent Alkoholgehalt und dem zuerst bitteren und dann süßen Geschmack ähnelt er dabei sehr dem norditalienischen Ramazzotti.

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3. Cynar

Der Cynar fällt durch seine Inhaltsstoffe ein wenig aus der Reihe der Amari heraus, wird er doch aus Artischocken (lateinisch: cynara scolymus) und 13 Kräutern gewonnen. Dadurch ist sein Geschmack weniger süß und einen Hauch bitterer als der seiner Kollegen. Mit seinen 16,5 Prozent Alkoholgehalt ist der Cynar leggermente amaro, wie der Kräuterlikör mit vollem Namen heißt, jedoch recht leicht zu trinken. Erstmals produziert wurde er in Padua im Jahre 1952 in einer - wie sollte es auch anders sein - Apotheke.

4. Montenegro

Während die ersten drei Amari auch in Deutschland bereits breiten Eingang in die Bar- und Digestifkultur gefunden haben, ist der Amaro Montenegro noch eher unbekannt. Leider, denn der seit 1895 in Bologna produzierte Halbbitter, bietet ein feines, leicht an exotische Gewürze und Zitrone erinnerndes Geschmackserlebnis.

Mit seiner bernsteinartigen Farbe und den 23 Prozent ist der Amaro dabei weniger bitter als Ramazzotti und Co. und trinkt sich sehr leger. Seinen Namen erhielt der Amaro übrigens zu Ehren von Prinzessin Elena von Montenegro, der damaligen Verlobten und späteren Ehefrau des italienischen Königs Vittorio Emanuele III.

5. Vecchio Amaro del Capo

Zu guter Letzt der Geheimtipp unter Amaro-Liebhabern: der Vecchio Amaro del Capo.

Aus Kalabrien stammt der Halbbitter, welcher aus 29 Kräutern, Früchten, Beeren und Wurzeln - darunter Bitter- und Süßorangen, Mandarinen, Kamille, Süßholzwurzel un Wachholder - hergestellt wird. Produziert wird er von der Familie Caffo, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für Premium-Spirituosen steht. So ist der Amaro del Capo auch der einzige italienische Kräuterlikör, der 2010 in Brüssel die Goldmedaille für Halbbitter erhielt.

Farblich ähnelt der Amaro del Capo mit seinem bernsteinig-goldenem Ton dem Montenegro, er unterscheidet sich jedoch durch seinen vollmundigeren Charakter, die sich abwechselnde Geschmackstrias "süß - bitter - fruchtig" sowie die 35 Prozent Alkoholgehalt. Eine weitere Besonderheit: Einen Amaro del Capo trinkt man am Besten direkt aus dem Eisfach bei minus 20 Grad Celsius. Salute!

Autor: Julian Traut
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